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	<title>Friedrich Thimme - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T02:29:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedrich_Thimme&amp;diff=1121355&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Black Zell: /* Schriften (Auswahl) */</title>
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		<updated>2025-08-11T13:00:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schriften (Auswahl)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wilhelm Karl Thimme&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Februar]] [[1868]] in [[Krimderode|Crimderode]]; † [[Juni]] [[1938]] bei [[Berchtesgaden]]) war ein deutscher [[Historiker]] und politisch einflussreicher [[Publizist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur 1887 studierte der Sohn des evangelischen Pfarrers Gottfried Wilhelm Thimme Geschichte und Staatswissenschaften an der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]]. Er hatte zehn Geschwister, sein Bruder [[Wilhelm Thimme|Wilhelm]] wurde Pastor und Hochschullehrer, die Schwester [[Magdalene Thimme|Magdalene]] Pädagogin. 1892 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] Friedrich Thimme in Göttingen mit einer Arbeit über „Die inneren Zustände des Kurfürstentums Hannover unter der französisch-westphälischen Herrschaft“, mit der er auch einen hochdotierten Preis der Beneke-Stiftung gewann. Dennoch scheiterte sein Versuch, sich in Göttingen zu [[Habilitation|habilitieren]]. Nachdem ihm somit eine Professorenlaufbahn verschlossen blieb, forschte er als Privatgelehrter zur [[Preußen|preußischen]] Geschichte des 19. Jahrhunderts. Ab 1902 war er hauptberuflich bei der [[Stadtbibliothek Hannover]] angestellt, 1913 wurde er – wohl durch Vermittlung seines Freundes [[Friedrich Meinecke]] – zum Leiter der Bibliothek des [[Preußisches Herrenhaus|Preußischen Herrenhauses]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufsehen erregte der – durch sein Elternhaus und seine bisherige Laufbahn – konservativ-[[protestant]]isch geprägte Thimme im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], als er gemeinsam mit dem Gewerkschaftsführer [[Carl Legien]] den Sammelband &amp;#039;&amp;#039;Die Arbeiterschaft im Neuen Deutschland&amp;#039;&amp;#039; herausgab. Dieses Buch, das je zur Hälfte von bürgerlichen Gelehrten und von führenden Funktionären der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] und der [[Freie Gewerkschaften (Deutschland)|Freien Gewerkschaften]] verfasst worden war, erschien 1915 als publizistisches Symbol für die „[[Volksgemeinschaft]]“ während des Krieges, die er auch in zahlreichen Aufsätzen immer wieder beschwor. Im Gegensatz zu vielen anderen bürgerlich-konservativen Politikern und Gelehrten hielt Thimme auch über den Krieg hinaus an diesem Ideal gesamtgesellschaftlicher Harmonie fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Umschlag von &amp;quot;Die Große Politik&amp;quot; 12,2.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Die Große Politik&amp;#039;&amp;#039;, Band 12,2 (1922)]]&lt;br /&gt;
Wie Meinecke wurde er „vom Herzensmonarchisten zum Vernunftrepublikaner“ und stand in der [[Weimarer Republik]] den liberalen Parteien nahe. 1920 wurde er Leiter der Bibliothek des [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstags]], den Großteil seiner Arbeitszeit verwendete er jedoch auf die Bearbeitung der „Deutschen Dokumente zum Kriegsausbruch 1914“. Von der Reichsregierung ursprünglich als „Weißbuch“ zur Rechtfertigung Deutschlands in der [[Kriegsschuldfrage]] geplant, erschienen unter dem Titel „Die Große Politik der Europäischen Kabinette“ unter der Herausgeberschaft [[Johannes Lepsius]], [[Albrecht Mendelssohn Bartholdy]]s und Thimmes vierzig Bände zur Außenpolitik der Vorkriegszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Kommentare zu diesen Dokumenten sowie seine sonstige publizistische Tätigkeit zeigten Thimme als stolzen und patriotischen Deutschen. Wie bei dem mit ihm vertrauten [[Gustav Stresemann]] blieb sein Nationalismus jedoch frei von Chauvinismus und Rassismus. So machte Thimme 1926 [[Ernst Jünger]] den Vorwurf, dass dessen „Nationalismus und [[Antisemitismus (bis 1945)|Antisemitismus]] in der Vernichtung und Ausrottung der Deutschen ‚jüdischer Rasse‘ enden könnte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Annelise Thimme: &amp;#039;&amp;#039;Einmal um die Uhr. Die Stresemannkontroverse von 1927 bis 1929&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hartmut Lehmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historikerkontroversen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Göttinger Gespräch zur Geschichtswissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Band 10). Wallstein, Göttingen 2000, ISBN 3-89244-413-7, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Thimme war 1932 federführend an einem gegen [[Adolf Hitler]] gerichteten Aufruf zur Wahl [[Paul von Hindenburg]]s beteiligt; nach der „[[Machtergreifung]]“ trat er aus Protest gegen die [[Deutsche Christen|Deutschen Christen]] aus der [[Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers|hannoverschen Landeskirche]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alter von siebzig Jahren kehrte Thimme 1938 von einer Bergwanderung auf den [[Watzmann]] nicht wieder zurück. Sein Leichnam wurde einige Wochen später gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder von Friedrich Thimme sind der deutsch-amerikanische Kunsthistoriker und Archäologe [[Diether Thimme]] (1910–1978), der Archäologe [[Jürgen Thimme]] (1917–2010) sowie die Historikerin [[Annelise Thimme]] (1918–2005).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Annelise Thimme]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Thimme 1868–1938. Ein politischer Historiker, Publizist und Schriftsteller in seinen Briefen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Bundesarchivs.&amp;#039;&amp;#039; Band 46). Boldt, Boppard am Rhein 1994, ISBN 3-7646-1937-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Okkupation des Kurfürstentums Hannover durch die Preußen im Jahre 1806.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1893.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Maximilian Harden am Pranger. Flugschriften der &amp;quot;Neuen Woche&amp;quot;, Nr. 1.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der &amp;quot;Neuen Woche&amp;quot; Maximilian Goerlich, Berlin 1919.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Aktenpublikation des Auswärtigen Amtes. Beiträge zu ihrer Entstehungsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Dt. Verlagsges. für Politik und Geschichte, Berlin 1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|26|151||Thimme, Friedrich|[[Hans-Christof Kraus]]|119183501}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070613163905/http://www.bautz.de/bbkl/t/thimme_f_w_k.shtml |autor=Josef Anker|artikel=Thimme, Friedrich Wilhelm Karl|band=11|spalten=1213–1229}}&lt;br /&gt;
* [[Volker Ullrich (Historiker)|Volker Ullrich]]: [https://www.zeit.de/1995/10/Ich_beuge_mich_niemals?page=all &amp;#039;&amp;#039;Ich beuge mich niemals.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit.&amp;#039;&amp;#039; 10/1995.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Die Große Politik der europäischen Kabinette 1871–1914}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119183501}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/d9966f59-7cbc-4bb9-9f63-877932d80718/ Nachlass Bundesarchiv N 1058]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119183501|LCCN=n/95/115322|VIAF=19766977}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Thimme, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuzeithistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliothekar (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Hannover)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Nordhausen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1868]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1938]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Thimme, Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Thimme, Friedrich Wilhelm Karl (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Historiker und Publizist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Februar 1868&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Krimderode|Crimderode]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=Juni 1938&lt;br /&gt;
|STERBEORT=bei [[Berchtesgaden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Black Zell</name></author>
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