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	<title>Friedhelm Herrmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T14:19:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedhelm_Herrmann&amp;diff=145854&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: zu großen Zeilenabstand entfernt, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-10-12T08:32:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;zu großen Zeilenabstand entfernt, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedhelm Herrmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. Dezember]] [[1949]] in [[Neuwied]]) ist ein deutscher [[Onkologie|Onkologe]]. Er galt als renommierter deutscher [[Krebs (Medizin)|Krebsforscher]], bevor er im Jahr 1997 einen der größten [[Betrug und Fälschung in der Wissenschaft|Fälschungsskandale]] in der [[Medizingeschichte]] auslöste. Die folgende in der Öffentlichkeit breit geführte Debatte führte zur Etablierung der &amp;#039;&amp;#039;Kommission Selbstkontrolle in der Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, die die Grundlagen der [[Gute wissenschaftliche Praxis|guten wissenschaftlichen Praxis]] definierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Herrmann wurde als Sohn des Industriekaufmanns Lothar Herrmann und seiner Frau Magdalene, geb. Sevenich, in Neuwied geboren und wuchs in [[Andernach]] auf. Nach dem Abitur am [[Are-Gymnasium Bad Neuenahr-Ahrweiler|Are-Gymnasium]] in [[Bad Neuenahr]] 1969 und dem Grundwehrdienst studierte er seit dem Sommersemester 1971 Humanmedizin an der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Lebenslauf im Diss.-MS.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Februar 1974 legte er ebendort das Physikum und im August 1977 das Medizinische Staatsexamen ab. Die Medizinalassistentenzeit absolvierte Herrmann am [[Universitätsklinikum Charlottenburg]] der Freien Universität Berlin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Seit Sommer 1978 war er als Wissenschaftlicher Assistent an der Abteilung Hämatologie und Onkologie der Medizinischen Klinik und Poliklinik des Universitätsklinikums Steglitz der Freien Universität Berlin tätig. Im November 1979 wurde er bei [[Heinrich Gerhartz]] an der Freien Universität Berlin mit einer onkologischen Studie zum [[Dr. med.]] promoviert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1982 erhielt Herrmann eine Assistenzprofessur an der Abteilung für Hämatologie und Transfusionsmedizin am Klinikum Steglitz, wo er als Funktionsoberarzt tätig war. Von 1982 bis 1985 erfolgte die Weiterbildung in Transfusionsmedizin, Laboratoriumsmedizin und Molekularmedizin am Klinikum Steglitz und an der [[Harvard Medical School]] in [[Boston]] (USA).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=admin |url=https://onkologikum-muenchen.de/ueber-uns/ |titel=Über unsere Praxis - Ärzte &amp;amp; Team |werk=Onkologikum München |sprache=de-DE |abruf=2023-05-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1985 wurde Herrmann Oberarzt an der Abteilung für Hämatologie und Onkologie an der Medizinischen Klinik der [[Johannes Gutenberg-Universität Mainz|Johannes-Gutenberg-Universität Mainz]], wo er sich 1987 im Bereich Molekularbiologie der Blutzellbildung [[Habilitation|habilitierte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1989 wurde Herrmann zum Leitenden Oberarzt und Leiter der Medizinischen Poliklinik an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]] berufen und erhielt eine C3-Professur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; 1992 folgte der Wechsel zum [[Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft|Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin]] und zur [[Humboldt-Universität zu Berlin]], wo Herrmann bis 1997 als Koordinator im Forschungsschwerpunkt „Krebsforschung“ tätig war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Zugleich war er Ärztlicher Direktor und C4-Professor an der Abteilung für Onkologie und Angewandte Molekularbiologie am [[Rudolf-Virchow-Krankenhaus|Universitätsklinikum Rudolf Virchow]] der Freien Universität Berlin sowie in Personalunion Leiter des klinisch chemischen Zentrallabors der Robert-Rössle-Klinik der Freien Universität Berlin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; 1992 wurde Herrmann mit dem [[Paul-Martini-Preis]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1997 bis 1998 war Herrmann schließlich Lehrstuhlinhaber für Innere Medizin und Direktor der Abteilung für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Hämatologie, Onkologie, Infektionskrankheiten, klinische Immunologie und Knochenmarktransplantation des [[Universitätsklinikum Ulm|Universitätsklinikums Ulm]]. Seit 1999 ist er Leiter einer Praxisklinik für Innere Medizin, Onkologie, klinische Immunologie und Hämostaseologie in München.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fälschungsskandal ==&lt;br /&gt;
Eine unabhängige Untersuchungskommission stellte im Jahr 2000 fest, dass Herrmann zusammen mit seiner Partnerin [[Marion Brach|Marion A. Brach]], den Mitarbeitern Albrecht Lindemann und Wolfgang Oster und möglicherweise gedeckt durch seinen Vorgesetzten [[Roland Mertelsmann]] insgesamt 94 wissenschaftliche Arbeiten von etwa 400 auf dem Gebiet der [[Hämatologie]] und der [[Onkologie]] mit gefälschten Daten veröffentlicht hatte. Für weitere 121 suspekte Arbeiten konnten nachträglich keine Fälschungen nachgewiesen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geo&amp;quot;&amp;gt;Peter Haffner, Hania Luczak: &amp;#039;&amp;#039;Und ewig lockt der Ruhm&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Geo (Zeitschrift)|Geo-Magazin]], März 2003. S. 120–138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Krebsforschern wurde vorgeworfen, zwischen 1994 und 1996 systematisch Labordaten gefälscht zu haben. Der junge US-Forscher Ernie Esquivel, der in Berlin für Herrmann und Brach tätig war, versuchte 1994 und 1995 auf Unstimmigkeiten aufmerksam zu machen, schied aber aus der Arbeitsgruppe aus, nachdem vier Professoren ihn gewarnt hatten, dass sich eine Veröffentlichung von kleinen Fehlern auf seine Karriere auswirken würde. An systematische Fälschung glaubten die Wissenschaftler nicht, immerhin war Herrmann „hoch respektiert“. Entdeckt wurden die Fälschungen darum erst 1997, als der wissenschaftliche Mitarbeiter [[Eberhard Hildt]] aus der Arbeitsgruppe der beiden Forscher sich an seinen Doktorvater [[Peter Hans Hofschneider]] wandte und um Hilfe bat. Hofschneider und sein Kollege [[Claus R. Bartram|Claus Bartram]] informierten dann die zuständigen Forschungseinrichtungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geo&amp;quot; /&amp;gt; Herrmann und seine ehemalige Lebensgefährtin und Laborleiterin Brach, die für ihre Experimente sowohl von der [[Deutsche Krebshilfe|Deutschen Krebshilfe]] als auch von der [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|Deutschen Forschungsgemeinschaft]] hohe Forschungsgelder erhalten hatten, sollen nicht nur die Ergebnisse eigener Experimente gefälscht, sondern auch Ideen und Ergebnisse anderer Forscher in großem Umfang gestohlen haben. Einige Veröffentlichungen wurden daraufhin von den Zeitschriften zurückgezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Retraction of several recent papers from Dr. Friedhelm Herrmann&amp;#039;s laboratories |Sammelwerk=Blood |Band=93 |Nummer=10 |Datum=1999-05-15 |ISSN=0006-4971 |PMID=11012249 |Seiten=3573}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Fälschung von wissenschaftlichen Daten an sich nicht strafbar ist, standen beide Krebsforscher vor Gericht: Im Jahr 2000 erhob die [[Staatsanwaltschaft]] sowohl gegen Marion Brach als auch gegenüber Friedhelm Herrmann Anklage wegen [[Anstellungsbetrug]]. Beide sollten bei ihrer Bewerbung an der [[Universität Ulm]] gefälschte Arbeiten vorgelegt und so die [[Berufungskommission]] getäuscht haben. Dieses Verfahren wurde jedoch bereits vor einer richterlichen Verhandlung eingestellt. Schließlich klagte die DFG auf Rückzahlung der Forschungsgelder, hier endete das Verfahren 2005 mit einem Vergleich, der eine teilweise Rückzahlung der Gelder beinhaltete.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Horstkotte: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/forschungsbetrug-daten-trickser-behaelt-professorentitel-a-287690.html Forschungsbetrug: Daten-Trickser behält Professorentitel]&amp;#039;&amp;#039;, Spiegel Online, 25. Februar 2004&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christine Jähn: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.zeit.de/online/2005/52/forscher Die Reputation zu verlieren ist die „härteste Strafe“]&amp;#039;&amp;#039;, Zeit Online, 30. Dezember 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Charakterisierung einer Subpopulation von B-Lymphozyten durch Rosettenbildung mit Mauserythrozyten : Untersuchungen zur Standardisierung der Methode und ihrer Bedeutung für die Differentialdiagnose chronisch lymphatischer Leukämien.&amp;#039;&amp;#039; (Berlin, Freie Univ., Diss., 1979).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Myelopoetisch relevante Zytokine. Zelluläre Herkunft, Induktionserfordernisse, Interaktionsmechanismen und biologische Aktivität.&amp;#039;&amp;#039; (Mainz, Univ., Habil.-Schr., 1987).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks und Literatur ==&lt;br /&gt;
* DFG-Pressemitteilung Nr. 26: [http://www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2000/pressemitteilung_nr_26/index.html &amp;#039;&amp;#039;Task Force legt Abschlußbericht vor&amp;#039;&amp;#039;], 19. Juni 2000&lt;br /&gt;
* Ernie Esquivel: [https://web.archive.org/web/20120704081940/http://www.forschung-und-lehre.de/archiv/08-00/esquivel.html &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Ein Gefühl der Desillusionierung&amp;quot; - Innenansichten der Forschungsgruppe Herrmann/Brach&amp;#039;&amp;#039;], deutsche Übersetzung in „Forschung &amp;amp; Lehre“, August 2000&lt;br /&gt;
* [[Marco Finetti]] und [[Armin Himmelrath]], „Der Sündenfall. Betrug und Fälschung in der deutschen Wissenschaft“. Raabe Verlag, Stuttgart. 1999. ISBN 978-3-88649-351-7.&lt;br /&gt;
* [https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?sort=pubdate&amp;amp;term=Herrmann+F&amp;amp;cauthor_id=1421375 Artikel von Friedhelm Herrmann] bei [[MEDLINE]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122427440|LCCN=n/89/623889|VIAF=114226933}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Herrmann, Friedhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Onkologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hämatologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftliche Fälschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1949]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Herrmann, Friedhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mediziner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Dezember 1949&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neuwied]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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