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	<title>Friedrich Prym - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T20:02:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedrich_Prym&amp;diff=1386669&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;John Red: Einzelnachweis ergänzt</title>
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		<updated>2025-12-17T08:11:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einzelnachweis ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:ETH-BIB-Prym, Friedrich Emil (1841-1915)-Portrait-Portr 09682.tif (cropped).jpg|mini|Friedrich Prym, 1909]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich (Fritz) Emil Prym&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. September]] [[1841]] in [[Düren]]; † [[15. Dezember]] [[1915]] in [[Bonn]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Mathematiker]], der sich fast ausschließlich mit [[Funktionentheorie]] beschäftigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Prym wurde als eines von sechs Kindern des Tuchfabrikanten Richard Prym (1814–1894) und der Ernestine Schoeller, einer Nichte von [[Leopold Schoeller]], geboren und besuchte wie auch sein Bruder, der spätere Orientalist [[Eugen Prym]], das [[Stiftisches Gymnasium Düren|Stiftisches Gymnasium in Düren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prym begann dann im Wintersemester 1859 ein Mathematikstudium in Berlin, wo er unter anderem bei [[Elwin Bruno Christoffel]] Vorlesungen hörte, mit dem er sich anfreundete. 1860/61 unterbrach er sein Studium, da er seinen erkrankten Vater in der Leitung der Fabrik vertreten musste, und studierte dann 1861 Chemie bei [[Robert Bunsen]] in Heidelberg. Im selben Jahr ging er auf Anraten von Christoffel für zwei Semester nach Göttingen, um bei [[Bernhard Riemann]] Funktionentheorie und partielle Differentialgleichungen zu hören. Die Begegnung mit Riemann wurde zu einem prägenden Erlebnis. Die (damals über Göttingen hinaus wenig verbreiteten) Methoden Riemanns verwendete er auch in seiner Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Theoria nova functionum ultraellipticarum. Pars prior&amp;#039;&amp;#039; über ultraelliptische Funktionen, die er anschließend in Berlin bei dem Zahlentheoretiker [[Ernst Eduard Kummer]] einreichte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{MathGenealogyProject|id=51693|name=Friedrich Emil Prym}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1863 erfolgte die Promotion mit Bestnoten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Studium begann er ein Bank-Volontariat bei seinem Onkel in Wien, beschäftigte sich aber weiter mit Mathematik, ließ die Vorlesungen Riemanns über partielle Differentialgleichungen in Hattendorffs Ausarbeitung in Wien zirkulieren und veröffentlichte in den Mitteilungen der [[Österreichische Akademie der Wissenschaften|Wiener Akademie der Wissenschaften]] 1864 einen Aufsatz über die Erweiterung der Methoden seiner Dissertation auf hyperelliptische Funktionen. Anregungen dazu holte er sich bei Riemann selbst, der sich in Padua im Frühjahr 1865 von seinen Krankheiten erholte. Im selben Jahr bewarb er sich für eine Professur in Zürich, die er auf Vermittlung des ebenfalls dort lehrenden Christoffel auch erhielt – die väterliche Fabrik wurde später aufgelöst. Seine in Zürich veröffentlichte Abhandlung über hyperelliptische Funktionen trug mit der des Riemann-Schülers [[Gustav Roch]] dazu bei, Riemanns Ideen zu abelschen Funktionen (den Verallgemeinerungen elliptischer Funktionen) weiteren mathematischen Kreisen verständlich zu machen. Riemann selbst und Roch starben 1866 an Tuberkulose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1869 war er Professor in [[Würzburg]] (auf Empfehlung des zuvor ebenfalls von Zürich hierher gewechselten [[Rudolf Clausius]]) und erhielt den dort neugeschaffenen zweiten Lehrstuhl für Mathematik, den er bis zu seiner Emeritierung 1909 innehatte. Einen 1872 erhaltenen Ruf an die neu gegründete Universität Straßburg lehnte er ab, nachdem er schon die Zusage zur Einrichtung eines Mathematischen Seminars in Würzburg erhalten hatte, dessen Leitung er sich bis 1903 mit [[Aurel Voss]] teilte. Er war zweimal Dekan und 1897/98 Rektor der Universität. 1911 wurde er Ehrenbürger der Stadt Würzburg, wo auch eine Straße nach ihm benannt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Axel W.-O. Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Ein Amerikaner in Würzburg: Wie Carl Barus 1876 Mitglied der Würzburger Burschenschaft Arminia wurde.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Tempora mutantur et nos? Festschrift für Walter M. Brod zum 95. Geburtstag. Mit Beiträgen von Freunden, Weggefährten und Zeitgenossen.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von [[Andreas Mettenleiter]], Akamedon, Pfaffenhofen 2007 (= Aus Würzburgs Stadt- und Universitätsgeschichte, 2), ISBN 3-940072-01-X, S. 297–307, hier: S. 305&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang des 20. Jahrhunderts stiftete Prym der Universitätsbibliothek Würzburg ein Papyrussammlung, die unter anderem den &amp;#039;&amp;#039;[[Sosylos]]-Papyrus&amp;#039;&amp;#039; aus dem 2. Jahrhundert vor Christus enthält.&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried Mälzer: &amp;#039;&amp;#039;Würzburg als Bücherstadt.&amp;#039;&amp;#039; In: Karl H. Pressler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Antiquariat.&amp;#039;&amp;#039; Band 8, 1990 (= &amp;#039;&amp;#039;Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel – Frankfurter Ausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 70, 31. August 1990), S. A 317 – A 329, hier: S. A 326.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Schülern in Würzburg zählten [[Adolf Krazer (Mathematiker)|Adolf Krazer]], Robert Haußner und sein enger Mitarbeiter und Nachfolger in Würzburg [[Georg Rost]]. Mit ihm fasste er seine Arbeiten 1911 in der Monographie &amp;#039;&amp;#039;Theorie der Prymschen Funktionen 1. Ordnung im Anschluß an die Schöpfungen Riemanns&amp;#039;&amp;#039; zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bayerische Akademie der Wissenschaften]] ernannte ihn 1872 zum korrespondierenden Mitglied.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BAdW|2442 |Name=Friedrich Prym |Kommentar=mit einem Link zum Nachruf von [[Adolf Krazer (Mathematiker)|Adolf Krazer]] |Datum=17. Dezember 2025}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1883 wurde er zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt. 1891 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Göttinger Akademie der Wissenschaften]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Krahnke: &amp;#039;&amp;#039;Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Bd. 246 = &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Bd. 50). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prym starb auf einer Reise in Bonn, wo er auch begraben wurde, an einer [[Herpes Zoster|Gürtelrose]] im Anschluss an eine Leistenbruch-Operation. Nach ihm sind Prym-Varietäten benannt. 1876 fand er die bekannte Partialbruchzerlegung der [[Gammafunktion]], welche ebenfalls nach ihm benannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prym war seit 1867 verheiratet und hatte vier Töchter. Eine davon, Erna Prym (* 8. April 1883; † 23. Oktober 1973), war verheiratet mit dem deutschen [[Gynäkologie|Gynäkologen]] und [[Geburtshilfe|Geburtshelfer]] [[Otto von Franqué]]. Seine Tochter Frieda war die Ehefrau des Anatomen [[Rudolf Fick]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|5|129|130|Fick, Rudolf Armin|Manfred Stürzbecher|116489871}}&amp;lt;/ref&amp;gt; seine Tochter Wilhelmine heiratete den Unternehmer [[Wilhelm Schmitt-Prym]] (1867–1943).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Adolf Krazer: [https://gdz.sub.uni-goettingen.de/no_cache/dms/load/img/?IDDOC=249157 &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Prym.&amp;#039;&amp;#039;] Jahresbericht DMV 1915&lt;br /&gt;
* [[Otto Volk (Mathematiker)|Otto Volk]]: &amp;#039;&amp;#039;Mathematik, Astronomie und Physik in der Vergangenheit der Universität Würzburg.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Peter Baumgart]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vierhundert Jahre Universität Würzburg. Eine Festschrift.&amp;#039;&amp;#039; Neustadt a.d. Aisch 1982, S. 751–785.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Joachim Vollrath]], Thomas Heiler: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Prym (1841–1915): Mathematiker und Ehrenbürger der Stadt Würzburg.&amp;#039;&amp;#039; Informationsschrift des Stadtarchivs von Sept. 1991 bis März 1992, Würzburg 1991 (= &amp;#039;&amp;#039;Stadtarchiv Würzburg. Hinweise – Informationen&amp;#039;&amp;#039;, 16).&lt;br /&gt;
* Hans-Joachim Vollrath: &amp;#039;&amp;#039;Über die Berufung von Aurel Voss auf den Lehrstuhl für Mathematik in Würzburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen&amp;#039;&amp;#039;, Band 11, 1993, S. 133–151.&lt;br /&gt;
* Hans-Joachim Vollrath: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Prym (1841-1915), Mathematiker.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Peter Baumgart]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lebensbilder bedeutender Würzburger Professoren.&amp;#039;&amp;#039; Degener, Neustadt an der Aisch 1995 (= &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Beiträge zur Geschichte der Universität Würzburg.&amp;#039;&amp;#039; Band 8), ISBN 3-7686-9137-3, S. 159–177.&lt;br /&gt;
* {{NDB|20|750|751|Prym, Friedrich Emil|[[Hans-Joachim Vollrath]]|119034727}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119034727}}&lt;br /&gt;
* [https://www.didaktik.mathematik.uni-wuerzburg.de/history/mathematik/prymlebensbild.html Hans-Joachim Vollrath über Prym]&lt;br /&gt;
* [https://zbmath.org/authors/prym.f-e Friedrich Emil Prym] in der Datenbank [[zbMATH]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119034727|LCCN=n93015861|VIAF=37717922}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Prym, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor der Julius-Maximilians-Universität Würzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Würzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (ETH Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Düren)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prym (Familie)|Friedrich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1841]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1915]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Prym, Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Prym, Friedrich Emil Fritz (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mathematiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. September 1841&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Düren]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Dezember 1915&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;John Red</name></author>
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