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	<title>Friedrich Sesselmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum Pfarrer und kurfürstlichen Rat von Friedrich I. von Brandenburg-Ansbach siehe [[Friedrich Sesselmann (Pfarrer)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Sesselmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* um [[1410]] in [[Kulmbach]], [[Oberfranken]]; † [[21. September]] [[1483]] in [[Kamenz]], [[Oberlausitz]]) war [[Liste der Kanzler von Brandenburg|Kanzler in Brandenburg]] seit 1445, [[Liste der Bischöfe von Lebus|Bischof von Lebus]] seit 1455 und [[Regentschaft|Regent]] des [[Kurfürstentum Brandenburg|Kurfürstentums Brandenburg]] seit 1473.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Studien ===&lt;br /&gt;
Friedrich Sesselmann kam aus einer in [[Kulmbach]] in [[Oberfranken]] ansässigen Familie, die aus [[Herzogenaurach]] dorthin gezogen war. Der spätere kurfürstliche Rat [[Peter Sesselmann (Jurist)|Peter Sesselmann]] war möglicherweise ein Onkel, der Pfarrer [[Friedrich Sesselmann (Pfarrer)|Friedrich Sesselmann]] aus [[Cadolzburg]] ein Verwandter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1429 immatrikulierte sich Sesselmann an der [[Universität Leipzig]] und schloss dort 1435 als [[Magister]] ab. 1439 wurde er erstmals als Stiftsherr im [[Kollegiatstift Neumünster|Stift Neumünster]] in [[Würzburg]] erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alfred Wendehorst]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Stift Neumünster in Würzburg&amp;#039;&amp;#039;. Germania Sacra NF 26: Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz. Das Bistum Würzburg 4. de Gruyter, Berlin/New York 1989, ISBN 3-11-012057-7. [https://books.google.de/books?id=CnkB23QthD8C&amp;amp;pg=PA528 S. 528] mit Kurzbiographie&amp;lt;/ref&amp;gt; In jenem Jahr studierte er in [[Bologna]] [[Rechtswissenschaft]] und war dort auch [[Prokurator]] der deutschen Nation an der Universität. 1443 war Friedrich Sesselmann Student in [[Erfurt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kanzler in Brandenburg ===&lt;br /&gt;
1444 wurde Sesselmann [[kurfürstlicher Rat]] bei dem ebenfalls aus Franken stammenden Kurfürsten [[Friedrich II. (Brandenburg)|Friedrich II.]] Dabei wurde er als &amp;#039;&amp;#039;[[Lizentiat]]&amp;#039;&amp;#039; (Lehrbefugter) des weltlichen Rechts bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1445 wurde er zum [[Kanzler]] für die Mark Brandenburg ernannt. Als Kanzler half Sesselmann, die Position der Hohenzollern gegenüber den Ständen und Städten in Brandenburg zu stärken. So war er 1447 beim Zustandekommen eines Konkordates zwischen Kurbrandenburg und [[Papst]] [[Eugen IV.]] beteiligt, das dem Kurfürsten die volle kirchliche Oberhoheit in seinem Territorium sicherte. Das betraf nicht nur die Besetzung von Pfarrstellen, sondern vor allem die Wahl der drei Bischöfe in [[Bistum Brandenburg|Brandenburg]], [[Bistum Havelberg|Havelberg]] und [[Bistum Lebus|Lebus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im folgenden Jahr 1448 glückte der Versuch, die Rechtsprechung in ganz Brandenburg den Städten zu entziehen und sie in die Hand des Kurfürsten zu legen. Als es dem Kanzler auch noch gelang, den besonders renitenten Städten [[Berlin]] und [[Alt-Kölln|Cölln]] an der Spree die Anerkennung der Oberhoheit des Landesherren abzutrotzen und die anderen märkischen Städte folgten, war die Machtposition der Hohenzollern dauerhaft gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1451 wurde Sesselmann erstmals als [[Doktor beider Rechte]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bischof von Lebus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Sesselmann Siegesallee.JPG|miniatur|hochkant|Büste Sesselmanns, 1898, [[Liste der Figurengruppen in der Berliner Siegesallee#Gruppe 16|Denkmalgruppe 16]] der [[Siegesallee]]]]&lt;br /&gt;
1453 wurde Friedrich Sesselmann erstmals als Domherr in Lebus erwähnt. 1455 wurde er vom Domkapitel einstimmig zum neuen Bischof gewählt. Am 1. Dezember 1455 bestätigte Papst [[Calixt III. (Papst)|Calixt III.]] die Wahl. In den folgenden Jahren erwarb der neue Bischof zusätzlichen Landbesitz für das Domstift und ließ Baumaßnahmen im Dom in Fürstenwalde vornehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sesselmann blieb auch weiterhin als Kanzler tätig. Er war in den folgenden Jahren mehrmals als Gesandter des Kurfürsten im Ausland unterwegs. Kein Erfolg war dem Versuch beschieden, das benachbarte [[Pommern]] für Brandenburg zu erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Statthalter und Regent in Brandenburg ===&lt;br /&gt;
Nachdem Friedrich II. 1470 als Kurfürst in Brandenburg abgedankt hatte und als er sich nach Franken zurückzog, wurde der Kanzler Sesselmann zu einem von mehreren Statthaltern in der Mark für die Zeit der Abwesenheit des neuen Markgrafen [[Albrecht Achilles]] ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Mario Müller: &amp;#039;&amp;#039;Dietrich von Stechow, Bischof von Brandenburg 1459–1472.&amp;#039;&amp;#039; Regesten zur Vita und vom Episkopat. Erschienen in: Sascha Bütow, Peter Riedel, Uwe Tersp (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Mittelalter endet gestern.&amp;#039;&amp;#039; Beiträge zur Landes-, Kultur- und Ordensgeschichte Heinz-Dieter Heimann zum 65. Geburtstag. Lukas Verlag. ISBN 978-3-86732-188-4. S. 114 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1473 machte ihn Kurfürst Albrecht zum Regenten in Brandenburg, als er nach Franken zurückging und der Sohn [[Johann Cicero|Johann]] noch minderjährig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die späten Jahre Friedrich Sesselmanns waren geprägt vom immer wieder aufflammenden Widerstand der märkischen Städte gegen die Oberhoheit des Kurfürsten. Die Bürger von [[Stendal]] drohten gar mit der Ermordung des Bischofs. Jedoch gelang es den Städten nicht mehr, die Macht der Hohenzollern zu brechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
Am 21. September 1483 starb Friedrich Sesselmann während diplomatischer Verhandlungen in [[Kamenz]] in der Oberlausitz. Seine sterblichen Überreste wurden in die Residenzstadt [[Fürstenwalde/Spree|Fürstenwalde]] überführt und im dortigen [[Dom St. Marien Fürstenwalde|Dom]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte ist noch heute erhalten. Sie zeigt den Bischof mit seinen Insignien und dem Familienwappen. Die Inschrift lautet: &amp;#039;&amp;#039;„Anno domini m.cccc.lxxxiii. in die sancti mathei obiit reverendus i. x. d.us fridericus sesselmann episcops eccl lubuceij s. aia requiescat in pace ame.“ (Im Jahre des Herren eintausend vierhundert dreiundachtzig am Tag des Heiligen Matthäus starb der ehrwürdige Herr in Christus Friedrich Sesselmann, Bischof der Kirche von Lebus. Er ruhe in Frieden. Amen).&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Büste in der Siegesallee {{Anker|Denkmal}} ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die ehemalige Berliner [[Siegesallee]] gestaltete der Bildhauer [[Alexander Calandrelli]] eine marmorne Büste Sesselmanns als Seitenfigur der [[Liste der Figurengruppen in der Berliner Siegesallee#Friedrich II. (der Eiserne, der Eisenzahn)|Denkmalgruppe 16]] zu dem zentralen Standbild für den Kurfürsten Friedrich&amp;amp;nbsp;II., enthüllt am 22. Dezember 1898. Die Büste zeigt Sesselmann nach dem Vorbild des Grabsteins mit [[Mitra]] und [[Ornat|Bischofsornat]], bringt aber auch den weltgewandten Diplomaten zum Ausdruck.&amp;lt;ref&amp;gt;Uta Lehnert: &amp;#039;&amp;#039;Der Kaiser und die Siegesallee. Réclame Royale&amp;#039;&amp;#039;, Dietrich Reimer Verlag, Berlin&amp;amp;nbsp;1998, S.&amp;amp;nbsp;152 ISBN 3-496-01189-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Suse Andresen: &amp;#039;&amp;#039;In fürstlichem Auftrag: Die gelehrten Räte der Kurfürsten von Brandenburg aus dem Hause Hohenzollern im 15. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2017. [https://books.google.de/books?id=y6ooDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA533 S. 533–538].&lt;br /&gt;
* [[Johannes Kist]]: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Sesselmann, Bischof von Lebus (1435–1483).&amp;#039;&amp;#039; In: Valentin Fröhlich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Herzogenaurach, Ein Heimatbuch.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag der Stadt Herzogenaurach 1949. S. 187–191.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Holtze]]: &amp;#039;&amp;#039;Die ältesten märkischen Kanzler und ihre Familien.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur brandenburgischen und preußischen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 7, Berlin 1894, S. 479–531, insbesondere S. 486–494 (mit Bild; [https://archive.org/stream/forschungenzurb03brangoog#page/n511/mode/2up Digitalisat])&lt;br /&gt;
* [[Sigmund Wilhelm Wohlbrück]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des ehemaligen Bisthums Lebus und des Landes gleichen Nahmens&amp;#039;&amp;#039;. Band 2. Berlin 1829. [https://books.google.de/books?id=oDACAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA152 S. 152–164]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Johann von Dreher]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Liborius von Schlieben]]&lt;br /&gt;
|AMT=[[Liste der Bischöfe von Lebus|Bischof von Lebus]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1455–1483}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1050562135|VIAF=171145911228727062400}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sesselmann, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (15. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanzler (Brandenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurfürstlicher Rat (Brandenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Statthalter (Brandenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof von Lebus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist im Mittelalter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1483]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sesselmann, Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Friedrich III. von Lebus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Bischof des Bistums Lebus und Kanzler des Kurfürstentums Brandenburg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1410&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kulmbach]], Oberfranken&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. September 1483&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kamenz]], Oberlausitz&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jed</name></author>
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