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	<title>Friedrich Pauwels - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 29. März 2025 um 09:35 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Franz Karl Maria Pauwels&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Mai]] [[1885]] in [[Aachen]]; † [[19. Januar]] [[1980]] ebenda) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Arzt]], [[Orthopäde]] und [[Biomechanik]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Friedrich Pauwels war Sohn des Maschinenfabrikanten Charles Pauwels (1837–1922) und der Maria Packenius (1846–1917) sowie Enkel des Brüsseler Kutschenfabrikanten Peter (Pierre) Josef Pauwels, dem Mitbegründer der [[Waggonfabrik Talbot]] in Aachen. Nach seinem Abitur am [[Kaiser-Karls-Gymnasium]] studierte Friedrich Pauwels von 1906 bis 1907 Naturwissenschaften in Lausanne und anschließend Medizin in Freiburg im Breisgau. Nachdem Pauwels 1911 das Staatsexamen bestanden und noch im gleichen Jahr promoviert hatte, arbeitete er zunächst in Dresden, Berlin und Wien. 1913 übernahm er die Leitung der von seinem Schwager [[August Sträter]] gegründeten medico-mechanischen [[Gustav Zander|Zanderanstalt]] in Aachen. Von 1924 bis 1934 leitete Pauwels dann als Chefarzt die von ihm neu eingerichtete orthopädische Abteilung im [[Luisenhospital Aachen]]. Nachdem ihm die dortigen Räumlichkeiten zu eng wurden und er sich auch mit dem Leiter der Chirurgie [[Eduard Borchers (Mediziner)|Eduard Borchers]] angelegt hatte, wechselte er 1934 auf Vermittlung des Landgerichtsrat [[Hugo Cadenbach (Richter)|Hugo Cadenbach]] in die Städtischen Krankenanstalten, das spätere [[Universitätsklinikum Aachen]], wo er als Gründungsdirektor der Orthopädischen Klinik bis 1960 seinen Dienst versah, gefolgt von [[Anton Hopf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] konnte Pauwels, auch ohne Mitglied in der [[NSDAP]] zu werden, seinen Dienst relativ unbehelligt ausüben. Dennoch trat er 1934 dem [[Reichslehrerbund]] und der [[Nationalsozialistische Volkswohlfahrt|Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt]] bei. Seine im selben Jahr erfolgte Aufnahme in die [[Sturmabteilung]] (SA) ging auf die Zwangsvereinigung von SA und [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten]] zurück. Im Jahr 1942 wurde Pauwels auch als Anwärter für eine Mitgliedschaft im [[Nationalsozialistischer Deutscher Ärztebund|Nationalsozialistischen Deutschen Ärztebund]] bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. September 1944 wurden fast alle Patienten der städtischen Krankenanstalten und der Großteil ihrer leitenden Ärzte sowie per Zwangsevakuierungsbefehl die Zivilbevölkerung und die Behörden evakuiert. Lediglich Pauwels verblieb ebenso wie der Radiologe Theodor Möhlmann und der Internist [[Ludwig Beltz]] in Aachen, weil er sich entweder der Zwangsevakuierung verweigerte – was nach damaligem Recht zur Todesstrafe hätte führen können – oder gemäß dem Befehl der Gauleitung, dass „im Falle der Räumung Aachens geeignete Persönlichkeiten zurückzubleiben hätten, die für die Betreuung der Bevölkerung nach der Besetzung zuständig sein sollten“ und „die politisch nicht besonders hervorgetreten sind, in der Bevölkerung aber das zu ihrer Amtsführung notwendige Vertrauen besitzen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pauwels war bereits seit 1927 Mitglied im [[Club Aachener Casino]]. Verheiratet war er in erster Ehe mit der Schweizerin Eugène Pidoux (1889–1960) und in zweiter mit Sibylle Königs aus Hilfarth (* 1909).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungen ==&lt;br /&gt;
Pauwels beschäftigte sich im Rahmen seiner orthopädischen Tätigkeit immer mit den biomechanischen Grundlagen des Skelettsystems und der [[Biomechanik]] der Knochenheilung. Er überprüfte die bereits publizierten biomechanischen Überlegungen von [[Wilhelm Roux]] und [[Julius Wolff (Mediziner)|Julius Wolff]] und entwickelte die funktionelle [[Orthopädie]] wesentlich. Er definierte die Fähigkeit des Knochens und seiner [[Mesenchym|mesenchymalen Zellen]], auf verschiedene Arten einwirkender Kräfte (Zug, Druck, Scherung) durch unterschiedliche Differenzierung in Gewebearten und daher mit funktioneller Anpassung zu reagieren. 1927 gelang ihm erstmals aufgrund biomechanischer Planung die operative Heilung einer [[Pseudarthrose|Schenkelhalspseudarthrose]]. Pauwels’ besonderes Interesse galt drei Erkrankungen des Hüftgelenkes: Schenkelhalspseudarthrose, &amp;#039;&amp;#039;[[Coxa vara|Coxa vara infantum]]&amp;#039;&amp;#039; und [[Coxarthrose]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pauwels führte 1958 das Prinzip der [[Knochenbruchbehandlung#Zuggurtung|Zuggurtung]] aus dem Stahlbetonbau in die [[Frakturbehandlung]] von Brüchen der [[Patellafraktur|Kniescheibe]] und des [[Olecranon|Ellenhakens]] ein, wobei zugfeste Strukturen an den Bruchstücken (Drahtschlingen) unter Last eine Druckwirkung auf den Bruchspalt auslösen konnten. Die Zuggurtung mit einer Drahtschlinge stellt damit eine der ältesten und kostengünstigsten Operationsmethoden zur Frakturbehandlung dar (neben der [[Kirschnerdraht]]-Spickung), die heute noch standardmäßig und erfolgreich Anwendung findet. 1973 veröffentlichte Pauwels einen &amp;#039;&amp;#039;Atlas zur Biomechanik der gesunden und kranken Hüfte&amp;#039;&amp;#039;, in dem er auch die [[Pauwels-Klassifikation]] zur Einteilung von [[Schenkelhalsfraktur]]en etablierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1938: &amp;#039;&amp;#039;Principe-Umberto-Preis&amp;#039;&amp;#039; der [[Universität Bologna]]&lt;br /&gt;
* 1953: Dr. Ing. ehrenhalber der [[RWTH Aachen]]&lt;br /&gt;
* 1957: Dr. med. ehrenhalber der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Universität Freiburg]]&lt;br /&gt;
* 1960: Mitglied der [[Leopoldina]]&lt;br /&gt;
* 1962: Großes [[Bundesverdienstkreuz]]&lt;br /&gt;
* 1966: [[Paracelsus-Medaille]]&lt;br /&gt;
* 1972: Honorarprofessor am [[Universitätsklinikum Aachen]]&lt;br /&gt;
* 1976: Straßenbenennung in Aachen im Bereich des Neuen Klinikums&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Schenkelhalsbruch ein mechanisches Problem.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart, Enke, 1935.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eine neue Theorie über den Einfluß mechanischer Reize auf die Differenzierung der Stützgewebe. 10. Beitrag z. funktionellen Anatomie und kausalen Morphogenese des Stützapparates.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Anatomie und Entwicklungsgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; 121, 1960, S. 478.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Abhandlungen zur funktionellen Anatomie des Bewegungsapparates.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, Springer, 1965.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Ergebnisse der Anatomie und Entwicklungsgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; / Bd. 44. / H. 3. &amp;#039;&amp;#039;Mechanical stress, functional adaptation and the variation structure of the human femur diaphysis.&amp;#039;&amp;#039; 1971.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Atlas zur Biomechanik der gesunden und kranken Hüfte&amp;#039;&amp;#039;. Springer-Verlag, Berlin-Heidelberg-New York   1973, ISBN 3-540-06048-0.&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Biomechanics of the normal and diseased hip&amp;#039;&amp;#039;. Springer-Verlag, Berlin-Heidelberg-New York  1976&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Biomécanique de la hanche saine et pathologique&amp;#039;&amp;#039;. Springer-Verlag, Berlin-Heidelberg-New York 1977&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Biomécanique de l&amp;#039;appareil moteur&amp;#039;&amp;#039;. Springer-Verlag, Berlin-Heidelberg-New York  1979    --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Biomechanics of the locomotor apparatus&amp;#039;&amp;#039;. Completely revised and enlarged, incl. seven new chapters. Springer, Berlin 1980, ISBN 3-540-09131-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|20|141|141|Pauwels, Friedrich|Peter Voswinkel|11903929X}}&lt;br /&gt;
* Ingo Klute, Norbert M. Meenen: &amp;#039;&amp;#039;Die Fraktur der Kniescheibe&amp;#039;&amp;#039;. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg/New York 1998, ISBN 3-540-63590-4.&lt;br /&gt;
* Regina-Maria Weigmann: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Pauwels, Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation an der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen 1989.&lt;br /&gt;
* Eduard Arens, [[Wilhelm Leopold Janssen (Politiker, 1891)|Wilhelm Leopold Janssen]]: &amp;#039;&amp;#039;Club Aachener Casino.&amp;#039;&amp;#039; Druck Metz, Aachen 1964, S. 247.&lt;br /&gt;
* Richard Kühl: &amp;#039;&amp;#039;Leitende Aachener Klinikärzte und ihre Rolle im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien des Aachener Kompetenzzentrums für Wissenschaftsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 11). Kassel university press, 2010, S. 41–43. ([https://www.uni-kassel.de/upress/online/frei/978-3-86219-014-0.volltext.frei.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11903929X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11903929X|LCCN=n/80/104675|VIAF=92353817}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pauwels, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orthopäde, Unfallchirurg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biomechaniker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (RWTH Aachen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der RWTH Aachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Paracelsus-Medaille]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDÄB-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pauwels, Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pauwels, Friedrich Franz Karl Maria&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Arzt, Orthopäde und Biomechaniker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Mai 1885&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Aachen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Januar 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Aachen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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