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	<title>Friedrich Kempfler - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedrich_Kempfler&amp;diff=585460&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Literatur */ Halbgeviertstrich</title>
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		<updated>2026-01-04T16:52:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Halbgeviertstrich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kempfler Grabinschrift.JPG|mini|Grabinschrift – Friedhof [[Eggenfelden]]-[[Gern (Eggenfelden)|Gern]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich „Fritz“ Kempfler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. Dezember]] [[1904]] in [[Eggenfelden]]; † [[18. Oktober]] [[1985]] ebenda) war ein deutscher Politiker der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und später der [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]]. Er war von 1938 bis 1945 Oberbürgermeister von [[Bayreuth]] sowie von 1957 bis 1976 [[Mitglied des Deutschen Bundestages]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dt. Bundestag (Hrsg.): Amtliches Handbuch des Dt. Bundestages, 3. Wahlperiode, Neue Darmstädter Verlagsanstalt, Darmstadt, 1958, S. 237&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kempfler, der [[römisch-katholisch]]en Glaubens war, besuchte die humanistischen Gymnasien in [[Kloster Metten|Metten]] und [[Passau]] und wurde nach dem Abitur 1924 in das [[Stiftung Maximilianeum|Bayerische Maximilianeum]] aufgenommen. Er studierte Rechtswissenschaften in [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]], [[Albertus-Universität Königsberg|Königsberg]], [[Universität Birmingham|Birmingham]] und [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]]. Nach Referendarexamen (1928) und Vorbereitungsdienst legte er 1931 das Assessorexamen ab und trat im selben Jahr als [[Regierungsassessor]] bei der [[Regierung von Niederbayern|Niederbayerischen Bezirksregierung]] in den bayerischen Staatsdienst ein. Zum 1. Mai 1932 trat Kempfler der NSDAP bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 1.173.432).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/14820194&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Rainer Trübsbach]]|Titel=Geschichte der Stadt Bayreuth|Verlag=Druckhaus Bayreuth|Ort=Bayreuth|Jahr=1993|Seiten=335}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach kurzer Zeit als Regierungsrat beim [[Landkreis Eichstätt]] wechselte er in den Dienst der Stadt [[Fürth]], wo er 1933 Rechtsrat und 1934 Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 1. Juli 1938 bis 1945 war Kempfler [[Oberbürgermeister]] von [[Bayreuth]], von 1939 bis 1943 jedoch wegen Kriegsdienstes beurlaubt. Seine Vorgänger waren [[Karl Schlumprecht]] und vom 21.&amp;amp;nbsp;Juli 1937 bis zum 30.&amp;amp;nbsp;März 1938 Otto Schmidt, die wegen massiver Differenzen mit dem Gauleiter [[Fritz Wächtler]] ihre Ämter niederlegten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bwew&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Bernd Mayer (Journalist)|Bernd Mayer]]|Titel=Bayreuth wie es war. Blitzlichter aus der Stadtgeschichte 1850-1950|Verlag=Gondrom|Ort=Bayreuth|Jahr=1981|Seiten=173 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1939 bis 1943 leistete er Kriegsdienst in der [[Wehrmacht]], sein letzter Dienstgrad war Oberleutnant. Zum 30. Januar 1941 trat er der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 391.838), am 21. Juni 1943 wurde er [[SS-Standartenführer]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/534984&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bwew&amp;quot; /&amp;gt; Zudem war er Mitglied des [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|Sicherheitsdiensts des Reichsführers SS]] (SD).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Bernd Mayer|Titel=Bayreuth April 1945|Auflage=1.|Verlag=Wartberg|Ort=Gudensberg-Gleichen|Jahr=2004|ISBN=3-8313-1463-2|Seiten=14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einer schweren Erkrankung an [[Aktinomykose]] wurde Kempfler als wehruntauglich ausgemustert. Einen Tag vor dem Einmarsch der [[US-Army]] in Bayreuth heiratete er seine zwanzigjährige Sekretärin Gerdi Schaller. Nach der kampflosen Übergabe der Stadt leistete er noch drei Tage lang Krisenmanagement.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Mayer: &amp;#039;&amp;#039;Zwölf Menschen – zwölf Schicksale im April 1945&amp;#039;&amp;#039; in: Heimatkurier 2/2005 (Beilage des [[Nordbayerischer Kurier|Nordbayerischen Kuriers]]), S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Rolle als „Retter“ der Stadt, als der er sich nach Kriegsende feiern ließ, ist umstritten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SgB&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Sie geleiteten Bayreuth durch fast zwei Jahrhunderte&amp;#039;&amp;#039; in: Heimatkurier 1/2005, S. 12 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Heimatforscher [[Bernd Mayer (Journalist)|Bernd Mayer]] beschrieb ihn als „typischen Karrieristen, blitzgescheit und wendig, an Raffinesse dem plumpen Gauleiter weit überlegen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WgkeSw&amp;quot;&amp;gt;Bernd Mayer: &amp;#039;&amp;#039;Wie glücklich kann ein Stadtoberhaupt werden?&amp;#039;&amp;#039; in: Heimatkurier 1/2006 des Nordbayerischen Kuriers, S. 14 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. April 1945 wurde er von der [[United States Army Criminal Investigation Command]] (CIC) in Bayreuth verhaftet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Bernd Mayer|Titel=Kleine Bayreuther Stadtgeschichte|Verlag=Friedrich Pustet|Ort=Regensburg|Jahr=2010|Seiten=120}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1945 bis 1948 war er im Rahmen der [[Entnazifizierung]] von der amerikanischen Besatzungsmacht in verschiedenen Lagern, zunächst in [[Truppenübungsplatz Hammelburg#Internierungslager für ehemalige NSDAP-Angehörige|Hammelburg]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;WgkeSw&amp;quot; /&amp;gt; interniert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Nachdem die Berufungskammer Regensburg ihn am 5. März 1948 als &amp;#039;&amp;#039;minderbelastet&amp;#039;&amp;#039; einstufte und ihm sechs Monate Bewährungsfrist auferlegte, wurde er freigelassen. Nach Ablauf der Bewährungsfrist ließ er sich 1949 als Rechtsanwalt in Eggenfelden nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 schloss er sich der CSU an. Er war seit 1955 CSU-Kreisvorsitzender im [[Landkreis Eggenfelden]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Seidelstiftung, Nachlässe und Handakten. Homepage Stand 7. Dezember 2020, 11:49 Uhr [https://www.hss.de/archiv/nachlaesse/?searchQuery=Kempfler im Internet]&amp;lt;/ref&amp;gt; Kempfler war ab 1956 Kreistagsabgeordneter im Landkreis Eggenfelden. Dem [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] gehörte er von [[Bundestagswahl 1957|Herbst 1957]] bis [[Bundestagswahl 1976|Herbst 1976]] an.&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Er war also Mitglied des [[Liste der Mitglieder des Deutschen Bundestages (3. Wahlperiode)|dritten]], des [[Liste der Mitglieder des Deutschen Bundestages (4. Wahlperiode)|vierten]], [[Liste der Mitglieder des Deutschen Bundestages (5. Wahlperiode)|fünften]], [[Liste der Mitglieder des Deutschen Bundestages (6. Wahlperiode)|sechsten]] und [[Liste der Mitglieder des Deutschen Bundestages (7. Wahlperiode)|siebten]] Deutschen Bundestags.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort vertrat er den damaligen [[Bundestagswahlkreis Pfarrkirchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Abstimmung über die 26. Änderung des [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetzes]] gab er gemeinsam mit seinem Fraktionskollegen [[Linus Memmel]] und dem SPD-Abgeordneten [[Klaus-Peter Schulz]] eine Erklärung ab, dass er sich der Stimme enthalten müsse, weil er zwar die künftige Zuständigkeit des Bundes für den Hochschulbau unterstütze, aber die Herabsetzung des Wahlalters von 21 auf 18 Jahre ablehne. Er kritisierte in der Erklärung die aus seiner Sicht unsinnige Verquickung zweier Gegenstände, die keinen Bezug zueinander hätten. Im März 1974 stimmte er dann (entgegen der Mehrheit der CDU/CSU-Fraktion) gemeinsam mit Memmel und dem zwischenzeitlich zur CDU übergetretenen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44916393.html &amp;#039;&amp;#039;Später oder so&amp;#039;&amp;#039;] in: [[Der Spiegel]] vom 18. Oktober 1971&amp;lt;/ref&amp;gt; Schulz auch gegen die Herabsetzung des [[Volljährigkeit]]salters auf 18 Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitweise gehörte Kempfler der Versammlung der [[Westeuropäische Union|Westeuropäischen Union]] an, deren Geschäftsordnungsausschuss er von 1966 bis 1969 und 1974 bis 1977 leitete. Die Stadt Bayreuth lud ihn regelmäßig zu den [[Richard-Wagner-Festspiele]]n ein und zahlte ihm seine Oberbürgermeister-[[Pension (Altersversorgung)|Pension]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;SgB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kempfler war mit Gerdi (geb. Schaller; 1925–2014) verheiratet&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Bernd Mayer, Helmut Paulus|Titel=Eine Stadt wird entnazifiziert. Die Gauhauptstadt Bayreuth vor der Spruchkammer|Auflage=|Verlag=Ellwanger|Ort=Bayreuth|Jahr=2008|ISBN=978-3-925361-67-8|Seiten=105}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pnp.de/trauer/?cid=44118777 Todesanzeige] in der Passauer Neuen Presse&amp;lt;/ref&amp;gt; und hatte sechs Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkrieges wurde Kempfler mit dem [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuz]] II. Klasse, dem [[Luftschutz-Ehrenzeichen]] 2. Stufe und der &amp;#039;&amp;#039;Deutsch-Italienischen Afrika-Medaille&amp;#039;&amp;#039; ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Norbert Aas: &amp;#039;&amp;#039;Einer der &amp;quot;besten, fähigsten und rührigsten SS-Führer&amp;quot;: Dr. Fritz Kempfler, Oberbürgermeister in Bayreuth.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Proske]] (Hrsg.): [[Täter, Helfer, Trittbrettfahrer]], Bd. 20. NS-Belastete aus Oberfranken. Kugelberg Verlag, Gerstetten 2025. ISBN 978-3-945893-28-9, S. 180–190.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122209117|VIAF=215477129}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kempfler, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats für Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der WEU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Bayreuth)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Eggenfelden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1985]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kempfler, Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kempfler, Fritz (Spitzname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (NSDAP, CSU), MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Dezember 1904&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Eggenfelden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Oktober 1985&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Eggenfelden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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