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	<title>Friedrich Gustav Habel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T18:28:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedrich_Gustav_Habel&amp;diff=1815084&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Commonscat mit Helferlein hinzugefügt</title>
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		<updated>2026-01-07T09:05:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Commonscat mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Wurgl/8Schwestern&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Wurgl/8Schwestern (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Helferlein&lt;/a&gt; hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Friedrich Gustav Habel.jpg|mini|hochkant|Friedrich Gustav Habel]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Gustav Habel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Februar]] [[1792]] auf [[Schloss Oranienstein]] in [[Diez]]; † [[2. Juli]] [[1867]] in [[Miltenberg]]), Sohn von Christian Friedrich Habel (1747–1814, nassauischer Hofkammerrat, Mineraloge und Altertumsforscher), war ein deutscher Privatgelehrter, der unter anderem als [[Archivar]], [[Burg]]enforscher und (als [[Autodidakt]]) als [[Provinzialrömische Archäologie|Provinzialrömischer Archäologe]] tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Habel besuchte von 1806 bis 1810 das Gymnasium in [[Idstein]]. Anschließend begann er zunächst an der [[Justus-Liebig-Universität Gießen|Universität Gießen]] Rechtswissenschaft zu studieren; er wechselte aber bald an die [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Universität Heidelberg]], wo er zu den Stiftern des [[Erloschene Corps#Heidelberg|Corps Nassovia Heidelberg]] gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Kösener Corpslisten|Kösener Korps-Listen]]&amp;#039;&amp;#039; 1910, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;117&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Jurastudium musste er vorzeitig abbrechen, weil er bei einem Fechtduell seinem Gegner eine lebensgefährliche Verletzung zugefügt hatte. Er zog zu seinem Vater, dem nassauischen [[Kammerrat|Hofkammerrat]] Christian Friedrich Habel, nach [[Wiesbaden-Schierstein|Schierstein]] und erbte 1814 dessen umfangreiches Vermögen, durch das er wirtschaftlich unabhängig wurde. Diese Unabhängigkeit versetzte ihn in die Lage, sich ganz den Altertumswissenschaften zu widmen. Er lernte bei dem [[Mainz]]er Richter, Staatswissenschaftler und Konservator der Mainzer Bibliothek, [[Franz Joseph Bodmann]], und nahm anschließend eigene provinzialrömische und burgenkundliche Forschungen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1823 begann er mit den Ausgrabungen der [[Nida (römische Stadt)|römischen Stadt Nida]]. 1829 bis 1837 war er (ohne wirtschaftliche Notwendigkeit) als Archivar in der [[Hochschul- und Landesbibliothek RheinMain|Landesbibliothek]] in [[Wiesbaden]] angestellt. 1838/39 leitete er die Ausgrabungen im [[Aquae Mattiacorum#Kastelle|Kastell Wiesbaden]], 1842 grub er im [[Kastell Hofheim]], 1845 am [[Kastell Kleiner Feldberg|Feldbergkastell]]. Bis zu seinem Austritt 1851 war er, wie schon sein Vater, aktives Mitglied im [[Verein für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung]], dessen Vorstand er von 1821 bis 1851 angehörte. Ursache des Austritts war der Streit mit [[Friedrich Traugott Friedemann]] über den Stellenwert der neueren Geschichte in der Vereinsarbeit. Trotz Austritt wurde er 1861 zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Auf Habels Initiative geht auch die Gründung der Vereinszeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Nassauischen Annalen&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1827 zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=[[Winfried Schüler]]| Titel=bewahren erleben verstehen. 200 Jahre Verein für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung | Verlag=Verein für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung | Ort=Wiesbaden | Jahr=2012 | ISBN=978-3-9815190-1-3 | Seiten=39}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Arbeit als Historiker war Habel politisch tätig. Er gehörte von 1835 bis 1838 der [[Landstände des Herzogtums Nassau#Zweite Kammer|Nassauischen Deputiertenkammer]] an&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor = [[Otto Renkhoff]]|Titel = Nassauische Biographie|Verlag = [[Historische Kommission für Nassau]]|Ort = Wiesbaden|Jahr = 1992|Seiten=263|ISBN = 3-922244-90-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ebenfalls war er Landesabgeordneter der nach der [[Deutsche Revolution 1848/1849|Märzrevolution]] 1848 gebildeten [[Landstände des Herzogtums Nassau#Deutsche Revolution|Ständekammer]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Protokoll: 1te Verhandlung der Ständeversammlung des Herzogtums Nassau.&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden am 22. Mai 1848.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der konservative Kulturhistoriker [[Wilhelm Heinrich Riehl]] urteilte in seiner zeitgenössischen Chronik: {{Zitat|Ein Mitglieder der Rechten, welches leicht zum Oppositionsmann werden könnte, weil ihm die Regierung zu viele Konzessionen zugunsten neumodischer Theorien (zum Beispiel bei der Einkommensteuer- und Zehntfrage) machte, ist Habel, ein Mann vom alten Schrot und Korn und grundehrlicher Überzeugungstreue, ein großer Freund eines strengen und sparsammen Staatshaushalts, dem klingende Münze im Staatsbeutel mehr gilt als klingende Worte im Ständesaal.|Quelle=[[Wilhelm Heinrich Riehl]]: &amp;#039;&amp;#039;Nassauische Chronik des Jahres 1848&amp;#039;&amp;#039;, Wiesbaden 13. April 1849; Nachdruck 1979, S. 57.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Jahr 1852 sah ihn als Mitbegründer des [[Römisch-Germanisches Zentralmuseum|Römisch-Germanischen Museums]] in Mainz sowie als Mitinitiator des Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine. Der Gesamtverein rief eine erste, letztlich in Ansätzen stecken bleibende „Limeskommission“ ins Leben, der auch [[Karl August von Cohausen]] angehörte und deren Vorsitzender Habel wurde. 1853 bis 1862 unternahm Habel die ersten planmäßigen Ausgrabungen im [[Kastell Saalburg|Saalburgkastell]]. Hierbei ließ er als einer der ersten Archäologen die Fotografie mit [[Kollodium-Nassplatte|Kollodiumnegativen]] einsetzen, um die Forschungsergebnisse zu dokumentieren. Gemeinsam mit von Cohausen entwickelte Habel Ideen zur Rekonstruktion der Saalburg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor = [[Barbara Dölemeyer]] |Titel = Popularisierung der Römerzeit |Sammelwerk = Nassauische Annalen |Band = 123 |Jahr = 2012 |ISSN = 0077-2887}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habel erwarb im Laufe seines Lebens mehrere Burgen, die er durch seinen Kauf vor dem Abriss bewahrte. Darunter befanden sich [[Burg Eppstein]], [[Burg Gutenfels]], [[Burg Maus]], [[Burg Reichenberg (Rheinland-Pfalz)|Burg Reichenberg]] und seit 1858 die [[Mildenburg (Miltenberg)|Mildenburg]]. Letztere wählte er zu seinem Wohnsitz, restaurierte sie umfassend und baute in ihren Mauern eine bedeutende Altertumssammlung auf. Burg und Sammlung gingen nach seinem Tode auf seinen Neffen [[Wilhelm Conrady]] über. In [[Frankfurt-Heddernheim]] wurde die „Habelstraße“ nach Friedrich Gustav Habel benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die römischen Ruinen bei Heddernheim&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Annalen des Vereins für nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;1 (1827), S.&amp;amp;nbsp;45–77. [https://archive.org/stream/annalendesverein01vere#page/n64/mode/1up Online].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Mithras-Tempel in den römischen Ruinen bei Heddernheim&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Annalen des Vereins für nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;1 (1830), S.&amp;amp;nbsp;161–196. [https://archive.org/stream/annalendesverein01vere#page/161/mode/1up Online].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Alterthümer aus der Umgebung von Schierstein&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Annalen des Vereins für nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;2 (1834), S.&amp;amp;nbsp;168–198.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Feldzeichen des römischen Heeres, insbesondere die Cohortenzeichen der XXII.&amp;amp;nbsp;Legion&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Annalen des Vereins für nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;2 (1837), S.&amp;amp;nbsp;98–269 ([https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10018248?page=104,105 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Römer-Castell bei Wiesbaden&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Annalen des Vereins für nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;3 (1842), S.&amp;amp;nbsp;131–158. [https://archive.org/stream/annalendesverein03vere#page/n310/mode/1up Online].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Fritz-Rudolf Herrmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die archäologische Erforschung der Römerzeit in Hessen&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Dietwulf Baatz]], Fritz-Rudolf Herrmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Römer in Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Lizenzausgabe der Auflage von 1982. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-58-9, S.&amp;amp;nbsp;23.&amp;amp;nbsp;26.&lt;br /&gt;
* [[Jochen Lengemann]]: &amp;#039;&amp;#039;MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 14 = &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 160.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nassauische Parlamentarier.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1: Cornelia Rösner: &amp;#039;&amp;#039;Der Landtag des Herzogtums Nassau 1818–1866&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 59 = &amp;#039;&amp;#039;Vorgeschichte und Geschichte des Parlamentarismus in Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 16). Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1997, ISBN 3-930221-00-4, Nr. 91.&lt;br /&gt;
* Rudolf Vierengel: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Gustav Habel&amp;#039;&amp;#039;. In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Miltenberg und seine Burg. Gesammelte Aufsätze&amp;#039;&amp;#039;. Förderkreis Historisches Miltenberg e. V., Miltenberg 1979, S.&amp;amp;nbsp;59–83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118977954|titel=Habel, Friedrich Christian Ludwig Gustav|datum=2020-06-15}}&lt;br /&gt;
* {{Parlamente in Hessen|Thema=Abgeordnete|Ident=118977954|Titel=Friedrich Christian Ludwig Gustav Habel|Datum=2025-08-04|Abruf=2025-11-11}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118977954|VIAF=10645790}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Habel, Friedrich Gustav}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Provinzialrömischer Archäologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archivar (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts]]&amp;lt;!-- korrespondierendes Mitglied --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Miltenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Rhein-Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burgenforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stifter eines Corps]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1792]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1867]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Habel, Friedrich Gustav&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Archäologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM= 22. Februar 1792&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Diez an der Lahn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM= 2. Juli 1867&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Miltenberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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