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	<title>Friedrich Bethge - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-01-31T11:54:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Franz Heinrich Bethge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Mai]] [[1891]] in [[Berlin]]&amp;lt;ref&amp;gt;Geburtsregister Standesamt Berlin 8, Nr. 1196/1891&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[17. September]] [[1963]] in [[Bad Homburg vor der Höhe]]) war ein deutscher, [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischer]] [[Lyriker]], Dramatiker und [[Dramaturg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
In seiner Jugend besuchte Friedrich Bethge, Sohn des aus [[Kołobrzeg|Kolberg]] stammenden Oberlehrers Richard Bethge (1859–1903) und seiner Ehefrau Martha geb. Arbeit (1862–1911), das [[Berlinisches Gymnasium zum Grauen Kloster|Berlinische Gymnasium zum Grauen Kloster]] und das [[Friedrichwerdersches Gymnasium|Friedrichwerdersche Gymnasium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] meldete Bethge sich freiwillig. Im Laufe des Krieges wurde er mehrfach verwundet und bis zum [[Leutnant]] befördert. Gegen Kriegsende diente Bethge als Kompanieführer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bethge steuerte 1930 Beiträge zu der von [[Ernst Jünger]] herausgegebenen Sammlung &amp;#039;&amp;#039;Das Antlitz des Weltkrieges. Fronterlebnisse deutscher Soldaten&amp;#039;&amp;#039; bei. Zum 1. Mai 1932 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 1.146.405),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/2761711&amp;lt;/ref&amp;gt; für die er sich als [[Blockwart]] betätigte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Kampfbund für deutsche Kultur]] (KfdK) leitete er die Abteilung Buch- und Bühnenautoren. Daneben schrieb er Beiträge für Zeitschriften wie die Ostdeutschen Monatshefte, in denen er 1933 Gedichte aus dem Nachlass der westpreußischen Schriftstellerin [[Elisabeth Siewert]] veröffentlichte und rezensierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Bethge: &amp;#039;&amp;#039;Die betrübte Preußin ([[Elisabeth Siewert]])&amp;#039;&amp;#039;. In: Ostdeutsche Monatshefte, 13. Jg., 1933, S.&amp;amp;nbsp;221–227 (mit Gedichten aus dem Nachlass).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere im NS-Staat ===&lt;br /&gt;
Sowohl den leitenden Posten im [[KfdK|KFdK]] als auch die folgenden Ämter im Kulturbetrieb des „Dritten Reiches“ verdankte Bethge vor allem der Freundschaft mit [[Hans Hinkel]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ines Bethge-Bonk: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Bethge – der „artgemäße“ Dramatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. &amp;#039;&amp;#039;Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Aisthesis, Bielefeld 2011, S. 42, 51.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser war es, der Bethge im Juni 1933 zum Chefdramaturgen der [[Städtische Bühnen Frankfurt|Städtischen Bühnen Frankfurt]] ernannte, womit garantiert werden sollte, dass die Bühnenstücke am Frankfurter Theater der NS-Ideologie entsprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ines Bethge-Bonk: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Bethge – der „artgemäße“ Dramatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. &amp;#039;&amp;#039;Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Aisthesis, Bielefeld 2011, S. 59f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bethge war zudem Gauschrifttumswart, Reichsschachwart, Ratsherr sowie zweiter Vorsitzender des [[Freies Deutsches Hochstift|Freien Deutschen Hochstifts]] und Kurator für den [[Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main|Frankfurter Goethepreis]]. Ab 1935 war er [[Reichskulturkammer#Reichskultursenat|Reichskultursenator]] und Präsidialrat der [[Reichstheaterkammer]]. Bethge, seit 1936 Mitglied der [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 276.910), trat im Frankfurter Theaterbetrieb in SS-Uniform auf; 1941 hatte er den Rang eines [[SS-Obersturmbannführer]]s erreicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1937 erhielt er mit dem [[Deutscher Nationalpreis für Buch und Film|Nationalen Buchpreis]] eine der höchsten literarischen Auszeichnungen des [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reiches]] für sein Drama &amp;#039;&amp;#039;Der Marsch der Veteranen&amp;#039;&amp;#039; (1935), in dem er das politische Ringen der Soldaten nach dem Weltkrieg thematisierte. Der Literaturwissenschaftler [[Julius Petersen (Literaturwissenschaftler)|Julius Petersen]] erläutert in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Die Wissenschaft von der Dichtung&amp;#039;&amp;#039; (1939/1944) die verschiedenen Quellen und Anregungen, die dem Dichter als Stoff für das Drama &amp;#039;&amp;#039;Der Marsch der Veteranen&amp;#039;&amp;#039; dienten: das Erlebnis als mehrfach verwundeter Frontsoldat und Kriegsheimkehrer, der „Hungermarsch“ amerikanischer Kriegsveteranen auf Washington im Jahr 1932, &amp;#039;&amp;#039;[[Die toten Seelen]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Nikolai Wassiljewitsch Gogol|Nikolai Gogol]] und &amp;#039;&amp;#039;[[Krieg und Frieden]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Lew Nikolajewitsch Tolstoi|Leo Tolstoi]]&amp;lt;ref&amp;gt;Julius Petersen: &amp;#039;&amp;#039;Die Wissenschaft von der Dichtung. System und Methodenlehre der Literaturwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Bd. 1. mit Korrekturen und Ergänzungen und Einleitung zu Bd. 2. Bearbeitet und herausgegeben von Erich Trunz. Berlin 1944, S.&amp;amp;nbsp;115.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Bezug auf die thematischen Parallelen zu den Flügelkämpfen innerhalb der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|nationalsozialistischen Partei]] Anfang der 1930er Jahre hält Bethge-Bonk (2011) fest, dass sich &amp;#039;&amp;#039;Der Marsch der Veteranen&amp;#039;&amp;#039; „als gleichsam staatsoffizielles, euphemisierendes Propagandastück, das die historischen Ereignisse wider besseres Wissen in einem verklärten und verfälschenden Licht aufbereitet“,&amp;lt;ref&amp;gt;Ines Bethge-Bonk: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Bethge – der „artgemäße“ Dramatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. &amp;#039;&amp;#039;Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Aisthesis, Bielefeld 2011, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt; entlarvt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ines Bethge-Bonk: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Bethge – der „artgemäße“ Dramatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. &amp;#039;&amp;#039;Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Aisthesis, Bielefeld 2011, S. 54, 57.&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die anstehende Auszeichnung seines Dramas war Bethge im März 1937 bei einem Treffen mit [[Adolf Hitler|Hitler]] und [[Joseph Goebbels|Goebbels]] persönlich informiert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ines Bethge-Bonk: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Bethge – der „artgemäße“ Dramatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. &amp;#039;&amp;#039;Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Aisthesis, Bielefeld 2011, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt; Letzterer feierte den Dramatiker in seiner Laudatio als Mann der&amp;lt;blockquote&amp;gt;„alten Garde der Partei. Er hat die Bewegung aktiv mit zum Siege geführt. Als Frontkämpfer wurde er viermal verwundet. Seine preisgekrönte Dichtung ist bestimmt vom Begriff der nationalen Ehre. &amp;#039;&amp;#039;Der Marsch der Veteranen&amp;#039;&amp;#039; ist ein hohes Lied preußischer Zucht und soldatischen Gehorsams […] [und] darf als eine erste glückliche Erfüllung der von der nationalsozialistischen Kulturpolitik erhofften Bühnendichtung gelten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Berliner Lokal-Anzeiger&amp;#039;&amp;#039;, 2. Mai 1937. Zit. n. Günther Rühle: &amp;#039;&amp;#039;Zeit und Theater.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 3. &amp;#039;&amp;#039;Diktatur und Exil 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Propyläen, Berlin 1974, S. 762.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Nach dem [[Überfall auf Polen]] am 1. September 1939 meldete Bethge sich umgehend als Freiwilliger. Der Grund hierfür mag insbesondere darin liegen, dass Bethge in Polen das Feindbild schlechthin sah&amp;lt;ref&amp;gt;Ines Bethge-Bonk: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Bethge – der „artgemäße“ Dramatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. &amp;#039;&amp;#039;Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Aisthesis, Bielefeld 2011, S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt; – eine Tatsache, die auch in seinen Dramen &amp;#039;&amp;#039;Rebellion um Preußen&amp;#039;&amp;#039; (1938) und &amp;#039;&amp;#039;Anke von Skoepen&amp;#039;&amp;#039; (1940) zutage tritt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ines Bethge-Bonk: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Bethge – der „artgemäße“ Dramatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. &amp;#039;&amp;#039;Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Aisthesis, Bielefeld 2011, S. 66f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ganz im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie wird im &amp;#039;&amp;#039;Anke&amp;#039;&amp;#039;-Drama das Vaterland mit allen Mitteln gegen den „äußeren Feind“, Polen, verteidigt. In zutiefst rassistischem und aggressivem Ton heißt es hier über die polnischen Menschen: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Stecht die Pestbeulen auf, die schwärenden des Landes! – das Schwert sei das Skalpell! – Werft all das schwarze Pack, all polnisch’, all ermländ’sches in die Weichsel! – der schwarze Tod weicht dann von selbst im Nu!“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Bethge: &amp;#039;&amp;#039;Anke von Skoepen&amp;#039;&amp;#039;. Theaterverlag Langen/Müller, Berlin 1941, S. 15. Zit. n. Bethge-Bonk (2011), S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Die Uraufführung des Stücks fand am 27. September 1940 in Frankfurt statt. Insgesamt gab es 21 Inszenierungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ines Bethge-Bonk: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Bethge – der „artgemäße“ Dramatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. &amp;#039;&amp;#039;Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Aisthesis, Bielefeld 2011, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinem 50. Geburtstag 1941 erhielt Bethge viele Glückwünsche von angesehenen Persönlichkeiten des NS-Staats sowie ein Buch mit handschriftlichen Widmungen, in dem Bethges herausragende Stellung „in der Reihe der geistigen Künder und Deuter nationalsozialistischer Weltanschauung“&amp;lt;ref&amp;gt;Buch mit handschriftlichen Widmungen zum 50. Geburtstag Bethges. IfStGF, NL Bethge, Mappe 8. Zit. n. Bethge-Bonk (2011), S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt; betont wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Ines Bethge-Bonk: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Bethge – der „artgemäße“ Dramatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. &amp;#039;&amp;#039;Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Aisthesis, Bielefeld 2011, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die letzte Phase des Zweiten Weltkrieges wurden zur Unterhaltung der Soldaten an der Front in sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Soldatenblättern für Feier und Freizeit&amp;#039;&amp;#039; von Bethge als Leiter der [[Kraft durch Freude|KdF]]-Schachgemeinschaft Schachprobleme mit einer Beschreibung im militärischen Jargon veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Edmund Bruns |Titel=Das Schachspiel als Phänomen der Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts |Ort=Münster |Datum=2003}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1945 ===&lt;br /&gt;
Von Dezember 1945 bis Februar 1947 befand sich Friedrich Bethge in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Danach lebte er als freier Schriftsteller in Bad Homburg. Im Zuge des 1948 eingeleiteten [[Entnazifizierungsverfahren]]s gegen ihn behauptete er, der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] deshalb beigetreten zu sein, um den gemäßigten Parteiflügel gegenüber den radikalen, antisemitischen Kräften innerhalb der NS-Bewegung zu unterstützen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ines Bethge-Bonk: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Bethge – der „artgemäße“ Dramatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. &amp;#039;&amp;#039;Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Aisthesis, Bielefeld 2011, S. 57, 72f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch berief er sich auf zahlreiche sog. [[Persilschein]]e, die ihm eine Distanz zur NS-Ideologie attestierten. Tatsächlich hatte sich Bethge für einige wenige Künstler (z.&amp;amp;nbsp;B.: [[Ernst Barlach]], [[Hermann Reutter|Hermann Reuter]]) eingesetzt, deren Werke als „entartet“ diffamiert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ines Bethge-Bonk: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Bethge – der „artgemäße“ Dramatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. &amp;#039;&amp;#039;Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Aisthesis, Bielefeld 2011, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass Bethge sich in diesen Einzelfällen gegen die Parteilinie stellen konnte, ist seiner hohen Stellung in der Kulturpolitik und nicht zuletzt seiner freundschaftlichen Verbindung zu [[Hans Hinkel]] zuzuschreiben, den er eigens bat, sich für ihn einzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ines Bethge-Bonk: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Bethge – der „artgemäße“ Dramatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. &amp;#039;&amp;#039;Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Aisthesis, Bielefeld 2011, S. 66, 74.&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz völkischen und rassistischen Gedankenguts in Bethges seit 1930 verfassten Dramen konnte man im Rahmen des [[Spruchkammerverfahren]]s in seinen Werken „nichts auffinden, das als typisch nationalsozialistisch, etwa im Sinne der Rassenvergötzung, des Antisemitismus oder der Lebensraumerweiterung zu deuten wäre“.&amp;lt;ref&amp;gt;Begründung des Urteils vom 25./26.05.1948. HHW, De, Magazin, Abt. 520, Neuablage 91. Zit. n. Bethge-Bonk (2011), S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bethge wurde schließlich in die Gruppe der &amp;#039;&amp;#039;[[Minderbelasteter|Minderbelasteten]]&amp;#039;&amp;#039; eingestuft und mit einer Geldstrafe von 200 [[Reichsmark|RM]] belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ines Bethge-Bonk: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Bethge – der „artgemäße“ Dramatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. &amp;#039;&amp;#039;Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Aisthesis, Bielefeld 2011, S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Anschluss an die Urteilsverkündung äußerte er vor den Anwesenden, Hans Hinkel sei es gewesen, der „hinter allem“ gestanden habe, „der ihn gehalten habe. […] Hinkel habe ihn für den Reichskultur-Senat vorgeschlagen. Hinkel habe den Präsidialrat erwirkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Protokoll der Verhandlung zur Urteilsverkündung von 1948. HHW, De, Magazin, Abt. 520, Neuablage 91. Zit. n. Bethge-Bonk (2011), S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bethge schrieb in der Nachkriegszeit einige Dramen, die jedoch nicht veröffentlicht wurden. Auf den Treffen des 1950 gegründeten [[Deutsches Kulturwerk Europäischen Geistes|DKEG]] begegnete er weiterhin seinen Schriftstellerkollegen aus der NS-Zeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Ines Bethge-Bonk: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Bethge – der „artgemäße“ Dramatiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das „Dritte Reich“.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. &amp;#039;&amp;#039;Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Aisthesis, Bielefeld 2011, S. 74f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. September 1963 starb Friedrich Bethge in Bad Homburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
In der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] wurden seine im Berliner Theaterverlag Langen/Müller veröffentlichten Schriften &amp;#039;&amp;#039;Marsch der Veteranen&amp;#039;&amp;#039; (1935) und &amp;#039;&amp;#039;Rebellion um Preußen&amp;#039;&amp;#039; (1941) auf die [[Liste der auszusondernden Literatur]] gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit-b.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.polunbi.de/bibliothek/1948-nslit-b.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1923 Lyriker-Preis für den Band &amp;#039;&amp;#039;Gedichte&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1937 [[Deutscher Nationalpreis für Buch und Film#Preisträger Nationaler Buchpreis|Nationaler Buchpreis]] für das Drama &amp;#039;&amp;#039;Der Marsch der Veteranen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1941 [[Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pfarr Peder&amp;#039;&amp;#039;, Tragödie, 1924&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pierre und Jeannette&amp;#039;&amp;#039;, Novelle, 1926&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reims&amp;#039;&amp;#039;, Drama, 1929/30 (UA am 27. Februar 1930 am [[Theater Osnabrück|Stadttheater Osnabrück]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Antlitz des Weltkrieges. Fronterlebnisse deutscher Soldaten&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. [[Ernst Jünger]] und F.&amp;amp;nbsp;Bethge, 1930/31&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Blutprobe&amp;#039;&amp;#039;, Komödie, 1934&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Marsch der Veteranen&amp;#039;&amp;#039;, Schauspiel, 1935&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das triumphierende Herz&amp;#039;&amp;#039;, Novelle, 1937&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rebellion um Preußen&amp;#039;&amp;#039;, Tragödie, 1939&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anke von Skoepen&amp;#039;&amp;#039;, Tragödie, 1940&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kopernikus&amp;#039;&amp;#039;, 1942&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116155353}}&lt;br /&gt;
* Ines Bethge-Bonk: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Bethge, der „artgemäße“ Dramatiker.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Rolf Düsterberg]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das »Dritte Reich«,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2.: &amp;#039;&amp;#039;Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie. Neun Autorenporträts und ein Essay über literarische Gesellschaften zur Förderung des Werkes völkischer Dichter.&amp;#039;&amp;#039; [[Aisthesis Verlag]], Bielefeld 2011, ISBN 978-3-89528-855-5, S. 41–78.&lt;br /&gt;
* [[Sabine Hock]]: {{Frankfurter Personenlexikon|1569|Bethge, Friedrich}} (Stand des Artikels: 31. Oktober 1986), auch in: {{BibISBN|3782904443|Seiten=62}}&lt;br /&gt;
* [[Otto Renkhoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Nassauische Biographie. Kurzbiographien aus 13 Jahrhunderten.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1992. ISBN 3-922244-90-4, Nr. 301.&lt;br /&gt;
* [[Erich Stockhorst]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Fünftausend Köpfe. Wer war was im Dritten Reich|5000 Köpfe. Wer war was im 3. Reich]].&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Arndt, Kiel 2000, ISBN 3-88741-116-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-108043 Bundesarchiv – Zentrale Datenbank Nachlässe.] In: &amp;#039;&amp;#039;nachlassdatenbank.de&amp;#039;&amp;#039;. Abgerufen am 2. September 2016 (Informationen über den Nachlass Friedrich Bethges im Institut für Stadtgeschichte Frankfurt)&lt;br /&gt;
* {{Schwalbe|Friedrich|Bethge}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=116155353|titel=Bethge, Friedrich Franz Heinrich|datum=2022-02-13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116155353|LCCN=n/2002/68898|VIAF=64750946}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bethge, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Reichsschrifttumskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichstheaterkammer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichskultursenator]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KfdK-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schachkomponist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bethge, Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bethge, Friedrich Franz Heinrich&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher, nationalsozialistischer Lyriker, Dramatiker und Dramaturg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Mai 1891&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. September 1963&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Homburg vor der Höhe]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Catullus26</name></author>
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