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	<title>Friedrich Merdsche - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 6. März 2025 um 16:50 Uhr</title>
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		<updated>2025-03-06T16:50:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich „Fritz“ Merdsche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, später &amp;#039;&amp;#039;Merdche&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. August]] [[1906]] in [[Frankfurt am Main]]; † [[16. Juni]] [[1985]] in [[Ühlingen-Birkendorf]]) war ein deutscher Jurist, der während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] als [[SS-Hauptsturmführer]] [[Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD]] (KdS) im [[Deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg|deutsch besetzten Frankreich]] eingesetzt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Merdsche studierte nach dem Abschluss seiner Schullaufbahn [[Rechtswissenschaft]] und trat im Zuge der [[Machtergreifung der Nationalsozialisten]] noch während seiner Studienzeit zum 1. Mai 1933 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 1.822.083)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/28350027&amp;lt;/ref&amp;gt; und schloss sich auch der [[Sturmabteilung|SA]] an. Nach Studienende war er zunächst als Richter am [[Landgericht Wiesbaden]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brunner58f&amp;quot;&amp;gt;Bernhard Brunner: &amp;#039;&amp;#039;Der Frankreich-Komplex. Die nationalsozialistischen Verbrechen in Frankreich und die Justiz der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein, Göttingen 2004, S. 58f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später wechselte er an das [[Landgericht Frankfurt am Main]], wo er als Landgerichtsrat am 11. Juni 1939 den jüdischen Kaufmann [[Sally Kneip]] wegen [[Rassenschande]] verurteilte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee404&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2007, S. 404.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges trat er als Soldat in die [[Wehrmacht]] ein, wurde aber krankheitsbedingt aus der Truppe entlassen. Nach dem [[Westfeldzug]] war er als [[Kriegsverwaltungsrat]] bei der Feldkommandantur in [[La Roche-sur-Yon]] eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brunner58f&amp;quot;/&amp;gt; Als [[SS-Hauptsturmführer]] im [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]] war Merdsche zunächst ab Anfang Juni 1942 als KdS in [[Dijon]] eingesetzt. Von September 1942 bis August 1944 war er KdS in [[Orléans]]. Im Zuge des [[Operation Overlord|Vormarsches der Alliierten]] in Frankreich ließ Merdsche seine Dienststelle räumen. Kurz davor befahl wahrscheinlich Merdsche die Ermordung von 47 Juden, die aus [[Bourges]] kriegsbedingt nicht mehr in die [[Vernichtungslager]] im deutsch besetzten Polen deportiert wurden. In [[Saint-Amand-Montrond]] im [[Département Cher]] wurden die Menschen in Gruppen zu einem Bauernhof geführt, erschossen und deren Leichen in einen Brunnen geworfen. Andere wurden lebendig in den Brunnen gestürzt und ertranken.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Brunner: &amp;#039;&amp;#039;Der Frankreich-Komplex. Die nationalsozialistischen Verbrechen in Frankreich und die Justiz der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein, Göttingen 2004, S. 74&amp;lt;/ref&amp;gt; Merdsche wurde aus Orléans zum [[Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD|BdS]] nach [[Wiesbaden]] versetzt. Während der [[Ardennenoffensive]] führte Merdsche zeitweise ein Kommando z.&amp;amp;nbsp;b.&amp;amp;nbsp;V. 5 der [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD|Einsatzgruppe Luxemburg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Brunner: &amp;#039;&amp;#039;Der Frankreich-Komplex. Die nationalsozialistischen Verbrechen in Frankreich und die Justiz der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein, Göttingen 2004, S. 76&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende gelangte Merdsche wieder nach Frankfurt am Main, wo er eine Anstellung in einer Rechtsanwaltskanzlei erhielt. Er wurde 1949 in Frankfurt am Main nach einem [[Spruchkammerverfahren]] als Entlasteter [[Entnazifizierung|entnazifiziert]], was in der Berufung bestätigt wurde, obwohl die Anklage u.&amp;amp;nbsp;a. wegen der Verhängung eines Urteils wegen [[Rassenschande]] seine Einstufung als Hauptbelasteter gefordert hatte. Frankreich betrieb derweil seine Auslieferung, die jedoch durch das zuständige „extradition board“ verhindert wurde. In Abwesenheit wurde er 1950 durch das [[Militärgericht]] in [[Lyon]] und 1955 durch das Militärgericht in [[Paris]] zum Tode verurteilt. Obwohl er in Luxemburg als Kriegsverbrecher gesucht wurde, machte er Ende 1950 nach der Zusicherung [[Freies Geleit|freien Geleits]] vor dem Gerichtshof in Luxemburg eine Zeugenaussage. Merdsche konnte 1960 wieder in den hessischen Justizdienst zurückkehren und übernahm als Richter den Vorsitz einer Kammer für Handelssachen am Landgericht Frankfurt am Main. Gegen Merdsche ermittelte u.&amp;amp;nbsp;a. auch der hessische Generalstaatsanwalt [[Fritz Bauer]], der jedoch seine Ermittlungen einstellen musste: Merdsche war aufgrund seiner Richtertätigkeit am [[Sondergericht]] Frankfurt am Main keine Schuld nachzuweisen. Er schied schließlich gesundheitsbedingt aus dem Justizdienst aus und arbeitete danach bis 1974 in seiner Heimatstadt als Schriftleiter der [[Neue Juristische Wochenschrift|&amp;#039;&amp;#039;Neuen Juristischen Wochenschrift&amp;#039;&amp;#039;]] des [[Verlag C. H. Beck|Verlags C. H. Beck]]. Merdsche, gegen den auch die [[Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen]] ermittelte und der ins Visier der Nazijäger [[Serge Klarsfeld|Serge]] und [[Beate Klarsfeld]] geraten war, starb 1985.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brunner169f&amp;quot;&amp;gt;Bernhard Brunner: &amp;#039;&amp;#039;Der Frankreich-Komplex. Die nationalsozialistischen Verbrechen in Frankreich und die Justiz der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein, Göttingen 2004, S. 169f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bernhard Brunner: &amp;#039;&amp;#039;Der Frankreich-Komplex. Die nationalsozialistischen Verbrechen in Frankreich und die Justiz der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein, Göttingen 2004, ISBN 3-89244-693-8.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783596160488}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=|GNDName=105670138|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2018-12-30}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Merdsche, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Frankreichs 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Landgericht Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Sondergericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Polizeiverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegsverwaltungsrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1985]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Merdsche, Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Merdsche, Fritz (Spitzname); Merdche, Friedrich&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. August 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Juni 1985&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ühlingen-Birkendorf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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