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	<title>Friedrich Schaub - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedrich_Schaub&amp;diff=2788901&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AHZ am 2. Juli 2023 um 07:44 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Garten- und Landschaftsarchitekten. Zum Maler und Zeichner siehe [[Friedrich Wilhelm Schaub]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Schaub&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. Dezember]] [[1910]] in [[Dolní Kounice|Kanitz]] in [[Mähren]]; † [[30. Januar]] [[2002]] in [[Köln-Rodenkirchen]]) war ein deutscher [[Landschaftsarchitekt|Garten- und Landschaftsarchitekt]] und Landschaftsgestalter. Er war Pionier des [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|Biologisch-dynamischen Landbaus]] und der frühen [[Umweltbewegung|Ökologiebewegung]] in Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gärtnerhof Schaub Köln Rodenkirchen 1953 Erstling Architekt Heiko Folkerts.jpg|mini|Gärtnerhof Schaub in Köln Rodenkirchen, Erstling von Architekt [[Heiko Folkerts]] 1953]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gärtnerhof Schaub in Köln Rodenkirchen mit Gartenanlage um 1960, Erstling von Architekt Heiko Folkerts.jpg|mini|Gärtnerhof Schaub mit Gartenanlage und biologisch-dynamischem Gartenbaubetrieb um 1960]]&lt;br /&gt;
Friedrich Schaub wurde als Sohn des Kanitzer [[Stadtschreiber (Kanzleivorsteher)|Stadtschreibers]] Karl Schaub und seiner Frau Friederike Müller aus [[Wien]] geboren. Er wuchs zweisprachig mit deutschsprachigen Eltern in einem tschechisch geprägten Lebens- und Freundeskreis auf. Nach dem Besuch der Kanitzer Volksschule studierte Schaub Garten- und Landschaftsbau auf der Höheren Obst- und Gartenbauschule in [[Schloss Lednice|Schloss Eisgrub]] in [[Südmähren]], die er 1929 mit der [[Matura]] abschloss.&lt;br /&gt;
Nach seinem Militärdienst wurde er 1938 von [[Alwin Seifert]] zum [[Landschaftsanwalt]] für die [[Reichsautobahn Wien–Breslau]] berufen und war bis 1942 in Zusammenarbeit mit Alwin Seifert, [[Hermann Mattern]] und dem Bauingenieur [[Hans Lorenz (Autobahningenieur)|Hans Lorenz]] für die  Planung und Gestaltung der Autobahn tätig.&lt;br /&gt;
Diese nur teilweise gebaute Autobahnstrecke setzte aufgrund ihrer späten, ausgereiften Planungskonzepte durch die von Alwin Seifert geforderten landschaftsverträglichen Kurvenführungen anhand von [[Klothoide]]nberechnungen und Landschaftsbildern in vielen Bereichen des Autobahnbaus Maßstäbe, die nach dem Krieg, besonders durch den Trassierungsspezialisten [[Hans Lorenz (Autobahningenieur)|Hans Lorenz]], in der frühen Bundesrepublik umgesetzt und veröffentlicht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist auch Schaubs fortschrittliche Planung des [[Autobahnraststätte|Rasthofs]]  [[Boskovice|Boskowitz]] (tsch. Boskovice) in Mähren, in der er zusammen mit dem Gartenarchitekten und [[Anthroposophie|Anthroposophen]] [[Max Karl Schwarz]] (1895–1963) aus [[Worpswede]] eines der ersten [[Ökologie|ökologischen]] und [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamischen]] Rasthofkonzepte entwickelte. Schwarz gilt als bedeutender Pionier der [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamischen Landwirtschaft]]. Der Rasthof [[Boskovice|Boskowitz]] war mit einem ökologischen Wirtschaftskreislauf, einer autonomen Rasthofsiedlung  geplant und umfasste einen Gärtnerhof mit Baumschule, einen Bauernhof mit Schweine- und Geflügelzucht, eine Molkerei, eine Wohnsiedlung, eine Kläranlage und Grünfutternutzung durch die Autobahngrünflächen. Die Ideen und Konzepte zu diesem Gärtnerhof hat Schaub dann erst nach dem Krieg auf seinem 2,9 Hektar großen Anwesen in Köln Rodenkirchen verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von seiner ersten Stadtwohnung aus, die er im zerbombten Köln als Flüchtling besetzte, baute er sich für seine wachsende Familie den neuen Gärtnerhof mit Gartenbaubetrieb, Baumschule und Landschaftsarchitekturbüro auf und war bald einer der bedeutendsten Gartenarchitekten des Kölner Wiederaufbaus.&lt;br /&gt;
Friedrich Schaub gestaltete zahlreiche Gärten, Villengärten und Gartenanlagen in Rodenkirchen, Köln und dem [[Rheinland]], u.&amp;amp;nbsp;a. für die Familie Mülhens ([[4711]]) und die [[Bundesgartenschau 1957]] in Köln, zusammen mit den Gartenarchitekten [[Herta Hammerbacher]], [[Hermann Mattern]] und dem Kölner Gartendirektor [[Kurt Schönbohm]]. Außerdem entwarf und gestaltete Schaub 1954 die Außenanlagen des unter Denkmalschutz stehenden [[Gebäude des Bundesministeriums für das Post- und Fernmeldewesen|Bundespostministeriums]], des heutigen [[Bundesrechnungshof]]es in Bonn. Seine Spezialgebiete waren das Anlegen von gerundeten Natursteinterrassen und Mauern aus einem norddeutschen Steinbruch, Teiche, Schwimmbecken und Pergolen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 heiratete Friedrich Schaub die Tochter des See- und Landschaftsmalers [[Poppe Folkerts]], Hanna Folkerts (1919–2005). Aus der Ehe gingen acht Kinder hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gärtnerhof Schaub in Köln-Rodenkirchen ist das Erstlingswerk des jungen Architekten und späteren [[Hochschullehrer]] der [[Technische Universität München|Technischen Universität München]] [[Heiko Folkerts]] von 1953 bis 1954. Der Gärtnerhof zählt durch seine Entstehungsgeschichte, die Mitwirkung verschiedener Kunst-, Reform-, Architektur-, Natur- und Gartenbauströmungen und dessen einflussreichen Vertretern zu den frühen Beispielen der Ökologiebewegung und hatte maßgeblichen und richtungsweisenden Einfluss auf das [[ökologisches Bauen|ökologische Bauen]] in Deutschland. Er stellt neben den 100-Morgen-Höfen des bedeutenden DDR-Architekten [[Hermann Henselmann]] 1941–42 in Balzweiler/Balczewo im besetzten [[Reichsgau Wartheland]] wohl eines der wichtigsten Neubau-Gesamtkonzeptionen der Gärtnerhofidee in Deutschland dar. Der Einfluss auf die heutige biologisch-dynamische Landwirtschaft und die [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft]]en der DDR durch Henselmann ist   kaum erforscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weilheimer Architekt [[Heiko Folkerts|Heiko Poppe Folkerts]] stellte 2012 mit dem Aufruf der  deutschen Architekturhistoriker wie [[Wolfgang Voigt (Architekturhistoriker)|Wolfgang Voigt]] vom [[Deutsches Architekturmuseum|Deutschen Architekturmuseum]], [[Winfried Nerdinger]], [[Hans-Georg Lippert]], Hartmut Frank, [[Wolfgang Sonne]], [[Roland Günter]] und [[Hiltrud Kier]] sowie der Unterstützung der Architekturprofessoren [[Christoph Mäckler]], [[Friedrich Kurrent]] und [[Paul Schmitthenner (Architekt)|Elisabeth Schmitthenner]] mit einer Forschungsarbeit zur Geschichte des [[Ökologisches Bauen|Ökologischen Bauens]] einen Denkmalantrag. Nach der Ablehnung des ehemaligen Stadtkonservators [[Ulrich Krings]], des [[Thomas Werner (Kunsthistoriker)|Kölner Stadtkonservators Thomas Werner]] sowie der [[Andrea Pufke|Landeskonservatorin Andrea Pufke]] wurde der Gärtnerhof 2014 nicht in die Denkmalliste des Rheinlandes eingetragen und daher 2015 zugunsten eines Beton-Neubaus des Kölner Architekten Ulrich Coersmeier  abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Charlotte Reitsam: &amp;#039;&amp;#039;Reichsautobahn im Spannungsfeld von Natur und Technik.&amp;#039;&amp;#039; Diss. TU München.  2000.&lt;br /&gt;
* Charlotte Reitsam: &amp;#039;&amp;#039;Das Konzept der ‘bodenständigen Gartenkunst’ Alwin Seiferts – Fachliche Hintergründe und Rezeption bis in die Nachkriegszeit&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt a. M. 2001.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Alwin Seifert: Deutsche Gärten aus neuerer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Mit Herta Hammerbacher, Werner Lendholt, Hermann Mattern, Ludwig Roemer, Friedrich Schaub, Alwin Seifert, Otto Valentien. Baumeister 6/1950 München Callwey Verlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://biographien.kulturimpuls.org/detail.php?&amp;amp;id=659 Max Karl Schwerz, Gärtner, Garten- und Landschaftsarchitekt, Forschungsstelle Kulturimpuls]&lt;br /&gt;
* [http://www.autobahngeschichte.de/Menueoptionen/Geschichte/Organisation/Hafen-S/Betriebsstrecken.jpg Übersichtskarte]&lt;br /&gt;
* [http://www.familia-austria.at/oeffentlich_daten.php Die Absolventen 1895 bis 1942 der Höheren Obst- und Gartenbauschule Eisgrub/Lednice in Mähren]&lt;br /&gt;
* [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45139857.html Der Spiegel 17/1962, Straßenbau, Ei mit Musik] über den Trassierungsspezialisten Hans Lorenz&lt;br /&gt;
* [http://poppe-folkerts-museum.de/app/download/5789453789/Poppe-Folkerts-Serie,+Teil+57,+07.09.2012.pdf Karl Welbers, Norderneyer Kurier, Majestätische Berge und monumentale Bauwerke mit Gärtnerhof Schaub, Frida Folkerts und Hanna Schaub,] (PDF; 222&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schaub, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaftsarchitekt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Protektorat Böhmen und Mähren)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2002]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schaub, Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schaub, Fritz&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Garten und Landschaftsarchitekt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Dezember 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dolní Kounice|Kanitz]], [[Mähren]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Januar 2002&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Köln-Rodenkirchen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AHZ</name></author>
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