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	<title>Friedrich Justus Perels - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T04:04:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedrich_Justus_Perels&amp;diff=745267&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Emmridet: Kleinkram</title>
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		<updated>2025-12-02T09:59:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Justus Leopold Perels&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. November]] [[1910]] in [[Berlin]]; † [[23. April]] [[1945]] ebenda) war ein [[deutsche]]r [[Jurist]] und [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer]] gegen den [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Perelsplatz 6-9 (Friedn) Friedrich Justus Perels.JPG|mini|hochkant=0.85|Gedenktafel an der&amp;lt;br&amp;gt;[[Friedrich-Bergius-Schule]]&amp;lt;br&amp;gt;([[Perelsplatz]] 6–9) in [[Berlin-Friedenau]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Viktoriastr 4a (Lichf) Friedrich Justus Perels.jpg|mini|hochkant=0.85|[[Stolpersteine|Stolperstein]] vor dem Haus [[Viktoriastraße (Lichterfelde)|Viktoriastraße]] 4a, in [[Berlin-Lichterfelde]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dorotheenst Friedhof Bonhoeffer.jpg|mini|hochkant|Grab von Friedrich Justus Perels und anderen auf dem [[Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Gemeinden|Friedhof der Dorotheen&amp;amp;shy;städtischen und Friedrichs&amp;amp;shy;werder&amp;amp;shy;schen Gemeinden]] in [[Berlin-Mitte]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Justus Perels war zweiter von vier Söhnen von [[Ernst Perels]] und dessen Ehefrau Antonie (geborene Hermes). Sein Großvater [[Ferdinand Perels]] war als Sohn [[Judentum|jüdischer]] Eltern zum evangelischen Glauben [[Konversion (Religion)|konvertiert]]. Perels besuchte im [[Berlin]]er Ortsteil [[Berlin-Friedenau|Friedenau]] von 1922 bis 1929 das 1.&amp;amp;nbsp;Friedenauer Gymnasium (heute: [[Friedrich-Bergius-Schule]]) und studierte anschließend [[Rechtswissenschaften]] an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Universität Heidelberg]], unter anderem bei [[Gustav Radbruch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1933 wurde Perels [[Rechtsreferendariat|Rechtsreferendar]], das Assessorexamen absolvierte er 1936. Während des Referendariats wurde Perels juristischer Berater des [[Pfarrernotbund]]es und der [[Bekennende Kirche|Bekennenden Kirche]], der er angehörte. Ab 1936 war er Justitiar und Rechtsberater der Bekennenden Kirche der [[Kirche der Altpreußischen Union|Altpreußischen Union]]. Er vertrat als Anwalt in vielfacher Weise die Interessen der Verfolgten des [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Regimes]]. Als Justitiar beim Bruderrat der Bekennenden Kirche baute er ein juristisches Verteidigungssystem für Pfarrer, Kirchengremien und ihnen nahestehende Rechtsanwälte auf. Es gelang ihm, viele Angriffe von Staat, Partei und der deutsch-christlich dominierten [[Evangelische Kirche in Deutschland |Deutschen Evangelischen Kirche]] gegen die Bekennende Kirche und ihre Pfarrer abzuwenden. Anstelle der 1937 verbotenen Predigerseminare setzte er Sammelvikariate, in denen Hilfsprediger ausgebildet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1940 heiratete Perels Helga Kellermann; 1942 wurde ihr Sohn [[Joachim Perels]] geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seinen Freund [[Dietrich Bonhoeffer]] kam er 1940 in Kontakt  zu Widerstandskreisen, insbesondere dem [[Freiburger Kreis (NS-Zeit)|Freiburger]] und dem [[Kreisauer Kreis]], sowie zum Widerstandskreis um [[Hans von Dohnanyi]] und arbeitete darin mit. So stellte er 1941 zusammen mit Bonhoeffer Dokumente über die Deportation der [[Judentum|Juden]] zusammen, die von Dohnanyi an General [[Ludwig Beck (General)|Ludwig Beck]] weitergeleitet wurden, um oppositionelle [[Wehrmacht]]skreise zum Handeln zu bewegen. 1942 war Perels am &amp;#039;&amp;#039;[[Unternehmen Sieben]]&amp;#039;&amp;#039; beteiligt, das 14&amp;amp;nbsp;Jüdinnen und Juden 1942 zur Flucht in die Schweiz verhalf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem gescheiterten [[Attentat vom 20. Juli 1944]] auf [[Adolf Hitler]] wurde Perels am 5.&amp;amp;nbsp;Oktober 1944 wegen „Nichtanzeige ihm bekannter Umsturzpläne und wegen illegaler Tätigkeit für die Bekennende Kirche“ verhaftet und zusammen mit einer Vielzahl weiterer Widerständler im [[Zellengefängnis Lehrter Straße]] inhaftiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuchel&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Februar 1945 wurde er vom [[Volksgerichtshof]] unter dem Vorsitz von [[Roland Freisler]] zum [[Todesstrafe|Tode verurteilt]]. Freisler kam am folgenden Tag bei einem [[Luftangriffe der Alliierten auf Berlin|alliierten Luftangriff]] ums Leben. Friedrich Justus Perels blieb weiter in Haft und wurde zusammen mit [[Klaus Bonhoeffer]], [[Rüdiger Schleicher]], [[Hans John (Widerstandskämpfer)|Hans John]], Carl Marks,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuchel&amp;quot; details=&amp;quot;S. 309&amp;quot; /&amp;gt; Hans Sierks,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuchel&amp;quot; details=&amp;quot;S. 310&amp;quot; /&amp;gt; [[Wilhelm zur Nieden]], [[Richard Kuenzer]], [[Albrecht Haushofer]], Max Jennewein,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuchel&amp;quot; details=&amp;quot;S. 193&amp;quot; /&amp;gt; Herbert Kosney,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuchel&amp;quot; details=&amp;quot;S. 295&amp;quot; /&amp;gt; Carl Wilhelm Moll,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuchel&amp;quot; details=&amp;quot;S. 299&amp;quot; /&amp;gt; [[Ernst Munzinger (Offizier)|Ernst Munzinger]], [[Hans-Viktor von Salviati]], Sergej Sossimow&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuchel&amp;quot; details=&amp;quot;S. 297&amp;quot; /&amp;gt; und [[Wilhelm Staehle]] beim Marsch vom [[Zellengefängnis Lehrter Straße]] zum [[Prinz-Albrecht-Palais]] in der Nacht vom 22. auf den 23.&amp;amp;nbsp;April 1945 von einem Sonderkommando des [[Reichssicherheitshauptamt]]s ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Joachim Fest]]: &amp;#039;&amp;#039;Staatsstreich. Der Lange Weg zum 20. Juli.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1994, ISBN 3-88680-539-5, S.&amp;amp;nbsp;320.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leiter des RSHA-Sonderkommandos war der SS-Sturmbannführer [[Kurt Stawitzki]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater, Ernst Perels, starb an den Folgen der [[Sippenhaftung#Nationalsozialismus|Sippenhaft]] im [[KZ Flossenbürg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen großen Teil des Nachlasses von Justus Perels verwahrt die [[Gedenkstätte Deutscher Widerstand]]. Auf dem um 1230 von den Grafen von [[Arnstein (Adelsgeschlecht)|Arnstein]], Herren zu [[Lindow-Ruppin|Ruppin]], begründeten [[Zisterzienser]]innen-Klostergelände in [[Lindow (Mark)]] wurde 1956 vom evangelischen Landesbischof [[Otto Dibelius]] das neuerrichtete Rüstheim der Evangelischen Akademie Berlin-Brandenburg eröffnet, das auf seinen Vorschlag in Ermangelung einer Gedenkstätte für den Widerständler den Namen &amp;#039;&amp;#039;Justus Perels-Haus&amp;#039;&amp;#039; erhielt. Heute befindet sich hier eine theologische Bibliothek. Am 1. Juli 2025 wurde dort in zwei Räumen eine von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand [[Kurator|kuratierte]] ständige Ausstellung über das Leben von Friedrich Justus Perels mit Fotografien und Dokumenten zu seinem Leben und Wirken eröffnet, zu der die Gedenkstätte Deutscher Widerstand auch einen Katalog veröffentlichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehrengrab ===&lt;br /&gt;
Friedrich Justus Perels hat in Berlin auf dem Evangelischen [[Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Gemeinden]] ein Ehrengrab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gedenktag ===&lt;br /&gt;
Sein kirchlicher Gedenktag ist der 22. April (der Tag vor seinem Todestag) im [[Evangelischer Namenkalender |Evangelischen Namenkalender]] der [[Evangelische Kirche in Deutschland|Evangelischen Kirche in Deutschland]].&amp;lt;ref&amp;gt;Liturgische Konferenz (Hrsg.): Das Kirchenjahr. &amp;#039;&amp;#039;Evangelischer Sonn- und Feiertagskalender 2019/2020&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 2019, S. 34–39 (Namenkalender).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gedenktafeln ===&lt;br /&gt;
Gedenktafeln gibt es in [[Berlin-Mitte]] in der [[Chausseestraße]] 126 und in [[Berlin-Westend]] im [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Westend#Fürstenbrunner Weg*|Fürstenbrunner Weg]] 69–77, außerdem an der [[Friedrich-Bergius-Oberschule]] an dem nach ihm benannten [[Perelsplatz]] in [[Berlin-Friedenau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Personen des 20. Juli 1944]]&lt;br /&gt;
* [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
* [[Aufhebung von NS-Unrechtsurteilen]]&lt;br /&gt;
* [[Ungesühnte Nazijustiz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Matthias Schreiber: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Justus Perels. Ein Weg vom Rechtskampf der Bekennenden Kirche in den Politischen Widerstand.&amp;#039;&amp;#039; München 1989.&lt;br /&gt;
* {{BBKL| archive-url= https://web.archive.org/web/20070629052452/http://www.bautz.de/bbkl/p/perels_f_j_l.shtml |band=7|autor=Matthias Schreiber|spalten=188–189}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|20|182||Perels, Friedrich Justus|Jürgen Vortmann|118884077}}&lt;br /&gt;
* Hartmut Ludwig, [[Eberhard Röhm]]: &amp;#039;&amp;#039;Evangelisch getauft – als „Juden“ verfolgt&amp;#039;&amp;#039;. Calwer Verlag, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-7668-4299-2, S.&amp;amp;nbsp;268–269.&lt;br /&gt;
* Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.&amp;amp;#8239;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Rolle der Juristen im Widerstand gegen Hitler. Festschrift für Friedrich Justus Perels&amp;#039;&amp;#039;, Baden-Baden 2017, ISBN 978-3-8487-4353-7.&lt;br /&gt;
* Gedenkstätte Deutscher Widerstand (Hrsg.): Katalog zur Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;[https://www.orte-der-erinnerung.de/veranstaltung/andere-fallen-im-kampf-fuer-dieses-system-besser-ist-man-faellt-im-kampf-gegen-dieses-system-friedrich-justus-perels-13-november-1910-23-april-1945/ „Andere fallen im Kampf für dieses System, besser ist, man fällt im Kampf gegen dieses System.“ Friedrich Justus Perels – 13. November 1910 – 23. April 1945,]&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2025, ISBN 978-3-945812-70-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118884077}}&lt;br /&gt;
* {{GDW|friedrich-justus-perels}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuchel&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johannes Tuchel |Titel=„… und ihrer aller wartete der Strick“. Das Zellengefängnis Lehrter Straße 3 nach dem 20. Juli 1944 |Auflage=Erstausg., 1. Aufl. |Ort=Berlin |Datum=2014 |ISBN=978-3-86732-178-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118884077|LCCN=nr/90/14658|VIAF=42636053}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Perels, Friedrich Justus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Attentat vom 20. Juli 1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Bekennenden Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Freiburger Kreises (NS-Zeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist im Kirchendienst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des evangelischen Namenkalenders]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die im Bezirk Steglitz-Zehlendorf ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Perels, Friedrich Justus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Perels, Friedrich Justus Leopold (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Widerstandskämpfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. November 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. April 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Emmridet</name></author>
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