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	<title>Friedrich Friesen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T14:24:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedrich_Friesen&amp;diff=16558&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_), Quelltext.</title>
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		<updated>2024-10-17T07:53:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_), Quelltext.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Friedrich Friesen.jpg|mini|Friedrich Friesen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Friedrich Friesen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. September]] [[1784]] in [[Magdeburg]]; † [[16. März]] [[1814]] bei [[Rethel|Lalobbe]], [[Département Ardennes]], [[Frankreich]]) war Mitbegründer der deutschen [[Turnen|Turnkunst]], [[Pädagoge]] und republikanisch-nationaler [[Freiheitskämpfer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Friesen war der Sohn eines Buchhalters. Er besuchte zunächst die [[Altstädter Bürgerschule]] in Magdeburg. Sein Lehrer war [[Georg Samuel Albert Mellin]], der Friesen bereits früh die Ethik [[Immanuel Kant]]s nahebrachte. 1801 und 1802 lernte Friesen an der [[Berliner Bauakademie|Bauakademie in Berlin]] u.&amp;amp;nbsp;a. Landvermessung, interessierte sich dann jedoch stärker für [[Pädagogik]] und [[Philosophie]]. Von 1806 bis 1811 wurde er von [[Alexander von Humboldt]] zur Ausarbeitung des mexikanischen Atlas herangezogen und wirkte, inspiriert durch [[Johann Gottlieb Fichte]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Reden an die deutsche Nation]]&amp;#039;&amp;#039; seit 1808 mit [[Friedrich Ludwig Jahn]] und [[Wilhelm Harnisch (Pädagoge)|Wilhelm Harnisch]] zusammen an [[Johann Ernst Plamann]]s nach [[Johann Heinrich Pestalozzi|Pestalozzis]] Grundsätzen eingerichteter [[Plamannsche Erziehungsanstalt|Plamannscher Erziehungsanstalt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren der Begründung der deutschen [[Turnen|Turnkunst]] durch Jahn wirkte er aktiv mit. Er gründete 1808 eine [[Fechtbodengesellschaft]], in der neben Fechten auch politische Diskussionen, vor dem Hintergrund des 1806 durch [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]] besetzten Vaterlandes, erfolgten. Friesen leitete in Berlin zeitweise den [[Turnkünstlerverein]], entwickelte viele neue Turnübungen und gründete an der Berliner Unterbaumbrücke eine der ersten deutschen Schwimmanstalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1808 war er als Kundschafter für [[Ferdinand von Schill]] und dessen [[Schillsche Jäger|militärische Gruppe]] tätig und spionierte in Magdeburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Wilhelm Harnisch (Pädagoge)|Wilhelm Harnisch]], [[Friedrich Ludwig Jahn]] und anderen gründete er 1810 den [[Deutscher Bund (Geheimbund)|Deutschen Bund]]. Dieser [[Geheimbund]] verfolgte das Ziel einer bewaffneten Erhebung und einer sittlichen Erneuerung des Volkes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friesen verfasste zusammen mit Jahn die Denkschrift &amp;#039;&amp;#039;Ordnung und Einrichtung der deutschen Burschenschaften&amp;#039;&amp;#039; und hatte einen erheblichen Anteil an der [[Burschenschaft]]sbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg Friedrich Kersting - Auf Vorposten (1815).jpg|mini|Friesen (stehend, rechts), [[Theodor Körner (Schriftsteller)|Körner]] und Heinrich Hartmann auf Vorposten (Gemälde von [[Georg Friedrich Kersting]] 1815)]]&lt;br /&gt;
Er bereitete 1812 aktiv die Erhebung gegen Napoleon vor. 1813 war er in Gemeinschaft mit [[Ludwig Adolf Wilhelm von Lützow|Ludwig Adolf Wilhelm Freiherr von Lützow]] einer der Hauptwerber und Gestalter von dessen [[Lützowsches Freikorps|Freischar]], der er dann als Offizier und Adjutant Lützows angehörte. Dem Überfall bei [[Kitzen (Pegau)|Kitzen]] entging er zusammen mit [[Theodor Körner (Schriftsteller)|Theodor Körner]], der dann bei [[Gadebusch]] in seinen Armen starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1814 fiel er in den [[Befreiungskriege]]n. Nach dem Überfall des Priestschen russisch-preußischen Korps durch Napoleon von [[Reims]] in die [[Ardennen]] versprengt, wurde er am 16. März bei dem Dorf Lalobbe von lothringischen Hilfstruppen gefangen genommen und erschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erfolgte eine längere Suche nach Friesen. 1816 fand sein Freund [[August von Vietinghoff]] die sterblichen Überreste. Eine angemessene Beerdigung war auf Grund der politischen Situation, infolge des [[Wartburgfest]]es (1817) und der [[Demagogenverfolgung]] (1819), zunächst nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Invalidenfriedhof, Grabmal Friesen.jpg|miniatur|Grabstätte auf dem Invalidenfriedhof, Berlin]]&lt;br /&gt;
Seine Gebeine ruhen seit 1843 auf dem [[Invalidenfriedhof#Grabmal Karl Friedrich Friesen|Invalidenfriedhof]] in Berlin in der Nähe von denen [[Gerhard von Scharnhorst|Scharnhorsts]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Guido Hinterkeuser |Titel=Der Invalidenfriedhof in Berlin und seine Wiederherstellung – Festschrift zum 30-jährigen Bestehen des Fördervereins Invalidenfriedhof e.&amp;amp;nbsp;V. |Hrsg=Förderverein Invalidenfriedhof e.&amp;amp;nbsp;V. |Verlag=Schnell &amp;amp; Steiner |Ort=Regensburg |Datum=2023 |ISBN=978-3-7954-3832-6 |Seiten=130 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Friesendenkmal-MD.jpg|miniatur|Friesendenkmal in Magdeburg von 1893, Büste geschaffen von [[Ernst Habs]]]]&lt;br /&gt;
Seine Heimatstadt [[Magdeburg]] ehrte ihn unter anderem durch die Benennung einer Straße ([[Magdeburger Straßen/F|Friesenstraße]]). Ferner steht in Magdeburg im Fürstenwallpark an der Hegelstraße das [[Friesen-Denkmal]].&lt;br /&gt;
[[Eichenau]] bei München hat eine Friesenstraße und ein Bürgerzentrum „Friesenhalle“ (ehemalige Sporthalle von 1937). In Wittstock/Dosse steht ein Friesen-Jahn-Körner-Denkmal und in [[Oberhausen]] gibt es eine Sportanlage „Friesenhügel“. In [[Halle (Saale)|Halle]] sind die Friesenstraße und die in dieser liegende Grundschule nach ihm benannt, weswegen dieser Stadtteil auch „Friesenviertel“ heißt. In [[Wien]]-[[Favoriten]] wurde der [[Friesenplatz (Wien)|Friesenplatz]] 1897 nach Friedrich Friesen benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Berlin]] trägt die [[Friesenstraße (Berlin)|Friesenstraße]] im Stadtbezirk Kreuzberg seit 1884 seinen Namen, sowie seit 1936 die Hauptallee des [[Olympiagelände Berlin|Olympiaparks]]; des Weiteren ein Gebäude des [[Deutsches Sportforum|Deutschen Sportforums]] und der Hof („Friesenhof“). Anlässlich der III. [[Weltfestspiele der Jugend und Studenten]] 1951 im [[Volkspark Friedrichshain]] in Berlin wurde ein großes Freiluft-Schwimmstadion errichtet, das den Namen [[Karl-Friedrich-Friesen-Stadion]] erhielt.&lt;br /&gt;
Das Stadion bestand aus einem 50-Meter-Wettkampfbecken und einem Sprungbecken mit einem 10 Meter hohen Sprungturm und hatte amphitheatrische Tribünen für bis zu 8000 Zuschauer. Genutzt wurde das Stadion für den Kinder-, Jugend- und Leistungssport. In den späten 1970er Jahren wurde das Stadion mittels einer verschiebbaren Dachkonstruktion wetterunabhängiger. Bei den großen Umgestaltungen nach 1990 wurde das Stadion abgetragen, womit die Ehrung des Sportlers vorbei war. In [[Sangerhausen]] trägt der Sportpark den Namen Friesenstadion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage ist der [[Friesenkampf]], ein sportlicher Mehrkampf, nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Grabstätte ist als [[Liste der Ehrengräber in Berlin|Ehrengrab der Stadt Berlin]] gewidmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1940 wurde eine „Kameradschaft im NSD-Studentenbund der NSDAP an der Universität Heidelberg“ unter dem Namen „Friedrich Friesen“ vom Reichsstudentenführer eingerichtet. Sie trug folgenden Wahlspruch: „Kein Tod ist herrlicher als der ein Leben bringt, kein Leben edler, als das aus dem Tod entspringt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Die Deutsche Wochenschau Nr. 718, Großaufnahme der Verleihungsurkunde mit Datum und Unterschrift des Reichsstudentenführers, Zeitstempel 1:08 Minuten&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[AfD Sachsen-Anhalt]] hat die von ihr unterstützte politische Landesstiftung (Friedrich-Friesen-Stiftung) nach Friesen benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.friedrich-friesen-stiftung.de/ |titel=Friedrich-Friesen-Stiftung - |zugriff=2018-12-27 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Friesen in der Literatur ==&lt;br /&gt;
Literarischen Niederschlag fand er unter anderem bei [[Ernst Moritz Arndt]] („[[Es thront am Elbestrande]]“), [[Max von Schenkendorf]], [[Karl Immermann]] (in den „[[Epigone]]n“) sowie in Jahns Einleitung zur „Deutschen Turnkunst“. Biografien verfassten Schiele (Berlin 1875) und Euler (1885).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Erwin Rundnagel: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Friesen. ein politisches Lebensbild.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg 1936 ([https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:355-ubr24689-8 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Gerstenberg]] in: &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsche Lebensbilder&amp;#039;&amp;#039;. 2. Band: &amp;#039;&amp;#039;Lebensbilder des 19. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Magdeburg 1927, S. 117–124.&lt;br /&gt;
* Norbert Heise: &amp;#039;&amp;#039;Friesen, Karl Friedrich.&amp;#039;&amp;#039; In: Guido Heinrich, Gunter Schandera (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Magdeburger Biographisches Lexikon]] 19. und 20. Jahrhundert. Biographisches Lexikon für die Landeshauptstadt Magdeburg und die Landkreise Bördekreis, Jerichower Land, Ohrekreis und Schönebeck.&amp;#039;&amp;#039; Scriptum, Magdeburg 2002, ISBN 3-933046-49-1.&lt;br /&gt;
* {{NDB|5|613|614|Friesen, Karl Friedrich|Marianne Leber|119061228}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|8|88|89|Friesen, Friedrich|[[Richard von Meerheimb]]|ADB:Friesen, Friedrich}}&lt;br /&gt;
* [[Günther Meinhardt]]: Karl Friedrich Friesen, in: [[Arnd Krüger]] &amp;amp; [[Bernd Wedemeyer-Kolwe]]: (Hrsg.): Aus Biographien Sportgeschichte lernen. Festschrift zum 90. Geburtstag von Prof. Dr. [[Wilhelm Henze (Sportwissenschaftler)|Wilhelm Henze]]. Hoya: NISH 2000, 87 – 103. ISBN 3-932423-07-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Lützower]]&amp;#039;&amp;#039; ([[DDR]] 1972, Regie [[Werner W. Wallroth]], mit [[Jürgen Reuter (Schauspieler)|Jürgen Reuter]] in der Rolle von Friesen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Meyers Online|6|733|spezialkapitel=Friesen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119061228|VIAF=37718431}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Friesen, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutscher Nationalismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fechtmeister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turnerschafter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Schillschen Freikorps]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Lützowschen Freikorps]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestattet in einem Ehrengrab des Landes Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Magdeburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1784]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1814]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Friesen, Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Friesen, Karl Friedrich; Friesen, Karl&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Pädagoge und Freiheitskämpfer, Mitbegründer der deutschen Turnkunst&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. September 1784&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Magdeburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. März 1814&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Lalobbe, ([[Département Ardennes]], [[Frankreich]])&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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