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	<title>Friedrich Ofterdinger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 9. Juni 2025 um 12:18 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Theodor Ofterdinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. Mai]] [[1896]] in [[Rellingen]]; † [[9. Juni]] [[1946]] in [[Neumünster]]) war ein deutscher [[Arzt]], [[Hamburg]]er Senator und [[Nationalsozialist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:IR Lübeck 014 - Offiziere.jpg|miniatur|Bei Ypern]]&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ofterdinger besuchte das Reformgymnasium in [[Hamburg-Altona|Altona]] und nahm von 1914 bis 1918 als [[Soldat]] des [[Infanterie-Regiment „Lübeck“ (3. Hanseatisches) Nr. 162|Infanterie-Regiments „Lübeck“ (3. Hanseatisches) Nr. 162]] aus [[Lübeck]] am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil. 1915 wurde er zum [[Leutnant der Reserve]] befördert. nach seinem Ausscheiden aus der Armee war er 1919 Kompanieführer beim Hamburger [[Freikorps Bahrenfeld]]. 1920 legte er erfolgreich seine Abiturprüfung ab und studierte Medizin an den Universitäten [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Kiel]] und [[Universität Hamburg|Hamburg]]. 1925 schloss er sein Studium in Hamburg mit der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] ab und war nach einem Medizinalpraktikum ab 1926 niedergelassener Allgemeinmediziner in [[Hamburg-Groß Borstel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] trat Ofterdinger zum 1. September 1929 ein (Mitgliedsnummer 156.443),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/31150019&amp;lt;/ref&amp;gt; er wurde 1931 Ortsgruppenleiter in Hamburg-Groß Borstel und 1933 Kreisleiter (Kreis VI). Er war 1930 Mitbegründer des [[Nationalsozialistischer Deutscher Ärztebund|NSDÄB]] in Hamburg und bekleidete in dieser NS-Organisation bis zum Ende der NS-Herrschaft den Posten stellvertretenden Gauobmanns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die NSDAP gehörte er von 1931 bis 1933 der [[Hamburger Bürgerschaft]] an. In dem am 8. März 1933 gewählten [[Hamburger Senat im Nationalsozialismus|Senat]] war Ofterdinger ursprünglich für den Bereich [[Hochschule]] zuständig. Nach der Senatsumbildung vom 18. Mai 1933 wurde Ofterdinger Gesundheitssenator. Er schied aber bei der neuerlichen Senatsumbildung am 30. September 1933 aus dem Senat aus. Trotzdem leitete er unter Beibehaltung des Titels „Senator“ als Präsident die Gesundheits- und Fürsorgebehörde. Ofterdinger war von diesem Zeitpunkt bis Juni 1945 maßgeblich für die Gesundheitspolitik zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesundheitsbehörde unterstand seit Oktober 1933 der Senatsabteilung &amp;#039;&amp;#039;Innere Verwaltung&amp;#039;&amp;#039; unter der Leitung des Senators [[Alfred Richter (Politiker, Juli 1895)|Alfred Richter]]. Mit der Abschaffung der [[Verfassung der Freien und Hansestadt Hamburg|Hamburger Verfassung]] im April 1938 wurde der Hamburger Senat endgültig abgeschafft – der Senat war vorher schon zu einer Mittelbehörde herabgesunken. In der damit einhergehenden Neuordnung wurde Ofterdinger &amp;#039;&amp;#039;hauptamtlicher Beigeordneter für die Gesundheitsverwaltung in der Gemeindeverwaltung der Hansestadt Hamburg&amp;#039;&amp;#039;. Diesen Posten hatte er bis Juni 1945 inne. Von 1942 bis 1944 war er auch Leiter der Schul- und Hochschulabteilung in der Hamburger Staatsverwaltung und wurde am 10. Mai 1944 noch zum Ehrenmitglied der Universität Hamburg ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde Ofterdinger von [[Reichsstatthalter]] [[Karl Kaufmann (Gauleiter)|Karl Kaufmann]] zum Generalkommissar für das Gesundheitswesen in Hamburg ernannt. Mit diesem Posten wurden seine vorhandenen Weisungsbefugnisse weiter ausgebaut. Ofterdinger stand als überzeugter Nationalsozialist hinter den Ideen der sogenannten „Erb- und [[Nationalsozialistische Rassenhygiene|Rassenhygiene]]“. Er setzte frühzeitig die [[Zwangssterilisation]]en von sogenannten „Unwertem Leben“ um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Krankenmorde der [[Aktion T4]] und die ab 1943 einsetzenden [[Aktion Brandt|Krankentransporte in Tötungsanstalten]] war er vollständig unterrichtet und nutzte seine Position im Hamburger Gesundheitswesen, um die [[Geschichte der Euthanasie#Euthanasie als Bezeichnung für nationalsozialistische Krankenmorde|Euthanasie]]-Maßnahmen zu forcieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert Diercks]]: &amp;#039;&amp;#039;„Euthanasie“. Die Morde an Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen in Hamburg im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Hamburg 2014, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Juni 1945 wurde Ofterdinger von der Militärverwaltung der [[Britische Besatzungszone|Britischen Besatzungszone]] seines Amtes enthoben und in [[Neumünster]]-Gadeland [[Internierung|interniert]]. Ofterdinger verstarb 1946 während der Gefangenschaft im Internierungslager Neumünster-Gadeland infolge eines [[Kwashiorkor|Hungerödems]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hamburg im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2005, ISBN 3-89244-903-1&lt;br /&gt;
* [[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Synchron, Heidelberg 2004, ISBN 3-935025-68-8, S. 127.&lt;br /&gt;
* Eckhard Hansen: &amp;#039;&amp;#039;Wohlfahrtspolitik im NS-Staat&amp;#039;&amp;#039;, Bremen 1991, S. 434 f.&lt;br /&gt;
* Uwe Lohalm: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Ofterdinger (1896-1946)&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Hamburgische Biografie. Personenlexikon&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von Franklin Kopitzsch u. Dirk Brieztke, Band 3, Wallstein Verlag, Göttingen 2006, S. 281–282, ISBN 978-3-8353-0081-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://hamburg-ns-dabeigewesene.de/item/18 Biografien-Datenbank: NS‑Dabeigewesene]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1017793506|VIAF=221184855}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ofterdinger, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hamburger Senator (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeinmediziner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1946]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreisleiter (NSDAP)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ofterdinger, Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ofterdinger, Friedrich Theodor (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Arzt, Hamburger Senator und Nationalsozialist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Mai 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rellingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Juni 1946&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Neumünster]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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