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	<title>Friedrich Hartjenstein - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 28. Dezember 2025 um 13:34 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-28T13:34:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum gleichnamigen Architekten in Hannover siehe [[Friedrich Hartjenstein (Architekt)]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fritz Hartjenstein.jpg|mini|Friedrich Hartjenstein 1946]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Hartjenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, genannt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fritz Hartjenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. Juli]] [[1905]] in [[Peine]]; † [[20. Oktober]] [[1954]] in [[Paris]]), war im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] ein deutscher [[SS-Obersturmbannführer]] und [[KZ-Kommandant|Lagerkommandant]] der Konzentrationslager [[KZ Auschwitz-Birkenau|Auschwitz-Birkenau]] und [[KZ Natzweiler|Natzweiler]], wofür er insgesamt drei Mal zum [[Todesstrafe|Tode verurteilt]] wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jürgen Gückel |Titel=Heimkehr eines Auschwitz-Kommandanten: wie Fritz Hartjenstein drei Todesurteile überlebte |Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht |Ort=Göttingen |Datum=2021 |ISBN=978-3-525-31137-0 |Abruf=2025-12-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hartjenstein, Sohn eines Schusters, arbeitete nach zehnjährigem Schulbesuch ab 1921 für vier Jahre als Knecht auf einem landwirtschaftlichen Gut. Gleichzeitig studierte er in Hannover Landwirtschaft. Ab Dezember 1926 leistete er als Berufssoldat bei der [[Reichswehr]] in einem Infanterieregiment zwölf Jahre Militärdienst, den er 1938 als [[Oberfeldwebel]] und [[Offizier]] der Reserve abschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Tom Segev]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Soldaten des Bösen. Zur Geschichte der KZ-Kommandanten&amp;#039;&amp;#039;, Reinbek bei Hamburg 1995, S. 86 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus der Befürchtung heraus, mit einem mittelmäßigen Abschluss in ein ziviles Leben zurückkehren zu müssen, nahm Hartjenstein anschließend eine Stelle als Ausbilder bei den [[SS-Verfügungstruppe]]n an.&lt;br /&gt;
Zum 5.&amp;amp;nbsp;Januar 1939 wechselte er zu den [[SS-Totenkopfverbände]]n (SS-Nummer 327.350).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/529154&amp;lt;/ref&amp;gt; Zunächst war Hartjenstein dem II.&amp;amp;nbsp;SS-Totenkopfregiment (Brandenburg) in Oranienburg zugeteilt – er stieg dort zum 1.&amp;amp;nbsp;Mai 1939 zum Obersturmführer auf – und wurde danach im [[KZ Niederhagen|Außenlager Wewelsburg]], einem Nebenlager des [[KZ Sachsenhausen]], als Führer der Wachkompanie eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lasik178&amp;quot;&amp;gt;Aleksander Lasik: &amp;#039;&amp;#039;Die Organisationsstruktur des KL Auschwitz.&amp;#039;&amp;#039; In: Aleksander Lasik, Franciszek Piper, Piotr Setkiewicz, Irena Strzelecka: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz 1940–1945. Studien zur Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;I: &amp;#039;&amp;#039;Aufbau und Struktur des Lagers.&amp;#039;&amp;#039; [[Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau]], [[Oświęcim]] 1999, S. 178.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Anfang Januar 1941 wechselte er zur [[SS-Division Totenkopf|SS-Totenkopf-Division]]. Erst im Westen, dann im Osten eingesetzt, wurde er in der [[Kesselschlacht von Demjansk]] verwundet und im Anschluss im September 1942 in das [[KZ Auschwitz]] versetzt, wo er den Wachsturmbann leitete, er war zum 9.&amp;amp;nbsp;November 1941 zum Sturmbannführer befördert worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Orth242&amp;quot;&amp;gt;Karin Orth: &amp;#039;&amp;#039;Die Konzentrationslager-SS&amp;#039;&amp;#039;, München 2004, S. 242.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steegmann354ff&amp;quot;&amp;gt;[[Robert Steegmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof und seine Außenkommandos an Rhein und Neckar 1941–1945&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2010, S. 354 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Arthur Liebehenschel]], der Nachfolger von [[Rudolf Höß]] als Lagerkommandant, berief Hartjenstein zum Führer des zu diesem Zeitpunkt neben dem [[KZ Auschwitz I (Stammlager)|Stammlager]] noch selbständigen Lagers Auschwitz-Birkenau, dessen Lagerkommandant Hartjenstein vom 22.&amp;amp;nbsp;November 1943 bis zum Mai 1944 war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Auschwitz228&amp;quot;&amp;gt;Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz in den Augen der SS.&amp;#039;&amp;#039; Oswiecim 1998, S. 228.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hartjenstein, dem von Rudolf Höß vorgeworfen wurde, als Kommandant versagt zu haben, wurde dann durch [[Josef Kramer]] ersetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Orth242&amp;quot;/&amp;gt; In der [[Waffen-SS]] stieg Hartjenstein schließlich zum 9. November 1944 zum [[SS-Obersturmbannführer]] auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee228&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2007, S. 228.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
1944 wurde er als Nachfolger von Kramer zum Kommandanten des [[KZ Natzweiler]] ernannt, das er bis Ende Februar 1945 leitete. Nach der Verlegung des Stammlagers im November 1944 ins Neckartal nach [[Guttenbach]]/[[Binau]] war er für die ab September 1944 zusätzlich errichteten rechtsrheinischen [[Liste der Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof|Außenlager]] rund um das [[KZ Neckarelz]] zuständig. Unter Hartjensteins Führung fanden in Natzweiler zahlreiche Hinrichtungen statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steegmann354ff&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach dem Ende seiner Tätigkeit als KZ-Kommandant wechselte Hartjenstein in ein SS-Ausbildungsregiment auf dem [[Truppenübungsplatz Putlos]] und vom 8.&amp;amp;nbsp;März bis zum 23.&amp;amp;nbsp;April 1945 in die Ausbildungsstätte der SS-Panzertruppen in [[Bergen (Landkreis Celle)|Bergen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lasik178&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hartjensteins berufliche Biographie ist ein Beispiel für die fortlaufende Rotation zwischen den Einheiten der Waffen-SS und der Konzentrationslager-SS. Er ist auch ein Beispiel dafür, dass auch höhere SS-Ränge von Nicht-Parteigenossen eingenommen werden konnten, denn er schloss sich nicht der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steegmann354ff&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Januar 1944 und der Auflösung des Stammlagers Natzweiler-Struthof stieg die Zahl der Hinrichtungen sprunghaft auf etwa 250.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steegmann210&amp;quot;&amp;gt;Robert Steegmann: &amp;#039;&amp;#039;Das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof und seine Außenkommandos an Rhein und Neckar 1941-1945&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2010, S.&amp;amp;nbsp;210.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für fünf davon wurde Hartjenstein nach dem Ende des [[Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht|Nationalsozialismus]] von alliierten Strafverfolgern verantwortlich gemacht. &lt;br /&gt;
Im [[Natzweiler-Prozess|Wuppertaler Natzweiler-Prozess]] (29.&amp;amp;nbsp;Mai bis 1.&amp;amp;nbsp;Juni 1946) wurde er wegen Ermordung von vier Funkerinnen zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Die vier Frauen, die der [[Special Operations Executive]] angehörten und dem französischen Widerstand zuarbeiteten, waren im Juni und November 1943 in Dijon und Paris verhaftet worden. Nach einem Aufenthalt in einem Frauengefängnis in Karlsruhe wurden sie in das KZ Natzweiler-Struthof überstellt, am 6.&amp;amp;nbsp;Juli 1944 durch [[Phenol]]-Injektionen getötet und anschließend im [[Krematorium]] verbrannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl.: Anthony M. Webb (Ed.): &amp;#039;&amp;#039;Trial of Wolfgang Zeuss(!), Magnus Wochner, Emil Meier, Peter Straub, Fritz Hartjenstein, Franz Berg, Werner Rohde, Emil Bruttel, Kurt aus dem Bruch and Harberg. (The Natzweiler Trial)&amp;#039;&amp;#039;. London, Edinburgh, Glasgow 1949.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der zu lebenslanger Haft verurteilte Hartjenstein wurde zu weiteren Verfahren in französische Haft überstellt. Von französischen Militärgerichten in [[Rastatt]] (1947) und [[Metz]] (2.&amp;amp;nbsp;Juli 1954) wurde Hartjenstein dann zum Tode verurteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steegmann354ff&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Auschwitz228&amp;quot;/&amp;gt; Die Urteile wurden nicht vollstreckt. Stattdessen wurde er zugunsten der Deutsch-Französischen Beziehungen unter Mitwirkung des Bischofs [[Hanns Lilje]] der Landeskirche Hannovers nach 9 Jahren Haft begnadigt und freigelassen. Er starb 4 Stunden nach seiner Entlassung aus der Haft in einer Pariser Privatklinik an Blasenkrebs.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Topographie des Terrors |url=https://www.youtube.com/watch?v=y8cb3fjIIBQ |titel=Heimkehr eines Auschwitz-Kommandanten. Wie Fritz Hartjenstein drei Todesurteile überlebte |datum=2022-02-09 |abruf=2025-12-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jürgen Gückel |Titel=Heimkehr eines Auschwitz-Kommandanten: wie Fritz Hartjenstein drei Todesurteile überlebte |Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht |Ort=Göttingen |Datum=2021 |ISBN=978-3-525-31137-0 |Abruf=2025-12-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kz-gedenkstaette-leonberg.de/start/details/friedrich-hartjenstein-kommandant-von-auschwitz-und-natzweiler |titel=KZ Gedenkstätteninitiative Leonberg e.V. - Start - Friedrich Hartjenstein - Kommandant von Auschwitz und Natzweiler |abruf=2025-12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wacław Długoborski]], [[Franciszek Piper]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz 1940–1945. Studien zur Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, Oswiecim 1999, 5 Bände: I. Aufbau und Struktur des Lagers. II. Die Häftlinge – Existenzbedingungen, Arbeit und Tod. III. Vernichtung. IV. Widerstand. V. Epilog., ISBN 83-85047-76-X.&lt;br /&gt;
* Jürgen Gückel: &amp;#039;&amp;#039;Heimkehr eines Auschwitz-Kommandanten. Wie Fritz Hartjenstein drei Todesurteile überlebte.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2021, ISBN 978-3-525-31137-0.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-16048-0.&lt;br /&gt;
* [[Karin Orth]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Konzentrationslager-SS. Sozialstrukturelle Analysen und biographische Studien.&amp;#039;&amp;#039; ungek. Ausg. München 2004, ISBN 3-423-34085-1.&lt;br /&gt;
* [[Tom Segev]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Soldaten des Bösen. Zur Geschichte der KZ-Kommandanten&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1995, ISBN 3-499-18826-0.&lt;br /&gt;
* [[Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz in den Augen der SS.&amp;#039;&amp;#039; Oświęcim 1998, ISBN 83-85047-35-2.&lt;br /&gt;
* [[Robert Steegmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof und seine Außenkommandos an Rhein und Neckar 1941–1945&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2010, ISBN 978-3-940938-58-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123636027|VIAF=57525651}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hartjenstein, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ-Kommandant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Natzweiler-Struthof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zum Tode verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1954]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hartjenstein, Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hartjenstein, Fritz&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Lagerkommandant des KZ Auschwitz-Birkenau&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Juli 1905&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Peine]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Oktober 1954&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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