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	<title>Friedrich Neumann (Germanist) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 22. Januar 2025 um 10:26 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Voit 219 Friedrich Neumann.jpg|miniatur|hochkant|Friedrich Neumann (um 1930)]]&lt;br /&gt;
[[File:Grab Friedrich Neumann.jpg|thumb|Das Grab von Friedrich Neumann und seiner Ehefrau Ilse geborene Graul auf dem [[Stadtfriedhof Göttingen]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Neumann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. März]] [[1889]] in [[Bad Wilhelmshöhe|Wilhelmshöhe bei Kassel]]; † [[12. Dezember]] [[1978]] in [[Göttingen]]) war ein [[deutscher]] germanistischer [[Mediävist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studium und Professur ==&lt;br /&gt;
Neumann studierte von 1907 bis 1913 [[Klassische Philologie]], Germanistik und Philosophie in [[Universität Marburg|Marburg]], [[Universität München|München]] und [[Göttingen]]. 1907 wurde er Mitglied der [[Burschenschaft Alemannia Marburg]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 349.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1914 wurde Neumann in Göttingen promoviert. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] diente er als Kriegsfreiwilliger an der Westfront, zuletzt als Leutnant und Kompanieführer. Nach zweijährigem Schuldienst [[Habilitation|habilitierte]] er sich 1921 in [[Philologie]] an der [[Georg-August-Universität Göttingen]]. Nach einer ersten Professur an der [[Universität Leipzig]] lehrte Neumann von 1927 bis 1945 als [[Lehrstuhl|o. Professor]] für Deutsche Philologie in Göttingen. Zu seinen Studenten gehörten [[Hans Butzmann]], Gottfried Höfer und [[Karl Brethauer]]. Von 1943 bis 1945 war er ordentliches Mitglied der Göttinger [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Akademie der Wissenschaften]].&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Krahnke: &amp;#039;&amp;#039;Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Bd. 246 = &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Bd. 50). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 178.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] trat Neumanns wissenschaftliche Arbeit hinter seine hochschulpolitischen und weltanschaulichen Aktivitäten zurück. Neumann trat zum 1. Mai 1933 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 2.376.877).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/30381249&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Mai 1933 bis März 1938 war er Rektor und von 1938 bis 1943 [[Prorektor]] der Universität Göttingen. „Neumann war von 1933 bis 1943 Mitglied der Universitätsleitung und somit an der administrativen Durchführung vieler Unrechtsmaßnahmen beteiligt. Seine hochschulpolitischen Schriften wie auch seine wissenschaftlichen Veröffentlichungen in der NS-Zeit zeigen, dass Neumann in beiden Feldern mehr als bereit war, die der nationalsozialistischen Ideologie anzupassen.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.ns-zeit.uni-goettingen.de/umsetzung-von-ns-unrecht/universitaetsleitung/ |titel=Die Georg-August-Universität im Nationalsozialismus |werk= |hrsg=Georg-August-Universität Göttingen |datum=November 2016 |zugriff=2019-03-03 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bücherverbrennung 1933 in Deutschland|Bücherverbrennung am 10. Mai 1933]] in Göttingen wurde von Neumann als Rektor der Universität Göttingen eröffnet. In seiner Rede kritisierte er insbesondere [[Erich Maria Remarque]]s Werk &amp;#039;&amp;#039;[[Im Westen nichts Neues]]&amp;#039;&amp;#039;. Nach Angaben des &amp;#039;&amp;#039;[[Göttinger Tageblatt]]s&amp;#039;&amp;#039; forderte Neumann während seiner Rede im überfüllten [[Auditorium maximum]], man müsse „unablässig daran arbeiten, daß unser Volk sein gesundes Wachstum behält und seine innere Eigenart vollendet“. Nach einer Feuerrede des Germanisten [[Gerhard Fricke (Germanist)|Gerhard Fricke]] zogen die studentischen Gruppen vom Weender Tor zum Adolf-Hitler-Platz, dem heutigen Albaniplatz, zur Verbrennung der Bücher.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Julius H. Schoeps]], Werner Treß (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Orte der Bücherverbrennungen in Deutschland 1933.&amp;#039;&amp;#039; Olms, Hildesheim 2008, S. 380 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. November 1933 hielt Neumann auf der Veranstaltung in Leipzig zum &amp;#039;&amp;#039;[[Bekenntnis der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler]] und dem nationalsozialistischen Staat&amp;#039;&amp;#039; die Festrede, in der er unter anderem sagte: „Wir lehnen jeden [[Humanismus]] ab, der allen Völkern die gleiche Lebensform aufzwingt“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee433&amp;quot;&amp;gt;Zitat bei [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 433.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend unterzeichnete er, wie viele andere Professoren, den Aufruf. 1937 schrieb er in einen Beitrag in: &amp;#039;&amp;#039;Volk und Hochschule im Umbruch&amp;#039;&amp;#039;: „Das deutsche Volk entfaltet sich in der nationalsozialistischen Bewegung als eine politische Tatsache aus den germanisch-deutschen Grundkräften“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee433&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neumann war seit 1933 [[Förderndes Mitglied der SS]], leitete als Mitglied im [[Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund|NS-Dozentenbund]] und [[Nationalsozialistischer Lehrerbund|NS-Lehrerbund]] Dozentenakademien und richtete die Neubesetzung von Lehrstühlen streng nach nationalsozialistischen Vorgaben aus. Er war aktiv bei der Aberkennung von Doktortiteln politisch missliebiger Wissenschaftler beteiligt, etwa bei [[Max Bachenheimer]] und [[Dietrich von Hildebrand]]. Aktiv betrieb er auch die vorzeitige Emeritierung von Kollegen wie beispielsweise des Anglistik-Ordinarius [[Hans Hecht (Sprachwissenschaftler)|Hans Hecht]].&amp;lt;ref&amp;gt;Uta Schäfer-Richter, Jörg Klein: &amp;#039;&amp;#039;Die jüdischen Bürger im Kreis Göttingen 1933–1945. Ein Gedenkbuch. Göttingen, Hann. Münden, Duderstadt&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein-Verlag, Göttingen 1992. ISBN 978-3892440482.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entnazifizierung ==&lt;br /&gt;
1945 wurde Neumann seines Amtes enthoben, im [[Entnazifizierungsverfahren]] 1949 dann jedoch nur als [[Mitläufer]] eingestuft. Ein Jahr später galt er als „entlastet“ und wurde 1954 ordnungsgemäß [[Emeritierung|emeritiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnung ==&lt;br /&gt;
1971 erhielt Neumann den [[Brüder-Grimm-Preis der Philipps-Universität Marburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der altdeutschen Literatur 800–1600.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1966.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Freidank]].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Verfasserlexikon]].&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Band 2, 1980, Sp. 897–903 (postum).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039;, Heidelberg 2004, S. 124, ISBN 3-93502568-8.&lt;br /&gt;
* {{NDB|19|148|149|Neumann, Friedrich|Ulrich Hunger|119331438}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Friedrich Neumann (germanist)|Friedrich Neumann}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119331438|NAME=Friedrich Neumann}}&lt;br /&gt;
* {{BBF Personaldaten}}&lt;br /&gt;
* [http://webdoc.sub.gwdg.de/ebook/a/gbs/gbs_32.pdf Die Entziehung von Doktortiteln an der Georg-August-Universität Göttingen im „Dritten Reich“] (PDF-Datei; 1,09 MB)&lt;br /&gt;
* {{CPL|Neumann_108}}&lt;br /&gt;
* [http://www.archive.org/stream/bekenntnisderpro00natiuoft#page/26/mode/2up Original-Scan], Neumann: Rede als Wahlaufruf für Adolf Hitler am 11. November 1933 in Leipzig, [[Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler]]. Deutsch in [[Frakturschrift]], ferner in Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Auch als Black/White PDF 6,2 MB oder für [[Amazon Kindle]] aufrufbar&lt;br /&gt;
*Die Georg-August-Universität im Nationalsozialismus. Umsetzung von NS-Unrecht – Universitätsleitung. [http://www.ns-zeit.uni-goettingen.de/umsetzung-von-ns-unrecht/universitaetsleitung/]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119331438|LCCN=n/87/102272|VIAF=88058267}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Neumann, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanistischer Mediävist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Förderndes Mitglied der SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDDB-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1978]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Neumann, Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Germanist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. März 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bad Wilhelmshöhe|Wilhelmshöhe]] ([[Kassel]])&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Dezember 1978&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Göttingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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