<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Friedrich_Sadebeck</id>
	<title>Friedrich Sadebeck - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Friedrich_Sadebeck"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedrich_Sadebeck&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T19:43:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedrich_Sadebeck&amp;diff=2788790&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Literatur */ Tippfehler</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedrich_Sadebeck&amp;diff=2788790&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-17T00:14:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Foto Sadebeck 2.jpg|mini|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mausoleum Sadebeck, 2021.jpg|mini|Familiengrab Sadebeck (2021) am ehemaligen evangelischen Friedhof in Dzierżoniów (Reichenbach)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Saal des Sadebeckhauses .jpg|mini|Saal des Sadebeckhauses. Hier wurde die Reichenbacher Konvention verhandelt.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Sadebeck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Oktober]] [[1741]] in [[Dzierżoniów|Reichenbach]], [[Herzogtum Schweidnitz|Erbfürstentum Schweidnitz]]; † [[1. Dezember]] [[1819]] ebenda)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Deutsche Biographie |url=https://www.deutsche-biographie.de/sfz109523.html |titel=Sadebeck, Friedrich - Deutsche Biographie |sprache=de |abruf=2022-07-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher [[Weißgerber]], [[Textilie|Textilkaufmann]] und -fabrikant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Friedrich Sadebeck war ein Sohn des Heinrich Sadebeck aus Priegnitz (1696–1751). Die Familie lebte nach dem Tod des Vaters in „äußerster Dürftigkeit“.&amp;lt;ref&amp;gt;I. F. Thiede: &amp;#039;&amp;#039;Ursachen und Veranlassungen des merkwürdigen Flors der Stadt Reichenbach.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Schlesische Provinzialblätter]], März 1803.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Deshalb musste Sadebeck bei seinem Bruder, der den väterlichen Betrieb übernommen und hoch verschuldet hatte, den Beruf eines Weißgerbers, den er mit dem Meistertitel abschloss, erlernen.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Weiß: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Sadebeck.&amp;#039;&amp;#039; In: Schlesische Lebensbilder, Band II, Schlesier des 18. u. 19. Jahrhunderts, 60 Lebensbeschreibungen hervorragender Schlesier aller Berufe und Stände. Verlag von Wilh. Gottl. Korn in Breslau, S. 128.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend widmete er sich dem [[Garn]]handel, mit dem er schon während der Lehre befasst war. Da Reichenbach und die umliegenden Dörfer, u. a. [[Bielawa|Bielau]], [[Pieszyce|Peterswaldau]], Ernsdorf und die [[Piława|Peilaudörfer]], fast ausschließlich von der [[Weber|Tuchmacherei]] lebten, fand er ein reiches Betätigungsfeld in der Textilherstellung. Durch den Wechsel von den traditionellen Rohstoffen Flachs, Hanf und Schafwolle zur Baumwolle, war Sadebeck nicht an die strengen Zunftauflagen gebunden und konnte eigene Produktions- und Vertriebsideen verwirklichen. In seinen Produktionsstätten wurde die [[Baumwollfaser|Rohbaumwolle]] bis zum fertigen [[Tuch]] verarbeitet und vertrieben. Als wegen der gesteigerten Nachfrage nach baumwollenen Stoffen die einheimischen Rohstoffe knapp wurden, bezog er ab 1770 über [[Wien]] hochwertige Baumwolle aus [[Nordmazedonien|Mazedonien]] und minderwertigere über [[Triest]] aus Smyrna, dem heutigen [[Izmir]]. Bei dem Handel in Griechenland half ihm sein griechischer Geschäftspartner Liotto Poliso.&amp;lt;ref&amp;gt;S. G. Meißner: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Sadebeck&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Charakterzüge aus dem Leben edler Geschäftsmänner und berühmter Kaufleute. Zur Lehre und Nachahmung der merkantilischen Jugend.&amp;#039;&amp;#039; Heinrich Büscher Verlag, Leipzig, 1805, S. 61–89.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Baumwolle ließ er in den umliegenden Weberdörfern [[verspinnen]] und auf etwa 850 [[Webstuhl|Webstühlen]] verweben. 1794 plante er die Umstellung seiner Betriebe auf Maschinenspinnerei, was ihm jedoch nicht gelang, da er hierfür keine Unterstützung bei der preußischen Regierung fand. Als die einheimischen Spinnereien den Garnbedarf nicht mehr decken konnten, führte er ab 1801 zusätzlich Maschinengarne aus England ein. Da diese jedoch von besserer Qualität als die handgesponnenen einheimischen waren, kam es zu einem Niedergang der Baumwollspinnereien in den umliegenden Weberdörfern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1800–1803 verarbeitete Sadebeck 360.000 Pfund Baumwolle jährlich, wobei er etwa 10.000 Arbeiter beschäftigte. Der Jahresumsatz seiner Betriebe wurde auf eine Million [[Reichstaler]], sein Vermögen auf 300.000 Reichstaler geschätzt. Bereits in den 1780er Jahren besaß er am Reichenbacher Ring ein großes Haus, in dem 1790 die [[Reichenbacher Konvention (1790)|Reichenbacher Konvention]] verhandelt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ab Anfang des 19. Jahrhunderts besaß Sadebecks jüngerer Konkurrent Melchior Kellner ebenfalls ein reiches Haus am Ring.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wegen der [[Napoleonische Kriege|Napoleonischen Kriege]] eine [[Kontinentalsperre]] verfügt und eine Ausfuhr der [[Kattun]]e nach England nicht mehr möglich war, sank die Anzahl der für Sadebeck tätigen Webstühle von 900 im Jahr 1805 auf 400 im Jahr 1806.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1805 stiftete er der evangelischen Gemeinde von Reichenbach einen nach ihm benannten Friedhof, der nach seinen künstlerischen Vorstellungen gestaltet wurde. Der erste hier bestattete Tote war Sadebecks jüngster Sohn Friedrich Reinhold (1775–1805). Friedrich Sadebeck wurde 1819 in der heute noch bestehenden [[Familiengruft]] beigesetzt. Schon zu Lebzeiten hatte er sein Unternehmen seinem ältesten Sohn August (1770–1846) übergeben, der es jedoch nicht halten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|22|344|345|Sadebeck, Friedrich|Konrad Fuchs|13959938X}}&lt;br /&gt;
*  Georg Weiß: Friedrich Sadebeck. In [[Friedrich Andreae]] &amp;#039;&amp;#039;Schlesische Lebensbilder&amp;#039;&amp;#039;, Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Schlesier des 18. und 19. Jahrhunderts, 60 Lebensbeschreibungen hervorragender Schlesier aller Berufe und Stände&amp;#039;&amp;#039;. Verlag von Wilhelm Gottlieb Korn, Breslau 1926, S. 125–132.&lt;br /&gt;
* [[Hugo Weczerka]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der historischen Stätten]].&amp;#039;&amp;#039; Band: &amp;#039;&amp;#039;Schlesien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 316). Kröner, Stuttgart 1977, ISBN 3-520-31601-3, S. 435f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Dehio-Handbuch]] der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 278&lt;br /&gt;
* Paul Wagner: Ein Reichenbacher Handelshaus im Jahre 1797. In: U.E.Pape (Hrsg.): Reichenbacher Wochenblatt, Politisches Organ für Stadt und Land. No.79, Jahrgang 530, Reichenbach, 3. Oktober 1879.&lt;br /&gt;
* I. F. Thiede: Ursachen und Veranlassungen des merkwürdigen Flors der Stadt Reichenbach. In: Schlesische Provinzialblätter, März 1803.&lt;br /&gt;
* S. G. Meißner: Friedrich Sadebeck. In: Charakterzüge aus dem Leben edler Geschäftsmänner und berühmter Kaufleute. Zur Lehre und Nachahmung der merkantilischen Jugend. Heinrich Büscher Verlag, Leipzig, 1805, S. 61–89.&lt;br /&gt;
* Brigitte Weiß-Kobayashi: Friedrich Sadebeck – Ein Schlesischer Baumwollspinner: Historisches Sachbuch als Roman. Laumann Druck und Verlag 2023, ISBN 978-3-89960-502-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://historiasztuki.uni.wroc.pl/quart/pdf/quart19_Kaczmarek.pdf Beschreibung des Sadebeck-Hauses in Reichenbach (polnisch) mit Zeichnungen und Fotos] (PDF; 6,3&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=13959938X|VIAF=101322120}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sadebeck, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kaufmann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Schlesien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Textilunternehmer (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Textilunternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1741]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1819]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sadebeck, Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Weißgerber und Textilkaufmann&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Oktober 1741&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dzierżoniów|Reichenbach]], [[Herzogtum Schweidnitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Dezember 1819&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Dzierżoniów|Reichenbach]], [[Landkreis Reichenbach (Eulengebirge)]], [[Provinz Schlesien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
	</entry>
</feed>