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	<title>Friedensrat der DDR - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedensrat_der_DDR&amp;diff=1258917&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tohma: hier unwesentlich, eigenes Lemma</title>
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		<updated>2026-03-14T14:34:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;hier unwesentlich, eigenes Lemma&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Briefkopf Friedensrat der DDR.jpg|mini|Briefkopf mit Friedenstaube]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedensrat der DDR&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine [[Gesellschaft (Soziologie)|gesellschaftliche]] [[Organisation]] in der [[Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik]] (DDR), die [[Satzung (Privatrecht)|statut]]gemäß „für den Weltfrieden, Entspannung, für friedliche Koexistenz von Staaten unterschiedlicher Gesellschaftsordnungen, für Abrüstung, Freiheit, nationale Unabhängigkeit und für die Abschaffung von Neokolonialismus sowie Rassismus und für antiimperialistische Solidarität“ eintrat. Der Friedensrat der DDR war nicht Teil der unabhängigen Friedensbewegung, sondern eine von der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands]] (SED) gesteuerte und abhängige Organisation, die die Politik der [[Sowjetunion]] nicht in Frage stellte. Ihm gehörten etwa 300 Personen an, zumeist Funktionäre der SED, der [[Blockpartei]]en und [[Massenorganisation]]en der [[Nationale Front (DDR)|Nationalen Front]] sowie Personen aus dem kulturellen und politischen Leben und aus den [[Kirche (Organisation)|Kirchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der SED war der Friedensrat seit 1975 der [[Liste der ZK-Abteilungen und ihrer Abteilungsleiter|ZK-Abteilung Auslandsinformation]] zugeordnet, die seit 1966 von [[Manfred Feist]], Schwager von [[Erich Honecker]], geleitet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Ploetz, Hans-Peter Müller: &amp;#039;&amp;#039;Ferngelenkte Friedensbewegung? DDR und UdSSR im Kampf gegen den NATO-Doppelbeschluss.&amp;#039;&amp;#039; LIT Verlag, Münster 2004, ISBN 3-8258-7235-1, [https://books.google.de/books?id=eLiUPYrVBmUC&amp;amp;pg=PA288 S.&amp;amp;nbsp;288].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedensrat der DDR war Mitglied des [[Weltfriedensrat]]es&amp;lt;ref&amp;gt;[http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/sub_document.cfm?document_id=1125&amp;amp;language=german Appell des Friedensrates der DDR vom 28. Juni 1965]&amp;lt;/ref&amp;gt; und entsandte Vertreter in die Nationale Front. [[Signet]] des Friedensrates war die [[Friedenstaube]] [[Pablo Picasso|Picassos]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-09712-0002, Berlin, Taubenstraße, Gebäude des Kommitees der Kämpfer für den Frieden.jpg|mini|Gebäude des Komitees der Kämpfer für den Frieden (früheres [[Allianz SE|Allianz-Gebäude]] in der Berliner Taubenstraße) im Februar 1951|hochkant]]&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde die am 9. November 1892 gegründete [[Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen|Deutsche Friedensgesellschaft]] (DFG) in den [[Westzone]]n Deutschlands neu konstituiert. In der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] (SBZ) und später der DDR wurden die Anträge auf Zulassung nicht bewilligt.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Geschichte des DFG |url=https://www.dfg-vk.de/verband/geschichte/ |wayback=20080116100357    }} (aufgerufen am 15. November 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Organisationskomitee und aus dem Kreis der Tagungsteilnehmer für den 1.&amp;amp;nbsp;Weltfriedenskongress 1949 wurde dort am 10. Mai 1949 das &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Komitee der Kämpfer für den Frieden&amp;#039;&amp;#039; gebildet, aus dem der Friedensrat der DDR hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre wurde sein Name mehrfach geändert:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anne Hartmann]], Wolfram Eggeling: [http://books.google.com/books?id=CvSrDc2IihUC&amp;amp;pg=PA89&amp;amp;lpg=PA89&amp;amp;dq=%22friedensrat+der+ddr%22&amp;amp;source=web&amp;amp;ots=U3aEJatqrD&amp;amp;sig=KDgTscCtq90CoMYtWOXlqJ6nAFg#PPA89,M1 &amp;#039;&amp;#039;Sowjetische Präsenz im kulturellen Leben der SBZ und frühen DDR 1945–1953.&amp;#039;&amp;#039;] Akademie Verlag Civilization, 1998, ISBN 3-05-003089-5, S.&amp;amp;nbsp;89.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 10. Mai 1949: Konstituierung in Berlin als &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Komitee der Kämpfer für den Frieden&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Dezember 1950: Deutsches Friedenskomitee&lt;br /&gt;
* Januar 1953: Deutscher Friedensrat, zum Präsidium gehörte [[Emil Fuchs]]&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Wilhelm: [http://books.google.de/books?id=wdofCGFokysC&amp;amp;pg=PA384&amp;amp;lpg=PA384&amp;amp;dq &amp;#039;&amp;#039;Die Diktaturen und die evangelische Kirche&amp;#039;&amp;#039;; S. 384].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Juni 1963: Friedensrat der DDR&lt;br /&gt;
* 1990: Der Friedensrat wurde im wiedervereinten Deutschland als &amp;#039;&amp;#039;Deutscher Friedensrat e. V.&amp;#039;&amp;#039; neu gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem zentralen &amp;#039;&amp;#039;Komitee der Kämpfer für den Frieden&amp;#039;&amp;#039; (dem der katholische Kirchenhistoriker Erzpriester [[Max Rauer]] und der Schweriner Domprediger [[Karl Kleinschmidt]] angehörten&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hans-otto-bredendiek.de/fuchs_friedensrat.html &amp;#039;&amp;#039;Emil Fuchs und die Anfänge des Christlichen Arbeitskreises im Friedensrat der Deutschen Demokratischen Republik&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt;) kam es zu Gründungen von &amp;#039;&amp;#039;Friedenskomitees&amp;#039;&amp;#039; in den Ländern (später [[Bezirk (DDR)|Bezirken]]), Kreisen und Gemeinden der DDR. Diese gingen später in die Friedensräte der Länder bzw. Bezirke und Kreise über. Die zunehmend dominierende Rolle der Nationalen Front bei der allseitigen Propagierung staatlicher Friedenspolitik führte 1962/63 zur Umstrukturierung des Friedensrates zum Friedensrat der DDR, zur Auflösung aller nachgeordneten Gliederungen und ihrer Verschmelzung mit den entsprechenden örtlichen Ausschüssen der Nationalen Front. Der Friedensrat wurde damit zu einem bloßen Propagandainstrument der SED,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ehrhart Neubert]]: [http://books.google.de/books?id=HCiSjXdSAQYC&amp;amp;pg=PA96&amp;amp;lpg=PA96&amp;amp;dq=%22friedensrat+der+ddr%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=GtfNSmumiK&amp;amp;sig=ErnwGWY74TbBze0PrDSf7icbt5Q&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=NNf5Ss27BsiC_QbnpOnHDA&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=10&amp;amp;ved=0CCcQ6AEwCQ#v=onepage&amp;amp;q=%22friedensrat%20der%20ddr%22&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Opposition in der DDR 1949–1989&amp;#039;&amp;#039;, S. 197].&amp;lt;/ref&amp;gt; um die Stellung der DDR im Systemvergleich aufzuwerten.&amp;lt;ref&amp;gt;http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/sub_document.cfm?document_id=1125&amp;amp;language=german.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rolle in der DDR ==&lt;br /&gt;
Im Friedensrat war die partei- und regierungsnahe „Friedensbewegung“ institutionell gebunden.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.dhm.de/magazine/plakate/schluss_damit/institutioneller_hintergrund.htm&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine politische Zielrichtung war die Gegnerschaft zur [[NATO]]. Als SED-[[Frontorganisation]] sollte er oppositionelle Bewegungen in der Bundesrepublik Deutschland im Sinne der sowjetischen Sicherheitspolitik beeinflussen. Die SED wollte mit der Hilfe des Friedensrats Einfluss auf die Protestbewegung gegen die [[Wiederbewaffnung]] erlangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens Vollnhals: [http://books.google.de/books?id=7i5Ac0Taty4C&amp;amp;pg=PA157&amp;amp;lpg=PA157&amp;amp;dq=#v=onepage&amp;amp;q=&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Die Kirchenpolitik von SED und Staatssicherheit: eine Zwischenbilanz&amp;#039;&amp;#039;, S. 157]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 führte der Deutsche Friedensrat erste Gespräche mit der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG) der [[Deutschland|Bundesrepublik]] und entwickelte in der 1957 eingerichteten &amp;#039;&amp;#039;Deutschlandkommission&amp;#039;&amp;#039; Vorschläge für die Lösung der [[Berlin-Frage|Berlin]]- und [[Deutsche Frage|Deutschlandfrage]], deren Grundlage bis in die 1960er-Jahre das Ziel der Wiedervereinigung auf einer Verständigungsbasis bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Partei- und Staatsführung der DDR sah sich selbst als Führerin der Friedensbestrebungen im Lande an. Dies gipfelte in der Behauptung, die zur allgegenwärtigen Losung wurde: „Wer den Sozialismus stärkt, der stärkt den Frieden!“ Diese einseitig ausgerichtete Friedenspropaganda wurde in der DDR zum Instrument der Unterwerfung.&amp;lt;ref&amp;gt;Ehrhart Neubert: [http://books.google.de/books?id=HCiSjXdSAQYC&amp;amp;pg=PA96&amp;amp;lpg=PA96&amp;amp;dq= &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Opposition in der DDR 1949–1989&amp;#039;&amp;#039;, S. 96]&amp;lt;/ref&amp;gt; Große Krisen der Glaubwürdigkeit traten ein insbesondere durch den [[Mauerbau]] 1961, durch die Einführung der [[Wehrpflicht in Deutschland#Deutsche Demokratische Republik (1949–1990)|Wehrpflicht in der DDR]] 1962 und durch die [[Prager Frühling#Einmarsch der Truppen der Warschauer Pakt-Staaten|gewaltsame Niederschlagung des Prager Frühlings]] durch Truppen des [[Warschauer Pakt]]s 1968.&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens Vollnhals: [http://books.google.de/books?id=7i5Ac0Taty4C&amp;amp;pg=PA158&amp;amp;lpg=PA158&amp;amp;dq=#v=onepage&amp;amp;q=&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Die Kirchenpolitik von SED und Staatssicherheit: eine Zwischenbilanz&amp;#039;&amp;#039;, S. 158]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedensrat war eine von der SED gesteuerte&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel-13520583&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=13520583 |Titel=DDR: Thron und Altar |Autor= |Jahr=1986 |Nr=50 |Datum=8.&amp;amp;nbsp;Dezember 1986 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und abhängige Organisation&amp;lt;ref&amp;gt;Ehrhart Neubert: [http://books.google.de/books?id=HCiSjXdSAQYC&amp;amp;pg=PA96&amp;amp;lpg=PA96 &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Opposition in der DDR 1949-1989&amp;#039;&amp;#039;, S. 96]&amp;lt;/ref&amp;gt; und unterlag Weisungen aus dem [[Politbüro der SED]]. Angeleitet wurde der Friedensrat bis 1981 vom Politbüromitglied [[Albert Norden]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;FerngelenkteFriedensbewegung289&amp;quot;&amp;gt;Michael Ploetz, Hans-Peter Müller: &amp;#039;&amp;#039;Ferngelenkte Friedensbewegung? DDR und UdSSR im Kampf gegen den NATO-Doppelbeschluss.&amp;#039;&amp;#039; LIT Verlag, Münster 2004, ISBN 3-8258-7235-1, [https://books.google.de/books?id=eLiUPYrVBmUC&amp;amp;pg=PA289 S.&amp;amp;nbsp;289].&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitarbeiter des Friedensrats wurden vom [[Ministerium für Staatssicherheit|MfS]] verstärkt kontrolliert, da der Friedensrat auch zu westlichen Friedensgruppen Kontakte hatte. Die Stasi argwöhnte, dass die offiziellen Repräsentanten der „[[Politisch-ideologische Diversion|politisch-ideologischen Diversion]]“ des Westens ausgesetzt sein könnten. Zuständig war (von 1953 bis 1981) das Referat III, Hauptsachgebiet 2, das auch für alle Massenorganisationen der Nationalen Front zuständig war.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20120111045308/http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/Publikationen/Publikationen/handbuch_HA-XX_auerbach-braun-usw.pdf?__blob=publicationFile MfS-Handbuch, Hrsg. BStU, Berlin 2008, S. 59], aufgerufen am 5. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Das MfS erhielt durch die Zusammenarbeit beider Organisationen auch alle Briefe, die der Friedensrat aus dem Westen bekam. Der Friedensrat diente dem MfS als Deckadresse für Westkontakte und lieferte Informationen über westliche Friedensgruppen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Baron31&amp;quot;&amp;gt;Udo Baron: [http://books.google.de/books?id=YgokUVy4LJsC&amp;amp; &amp;#039;&amp;#039;Kalter Krieg und heisser Frieden: der Einfluss der SED und ihrer westdeutschen Verbündeten. Auf die Partei ’Die Grünen’&amp;#039;&amp;#039;, S. 31]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Friedensrat diente der SED als „Finanzdrehscheibe“, um Devisen an das Hauptquartier des Weltfriedensrates in Helsinki weiterzureichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FerngelenkteFriedensbewegung289&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kritik an der Rüstungs- und Verteidigungspolitik der [[Sowjetunion]] und des [[Warschauer Pakt]]es war ihm ebenso wenig möglich&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=13512513|Titel=Erstes Treffen|Autor=|Jahr=1985|Nr=16|Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wie ein Eintreten für [[Bürgerrechte]] im [[Ostblock]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Erstarken der oppositionellen Friedensbewegung, die von der SED als „störend“ und „friedensfeindlich“ bezeichnet wurde,&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Ploetz, Hans-Peter Müller: &amp;#039;&amp;#039;Ferngelenkte Friedensbewegung? DDR und UdSSR im Kampf gegen den NATO-Doppelbeschluss.&amp;#039;&amp;#039; LIT Verlag, Münster 2004, ISBN 3-8258-7235-1, [https://books.google.de/books?id=eLiUPYrVBmUC&amp;amp;pg=PA318 S.&amp;amp;nbsp;318].&amp;lt;/ref&amp;gt; geriet der Friedensrat ins politische Abseits.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Heinz Baum: [http://www.politische-bildung-brandenburg.de/ausstellungen/vom-kampfplatz-f%C3%BCr-den-frieden-bis-zur-friedlichen-revolution/innerer-friede-von-au%C3%9Fen &amp;#039;&amp;#039;Innerer Friede - von außen gesehen&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzierung und Aktivitäten ==&lt;br /&gt;
Der Friedensrat finanzierte sich durch staatliche Mittel und über Spenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedensrat organisierte oder beteiligte sich unter anderem an folgenden Aktivitäten:&lt;br /&gt;
* Aktionen zu den jährlichen [[Weltfriedenstag]]en;&lt;br /&gt;
* Unterschriften-Kampagne für den am 19. März 1950 verabschiedeten [[Stockholmer Appell]] zur Ächtung der Atomwaffen;&lt;br /&gt;
* Konferenzen des Christlichen Arbeitskreises mit Pfarrern und Theologen, erstmals 1952 zur Vorbereitung des Wiener Völkerkongresses;&lt;br /&gt;
* Teilnahme am Völkerkongress 1952 in [[Wien]] und an Friedenskonferenzen, 1953 in [[Budapest]], 1954 und 1956 in [[Stockholm]], 1955 in [[Helsinki]], 1957 in [[Tokio]] und 1958 in [[Prag]], Organisation des Weltfriedenstages 1984 in Ost-Berlin;&lt;br /&gt;
* Im Januar 1960 reisten [[Robert Havemann]] und [[Gerald Götting]]  im Auftrag des Friedensrates gemeinsam zu [[Albert Schweitzer]] nach Gabun;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bundesarchiv.de/oeffentlichkeitsarbeit/bilder_dokumente/01479/index-12.html.de |wayback=20101111054645 |text=Archivierte Kopie   }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Aufruf gegen die Politik der „[[Lyndon B. Johnson|Johnson-Regierung]]“ in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] und der „[[Ludwig Erhard|Erhard-Regierung]]“ in der Bundesrepublik Deutschland im [[Vietnamkrieg]] und gegenüber der [[Dominikanische Republik|Dominikanischen Republik]]; gegen die „Militarisierung der BRD“;&amp;lt;ref&amp;gt;http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/pdf/deu/Chapter12Doc1NEW1.pdf aufgerufen am 24. Februar 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In den 1970er-Jahren Beteiligung in der Bewegung &amp;#039;&amp;#039;Free Angela&amp;#039;&amp;#039; zur Befreiung der [[kommunistisch]]en [[Bürgerrechtler]]in [[Angela Davis]] ([[Vereinigte Staaten|USA]]) aus dem Gefängnis;&lt;br /&gt;
* Benennung einer Potsdamer Schule am 1. September 1987 mit dem Namen „[[Dean Reed]]“ (Umbenennung nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|friedlichen Revolution in der DDR]]);&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.deanreed.de/schule/schule.html Dean Reed-Website], aufgerufen am 13. Dezember 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mitorganisation des [[Olof-Palme-Friedensmarsch]]es 1.–18./19. September 1987&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herausgebertätigkeit ==&lt;br /&gt;
Der Friedensrat war Herausgeber von:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Stimme des Friedens&amp;#039;&amp;#039;. periodische Mitteilungen des Deutschen Friedensrates&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Friedenswacht&amp;#039;&amp;#039;. Internationale Zeitschrift im Kongreß-Verlag Berlin&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ddr-museum.de/de/museum/objektdatenbank/?inventarno=1011286 Internationale Friedenswacht]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* und mehrerer Bücher, unter anderem:&lt;br /&gt;
** Fritz Köhler: &amp;#039;&amp;#039;Frieden, Wissenschaft und die Verantwortung der Gelehrten&amp;#039;&amp;#039;. Friedensrat der DDR, Berlin ca. 1969.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.worldcat.org/oclc/74087406&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Dokumente der Weltfriedensbewegung – Oktober 1962 bis Dezember 1974&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Erscheinungsjahr 1976, 320 Seiten http://www.friedenspaedagogik.de/datenbank/detail.php?id=24280&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medaillen und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Der Friedensrat vergab unter anderem folgende Medaillen und Auszeichnungen:&lt;br /&gt;
* Abzeichen &amp;#039;&amp;#039;Für die Stärkung der Friedensbewegung&amp;#039;&amp;#039; in Silber (um 1950)&lt;br /&gt;
* [[Carl-von-Ossietzky-Medaille (Friedensrat der DDR)|Carl-von-Ossietzky-Medaille]]&lt;br /&gt;
* Medaille &amp;#039;&amp;#039;Für Verdienste um den Frieden&amp;#039;&amp;#039;, später „[[Deutsche Friedensmedaille]]“&lt;br /&gt;
* Arnold-Zweig-Plakette&lt;br /&gt;
* Walter-Friedrich-Plakette&lt;br /&gt;
* Emil-Fuchs-Plakette&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
Die Leitung hatte ein Sekretariat mit zeitweise etwa 50 hauptamtlichen Mitarbeitern, das die Arbeit nach den Vorgaben der Parteiführung der SED organisierte und über das die Kontrolle durch die [[Liste der ZK-Abteilungen und ihrer Abteilungsleiter|ZK-Abteilung &amp;#039;&amp;#039;Befreundete Parteien und Organisationen&amp;#039;&amp;#039;]] erfolgte. Insbesondere die zentralen Funktionen des Sekretariats waren mit SED-Funktionären besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens Vollnhals: [http://books.google.de/books?id=7i5Ac0Taty4C&amp;amp;pg=PA157&amp;amp;lpg=PA157&amp;amp;dq=#v=onepage&amp;amp;q=&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Die Kirchenpolitik von SED und Staatssicherheit: eine Zwischenbilanz&amp;#039;&amp;#039;, S. 156]&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem arbeiteten dort etwa zehn [[Inoffizieller Mitarbeiter|inoffizielle Mitarbeiter]] (IM) der Staatssicherheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Baron31&amp;quot;/&amp;gt; 1990 gab es 23 Personen, die in der DDR Anspruch auf Zusatzversorgung durch ihre direkte Beschäftigung im Friedensrat hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/13/071/1307118.asc |wayback=20140305165556 |text=&amp;#039;&amp;#039;Antrag der Gruppe der PDS auf Versorgungsansprüche&amp;#039;&amp;#039;   }} Deutscher Bundestag: Drucksache 13/7118 vom 28. Februar 1997&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Organisation des Friedensrates existierte ein &amp;#039;&amp;#039;Christlicher Arbeitskreis&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Bredendiek: &amp;#039;&amp;#039;[http://library.kas.de/GetObject.ashx?GUID=6a9933ec-5ffc-e311-9d2b-005056b96343&amp;amp;IDUSER=NotAllowed Emil Fuchs und die Anfänge des Christlichen Arbeitskreises im Friedensrat der Deutschen Demokratischen Republik]&amp;#039;&amp;#039;, Hefte aus Burgscheidungen Nr. 112, Burgscheidungen 1964.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sekretär und für die Anleitung des &amp;#039;&amp;#039;Christlichen Arbeitskreises&amp;#039;&amp;#039; zuständig war von 1955 bis 1967 der Theologe und CDU-Funktionär [[Walter Bredendiek]],&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens Vollnhals: [http://books.google.de/books?id=7i5Ac0Taty4C&amp;amp;pg=PA157&amp;amp;lpg=PA157&amp;amp;dq=#v=onepage&amp;amp;q=&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Die Kirchenpolitik von SED und Staatssicherheit: eine Zwischenbilanz&amp;#039;&amp;#039;, S. 156.]&amp;lt;/ref&amp;gt; der für dessen Prägung eine wichtige Rolle spielte.&amp;lt;ref&amp;gt;Dirk Menzel: [http://books.google.de/books?id=QW3yp4er0hEC&amp;amp;pg=PA91&amp;amp;lpg=PA91&amp;amp;dq=schlemmer+bredendiek&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=P_feSja-bt&amp;amp;sig=HPYiG1KPYgbSvviSThvkVgqkUyQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=QGeOUbn1OsSMtAbIxoC4DA&amp;amp;ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=schlemmer%20bredendiek&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Liberale Religionspädagogik und freier Protestantismus&amp;#039;&amp;#039;, S. 91].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Präsidenten:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1949–1950: [[Johannes R. Becher]], [[Anna Seghers]], [[Arnold Zweig]]&lt;br /&gt;
* 1950–1968: [[Walter Friedrich (Biophysiker)|Walter Friedrich]]&lt;br /&gt;
* 1968–1990: [[Günther Drefahl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vizepräsidenten:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-width:20em&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Frank Bochow]] (1984–1990)&lt;br /&gt;
* [[Georg Böhm (Politiker, 1923)|Georg Böhm]] (1982–1990)&lt;br /&gt;
* [[Hartmut König]] (1982–1988)&lt;br /&gt;
* [[Horst Kreter]] (1982–1990)&lt;br /&gt;
* [[Greta Kuckhoff]] (1958–1981)&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Lindner (Politiker)|Gerhard Lindner]] (1982–1990)&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Lotz]] (1965–1981)&lt;br /&gt;
* [[Heide-Linde Mehlitz]] (1982–1988)&lt;br /&gt;
* [[Margarete Müller (Politikerin, 1921)|Margarete Müller]] (1977–1984)&lt;br /&gt;
* [[Josef Orlopp]] (1958–1960)&lt;br /&gt;
* [[Max Schmidt (Politikwissenschaftler)|Max Schmidt]] (1982–1990)&lt;br /&gt;
* [[Johanna Töpfer]] (1973–1977)&lt;br /&gt;
* [[Gert Wendelborn]] (1982–1990)&lt;br /&gt;
* [[Deba Wieland]] (1977–1990)&lt;br /&gt;
* [[Alfred Wilke (Gewerkschafter)|Alfred Wilke]] (1965–1973)&lt;br /&gt;
* [[Hans-Joachim Willerding]] (1988–1990)&lt;br /&gt;
* [[Benito Wogatzki]] (1984–1990)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Generalsekretäre:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1953–1966: [[Heinz Willmann]]&lt;br /&gt;
* 1966–1990: [[Werner Rümpel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Walter Bredendiek]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://library.kas.de/GetObject.ashx?GUID=6a9933ec-5ffc-e311-9d2b-005056b96343&amp;amp;IDUSER=NotAllowed Emil Fuchs und die Anfänge des Christlichen Arbeitskreises im Friedensrat der Deutschen Demokratischen Republik]&amp;#039;&amp;#039;, Hefte aus Burgscheidungen Nr. 112, Burgscheidungen 1964.&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel|ID=13510097|Titel=Es lebe die Deutsche Demokratische ...|Autor=|Jahr=1984|Nr=35|Seiten=|Datum=1984-08-27}}&lt;br /&gt;
* Ulf Rathje, Christoph Stamm: &amp;#039;&amp;#039;Einheit von Sozialismus und Frieden&amp;#039;&amp;#039;. Zur Entstehung und Entwicklung des Friedensrates der DDR (Bestand DZ 9). In: Mitteilungen aus dem Bundesarchiv 12/2004, Heft 2, S. 62–71.&lt;br /&gt;
* Ulf Rathje: &amp;#039;&amp;#039;Das Bildarchiv des Friedensrates der DDR – ein schwieriges Erbe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Archivrundschau]]&amp;#039;&amp;#039;, Berlin, 1/2024, S. 40–41&lt;br /&gt;
* Ulf Rathje: &amp;#039;&amp;#039;Die Bemühungen des Bundesarchivs um die Nachlässe führender Persönlichkeiten des Friedensrates der DDR.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Archivrundschau&amp;#039;&amp;#039;, Berlin, 1/2024, S. 58–61&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Organisation (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationale Front (DDR)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Organisation der Friedensbewegung]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Verbandsgründung 1949]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1990]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tohma</name></author>
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