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	<title>Friedrich Klingner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedrich_Klingner&amp;diff=1800759&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nightdiver: Literaturangaben vervollständigt, wikilinks</title>
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		<updated>2026-03-19T06:05:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Literaturangaben vervollständigt, wikilinks&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Klingner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Juli]] [[1894]] in [[Dresden]]; † [[26. Januar]] [[1968]] in [[München]]) war ein deutscher [[Klassische Philologie|klassischer Philologe]], der als [[Professor]] an den Universitäten [[Universität Hamburg|Hamburg]] (1925–1930), [[Universität Leipzig|Leipzig]] (1930–1947) und [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] (1947–1963) wirkte. Als einer der führenden [[Latinistik|Latinisten]] seiner Zeit trieb er die Beschäftigung mit der lateinischen Literatur voran und legte Untersuchungen zu [[Sallust]], [[Vergil]], [[Horaz]] und [[Tibull]] vor, die bis heute grundlegend sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Friedrich Klingner war der Sohn des Lehrers Albrecht Klingner (1865–1939) und dessen Ehefrau Martha Klingner, geborene Pönitz (1865–1941). Er begann im Sommersemester 1914 sein Studium, musste es aber bei Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] unterbrechen. Nach der Rückkehr von der Front setzte er sein Studium in [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] fort. Hier hatten besonders der [[Gräzistik|Gräzist]] [[Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff]] und der Latinist [[Paul Friedländer (Philologe)|Paul Friedländer]] auf ihn Einfluss: Methodisch wurde Klingner von Wilamowitz geprägt, Themen und Perspektiven empfing er auf Anregung Friedländers. Mit ihm wechselte er 1920 nach [[Philipps-Universität Marburg|Marburg]]. Dort wurde er 1921 mit einer [[Dissertation]] über die Schrift &amp;#039;&amp;#039;[[Der Trost der Philosophie|De consolatione philosophiae]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Boethius]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]], die in der Reihe &amp;#039;&amp;#039;[[Philologische Untersuchungen]]&amp;#039;&amp;#039; erschien. 1923 kehrte Klingner als Assistent und Bibliothekar nach Berlin zurück und schloss sich dem Kreis um [[Werner Jaeger]] an, wo er unter anderem [[Otto Regenbogen (Philologe)|Otto Regenbogen]] kennenlernte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon nach zwei Jahren in Berlin erhielt Klingner einen Ruf der noch jungen Universität Hamburg auf eine [[ordentliche Professur]], die mit dem Tod des ersten Lehrstuhlinhabers [[Otto Plasberg]] vakant geworden war. In Hamburg wirkte Klingner fünf Jahre lang, bis er 1930 als Nachfolger des verstorbenen [[Richard Heinze (Philologe)|Richard Heinze]] nach Leipzig wechselte. Hier lehrte er bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Im November 1933 unterzeichnete er das [[Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler]]. 1947 wechselte er an die Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er bis an sein Lebensende lehrte und forschte (seit 1963 als [[Emeritierung|Emeritus]]). Im akademischen Jahr 1957/1958 war er Rektor der Münchner Universität. Zu seinen Schülern gehörte etwa der spätere Altphilologe [[Konrad Goehl]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Konrad Goehl]]: &amp;#039;&amp;#039;Guido d’Arezzo der Jüngere und sein „Liber mitis“.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Horst Wellm, Pattensen bei Hannover (jetzt Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg) 1984 (= &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 32), ISBN 3-921456-61-4 (zugleich Philosophische Dissertation Würzburg), Band 2, S. 1059 (&amp;#039;&amp;#039;Lebenslauf&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klingner war Ordentliches (1935–1947) und Korrespondierendes (1947–1968) Mitglied der Philologisch-Historischen Klasse der [[Sächsische Akademie der Wissenschaften|Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig]], Korrespondierendes Mitglied der [[Österreichische Akademie der Wissenschaften|Österreichischen Akademie der Wissenschaften zu Wien]] (1956–1968), auswärtiges Mitglied der [[Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften|Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften zu Stockholm]] (1957–1968) sowie Ordentliches Mitglied der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften zu München]] (1947–1968).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Friedrich Klingner war einer der führenden Latinisten seiner Zeit und trug wie [[Eduard Fraenkel]] zum Aufschwung der Latinistik im 20. Jahrhundert bei. Er beschäftigte sich in seiner Forschung mit der klassischen und nachklassischen lateinischen Literatur; griechische und altlateinische Prätexte zog er heran, wenn es die Untersuchung erforderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in seiner Habilitationsschrift über Boethius (&amp;#039;&amp;#039;Amore doctus Dantis ...&amp;#039;&amp;#039;) wies Klingner auf zahlreiche Mängel der verbreiteten These [[Hermann Usener|Useners]] hin, das Werk sei größtenteils auf den &amp;#039;&amp;#039;Protreptikos&amp;#039;&amp;#039; des [[Aristoteles]] zurückzuführen. Klingner trennte und erläuterte im Werk die Einflüsse [[Kynismus|kynischer]], [[Stoa|stoischer]], [[Neuplatonismus|neuplatonischer]] und [[Christentum|christlicher]] Weltanschauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutender waren Klingners Forschungen über die römischen Historiker, Epiker und Lyriker. Er wies nach, dass [[Sallust]] ein eigenes Geschichtsbild hatte und damit das des [[Poseidonios]] überwunden hatte; außerdem widerlegte er – wie auch [[Hans Drexler]] – die These, dass Sallusts Geschichtsschreibung von einer bestimmten Partei eingenommen sei. Seit 1930 beschäftigte er sich mit dem Lebenswerk des Dichters [[Vergil]], in dem er eine werkübergreifende Einheit erkannte. Die Werke des Lyrikers [[Horaz]] gab er nach sorgfältiger Auswertung der Handschriften und Klärung der Überlieferungslage in einer neuen [[Textkritik|kritischen Ausgabe]] heraus, die noch heute grundlegend ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der griechischen Literatur beschäftigte sich Klingner ebenfalls. Bei den Epen [[Ilias]] und [[Odyssee]] stellte er fest, dass nach stilistischen Gesichtspunkten nur die [[Dolonie]] und die [[Telemachie]] als spätere Einschübe anzusehen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Q. Horatius Flaccus: Opera.&amp;#039;&amp;#039; Teubner, Leipzig 1939. Dritte Auflage, Teubner, Leipzig 1959 (Nachdruck 1970, 1982, 2008).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Römische Geisteswelt: Essays über Schrifttum und geistiges Leben im alten Rom.&amp;#039;&amp;#039; Dieterich, Leipzig 1943. Fünfte vermehrte Auflage, Ellermann, München 1965 (Nachdruck 1972, 1979)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Studien zur griechischen und römischen Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Artemis, Zürich/Stuttgart 1964 (mit Bild und Schriftenverzeichnis).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Virgil: Bucolica, Georgica, Aeneis.&amp;#039;&amp;#039; Artemis, Zürich/Stuttgart 1967.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Inge Auerbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Catalogus professorum academiae Marburgensis. Die akademischen Lehrer der Philipps-Universität in Marburg.&amp;#039;&amp;#039; Zweiter Band: &amp;#039;&amp;#039;1910 bis 1971&amp;#039;&amp;#039;. Elwert Verlag, Marburg 1979, ISBN 3-7708-0662-X, S. 545.&lt;br /&gt;
* {{NDB|12|96|98|Klingner, Friedrich|[[Karl Büchner (Altphilologe)|Karl Büchner]]|118777394}}&lt;br /&gt;
* [[Hermann Tränkle]]: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Klingner †&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Gnomon (Zeitschrift)|Gnomon]]&amp;#039;&amp;#039; Band 40 (1968), S. 426–432 (mit Bild).&lt;br /&gt;
* {{DNP|Suppl. 6|657||Klingner, Friedrich|Ralph Lather}}&lt;br /&gt;
* [[Eckart Mensching]]: &amp;#039;&amp;#039;Nugae zur Philologie-Geschichte&amp;#039;&amp;#039; 8, Berlin 1995, ISBN 978-3798316447, S. 80–118.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118777394}}&lt;br /&gt;
* {{CPL|Klingner_77}}&lt;br /&gt;
* [https://www.saw-leipzig.de/de/mitglieder/klingnerf Friedrich Klingner] auf den Seiten der [[Sächsische Akademie der Wissenschaften|Sächsischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
* [https://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV035968612 Nachlass von Friedrich Klingner in der Bayerischen Staatsbibliothek]&lt;br /&gt;
* {{Teuchos-Prosopographie|Klingner.Friedrich|Friedrich Klingner|[[Wilt Aden Schröder]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118777394|LCCN=n/83/800572|VIAF=59880091}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Klingner, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altphilologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Rektor (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1968]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Philipps-Universität Marburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Klingner, Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Klingner, Friedrich Albrecht&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Klassischer Philologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Juli 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Januar 1968&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nightdiver</name></author>
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