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	<title>Friedrich Feustel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedrich_Feustel&amp;diff=102882&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Der X an alle Rahm am 8. Januar 2025 um 18:23 Uhr</title>
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		<updated>2025-01-08T18:23:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Feustel, Friedrich von (1824-1891)5.jpg|mini|Friedrich Feustel]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Feustel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ab 1889 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich von Feustel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, (geboren am [[21. Januar]] [[1824]] in [[Rottach-Egern|Egern am Tegernsee]];&amp;lt;ref&amp;gt;Geburtsort laut: {{ReichstagDB|116484829}}&amp;lt;/ref&amp;gt; gestorben am [[12. Oktober]] [[1891]] in [[Bayreuth]]) war ein deutscher [[Bankier]] und [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstagsabgeordneter]] sowie ein bedeutender Förderer der [[Bayreuther Festspiele]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:BASA-3K-7-359-4-Bayreuth.jpg|mini|Feustels Villa in der Bayreuther [[Bahnhofstraße (Bayreuth)|Bahnhofstraße]] 15 (1911)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bankhaus Feustel Bayreuth.png|mini|Der Villa gegenüberliegendes Bankhaus Feustel (Bahnhofstraße 14)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnhofstraße Bayreuth vor 1908.png|mini|Obere Bahnhofstraße mit der Villa (links) und dem Bankhaus (Mitte rechts) Feustel, vor 1908]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bayreuther Festpiele Patronat Schein Richard Wagner 1872.jpg|alternativtext=Patronat-Schein zur Finanzierung der Festspiele in Bayreuth. Der am 1. Februar 1872 aufgelegte Patronat-Schein wurde von Richard Wagner und drei Bevollmächtigten und Verwaltern im Original signiert, u.&amp;amp;nbsp;a. von dem Bankier Friedrich Feustel. Durch Zahlung von 300 Thaler erwarb der Inhaber des Scheins „die Rechte eines Patrones der in Bayreuth zu bewerkstelligenden drei vollständigen Aufführungen des Bühnenspieles Der Ring des Nibelungen“.|mini|Patronat-Schein zur Finanzierung der Festspiele in Bayreuth. Der am 1. Februar 1872 aufgelegte Patronat-Schein wurde von [[Richard Wagner]] und drei Bevollmächtigten und Verwaltern im Original signiert, u.&amp;amp;nbsp;a. von dem Bankier Friedrich Feustel. Durch Zahlung von 300 Thaler erwarb der Inhaber des Scheins „die Rechte eines Patrones der in Bayreuth zu bewerkstelligenden drei vollständigen Aufführungen des Bühnenspieles Der Ring des Nibelungen“.]]&lt;br /&gt;
Feustels Mutter war die [[Senn]]erin Anna Mayr. Als Vater bekannte sich der königliche Gutsverwalter Johann Marcus Feustel, ein gebürtiger Bayreuther. Ob jener tatsächlich der Vater war, wird in Feustel-Biografien stark angezweifelt. Die Summe aller Indizien und die außergewöhnlich hohe finanzielle Versorgung des Kindes deuten vielmehr auf eine Vaterschaft des Prinzen [[Karl von Bayern|Karl Theodor]], eines Sohns des [[Königreich Bayern|bayerischen]] Königs [[Maximilian I. Joseph (Bayern)|Maximilian I. Joseph]], hin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FFSdG&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Feustel: Symbolfigur der Gründerzeit&amp;#039;&amp;#039; in: [[Nordbayerischer Kurier]] vom 22. Januar 2024, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Marcus Feustel, der eng mit dem damals frisch verheirateten Karl Theodor befreundet war,&amp;lt;ref name=&amp;quot;FFSdG&amp;quot; /&amp;gt; gab das Kind im Alter von 2 ½ Jahren&amp;lt;ref name=&amp;quot;WwFF&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bayreuth.de/rathaus-buergerservice/bildung-wissen/stadtarchiv/neuigkeiten-aus-dem-archiv/tagderarchive2022/feustelsleben/ &amp;#039;&amp;#039;Wer war Friedrich Feustel und wie kam er nach Bayreuth?&amp;#039;&amp;#039;] bei bayreuth.de, abgerufen am 23. März 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; in die Obhut seiner beiden Schwestern Katharina und Margarethe in die Bayreuther Ziegelgasse (heutige [[Badstraße (Bayreuth)|Badstraße]]). In der [[Volksschule]] und der [[Lateinschule]] galt Friedrich als kluger und fleißiger Schüler. Mit 14 Jahren begann er am 1.&amp;amp;nbsp;Januar 1838 eine kaufmännische Lehre in der Firma des Unternehmers Sophian Kolb und freundete sich mit dessen Sohn Carl an. Ein weiterer Jugendfreund war der spätere Bürgermeister [[Theodor von Muncker|Theodor Muncker]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;FFSdG&amp;quot; /&amp;gt; Nach Beendigung der Lehre am 1.&amp;amp;nbsp;Februar 1843, während der er in Kolbs Haus in der Ziegelgasse (Haus Nr. 196, heutiges Leergrundstück Münzgasse 17) lebte,&amp;lt;ref name=&amp;quot;WwFFiB&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bayreuth.de/rathaus-buergerservice/bildung-wissen/stadtarchiv/neuigkeiten-aus-dem-archiv/tagderarchive2022/feustelswohnen/ &amp;#039;&amp;#039;Wo wohnte Friedrich Feustel in Bayreuth?&amp;#039;&amp;#039;] bei bayreuth.de, abgerufen am 25. März 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; arbeitete er von Juli 1843 bis 1844 als Handlungskommis beim Mineralwerk im [[Böhmen|böhmischen]] [[Staré Sedlo u Sokolova|Altsattl]] (Bezirk [[Sokolov|Falkenau]]). Anschließend kehrte er nach Bayreuth zurück und trat als [[Buchhalter]] in die Getreide- und Mehlgroßhandlung Kolb ein. Am 24.&amp;amp;nbsp;Juni 1847 legte er in Bayreuth die Gewerbeprüfung mit der Note „gut“ ab. Aus dem Militärdienst wurde er wegen Untauglichkeit entlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WwFF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. August 1847 stellte Feustel beim [[Magistrat (Deutschland)|Stadtmagistrat]] einen Antrag auf Ansässigmachung in der Stadt Bayreuth; das Gesuch wurde vom 10.&amp;amp;nbsp;August bis zum 9.&amp;amp;nbsp;September 1847 öffentlich ausgehängt. Nach der Bezahlung der fälligen Gebühren erhielt er am 17.&amp;amp;nbsp;September 1847 die Konzessionsurkunde ausgehändigt und leistete den damit verbundenen Eid. Zugleich wurde ihm die Erlaubnis zur Verehelichung mit Marie Luise Ulrike Josephine Kolb erteilt&amp;lt;ref name=&amp;quot;WwFF&amp;quot; /&amp;gt; und er wurde im Gewerbekataster der Stadt unter der Rubrik „Kaufleute“ für [[Wechsel (Wertpapier)|Wechselgeschäfte]] und Besorgung von Agentien eingetragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WwF&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bayreuth.de/rathaus-buergerservice/bildung-wissen/stadtarchiv/neuigkeiten-aus-dem-archiv/tagderarchive2022/feustelswirken/ &amp;#039;&amp;#039;Wie wirkte Feustel?&amp;#039;&amp;#039;] bei bayreuth.de, abgerufen am 25. März 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Ehe]] mit der einzigen Tochter Sophian Kolbs wurde am 24.&amp;amp;nbsp;Oktober 1847 in der [[St.-Johannis-Kirche (Bayreuth)|Kirche]] von [[Sankt Johannis (Bayreuth)|Sankt Johannis]] geschlossen, die Kinder des Paars wurden jedoch in der [[Heilig Dreifaltigkeit (Bayreuth)|Stadtkirche]] getauft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WwFF&amp;quot; /&amp;gt; Ende März 1848 übernahm Feustel die von seinem Schwiegervater gegründete Auswanderungsagentur, die die [[Auswanderung]] vor allem nach [[Nordamerika]] mit Schiffen ab [[Hamburg]] und [[Bremen]] organisierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WwF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1846 hatte Sophian Kolb – auf Wunsch und mit finanzieller Unterstützung König [[Ludwig I. (Bayern)|Ludwigs&amp;amp;nbsp;I.]] – im nahen [[Friedrichsthal (Bayreuth)|Friedrichsthal]] die erste mechanische [[Flachsspinnerei]] in Bayern eröffnet. Da dieses Unternehmen seine volle Konzentration erforderte, übergab er seinem zukünftigen Schwiegersohn Friedrich Feustel das Großhandelsgeschäft in der Münzgasse. Im Jahr 1857 holte Feustel seine mittlerweile 64-jährige Mutter zu sich in sein Landhaus Riedelsgut nach Friedrichsthal,&amp;lt;ref name=&amp;quot;FFSdG&amp;quot; /&amp;gt; das er 1852 erworben hatte und bis 1857 bewohnte. Ab 1857 lebte er als Direktor der Coburg-Gothaischen Kredit-Gesellschaft, deren Mitbegründer er war, in [[Coburg]]. Nach dem Tod seines Schwiegervaters Sophian Kolb im Jahr 1860 kehrte er 1861 nach Bayreuth zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WwFFiB&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WwF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1861 und 1862 war Feustel [[Meister vom Stuhl]] der örtlichen [[Freimaurerloge]] [[Eleusis zur Verschwiegenheit]], der er bereits 1843 beigetreten war.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert A. Minder: Freimaurer Politiker Lexikon, Studienverlag; Seite 292, Innsbruck 2004, 350 S., ISBN 3-7065-1909-7&amp;lt;/ref&amp;gt; 1862 ließ Feustel auf beiden Seiten der Bayreuther Jägerstraße (heutige [[Bahnhofstraße (Bayreuth)|Bahnhofstraße]]) eine stattliche Villa (oberhalb des Hotels Goldener Hirsch) und ein eigenes [[Bank]]haus&amp;lt;ref name=&amp;quot;WwF&amp;quot; /&amp;gt; (spätere Filiale der [[Bayerische Vereinsbank|Bayerischen Vereinsbank]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;WwFFiB&amp;quot; /&amp;gt; an der Stelle des heutigen Hotels Bayerischer Hof) errichten. Die Villa wurde bei einem [[Luftangriffe auf Bayreuth|Bombenangriff im April 1945]] stark beschädigt, in den 1960er Jahren wurde dort ein modernes Hochhaus errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hier stand Feustels Bankgebäude&amp;#039;&amp;#039; in: Heimatkurier 5/1997 des Nordbayerischen Kuriers, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1847 wurde Feustel erstmals in das Bayreuther [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeindekollegium]] gewählt, dem er bis 1887 angehörte. Sechs Jahre lang amtierte er zudem als Magistratsrat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WwF&amp;quot; /&amp;gt; Von 1863 bis 1869 vertrat er Bayreuth im [[Bayerische Ständeversammlung|Bayerischen Landtag]] und von 1868 bis 1871 im [[Zollparlament]]. Zudem war er als Redakteur der &amp;#039;&amp;#039;Baireuther Zeitung&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; aktiv. Er beteiligte sich 1853 an der Gründung der [[Mechanische Baumwoll-Spinnerei Bayreuth|Mechanischen Baumwollspinnerei]], die im Ortsteil [[Burg (Bayreuth)|Burg]] mit eigenen Arbeiterwohnhäusern die erste bayerische [[Arbeitersiedlung|Sozialsiedlung]] errichtete, war Gründungsmitglied der 1869 gegründeten Bayerischen Vereinsbank und unter anderem Aktionär der [[Brauerei]] [[Löwenbräu]]. Seine Tochter Henriette Marie heiratete am 19. Juni 1872 [[Adolf von Groß]], der in Feustels Bankhaus eingetreten war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FFSdG&amp;quot; /&amp;gt; In jenem Jahr übernahm er gemeinsam mit den Bankiers Wilmersdörfer und Riemann sowie dem Gutsbesitzer Roth von Hugo Bayerlein die [[Bayreuther Bierbrauerei]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://bayreuther-bier.de/unsere-brauerei/ |titel=150 Jahre Brautradition |werk=Bayreuther Bierbrauerei AG |hrsg= |datum= |abruf=2020-12-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die von ihm anschließend in eine [[Aktiengesellschaft]] umgewandelt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.getraenke-beck-rt.de/sortiment/unsere-biere/bayrische-brauereien/bayreuther-bierbrauerei-ag~1092.de.html |titel=Bayreuther Bierbrauerei AG |werk= |hrsg= |datum=2019-06-03 |abruf=2020-12-03 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190603165058/https://www.getraenke-beck-rt.de/sortiment/unsere-biere/bayrische-brauereien/bayreuther-bierbrauerei-ag~1092.de.html |archiv-datum=2019-06-03 |offline= |archiv-bot=2022-11-04 15:12:53 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Richard Wagner]] 1871 konkrete Pläne hinsichtlich seiner Bühnenfestspiele in Bayreuth machte, kannten er und seine Frau [[Cosima Wagner|Cosima]] in der Stadt keine der maßgeblichen Persönlichkeiten. In dieser Situation wandte sich Wagner im November 1871 brieflich an Feustel; auf jenen hatte ihn seine Schwester Ottilie Brockhaus aufmerksam gemacht, mit deren Ehegatten [[Hermann Brockhaus]] Feustel entfernt verwandt war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=W. Bronnenmeyer |Titel=Richard Wagner. Bürger in Bayreuth |Verlag=Ellwanger |Ort=Bayreuth |Datum=1983 |ISBN= |Seiten=45}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die hierdurch begründete Freundschaft beider Männer dauerte bis zum Tod Wagners 1883 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits am 15. Dezember 1871 wurde dem Komponisten ein für ihn kostenloses Baugelände für sein geplantes [[Richard-Wagner-Festspielhaus|Festspielhaus]] am Stuckberg im Stadtteil [[St. Georgen (Bayreuth)|Sankt Georgen]] gezeigt, das Wagner begeisterte. Einer der Eigentümer verweigerte jedoch den Verkauf seines Grundstücks an die Stadt. In dieser heiklen Situation reisten Friedrich Feustel und Theodor Muncker am 8.&amp;amp;nbsp;Januar 1872 zu Wagner in die [[Schweiz]] nach [[Luzern]], um ihm den jetzigen Standort anzubieten, den jener zunächst jedoch entrüstet ablehnte. Die beiden Männer hatten den Rückweg bereits angetreten, kehrten am Luzerner Bahnhof aber nochmals um; diesmal gelang es, nicht zuletzt dank der Unterstützung [[Cosima Wagner|Cosimas]], den Meister doch noch zu überreden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FFSdG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da weder Kaiser [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Wilhelm I.]] noch der bayerische König [[Ludwig II. (Bayern)|Ludwig II.]] das Vorhaben unterstützten und ein Spendenaufruf lediglich sechs [[Taler]] einbrachte, gründete Feustel einen Verwaltungsrat und verkaufte [[Patronatserklärung|Patronatsscheine]]. Er kümmerte sich um die Bauarbeiten und die Finanzen, um Wagners [[Tantieme]]n und städtebauliche Maßnahmen für die vielen Gäste. Seine Geschäftsreisen legte er möglichst so, dass er zugleich auch Festspielangelegenheiten besorgen konnte. Zudem gewährte er privat eine [[Hypothek]]. Nachdem Ludwig&amp;amp;nbsp;II. am 25. Januar 1874 doch noch einen königlichen Kredit von 100.000 Talern gewährt hatte, konnten die ersten Bayreuther Festspiele am 13.&amp;amp;nbsp;August 1876 mit dem Besuch des Kaisers eröffnet werden. Das Ergebnis war indes ein finanzielles Fiasko; erst mit der Uraufführung des „Bühnenweihfestspiels“ [[Parsifal]] 1882 gelang es Feustel und seinem Schwiegersohn von Groß, die Festspiele in ruhiges Fahrwasser zu bringen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FFSdG&amp;quot; /&amp;gt; 1886 wurde eine der ersten Bayreuther Telefonleitungen vom Feustel’schen Bankgeschäft zum Festspielhaus verlegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WwF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst als parteiunabhängiger Abgeordneter,&amp;lt;ref name=&amp;quot;WwF&amp;quot; /&amp;gt; dann als Kandidat der [[Nationalliberale Partei|Nationalliberalen Partei]] war Feustel von 1877 bis zu seinem Tod [[Mitglied des Reichstags]], wo er als Abgeordneter den Wahlkreis Oberfranken 2 (Bayreuth) vertrat.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Specht, Paul Schwabe: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Leopold von Casselmann|Leopold Casselmann]] wurde 1891 sein Nachfolger als Reichstagsabgeordneter.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernd Mayer (Journalist)|Bernd Mayer]]: &amp;#039;&amp;#039;Casselmann – ein erzkonservativer Gentleman&amp;#039;&amp;#039; in: Heimatkurier 5/1997 des Nordbayerischen Kuriers, S. 6 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feustels erste Ehefrau starb am 10.&amp;amp;nbsp;November 1879, 1881 ehelichte er Margaretha „Meta“ Knoblauch. 1889 wurde ihm vom [[Prinzregent]]en [[Luitpold von Bayern|Luitpold]] das [[Ritterkreuz]] des Königlichen Verdienstordens der Bayerischen Krone verliehen, das mit dem persönlichen Adel verbunden war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WwFF&amp;quot; /&amp;gt; Nach seiner [[Nobilitierung]] führte er in seinem Namen das [[Adelsprädikat]] „von“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. Oktober 1891 starb Feustel in Bayreuth infolge einer chronischen Nierenentzündung&amp;lt;ref name=&amp;quot;WwFF&amp;quot; /&amp;gt; an „Herzlähmung“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FFSdG&amp;quot; /&amp;gt; Bei der Trauerfeier in seiner Villa waren zahlreiche Honoratioren sowie die Familie Wagner anwesend. Der [[Berliner Börsen-Courier]] schrieb: „Mit ihm verliert nicht nur Bayreuth, sondern ganz Deutschland einen seiner besten Männer“. Nach der Trauerfeier wurde Feustels Leichnam zur Verbrennung in das Krematorium nach [[Gotha]] gebracht. Die Urne wurde in der Kolb’schen [[Gruft|Familiengruft]] auf dem Friedhof Sankt Johannis beigesetzt und steht seit deren Abbruch auf einer Säule im Garten des Riedelsguts in Friedrichsthal.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WwFF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Manfred Eger: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Feustel. Wagners Wegbereiter in Bayreuth&amp;#039;&amp;#039;. S. Roderer Verlag, Regensburg 2021, ISBN 978-3-89783-954-0.&lt;br /&gt;
* Rudolf Elhardt: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich von Feustel und seine Zeit.&amp;#039;&amp;#039; S. Roderer Verlag, Regensburg 2021, ISBN 978-3-89783-951-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116484829}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|116484829}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabk|Friedrich Feustel|622}}&lt;br /&gt;
* [http://www.barnick.de/bt/wer/index.htm Wer ist wer in Bayreuth?]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116484829|VIAF=45055618}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Feustel, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bier (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bier, Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Zollparlaments]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NLP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobilitierter (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1824]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Feustel, Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Feustel, Friedrich von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bankier und Politiker (NLP), MdR, Freund Richard Wagners&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Januar 1824&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rottach-Egern|Egern am Tegernsee]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Oktober 1891&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bayreuth]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Der X an alle Rahm</name></author>
	</entry>
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