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	<title>Friedrich Carl Andreas - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedrich_Carl_Andreas&amp;diff=465880&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: Orte in Vorlage:Personendaten verlinkt, Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst, Normdaten korrigiert (neues Format bei LCCN), Aliasparameter ersetzt, Kurzbeschreibung in Vorlage:Personendaten entlinkt</title>
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		<updated>2026-02-06T03:17:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Orte in Vorlage:Personendaten verlinkt, Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst, Normdaten korrigiert (neues Format bei LCCN), Aliasparameter ersetzt, Kurzbeschreibung in Vorlage:Personendaten entlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Friedrich Carl Andreas.jpg|mini|Friedrich Carl Andreas (1920er Jahre)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Carl Andreas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. April]] [[1846]] in [[Batavia (Niederländisch-Indien)|Batavia]]; † [[4. Oktober]] [[1930]] in [[Göttingen]]) war ein deutscher [[Iranistik|Iranist]] und [[Orientalist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Friedrich Carl Andreas war der Sohn eines ehemaligen armenischen Fürsten, der nach einer verlorenen Stammesfehde seinen Familiennamen [[Armenische Bagratiden|Bagratuni]] abgelegt und den Namen Andreas angenommen hatte. Er arbeitete als Militärarzt in [[Jakarta|Batavia]], der Hauptstadt der Kolonie [[Niederländisch-Indien]]. Dort heiratete er die Tochter eines norddeutschen Arztes. Mit seiner Frau und seinem Sohn zog Andreas 1852 nach Hamburg, wo Friedrich Carl Andreas Privatunterricht erhielt. Später besuchte er das Gymnasium in Genf. Andreas war sehr sprachbegabt und beherrschte bereits in seiner Jugend Deutsch, Englisch, Niederländisch, Französisch, Latein und Griechisch. Nach der Reifeprüfung studierte er Orientalistik und besonders Iranistik an den Universitäten zu [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Halle]], [[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg|Erlangen]], [[Georg-August-Universität Göttingen|Göttingen]] und [[Universität Leipzig|Leipzig]]. In Erlangen wurde er 1868 mit der Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zu einer genauen Kenntnis des [[Mittelpersische Sprache|mittelpersischen]] (Pahlavi-) Schrift- und Lautsystems&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wanderjahre in Persien ===&lt;br /&gt;
Nach dem Studium hielt sich Andreas in [[Kopenhagen]] auf und lernte dort nordische Sprachen. Von 1870 bis 1871 nahm er als [[Einjährig-Freiwilliger]] am [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] teil. 1871 überlebte er die [[Schlacht von Le Mans]]. Anschließend arbeitete er als Sprachlehrer. 1874 begleitete er als archäologischer Sachverständiger eine preußische Expedition nach Persien; auch nach dem Ende der staatlichen Finanzierung blieb er dort und lernte das Land kennen. Er arbeitete im Postdienst, als Heilpraktiker und als Sprachlehrer. Durch seine Kenntnisse und seinen Ruf gelangte er an den iranischen Königshof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Deutschland kehrte er erstmals 1882 zurück, als er den persischen Prinzen Ihtisam-ed-daule begleitete. In Berlin brach ein Augenleiden bei ihm aus, das ihn zum Abbruch seiner Beziehungen zum persischen Königshof und zur vorübergehenden Aufgabe seiner Forschungsarbeit zwang. Andreas wurde völlig mittellos und musste sich seinen Lebensunterhalt wieder durch Sprachunterricht verdienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heirat mit Lou Salomé ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Göttinger Gedenktafeln - Andreas-Salomé, Lou und Andreas, F.C.jpg|mini|hochkant|[[Göttinger Gedenktafeln]] für Friedrich Carl Andreas und Lou Andreas-Salomé&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Schütz, [[Walter Nissen]]: &amp;#039;&amp;#039;Göttinger Gedenktafeln. Ein biografischer Wegweiser.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2016, ISBN 978-3-525-30081-7, S. 10 f. (Andreas), S. 11 (Andreas-Salomé).&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie Hinweisschild auf das frühere Haus „Loufried“, Herzberger Landstraße 101.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser ungewissen Jahre lernte Andreas die Schriftstellerin [[Lou Andreas-Salomé|Lou Salomé]] kennen. Er stellte sich 1886 bei ihr vor und trug ihr seine Absicht vor, sie zu heiraten, obwohl er sie kaum kannte und keinen ausreichenden Lebensunterhalt hatte. Nach einer Abweisung unternahm Andreas vor den Augen seiner Angebeteten einen Selbstmordversuch, indem er sich in ihrer Wohnung ein Messer in die Brust rammte. Lou rief einen Arzt, Andreas überlebte und am nächsten Tag verlobten sie sich. In eine Heirat willigte Lou nur unter der Bedingung ein, dass die Ehe nie sexuell vollzogen werde. Am 20. Juni 1887 wurden Friedrich Carl Andreas und Lou Salomé vom Pfarrer Hendrik Gillot getraut, einem früheren Verehrer Lous.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heirat war nur möglich, weil Andreas 1887 eine Professur für Persisch und Türkisch an dem neugegründeten [[Seminar für Orientalische Sprachen]] in [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] erhalten hatte. Es kam jedoch schon nach kurzer Zeit zu Auseinandersetzungen mit der zuständigen Behörde in Berlin, die Andreas vorwarf, sich zu sehr auf seine Forschungsarbeit zu konzentrieren und daneben den Sprachunterricht zu vernachlässigen. Nach einem Rechtsstreit mit dem preußischen Kultusministerium wurde Andreas im Frühjahr 1891 entlassen und verlor seinen Professorentitel. In den folgenden Jahren lebte er als Privatgelehrter in Berlin und war auf den Verdienst seiner Frau angewiesen, die Romane, Erzählungen und Gedichte veröffentlichte. Das Paar lebte während dieser Zeit getrennt. Andreas nahm eine Wohnung in [[Berlin-Schmargendorf|Schmargendorf]] bei Berlin, weil er die Affären seiner Frau nicht ertragen konnte. Eine Trennung kam jedoch nicht in Frage, weil Andreas auf seine Frau finanziell angewiesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirken in Göttingen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Carl Andreas Lou Salome Stadtfriedhof Göttingen 1.JPG|mini|hochkant|Grab von Friedrich Carl Andreas und [[Lou Andreas-Salomé]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Situation änderte sich erst 1903, als Andreas einen Ruf auf den Lehrstuhl für Westasiatische Sprachen an der [[Universität Göttingen]] erhielt. Gemeinsam mit Lou zog er hierhin und wirkte dort bis an sein Lebensende. 1915 wurde er Teil der „Königlich Preußischen Phonographischen Kommission“, deren Ziel es war, die etwa 250 Sprachen, die unter den Internierten der deutschen Kriegsgefangenenlager gesprochen wurden, zu erfassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jürgen-K. Mahrenholz |Titel=Südasiatische Sprach- und Musikaufnahmen im Lautarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin |Hrsg= |Sammelwerk=MIDA Archival Reflexicon |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=2020 |ISBN= |Seiten=3 |Online=https://www.projekt-mida.de/reflexicon/suedasiatische-sprach-und-musikaufnahmen-im-lautarchiv-der-humboldt-universitaet-zu-berlin/}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Paar wohnte seit 1903 am Rande der Stadt am [[Hainberg (Göttinger Wald)|Hainberg]] im Haus &amp;#039;&amp;#039;Herzberger Landstraße 101&amp;#039;&amp;#039;, das „Loufried“ genannt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[[Walter Nissen]]: &amp;#039;&amp;#039;Berühmte Personlichkeiten in Göttingen im Kampf um den „ruhestörenden Lärm“&amp;#039;&amp;#039;. In: Göttinger Monatsblätter (Beilage im [[Göttinger Tageblatt]]), 5. Jahrgang, Ausgabe 51, Mai 1978, S. 6 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine universitären Kollegs und Übungen hielt er nachts in seiner Wohnung und schlief tagsüber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1904 war er ordentliches Mitglied der [[Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://adw-goe.de/mitglieder/personendetails/person/friedrich-carl-andreas/| titel=Mitglieder: Friedrich Andreas| hrsg=Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen| abruf=2025-08-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas starb 1930 im Alter von 84 Jahren an einem Krebsleiden. Sein Grab und das seiner Frau befindet sich auf dem [[Stadtfriedhof (Göttingen)|Stadtfriedhof Göttingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Das Grab befindet sich in Abteilung 68. Quelle: Jens-Uwe Brinkmann (Text), Kaspar Seiffer (Fotos): &amp;#039;&amp;#039;Der Göttinger Stadtfriedhof. Ein Rundgang&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. Fremdenverkehrsverein Göttingen e. V. und Göttinger Verschönerungsverein, Göttinger Tageblatt, Göttingen 1994, ISBN 3-924781-26-5, S. 95, Nr. 75. Ein Abteilungsplan ist [https://www.goettingen.de/portal/seiten/staedtische-friedhoefe-900000421-25480.html hier] unter &amp;#039;&amp;#039;Stadtfriedhof Göttingen&amp;#039;&amp;#039; abrufbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein umfangreicher Nachlass befindet sich heute in der [[Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen|Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Carl Andreas bearbeitete viele Themen und Gebiete der [[Altiranische Sprachen|altiranischen Sprachen]]. U.&amp;amp;#8239;a. beschäftigte er sich mit der Theorie zur Überlieferung des [[Avesta]]. Sein Spezialgebiet war jedoch die Entzifferung von Handschriften und Inschriften. Hier legte er das Fundament zur wissenschaftlichen Untersuchung der in [[Turfan]] in [[Zentralasien]] entdeckten Fragmente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Festschrift Friedrich Carl Andreas zur Vollendung des siebzigsten Lebensjahres am 14. April 1916, dargebracht von Freunden und Schülern.&amp;#039;&amp;#039; Harrassowitz, Leipzig 1916. (Enthält unvollständiges Schriftenverzeichnis)&lt;br /&gt;
* [[Jonathan Groß]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein säumiger Autor und ein geplagter Editor. Die Korrespondenz zwischen Friedrich Carl Andreas und Georg Wissowa aus der Frühzeit der RE&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahresheft des Vereins der Göttinger Freunde der antiken Literatur&amp;#039;&amp;#039;. 9. Ausgabe (2010), S. 10–20 ({{DOI|10.5281/zenodo.3960027}})&lt;br /&gt;
* {{NDB|1|284|284|Andreas, Friedrich Carl|[[Enno Littmann]]|116012498}}&lt;br /&gt;
* [[Götz von Selle]]: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Carl Andreas&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Indogermanisches Jahrbuch&amp;#039;&amp;#039;, Band 15 (1931), S. 366–376 (mit Ergänzungen zum Schriftenverzeichnis und Porträt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Friedrich Carl Andreas}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116012498}}&lt;br /&gt;
* [https://titus.uni-frankfurt.de/personal/galeria/andreas.htm TITUS-Galeria: Bild von Friedrich Carl Andreas]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Iranistik in Göttingen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116012498|LCCN=no2011072372|VIAF=42578357}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Andreas, Friedrich Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Iranist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1846]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1930]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Andreas, Friedrich Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bagratian, Friedrich Carl (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Iranist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. April 1846&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT= [[Batavia (Niederländisch-Indien)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Oktober 1930&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Göttingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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