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	<title>Friedrich-Wilhelm Geier - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedrich-Wilhelm_Geier&amp;diff=2731932&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Onkelkoeln: EN formatiert</title>
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		<updated>2026-03-30T19:59:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;EN formatiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich-Wilhelm Geier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. Januar]] [[1903]] in [[Kłodzko|Glatz]], [[Landkreis Glatz]], [[Provinz Schlesien]]; † [[13. April]] [[1965]] in [[Karlsruhe]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Jurist]] und von 1953 bis zu seinem Tod Präsident verschiedener Strafsenate des [[Bundesgerichtshof]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit, Studienzeit, Berufsjahre und NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
Geier wurde 1903 als Sohn des Lokomotivführers Josef Geier und seiner Frau Agnes Schmohel im [[Niederschlesien|niederschlesischen]] Glatz geboren. In seiner Heimatstadt besuchte er von 1909 bis 1913 die katholische Volksschule und von 1913 bis 1922 das [[Katholisches Gymnasium (Glatz)|Königlich Katholische Gymnasium]]. Anschließend studierte er Rechtswissenschaften an der [[Universität Breslau]] und legte Anfang 1926 das Erste Staatsexamen ab. Im selben Jahr wurde er in Breslau mit einer Arbeit über „Die Gesetzesauslegungsmethoden des Reichsgerichts“ zum [[Doktor der Rechte]] promoviert. Während der Studienzeit engagierte er sich auch in der Alten Breslauer [[Landsmannschaft (Studentenverbindung)|Landsmannschaft]] Glacia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinen juristischen Vorbereitungsdienst absolvierte er von 1926 bis 1929 in Glatz und Breslau. Im November 1929 legte er an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] in [[Berlin]] das [[Zweites Staatsexamen|Zweite Staatsexamen]] ab. Mit dem Abschluss seiner juristischen Ausbildung trat er Ende 1929 in den preußischen Justizdienst ein und wirkte in den nächsten Jahren als Gerichtsassessor und Richter in verschiedenen ober- und niederschlesischen Städten. Von 1931 bis 1932 war er zudem als Fakultätsassistent auf dem Gebiet des [[Handelsrecht]]s an der Universität Breslau tätig. 1934 wurde er zum Amtsgerichtsrat in [[Wałbrzych|Waldenburg]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] erfüllte Geier das Amt des „[[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|Wehrmachtsrichters]]“, was später im Prozess gegen Otto John relevant wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lexikon-der-politischen-strafprozesse.de/glossar/john-otto-2/ |titel=John, Otto |werk=Lexikon der Politischen Strafprozesse |sprache=de |abruf=2026-03-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er nahm am [[Überfall auf Polen]] teil, an dem auf [[Westfeldzug|Frankreich]] und die [[Deutsch-Sowjetischer Krieg#Verlauf 1941|Sowjetunion]], zuletzt als [[Oberleutnant]] und Regimentsadjutant. 1942 wurde er zum Oberlandesgerichtsrat am [[Oberlandesgericht Kattowitz]] befördert, konnte das Amt aber wegen seines Wehrmachtsdienstes nicht ausüben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere im Nachkriegsdeutschland ===&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende verschlug es ihn nach Hamburg, wo er 1946 zunächst ans [[Landgericht Hamburg|Landgericht]] berufen wurde. In der Hansestadt kam es nach zweieinhalb Jahren zu einem Wiedersehen mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen, die aus [[Schlesien]] [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] worden waren. Es folgten kurze Richtertätigkeiten am Spruchgericht Bergedorf und ab Ende 1947 als Oberlandesgerichtsrat am Obersten Spruchgerichtshof in [[Hamm]]. Ab 1948 gehörte er dem in Köln ansässigen [[Oberster Gerichtshof für die Britische Zone|Obersten Gerichtshof für die Britische Zone]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1950 wurde er zum Richter am [[Bundesgerichtshof]] ernannt und war zunächst im [[1. Strafsenat des Bundesgerichtshofes|1. Strafsenat]] tätig. Drei Jahre später wurde er zum Senatspräsidenten befördert. Zunächst leitete er den in Berlin angesiedelten [[5. Strafsenat des Bundesgerichtshofes|5. Strafsenat]]. 1954 wurde ihm der Vorsitz des neugegründeten [[6. Strafsenat des Bundesgerichtshofes|6. Strafsenats]] übertragen, der ab 1956 unter der Bezeichnung des aufgelösten [[3. Strafsenat des Bundesgerichtshofes|3. Strafsenats]] firmierte. Dieser Senat besaß die erstinstanzliche Zuständigkeit für [[Staatsschutz]]delikte, so dass Geier in einigen aufsehenerregenden Prozessen der jungen Bundesrepublik den Vorsitz führte, darunter bei den Gerichtsverfahren gegen [[Viktor Agartz]] und [[Otto John]]. Gegen Otto John, ab 1950 Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz und in dieser Funktion Verfolger von Nazi-Verbrechen, erließ er zusammen mit anderen früheren NS-Militärrichtern, am 22. Dezember 1956 ein Urteil von vier Jahren Zuchthaus, obgleich der Vertreter der Anklage, Oberbundesanwalt Max Güde, ein deutlich geringes Strafmaß beantragte. Seine Dominanz trug dem Spruchkörper die Bezeichnung „Geier-Senat“ ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Schiffers: Zwischen Bürgerfreiheit und Staatsschutz. Wiederherstellung und Neufassung des politischen Strafrechts in der Bundesrepublik Deutschland 1949–1951. S. 300.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1958 bis zu seinem Tod präsidierte er dem 1. Strafsenat. In dieser Funktion befasste er sich u. a. mit den Revisionsanträgen von [[Vera Brühne]] sowie [[Johann Ferbach]] und den in der bayerischen [[Spielbankenaffäre (Bayern)|Spielbankaffäre]] verurteilten Politikern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geier zählte zu den Herausgebern des von [[Ewald Löwe]] und [[Werner Rosenberg (Jurist)|Werner Rosenberg]] begründeten Großkommentars zur [[Strafprozessordnung (Deutschland)|Strafprozessordnung]], der bis heute regelmäßige Neuauflagen erfährt. Er arbeitete zudem in der Schriftleitung der [[Deutsche Richterzeitung|Deutschen Richterzeitung]] mit. Seit 1960 stand er dem Verein der Bundesrichter und Bundesanwälte beim BGH vor, des Weiteren gehörte er dem Gesamtvorstand und dem Präsidium des [[Deutscher Richterbund|Deutschen Richterbundes]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Reinhard Schiffers: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Bürgerfreiheit und Staatsschutz. Wiederherstellung und Neufassung des politischen Strafrechts in der Bundesrepublik Deutschland 1949–1951.&amp;#039;&amp;#039; Droste Verlag, Düsseldorf 1989, ISBN 3-7700-5154-8.&lt;br /&gt;
* Karl Schindler: &amp;#039;&amp;#039;So war ihr Leben: Bedeutende Grafschafter aus vier Jahrhunderten.&amp;#039;&amp;#039; Marx-Verlag, Leimen/Heidelberg 1975, S. 185–189.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wilhelm Geier †.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Richterzeitung.&amp;#039;&amp;#039; Mai 1965, S. 171.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1030159769|VIAF=294986436}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Geier, Friedrichwilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Amtsgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Landgericht Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Oberlandesgericht Kattowitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Oberster Gerichtshof für die Britische Zone)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Bundesgerichtshof)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Glatzer Land)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1965]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Geier, Friedrich-Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Richter am Bundesgerichtshof&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Januar 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kłodzko|Glatz]], [[Landkreis Glatz]], [[Provinz Schlesien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. April 1965&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Karlsruhe]], [[Baden-Württemberg]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Onkelkoeln</name></author>
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