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	<title>Friedrich Bschor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T17:57:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: Anpassung der Links auf aerzteblatt.de</title>
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		<updated>2025-04-12T15:41:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Anpassung der Links auf aerzteblatt.de&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Grabstelle von Friedrich Bschor auf dem Waldfriedhof Zehlendorf, Feld 26.jpg|mini|273x273px|Grabstelle auf dem Waldfriedhof Zehlendorf]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Bschor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Februar]] [[1921]] in [[Nördlingen]]; † [[1. April]] [[2001]] in [[Berlin]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Rechtsmedizin]]er am [[Institut für Rechtsmedizin Berlin|Institut für Rechtsmedizin]] der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bschor war nach [[Medizin]]studium und [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum Dr. med. zunächst von 1947 bis 1951 Pflichtassistent in [[Heidelberg]], u.&amp;amp;nbsp;a. am Pathologischen Institut, mit angeschlossenem Institut für gerichtliche Medizin, der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Universität Heidelberg]]. 1951 wechselte er an das Institut für Gerichtliche und Soziale Medizin, dem späteren Institut für Rechtsmedizin, der Freien Universität Berlin (FU Berlin). Nach seiner [[Habilitation]] 1956 wurde er 1961 zunächst Oberassistent. 1969 erfolgte seine Ernennung zum Wissenschaftlichen Rat und [[Professor]] an der FU Berlin. 1979–1983 war er schließlich Vizepräsident für den medizinischen Bereich der FU Berlin. Aus dieser Zeit sind hervorzuheben seine Teilnahme an der Obduktion [[Benno Ohnesorg]]s am 3. Juni 1967 und seine Tätigkeit als [[Gerichtssachverständiger|Gerichtsgutachter]] unter anderem in den Terroristenprozessen der 1970er-Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein besonderes wissenschaftliches und ärztliches Interesse galt den [[Suchterkrankung]]en. Bereits 1950 hatte er einen Beitrag über [[Marihuana]] verfasst. 1969 gründete er eine Forschungsgruppe „Drogenprobleme“, z.&amp;amp;nbsp;B. mit einem „Modellvorhaben soziale und berufliche Rehabilitation Drogenabhängiger“. Diese Aktivitäten fanden bundesweite Anerkennung, und viele Abhängigkeitskranke suchten seine Hilfe. Dabei entwickelte er auch kreative Ansätze zur Stabilisierung und Wiedereingliederung von Drogenkonsumenten (z.&amp;amp;nbsp;B. in den 1970er Jahren das „Clean-Nachweis-Programm“ oder erlebnispädagogische Fahrten zusammen mit Konsumenten mit einem [[Volkswagen|VW]]-Bus in die [[Sahara]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1972 war er Mitglied in der „Beraterkommission in Angelegenheiten des Verkehrs mit Suchtstoffen einschließlich der psychotropen Stoffe beim Bundesgesundheitsamt“, ferner Vorsitzender des Arbeitskreises Drogenfragen der [[Ärztekammer Berlin|Berliner Ärztekammer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh hatte Bschor erkannt, dass den meisten Süchtigen mit einer am „[[Abstinenz#Abstinenzparadigma in der Drogentherapie|Abstinenzparadigma]]“ ausgerichteten [[Therapie]] nicht langfristig geholfen werden kann, und er setzte sich als einer der ersten in Deutschland für die Therapiealternative [[Methadon]]substitution ein. Nach seiner Pensionierung engagierte er sich als Sachverständiger für substituierende Ärzte, die in jenen Jahren oftmals strafrechtlich verfolgt wurden, wenn sie Methadon verschrieben. Hier konnte er im Rahmen einer Entscheidung des [[Bundesgerichtshof]]s vom 17. Mai 1991 dazu beitragen, dass die Verschreibung von Methadon in der Behandlung von Drogengebrauchern legal wurde. Insgesamt spielte er eine wichtige Rolle in der Etablierung der Methadonsubstitution in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ableitung des Drogenthemas befasste sich Bschor auch intensiv mit der [[Humanes Immundefizienz-Virus|HIV]]/[[AIDS]]-Ausbreitung bei Drogengebrauchern und trug auch auf diesem Wege zu einer schadensmindernden [[Drogenpolitik]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner gesamten Laufbahn betonte er auch den sozialmedizinischen Aspekt des Faches Rechtsmedizin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Angehöriger der &amp;#039;&amp;#039;Verbindung Lunaburgia Göttingen&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Verbindung Saxonia Tübingen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Vereinigung Alter Lüneburger und Sachsen: &amp;#039;&amp;#039;Adressenverzeichnis&amp;#039;&amp;#039;, 1969, S. 2 und 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine letzte Ruhe fand er auf dem [[Waldfriedhof Zehlendorf]] im Feld 026-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* Celia-Bernecker-Preis des JES-Netzwerkes 1994&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.jes-bundesverband.de/jes-bundesverband/celia-bernecker-preis/preistraeger-1994.html |wayback=20170227053106 |text=&amp;#039;&amp;#039;Prof. Dr. Friedrich Bschor.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2025-02-16 17:41:58 InternetArchiveBot }} auf der Webseite des JES Bundesverband e.V.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Friedrich Bschor: &amp;#039;&amp;#039;1987, Zur Revision des Abstinenzparadigmas in der Behandlung Suchtkranker.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Medizinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; 112(23), 1987, S. 907–909.&lt;br /&gt;
* Friedrich Bschor: &amp;#039;&amp;#039;Sahara sans guide: Gruppenreisen mit Suchtgefährdeten in der Wüste.&amp;#039;&amp;#039; In: H.-G. Bauer, W. Nickolai (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Erlebnispädagogik in der sozialen Arbeit.&amp;#039;&amp;#039; Neubauer, Lüneburg 1989, S. 51–71.&lt;br /&gt;
* Peter Klostermann-Lempe: &amp;#039;&amp;#039;Das Clean-Nachweis-Programm (CNP) für Heroinabhängige am Institut für Rechtsmedizin der Freien Universität Berlin. Ergebnisse einer [[Kohortenstudie]] von der Programmlaufzeit des CNP&amp;#039;s 1979-85 bis zur Katamnese 1996–1997 im Hinblick auf mögliche Faktoren der Suchtentstehung, Suchtbewältigung, sozialen Rehabilitation und Mortalität.&amp;#039;&amp;#039; 1999.&lt;br /&gt;
* Volkmar Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Prof. Dr. med. Friedrich Bschor – 65 Jahre.&amp;#039;&amp;#039; In: Institut für Rechtsmedizin der Freien Universität Berlin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Prof. Dr. med. Friedrich Bschor – 65 Jahre. Grußworte und Abschiedsvorlesung (25. April 1986).&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1986, S. 41–42.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [[Institut für Rechtsmedizin Berlin]]&lt;br /&gt;
* [https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs001940100093 Dt. Ges. für Rechtsmedizin: Nachruf 2001]&lt;br /&gt;
* [https://www.aerzteblatt.de/archiv/gestorben-002a46a5-ade4-433c-9569-f5f450613582 Dt. Ärzteblatt: Nachruf 2001 (mit Bild)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1054566682|LCCN=n84058051|VIAF=7824984}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bschor, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsmediziner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2001]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bschor, Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Rechtsmediziner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Februar 1921&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nördlingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. April 2001&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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