<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Friedrich_Rakob</id>
	<title>Friedrich Rakob - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Friedrich_Rakob"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedrich_Rakob&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T08:52:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedrich_Rakob&amp;diff=2429784&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: Normdaten korrigiert (GNDName nicht mehr notwendig, siehe Diskussion)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedrich_Rakob&amp;diff=2429784&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-28T02:59:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Normdaten korrigiert (GNDName nicht mehr notwendig, siehe &lt;a href=&quot;/index.php?title=Vorlage_Diskussion:Normdaten/Archiv/4&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Vorlage Diskussion:Normdaten/Archiv/4 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Ludwig Rakob&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. Juli]] [[1931]] in [[Ennigloh]]; † [[28. Dezember]] [[2007]] in [[Münster]]) war ein deutscher [[Bauforschung|Bauforscher]]. Seine Forschungstätigkeit beim [[Deutsches Archäologisches Institut Rom|Deutschen Archäologischen Institut in Rom]] konzentrierte sich vor allem auf den [[Maghreb]] ([[Tunesien]]) und die [[Villa Adriana|Villa Hadriana]] in [[Tivoli (Latium)|Tivoli]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Friedrich Rakob studierte nach dem Abitur 1952 ab dem Wintersemester 1952/1953 an der [[Technische Universität München|Technischen Hochschule München]] Architektur. Er wurde ebenfalls Gasthörer in den Fächern Archäologie, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaften und Logistik an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Universität München]]. 1954 legte er sein Vordiplom ab und ging 1955 an die [[Karlsruher Institut für Technologie|Technische Hochschule Karlsruhe]], wo er studentische Hilfskraft am Institut für Baugeschichte wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rakobs Lehrer war der Bauforscher und damalige Leiter des Karlsruher Instituts für Baugeschichte [[Arnold Tschira]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hoffmann 2008, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Tschira regte Rakobs Dissertation über die Piazza d’Oro in der Villa Hadriana in Tivoli an, wo Rakob ab 1955 baugeschichtliche Untersuchungen durchführte. Es schlossen sich weitere Forschungen im [[Kerameikos]] und am [[Parthenon]] in [[Athen]] an, die Rakob gemeinsam mit Tschira und dem Klassischen Archäologen [[Walter-Herwig Schuchhardt]] unternahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 legte Rakob an der TH Karlsruhe bei [[Otto Ernst Schweizer]] sein Diplom ab und wurde 1961 für ein Jahr wissenschaftlicher Assistent Tschiras am Institut für Baugeschichte der TH Karlsruhe. Im Anschluss daran wurde er 1962 Referent für römische Bauforschung an der [[Deutsches Archäologisches Institut Rom|Abteilung Rom des Deutschen Archäologischen Instituts]], welche in Zukunft die Arbeitsbasis für sein Berufsleben bilden würde. Von 1960 bis 1963 betreute er mit Tschira die baugeschichtlichen Untersuchungen an der [[Casa del Fauno]] in [[Pompeji]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1963 empfahlen [[Armin von Gerkan]] und [[Heinrich Drerup]] Rakob für die Vergabe des [[Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts|Reisestipendiums des Deutschen Archäologischen Instituts]]. Die halbjährige Reise erfolgte in den Jahren 1963 und 1964 und hatte archäologische Stätten in Nordgriechenland, der Türkei, Syrien, Israel, Jordanien, dem Libanon, Ägypten, Libyen und Tunesien zum Ziel. Er reiste unter anderem ein kurzes Stück gemeinsam mit [[Hugo Brandenburg]] und ein längeres Stück durch Griechenland zusammen mit [[Paul Zanker]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hoffmann 2008, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1967 schloss Rakob seine Promotion mit dem Thema „Die Piazza d’Oro in der Villa Hadriana bei Tivoli“ an der TH Karlsruhe ab. Er übernahm Ende der 1970er Jahre die Leitung der Ausgrabungen des Deutschen Archäologischen Instituts in Nordafrika. Unter anderem untersuchte er dort in Kooperation mit dem heutigen Institut National du Patrimoine die römischen Steinbrüche in [[Simitthu|Chemtou/Simitthus]], in denen der in der [[Römische Kaiserzeit|Kaiserzeit]] und besonders unter [[Hadrian (Kaiser)|Hadrian]] wertgeschätzte gelbliche &amp;#039;&amp;#039;Giallo antico&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Marmor numidicum&amp;#039;&amp;#039; abgebaut wurde. Unter anderem auf die Initiative Rakobs hin wurde zu diesem Thema ein Museum in Chemtou eingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Hoffmann 2008, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach verschiedenen Unternehmungen in [[Tunesien]] und [[Algerien]] war Rakobs wichtigstes Forschungsobjekt ab 1974 die archäologische Untersuchung von [[Karthago]]: Da die schnelle Entwicklung der modernen Stadt Anfang der 1970er Jahre drohte, die archäologischen Überreste des antiken Karthago zu zerstören, setzte sich eine Reihe bekannter tunesischer Archäologen, unter ihnen Azedine Beschaouch, öffentlich für die Erhaltung ein. Die [[UNESCO]] lancierte daraufhin zwischen 1972 und 1992 eine große internationale Kampagne zur Rettung des antiken Karthagos, deren Höhepunkt die Aufnahme des archäologischen Ausgrabungsgeländes von Karthago in die Liste des [[UNESCO-Welterbe|UNESCO-Weltkulturerbes]] im Jahre 1979 war. Im Rahmen dieser Kampagne führte auch das Deutsche Archäologische Institut Rom Projekte in Karthago durch, deren Leiter Rakob war. Er betreute vor allem die Ausgrabungen und die Auswertung des Quartier Magon in Karthago, dessen Entwicklungsgeschichte er in zahlreichen Kampagnen erforschte und publizierte. Insgesamt widmete Rakob Tunesien und dem [[Maghreb]] über drei Jahrzehnte seiner Forschungstätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Karlsruhe verlieh Rakob zur Ehrung seiner Forschungsleistungen in den 1970er-Jahren eine [[Honorarprofessor|Honorarprofessur]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hoffmann 2008, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur selben Zeit erhielt er das [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Bundesverdienstkreuz]] 1. Klasse sowie die Auszeichnung eines Kommandeurs des tunesischen Kultur-Verdienstordens für seine Mittlertätigkeit zwischen den Kulturen Nordafrikas und Europas. Er war ordentliches Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rakob ging 1996 in den Ruhestand und widmete sich bis kurz vor seinem Tode der Aufarbeitung der Materialien seines wissenschaftlichen Schaffens. Er starb am 28. Dezember 2007 in [[Münster]], nahe seinem Geburtsort. Sein Nachlass stellt mit einem Gesamtvolumen von ca. 110.970 Objekten eine bedeutende Quelle an archäologischen Bilddaten dar. Der Nachlass befindet sich gesammelt im [[Deutsches Archäologisches Institut Rom|DAI Rom]] und wird derzeit digitalisiert und im Rahmen des Nordafrika-Archivs zugänglich gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Litus beatae veneris aureum: Untersuchungen am „Venustempel“ in Baiae&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Römische Mitteilungen|Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts. Römische Abteilung]].&amp;#039;&amp;#039; Band 68, 1961, S. 114–149.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Piazza d’Oro in der Villa Hadriana bei Tivoli&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation, Techn. Hochschule Karlsruhe, 1967.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Rundtempel am Tiber in Rom&amp;#039;&amp;#039;. Philipp von Zabern, Mainz 1973.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Karthago – Archäologischer Park: Magon-Viertel&amp;#039;&amp;#039;. Philipp von Zabern, Mainz 1984.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Karthago&amp;#039;&amp;#039; Band I-III. Philipp von Zabern, Mainz.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Simitthus&amp;#039;&amp;#039; Band I-III. Philipp von Zabern, Mainz.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Rotunde in Palestrina&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Römische Abteilung.&amp;#039;&amp;#039; Band 97, 1990, S. 61–92.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein punisches Heiligtum in Karthago und sein römischer Nachfolgebau: Erster Vorbericht&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Römische Abteilung.&amp;#039;&amp;#039; Band 98, 1991, S. 33–80.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Neufund einer römischen Turbinenmühle in Tunesien&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Antike Welt]].&amp;#039;&amp;#039; Band 24, 1993, S. 286–287.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Karthago – 1500 Jahre Stadtgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archäologie in Deutschland]].&amp;#039;&amp;#039; Sonderheft 1995, Nummer 2, S. 12–17.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Adolf Hoffmann (Bauforscher)|Adolf Hoffmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf auf Friedrich Rakob&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Römische Abteilung.&amp;#039;&amp;#039; Band 114, 2008, S. 13–15.&lt;br /&gt;
* Roald F. Docter, Kheir-eddine Hassaine: &amp;#039;&amp;#039;In memoriam Friedrich Rakob (1931–2007).&amp;#039;&amp;#039; In &amp;#039;&amp;#039;Carthage Studies.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, 2009, S. 13–20 ([https://biblio.ugent.be/publication/885867 Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://zenon.dainst.org/Author/Home?author=Rakob%2C+Friedrich%2C+1931-2007 Literatur von Friedrich Rakob in der Online-Datenbank Zenon des DAI]&lt;br /&gt;
* [https://www.dainst.org/projekt/-/project-display/3929488 Nachlass]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1106714911|LCCN=n92120738|VIAF=39424167}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rakob, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1931]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2007]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rakob, Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rakob, Friedrich Ludwig (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bauforscher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Juli 1931&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ennigloh]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Dezember 2007&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Münster]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
	</entry>
</feed>