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	<title>Friedlosigkeit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T16:55:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedlosigkeit&amp;diff=49151&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Siehe-auch-Löscher: Wenn ich es richtig verstehe ist der &quot;umgangssprachliche&quot; Begriff Vogelfreiheit</title>
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		<updated>2025-03-19T12:31:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wenn ich es richtig verstehe ist der &amp;quot;umgangssprachliche&amp;quot; Begriff &lt;a href=&quot;/index.php/Vogelfreiheit&quot; title=&quot;Vogelfreiheit&quot;&gt;Vogelfreiheit&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedlosigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; kennzeichnete im [[Germanisches Stammesrecht|germanischen Stammesrecht]] den persönlichen Verlust des Rechtsschutzes infolge der Verurteilung wegen einer Straftat. Ähnliche Bedeutung hat der Begriff der [[Vogelfreiheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Rechtskategorie der Friedlosigkeit war zwar inhaltlich im Wesentlichen mit der [[Reichsacht]] identisch, jedoch wird das Wort &amp;#039;&amp;#039;Friedlosigkeit&amp;#039;&amp;#039; vorwiegend in norddeutschen und dänischen Quellen (altwestnordisch &amp;#039;&amp;#039;friðlauss&amp;#039;&amp;#039;, altenglisch &amp;#039;&amp;#039;friðleas&amp;#039;&amp;#039;, altschwedisch &amp;#039;&amp;#039;friþlös&amp;#039;&amp;#039;, altdänisch &amp;#039;&amp;#039;frithløs&amp;#039;&amp;#039;, friesisch &amp;#039;&amp;#039;fretholas&amp;#039;&amp;#039;, mittelniederdeutsch &amp;#039;&amp;#039;vredelos&amp;#039;&amp;#039;) genannt. In südlichen Quellen dagegen findet sich das gleiche Rechtsinstitut als Acht, und der Vorgang ist als [[Ächtung]] bezeichnet. Auch der Sachsenspiegel kennt das Wort &amp;#039;&amp;#039;Friedlosigkeit&amp;#039;&amp;#039; nicht. Die meisten [[Achtbuch|Achtbücher]] entstammen dem 13. bis 15. Jahrhundert, also der Zeit der [[Landfrieden]]sbewegungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Lundgreen: &amp;#039;&amp;#039;Friedlosigkeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 9. de Gruyter, Berlin / New York 1995, S. 614.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Urteil der Friedlosigkeit hatte zur Folge, dass die verurteilte Person &amp;#039;&amp;#039;seiner bürgerlichen und Vermögensrechte verlustig und „aus dem Frieden in den Unfrieden gesetzt“, mit anderen Worten, allen Rechtsschutzes ledig war&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Brockhaus´ Konversationslexikon: Lemma Friedlosigkeit. Band VII, Leipzig 1893.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beispielsweise benannte die nordfriesische [[Siebenhardenbeliebung]] vom 17. Juni 1426 im Art.&amp;amp;nbsp;6 für die Delikte eines Bruches des Hausfriedens oder des Pflugfriedens die Strafe der Friedlosigkeit. Die Furchtbarkeit dieser Strafe bestand vor allem darin, dass der Geächtete keine Unterkunft und keinen Schutz finden konnte, weil die [[Anschlussdelikt|Begünstigung]] ebenfalls mit der Friedlosigkeit bedroht war.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Pappenheim: &amp;#039;&amp;#039;Die Siebenhardenbeliebung vom 17. Juni 1426. Festschrift zur Fünfhundertjahrfeier&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Kunstgewerbemuseum, Flensburg 1926, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob in der vorchristlich-germanischen Rechtstradition ein Friedloser auch als &amp;#039;&amp;#039;[[Wolf]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde (altnordisch: &amp;#039;&amp;#039;vargr&amp;#039;&amp;#039;), wie es zum Beispiel [[Wilhelm Eduard Wilda]] in &amp;#039;&amp;#039;Das Strafrecht der Germanen&amp;#039;&amp;#039; von 1842 nahelegt&amp;lt;ref&amp;gt;Wilda, Wilhelm Eduard: Das Strafrecht der Germanen, Halle 1842, S. 280&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist in der jüngeren Forschung umstritten. Beispiel für die Vertretung einer Gegenposition ist das Buch &amp;#039;&amp;#039;Wargus, vargr, &amp;#039;Verbrecher&amp;#039; &amp;#039;Wolf&amp;#039; : eine sprach- und rechtsgeschichtliche Untersuchung&amp;#039;&amp;#039; von Michael Jacoby. Auf anderer Seite wird die Theorie vertreten, dass &amp;#039;&amp;#039;wargus&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;vargr&amp;#039;&amp;#039; nicht nur in seiner Bedeutung als &amp;quot;Ausgestoßener&amp;quot; in bestimmten Rechtstexten verwendet wurde. So in der Schrift &amp;#039;&amp;#039;Wargus. Eine Bezeichnung für den Unrechtstäter in ihrem wortgeschichtlichen Zusammenhang&amp;#039;&amp;#039; von [[Ruth Schmidt-Wiegand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eberhard von Künßberg: &amp;#039;&amp;#039;Acht. Eine Studie zur älteren deutschen Rechtssprache&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Weimar 1909.&lt;br /&gt;
* Michael Lundgreen: &amp;#039;&amp;#039;Friedlosigkeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 9. de Gruyter, Berlin / New York 1995, ISBN 3-11-014642-8, S. 613–621.&lt;br /&gt;
* Michael Jacoby: &amp;#039;&amp;#039;Wargus, vargr, &amp;#039;Verbrecher&amp;#039; &amp;#039;Wolf&amp;#039; : eine sprach- und rechtsgeschichtliche Untersuchung&amp;#039;&amp;#039;, Uppsala : Almqvist &amp;amp; Wiksell, 1974&lt;br /&gt;
* [[Ruth Schmidt-Wiegand]]: &amp;quot;Wargus. Eine Bezeichnung für den Unrechtstäter in ihrem wortgeschichtlichen Zusammenhang&amp;quot;, in: &amp;#039;&amp;#039;Zum Grabfrevel in vor- und frühgeschichtlicher Zeit : Untersuchungen zu Grabraub und &amp;quot;haugbrot&amp;quot; in Mittel- u. Nordeuropa; Bericht über ein Kolloquium der Kommission für die Altertumskunde Mittel- und Nordeuropas vom 14. – 16. Februar 1977&amp;#039;&amp;#039;, hg. von H. Jankuhn, H. Nehlsen und H. Roth, Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Philologisch-Historische Klasse ; Folge 3, Nr. 113, 1978, S. 188–196&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrechtsgeschichte des Mittelalters]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Siehe-auch-Löscher</name></author>
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