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	<title>Friedrich Karl Ens - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Giorno2 am 17. November 2022 um 16:54 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Porzellanfabrik Ens, Volkstedt.jpg|thumb|Firmenlogo an der Breitscheidstraße, Volkstedt]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Karl Ens&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1802]] in [[Lauscha]]; † [[5. November]] [[1865]] ebenda) war der bedeutendste Vertreter der [[Porzellanmalerei]] in Lauscha, die im 19. Jahrhundert ihre Blütezeit erlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anfänge der Porzellanmalerei in Lauscha ==&lt;br /&gt;
Mit der Einführung der [[Glasbläserei]] vor der Lampe verlegten die Glashütten der Region um Lauscha den Schwerpunkt ihrer Produktion von Trinkgefäßen zu Halbfabrikaten für die Heimindustrie. Damit verlor die [[Glasmalerei]] an Bedeutung. Gleichzeitig begannen in [[Steinheid|Limbach]] und [[Volkstedt (Rudolstadt)|Volkstedt]] die ersten Manufakturen die Produktion des Thüringer Porzellans, womit sich für die Lauschaer Glasmaler ein neues Tätigkeitsfeld in der entstehenden Porzellanindustrie eröffnete. Georg Wilhelm Greiner aus Lauscha war seit 1773 Buntmaler und seit 1782 gemeinsam mit Johann Karl Heinold Pächter der von [[Georg Heinrich Macheleid]] 1762 gegründeten [[Aelteste Volkstedter Porzellanmanufaktur|Porzellanmanufaktur in Volkstedt]]. Er verzierte die Gefäße und Teller mit Blumen, Insekten und Früchten noch in der für die [[Schwarzlotmalerei|Glasmalerei]] typischen scharf umrissenen Malweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Karl Ens (* 1759; † 1813), dessen Vorfahren aus [[Weingarten (Württemberg)|Weingarten]] in [[Württemberg]] stammten und als [[Förster]] nach [[Mittelfranken]] kamen, hatte in der Markgräflichen Porzellanmanufaktur in [[Bruckberg (Mittelfranken)|Bruckberg]] bei Ansbach die Porzellanmalerei erlernt. Als dieses Unternehmen einen starken Rückgang erlebte, zog er Ende der 1780er Jahre nach Thüringen, wo sich die Porzellanproduktion im Aufschwung befand. Johann Karl Ens arbeitete zunächst als Buntmaler für die von [[Gotthelf Greiner]] gegründete Porzellanfabrik in Limbach und später auch für Johann Friedrich Greiner in der [[Porzellanfabrik Rauenstein]] in [[Rauenstein (Frankenblick)|Rauenstein]]. 1790 heiratete er Christiane Greiner aus dem Greinerschen Zweig der Glasmalerei und machte sich in Lauscha selbstständig. Der immer stärker werdende Absatz von Porzellanfabrikaten brachte genügend Aufträge für ein bescheidenes Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Friedrich Karl Ens ==&lt;br /&gt;
=== Jugend ===&lt;br /&gt;
Friedrich Karl Ens wurde 1802 in Lauscha als eines von vier Geschwistern – zwei Mädchen und zwei Jungen – geboren. Er stand schon kurz nach der Schulzeit seinem Vater als selbstständiger Gehilfe zur Seite. Seine künstlerische Erfindungs- und Gestaltungskraft waren früh beeindruckend. Nach dem frühen Tod seines Vaters wurde er als Elfjähriger zum Ernährer der Familie. Eine weitergehende Ausbildung war nicht finanzierbar und Friedrich Karl musste sich sein Wissen und Können autodidakt aneignen. Er bemalte anfangs [[Tabakspfeife|Pfeifenköpfe]] mit Jagd- und Reiterszenen, die wegen ihrer Lebendigkeit und Frische sehr begehrt waren. Insbesondere bei den [[Burschenschaft]]en waren Porzellanpfeifen als Statussymbol sehr beliebt. Die Pfeifenköpfe wurden in [[Ruhla]] beschlagen. Dorthin mussten sie in Tragekörben auf dem Rücken transportiert werden. Der mühselige Weg lohnte sich, ein einziger Tragekorb enthielt oft Waren im Wert von 300 Mark, ein gutgemalter Pfeifenkopf brachte 3 – 3,5 Gulden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmen ===&lt;br /&gt;
Im Alter von 19 Jahren heiratete Friedrich Karl Ens die Glasmachertochter Charlotte Müller aus [[Schmalenbuche]] und gründete im Nachbarort Igelshieb seine eigene Werkstatt. Anstelle des üblichen Kopierens von Vorlagen entwarf er seine Motive selbst. Die Sujets seiner Musterbücher entnahm er oft seinen eigenen Beobachtungen der Wildtiere in seiner unmittelbaren Umgebung im Kammbereich des [[Thüringer Schiefergebirge]]s. Eine Eigenart war, dass er ein Motiv nie wiederholte, es sei denn, dies war ausdrücklich bestellt. Bis tief in die Nacht studierte er Kunstliteratur zu Techniken der Malerei und vergleichender Anatomie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 trat Friedrich Karl Ens in die ein Jahrzehnt vorher gegründete Porzellanmalerei &amp;#039;&amp;#039;Günther Greiner &amp;amp; Georg Wilhelm Greiner Sohn&amp;#039;&amp;#039; ein, die unter dem neuen Namen &amp;#039;&amp;#039;Ens &amp;amp; Greiner&amp;#039;&amp;#039; weltbekannt wurde und Auszeichnungen in Wien, Sydney, Melbourne, Chicago und Antwerpen errang. Die aufkommende [[Lithographie]] bot ihm erneut die Möglichkeit zur Weiterentwicklung. In Verbindung mit einer Offenbacher Steindruckerei schuf er nun auch zahlreiche Jagdstücke und Genrebilder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Karl Ens war ein fleißiger Künstler, aber kein talentierter Kaufmann. Großen Reichtum brachte ihm sein Werk nicht. In seinen letzten Lebensjahren schuf er für eine Nürnberger Kunsthandlung Ölgemälde auf Kupferplatten zu 8 Gulden das Stück, die zumeist ins Ausland verkauft wurden. Der kunstsinnige junge Erbprinz und spätere Herzog von [[Herzogtum Sachsen-Meiningen|Sachsen-Meiningen]], [[Georg II. (Sachsen-Meiningen)|Georg II.]] besuchte ihn regelmäßig, wenn er sich alljährlich zur Rotwildjagd in den [[Kammergut|herzöglichen Domänengemarkungen]] Igelshieb und [[Piesau]] im Gasthaus „Zum Hirschen“ in Igelshieb aufhielt, und ließ sich die neuesten Entwürfe zeigen. Doch entzog er ihm seine Gunst, als er erfuhr, dass Friedrich Karl Ens 1861 Anteile an der [[Schwarzburg-Rudolstadt|fürstlich schwarzburgischen]] Volkstedter Porzellanmanufaktur, also im Ausland, erworben hatte. Zuvor durfte Ens in der schwarzburgischen Residenz [[Rudolstadt]] seine Werke nicht ausstellen, weil man dort Ausländern gegenüber kein Interesse an derartigen Aufträgen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die letzten Jahre ===&lt;br /&gt;
Um 1855 spielte die Porzellanmalerei in Lauscha als Erwerbszweig eine bedeutende Rolle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Landeskunde&amp;quot;&amp;gt;[[Georg Brückner|Prof. G. Brückner]]: [https://books.google.de/books?id=CVoAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA472&amp;amp;dq=&amp;amp;hl=de &amp;#039;&amp;#039;Landeskunde des Herzogthums Meiningen&amp;#039;&amp;#039;, Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Die Topographie des Landes&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Brückner und Renner, Meiningen 1853, S. 472 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt;  Friedrich Karl Ens beschäftigte zu dieser Zeit bis zu 150 Mitarbeiter. Seinen Söhnen, dem Modelleur Eduard Ens und dem Porzellanmaler und späteren Firmeninhaber Karl Ens, verdankte die inzwischen als &amp;#039;&amp;#039;Triebner, Ens &amp;amp; Co&amp;#039;&amp;#039; firmierende Porzellanmanufaktur in Volkstedt eine spürbare künstlerische Verbesserung ihrer Erzeugnisse. Um 1894 schufen sie die ersten Spitzenfiguren und so eine Spezialität des Hauses, 1899 gründeten sie die &amp;#039;&amp;#039;Porzellanfabrik Karl Ens, Volkstedt&amp;#039;&amp;#039; und gliederten das väterliche Unternehmen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Höhepunkt der Porzellanmalerei in Lauscha war jedoch mit dem Tod Friedrich Karl Ens&amp;#039; überschritten. Er starb 1865 an den Folgen einer schweren Lungenentzündung, die er sich auf einer Postkutschenfahrt von Volkstedt nach Lauscha zugezogen hatte. Sein Grab findet sich heute noch auf dem Lauschaer Friedhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Aufgrund des reißenden Absatzes unter den Studenten und Intellektuellen jener Zeit sind die Arbeiten Friedrich Karl Ens&amp;#039; in der ganzen Welt verstreut, als Werk eines Autodidakten aber eher einem begrenzten Expertenkreis bekannt. In Lauscha selbst gibt es nur noch vereinzelte Zeugnisse seiner Kunstfertigkeit. [[Antiquität]]en der historischen Marke &amp;#039;&amp;#039;Ens &amp;amp; Greiner, Lauscha&amp;#039;&amp;#039; sind heute hochwertige und begehrte Sammlerobjekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Stadt Lauscha (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zur Verleihung des Stadtrechts.&amp;#039;&amp;#039; Friebel-Druck, Saalfeld 1957.&lt;br /&gt;
* [[Wally Eichhorn-Nelson]]: &amp;#039;&amp;#039;Von Sonneberg zur Rennsteighöhe.&amp;#039;&amp;#039; Verlagshaus Thüringen, Erfurt 1999, ISBN 3-89683-146-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1012825744|VIAF=171881295}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ens, Friedrich Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Porzellanmaler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Lauscha)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1802]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1865]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ens, Friedrich Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ens, Karl&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Unternehmer, Porzellanmaler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1802&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lauscha]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. November 1865&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lauscha]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Giorno2</name></author>
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