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	<title>Friedrich Buchardt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T10:44:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedrich_Buchardt&amp;diff=676890&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-12-27T19:26:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Friedrich Buchardt (1909-1982).jpg|mini|Friedrich Buchardt (zwischen 1933 und 1945)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Buchardt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. März]] [[1909]] in [[Riga]]; † [[20. Dezember]] [[1982]] in [[Nußloch]]) war ein [[Deutsch-Balten|deutsch-baltischer]] promovierter Jurist und [[Schutzstaffel|SS]]-Führer. Er war Kommandeur des „[[Vorkommando Moskau|Vorkommandos Moskau]]“, des späteren Sonderkommandos 7c, einer der Abteilungen der [[Einsatzgruppe B]], danach des Sonderkommandos 6 und Mitarbeiter des [[Reichssicherheitshauptamt]]s, Referat Fremde Völker Ost. Nach dem Krieg arbeitete er bis 1947 für das [[MI6]], danach für die [[CIA]], wodurch er der Strafverfolgung entging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Jahre und Studium ==&lt;br /&gt;
Buchardt stammte aus traditionsreichen Apothekerfamilien: Sein Vater, der Pharmazeut Theodor Friedrich Buchardt&amp;amp;nbsp;(1839–1906), leitete die drittälteste, sogenannte Kalkstraßenapotheke in Riga, die im 17. Jahrhundert gegründet worden war. Seine Mutter, Leontine Weiss, war die Tochter des früheren Besitzers der Kalkstraßenapotheke, des Pharmazeuten Gustav Friedrich Weiss.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://iaptieka.lv/?lapa=alte&amp;amp;id=5 |titel=alte Apotheken von Riga — iAptieka |werk=iaptieka.lv |abruf=2016-03-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buchardt studierte [[Rechtswissenschaften|Jura]] in [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] und an der [[Friedrich-Schiller-Universität Jena]] und wurde dort 1932 auf Grund seiner [[Dissertation]] „Das Recht der nationalen Minderheiten Lettlands in seiner völkerrechtlichen, staatsrechtlichen und verwaltungsrechtlichen Bedeutung“ [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere in der SS ==&lt;br /&gt;
Bereits in den 20er Jahren bekannte er sich aus Überzeugung zum Nationalsozialismus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;id=aioKQyCatq4C&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Timm C. Richter |Titel=Krieg und Verbrechen: Situation und Intention: Fallbeispiele |Verlag=Martin Meidenbauer Verlag |Datum=2006 |ISBN=978-3-89975-080-5 |Online=https://books.google.com/books?id=aioKQyCatq4C |Abruf=2016-03-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er beantragte am 10. Mai 1940 die Aufnahme in die [[NSDAP]] und wurde zum 1. Juli desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 7.675.607).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/4860709&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kam im November 1939 zur [[Einwandererzentralstelle]] [[Gdynia|Gotenhafen]] (Gdingen) und war danach in [[Posen]] und [[Constanța|Konstanza]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1940 wurde er Abteilungsleiter III ([[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]]) beim [[Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD]] in [[Lublin]]. Im Oktober 1941 war er Leiter des [[SD-Oberabschnitt#SD-Abschnitte|SD-Abschnitts]] [[Litzmannstadt]]. Im Januar 1943 ernannte man Buchardt als Nachfolger von Obersturmbannführer [[Wilhelm Wiebens]] zum Führer des [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD|Einsatzkommandos 9]] im [[Generalbezirk Weißruthenien]]. Diesen Posten hatte er bis März 1944 inne. Während dieser Zeit folgte die Beförderung zum SS-Obersturmbannführer (SS-Nummer 290.961).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde Zeuge der Judenvernichtung und wusste um Deportationen und Geiselerschießungen. Er wirkte an „Massenevakuierungen“ im Raum Vitebsk mit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;id=aioKQyCatq4C&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Erhard Kroeger]] als Führer des Einsatzkommandos 6 ermöglichte er die Aufstellung der „[[Russische Befreiungsarmee|Russischen Befreiungsarmee]]“: Kröger wurde Leiter der „Leitstelle Rußland“ im SS-Hauptamt, Amtsgruppe D, er selbst 1944 Leiter des Referates II B 2 „Fremde Völker Ost diesseits der HKL“ des Amtes II (Nachrichtendienst Inland) und des „Sonderkommandos Ost“ im [[Reichssicherheitshauptamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
=== Geheimdienstverbindungen zur Vermeidung von strafrechtlicher Verfolgung ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war Burchardt zunächst wegen der Amnestie für Heimkehrer nicht von einem Verfahren vor der Spruchkammer betroffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;id=aioKQyCatq4C&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch vor weiteren Maßnahmen etwa in den Nürnberger Prozessen gegen die Einsatzgruppen schützten ihn seine Verbindungen zum amerikanischen Geheimdienst, wo er ab 1947 wegen seiner Kenntnisse als Ostexperte geschätzt wurde. Er habe die Mitarbeit als Gegenleistung gegen die Ausnahme von der Strafverfolgung angeboten. Er wurde als wichtiger Informant eingestuft. Schon vorher hatte er 1946 und 1947 mit dem Britischen CIC zusammengearbeitet. Das CIC ging davon aus, dass Burchardt an Kriegsverbrechen beteiligt war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;id=aioKQyCatq4C&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[John Loftus]] |Titel=America&amp;#039;s Nazi Secret: An Insider&amp;#039;s History |Verlag=Trine Day |Datum=2010 |ISBN=978-1-936296-69-9 |Online=https://books.google.com/books?id=vvwBBAAAQBAJ |Abruf=2016-03-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seiner Darstellung der „Behandlung des russischen Problems in der NS-Zeit“ legte er angeblich den Grundstein für die MI6-Aktivitäten in Osteuropa.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Guy Walters |Titel=Hunting Evil: The Nazi War Criminals Who Escaped and the Quest to Bring Them to Justice |Verlag=Crown/Archetype |Datum=2010 |ISBN=978-0-307-59248-4 |Online=https://books.google.com/books?id=X5EgykND42kC |Abruf=2016-03-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der möglichen Kriegsverbrechen und seiner Geheimdienstverbindungen war er auch Gegenstand von Recherchen der Stasi, die ihn 1969 und 1970 ausspionierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;id=aioKQyCatq4C&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berufliche und parteipolitische Betätigung ===&lt;br /&gt;
Nach 1945 war Buchardt Geschäftsführer der Bau-Finanz-GmbH in [[Mannheim]]. Er engagierte sich in den 1950er Jahren in der Vertriebenenpartei [[GB/BHE]], für den er bei der [[Bundestagswahl 1953]] erfolglos kandidierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* Friedrich Buchardt: &amp;#039;&amp;#039;Das Recht der nationalen Minderheiten Lettlands in seiner völkerrechtlichen, staatsrechtlichen und verwaltungsrechtlichen Bedeutung&amp;#039;&amp;#039;. Riga, 1932.&lt;br /&gt;
* Die Behandlung des russischen Problems&amp;amp;nbsp;während der Zeit&amp;amp;nbsp;des&amp;amp;nbsp;NS-Regimes in&amp;amp;nbsp;Deutschland. Unveröffentlichtes Manuskript, ca. 1946.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Matthias Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Deutschbaltische SS-Führer und Andrej Vlasov 1942–1945: „Rußland kann nur von Russen besiegt werden“: Erhard Kroeger, Friedrich Buchardt und die „Russische Befreiungsarmee“&amp;#039;&amp;#039;. Schöningh Verlag, Paderborn/Wien/Zürich 2003 (2. Auflage), Register, Bildmaterial.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]].&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8 (aktualisierte 2. Auflage).&lt;br /&gt;
* Guy Walters: &amp;#039;&amp;#039;Hunting Evil: The Nazi war criminals who escaped and the quest to bring them to justice&amp;#039;&amp;#039; 2009, ISBN 978-0-593-05991-3.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.dailymail.co.uk/news/article-1202005/The-Nazi-monster-recruited-MI6.html |titel=The Nazi monster recruited by MI6 to spy for Britain |werk=Mail Online |abruf=2016-03-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Michael Garleff (Hrsg.): Deutschbalten, Weimarer Republik und Drittes Reich, Band 2, Böhlau Verlag Köln Weimar, 2001.&lt;br /&gt;
* Timm C. Richter: Krieg und Verbrechen. Martin Meidenbauer Verlag, 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123463254}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123463254|VIAF=45209343}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Buchardt, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichssicherheitshauptamt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Polizeiverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Central Intelligence Agency)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Secret Intelligence Service)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-Balte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Weißrusslands 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GB/BHE-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1982]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Buchardt, Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=baltendeutscher SS-Führer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. März 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Riga]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Dezember 1982&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Nußloch]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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