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	<title>Friedrich Andreae - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Wietek: erg.</title>
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		<updated>2021-03-29T17:30:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;erg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Andreae&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (vollständiger Name Emil Friedrich Adolf Andreae; * [[12. Oktober]] [[1879]] in [[Magdeburg]]; † [[17. Januar]] [[1939]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Eichler (Linguist)|Ernst Eichler]], &amp;#039;&amp;#039;Slawistik in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Domowina, Bautzen 1993; Jahr auch in: &amp;#039;&amp;#039;[[Kürschners Handbücher|Kürschners Deutscher Literaturkalender]]. Nekrolog 1936–1970&amp;#039;&amp;#039;, 1973, S. 496.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Breslau]], [[Provinz Niederschlesien]]) war ein deutscher Historiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Andreae wurde als Sohn des Reeders Hans Andreae und seiner Frau Martha, geborene Müller, in [[Magdeburg]] geboren. Seit Ostern 1890 besuchte er dort gemeinsam mit seinem Bruder [[Wilhelm Andreae (Ökonom)|Wilhelm]] und mit [[Kurt Hildebrandt]] das [[Domgymnasium Magdeburg|Pädagogium zum Kloster Unser Lieben Frauen]]. Danach studierte er an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Universität München]] Geschichte, Nationalökonomie, Literatur- und Kunstgeschichte sowie Philosophie. 1901 wechselte er an die [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berliner Universität]], wo er sich vor allem mit der Geschichte Osteuropas auseinandersetzte. Seine akademischen Lehrer in Berlin waren vor allem [[Kurt Breysig]], [[Max Lenz]], [[Michael Tangl]] und [[Theodor Schiemann]]. Bei letzterem promovierte er 1905 über &amp;#039;&amp;#039;Preussische und russische Politik in Polen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. den kurzen Lebenslauf, den Andreae anlässlich seiner Promotion schrieb: Friedrich Andreae, &amp;#039;&amp;#039;Lebenslauf&amp;#039;&amp;#039;, in: Friedrich Andreae, &amp;#039;&amp;#039;Preussische und russische Politik in Polen&amp;#039;&amp;#039;, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Studienzeit gehörte er zu einem Kreis junger Studenten, die sich in [[Berlin-Niederschönhausen|Niederschönhausen]] bei Berlin um den Universalhistoriker Kurt Breysig sammelten. Zu dieser Zeit wohnte er gemeinsam mit [[Friedrich Wolters]], mit dem er 1908 einen Gedichtband veröffentlichte, und Rudolf von Heckel in einem Haus an einem Park, zum Kreis gehörten außerdem [[Berthold Vallentin]], Kurt Hildebrandt und Friedrichs Bruder Wilhelm Andreae. Im Juni 1907 zog die Wohngemeinschaft nach [[Berlin-Lichterfelde|Lichterfelde]] um, wo Friedrich Wolters, Berthold Vallentin und die Brüder Andreae gemeinsam eine Villa bewohnten. Hier stieß auch der Architekt [[Paul Thiersch]] zum Kreis, der sich zunehmend von Kurt Breysig abkehrte. 1908 gaben Breysig, Andreae, Wolters und Vallentin noch gemeinsam eine [[Festschrift]] für [[Gustav von Schmoller (Ökonom)|Gustav von Schmoller]] heraus, zu der Andreae einen Beitrag über &amp;#039;&amp;#039;China und das 18. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; beisteuerte.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Andreae, &amp;#039;&amp;#039;China und das 18. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, in: Andreae, Breysig, Vallentin, Wolters, &amp;#039;&amp;#039;Grundrisse und Bausteine zur Staats- und zur Geschichtslehre&amp;#039;&amp;#039;, S. 121–200.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kreis wandte sich aber immer stärker dem Dichter [[Stefan George]] zu, der bereits 1905 die Hohenschönhausener Runde besucht hatte. Andreae und die anderen Hohenschönhausener Freunde wurden Mitglieder des [[George-Kreis]]es.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Hohenschönhausener bzw. Lichterfelder Kreis vgl. etwa [[Thomas Karlauf]], &amp;#039;&amp;#039;Stefan George. Die Entdeckung des Charisma&amp;#039;&amp;#039;, Pantheon, München 2008, S. 435, 441.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreae wurde im Kreis geschätzt, hatte aber keine eigene wichtige Funktion inne und auch keinen besonders engen Kontakt zum „Meister“. Einmal sah er für George die Auswahlbände der &amp;#039;&amp;#039;[[Blätter für die Kunst]]&amp;#039;&amp;#039; durch. Die Freunde scheinen ihn geschätzt zu haben, [[Friedrich Gundolf]] etwa nennt ihn „den lieben feinen noblen und gescheiten Andreae“.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Gundolf, &amp;#039;&amp;#039;Briefe. Neue Folge&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von [[Wolfgang Frommel|Lothar Helbing]] und [[Claus Victor Bock]], Amsterdam 1965, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt; Über Andreae stieß auch [[Ludwig Thormaehlen]] zum Kreis, den er wie Hildebrandt aus der Schulzeit kannte. Thormaehlen beschrieb Andreae in seinen Erinnerungen als einen Menschen „von unbeschreiblicher Gutherzigkeit, von unglaublichem, selbstlosem Eifer“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Thormaehlen, &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an Stefan George&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 1962, S. 12. Zu Andreaes Rolle im Kreis vgl. &amp;#039;&amp;#039;Stefan George. Dokumente seiner Wirkung&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von Lothar Helbing und Claus Victor Bock mit Karlhans Kluncker, [[Castrum Peregrini]] Presse, Amsterdam 1974, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 ging Andreae als Privatdozent an die [[Universität Breslau]], wo er 1921 außerordentlicher Professor für Geschichte wurde. Nach der [[Machtergreifung|Machtübergabe]] an die Nationalsozialisten wurde er aufgrund der [[Nürnberger Gesetze]] von 1935 seines Lehramtes enthoben und durfte fortan nur noch im Universitätsarchiv arbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Petry, &amp;#039;&amp;#039;Breslau als schlesische, preußische und deutsche Universität&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Schlesischen Friedrich Wilhelms-Universität zu Breslau&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 28, 1987, S. 342–356, hier S. 354.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von hier aus forschte er zur Geschichte der Universität Breslau, 1936 gab er anonym eine Quellensammlung zur Geschichte der Breslauer Universität heraus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Herzig&amp;quot;&amp;gt;Zuordnung bei: [[Arno Herzig]], &amp;#039;&amp;#039;Die Vereinigung von Leopoldina und Viadrina 1811. Für Eckart Krause&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Norbert Conrads]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Die tolerierte Universität: 300 Jahre Universität Breslau 1702 bis 2002&amp;#039;&amp;#039;, Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2004, S. 244–254, hier S. 244, Anm. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zunächst hatte er sich mit der osteuropäischen, vor allem der russischen Geschichte unter [[Katharina II. (Russland)|Katharina II.]] beschäftigt, über die er 1912 eine Studie veröffentlichte. Diese wurde von der Fachwelt positiv aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa die Rezension von Neville Forbes, in: &amp;#039;&amp;#039;[[The English Historical Review]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 29, Nr. 115 (Juli 1914), S. 584f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später beschäftigte er sich mit der Geschichte [[Schlesien]]s, vor allem mit schlesischen Biographien. Besonders einflussreich war die vierbändige, von der [[Historische Kommission für Schlesien|Historischen Kommission für Schlesien]] in Auftrag gegebene Reihe &amp;#039;&amp;#039;Schlesische Lebensbilder&amp;#039;&amp;#039;, die Andreae mit einigen Kollegen herausgab (1922–1931, Neuauflage 1985).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreae war mit der Jüdin Maria Reichl verheiratet. Sie konnte 1939 nach dem Tod von Andreae noch mit der gemeinsamen Tochter Lida Maria Renate nach England emigrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;als Autor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Preussische und russische Politik in Polen: Von der taurischen Reise Katharinas II. (Januar 1787) bis zur Abwendung Friedrich Wilhelms II. von den Hertzbergischen Plänen (August 1789)&amp;#039;&amp;#039;. Liebheit &amp;amp; Thiesen, Berlin 1905.&lt;br /&gt;
* mit [[Friedrich Wolters]]: &amp;#039;&amp;#039;Arkadische Launen&amp;#039;&amp;#039;. S. Calvary, Berlin 1908 ([[:Datei:Arkadische Launen.djvu|Digitalisat]] bei [[Wikimedia Commons]]; [[DjVu]]-Format).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://archive.org/details/Katharinas Beiträge zur Geschichte Katharinas II. Die Instruktion vom Jahre 1767 für die Kommission zur Abfassung eines neuen Gesetzbuches]&amp;#039;&amp;#039;. Reimer, Berlin 1912.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Leben der Universität Breslau&amp;#039;&amp;#039;. ohne Ort [Breslau], ohne Jahr [1936]. [https://sbc.org.pl/dlibra/docmetadata?showContent=true&amp;amp;id=33800 Digitalisat]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Herzig&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;als Herausgeber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* mit Kurt Breysig, Berthold Vallentin und Friedrich Wolters: &amp;#039;&amp;#039;Grundrisse und Bausteine zur Staats- und zur Geschichtslehre. Zusammengetragen zu den Ehren Gustav Schmollers und zum Gedächtnis des 24. Juni 1908, seines siebenzigsten Geburtstages&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1908.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Denkwürdigkeiten des Freiherrn Hermann von Gaffron-Kunern. Festgabe des [[Verein für Geschichte und Alterthum Schlesiens|Vereins für Geschichte Schlesiens]] zur Jahrhundertfeier der Befreiungskriege&amp;#039;&amp;#039;. Breslau 1913. [https://archive.org/details/Gaffron IA]&lt;br /&gt;
* mit Max Hippe, Otfried Schwarzer, Heinrich Wendt: &amp;#039;&amp;#039;Schlesische Lebensbilder&amp;#039;&amp;#039;. Korn, Breslau 1922–1931, 2. Auflage Thorbecke, Sigmaringen 1985.&lt;br /&gt;
** Band 1. &amp;#039;&amp;#039;Schlesier des 19. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, 1922 [http://fbc.pionier.net.pl/id/oai:obc.opole.pl:662 fbc]&lt;br /&gt;
** Band 2. &amp;#039;&amp;#039;Schlesier des 18. und 19. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, 1926 [http://fbc.pionier.net.pl/id/oai:obc.opole.pl:663 fbc]&lt;br /&gt;
** Band 3. &amp;#039;&amp;#039;Schlesier des 17. bis 19. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, 1928 [http://fbc.pionier.net.pl/id/oai:obc.opole.pl:664 fbc]&lt;br /&gt;
** Band 4. &amp;#039;&amp;#039;Schlesier des 16. bis 19. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, 1931&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11776356X|LCCN=n/86/2823|VIAF=13092873}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Andreae, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Osteuropahistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Andreae, Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Andreae, Emil Friedrich Adolf&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Oktober 1879&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Magdeburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Januar 1939&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Breslau]], [[Provinz Niederschlesien]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Wietek</name></author>
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