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	<title>Friedenskaiser - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T20:48:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Friedenskaiser&amp;diff=1486782&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2024-05-10T20:44:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedenskaiser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war nach einer vor allem im Mittelalter verbreiteten [[Eschatologie|eschatologischen]] Erwartung eine [[Messias|messianische]] Herrschergestalt aus der Reihe der [[Fränkisches Reich|fränkischen Könige]] bzw. [[Liste der römischen Kaiser der Antike|römischen Kaiser]], deren Erscheinen das [[Apokalyptik|Ende der Welt]] vorbereiten werde. Die Wurzeln dieser Vorstellung gehen bis auf die antike römische Prophezeiung der Herrschaft [[Saturn (Mythologie)|Saturns]] (&amp;#039;&amp;#039;aurea aetas&amp;#039;&amp;#039;) und den hellenistisch-jüdischen [[Messianismus]] zurück. Erstmals bezeugt ist sie in der [[Syrische Sprache|syrischen]] [[Apokalypse des Pseudo-Methodius]] aus dem 7. Jahrhundert (auf Lateinisch erstmals im 8. Jahrhundert) sowie später unter anderem im &amp;#039;&amp;#039;Antichrist&amp;#039;&amp;#039; des [[Adso von Montier-en-Der]] (10. Jahrhundert). [[Ernst Bernheim]] zufolge erklärt sich diese Untergangserwartung mit der Verlagerung der endzeitlichen Verheißungen in die Gegenwart, die Gut und Böse, Friedenskaiser wie [[Antichrist]] zu diesseitiger Historie werden lässt und als ersehntes Gegenbild zur Wirklichkeit gleich einem [[Deus ex machina]] das Volk erlösend auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das konkrete christlich-apokalyptische Szenario sah vor, dass der Friedenskaiser das [[Heiliges Römisches Reich|Heilige Römische Reich]] – in der direkten Nachfolge und als Träger der &amp;#039;&amp;#039;dignitas&amp;#039;&amp;#039; des [[Römisches Reich|antiken Römischen Reiches]] – über die ganze Welt ausdehnen und die Heiden bekehren werde, bevor er seine [[Reichskleinodien|Herrschaftsinsignien]] am [[Ölberg (Jerusalem)|Ölberg]] in Jerusalem niederlegen werde. Nach seinem Verzicht und dem damit einhergehenden Ende des Reiches werde die Schreckensherrschaft des Antichrist beginnen, die mit dem [[Jüngstes Gericht|Weltgericht]] Gottes ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfangs richtete sich diese Erwartung auf die Kaiser von Byzanz; nach der Erneuerung des westlichen Kaisertums durch die [[Karolinger]] wurde sie auf Karl den Großen und seine Nachfolger übertragen. Bald entwickelte sich auch die Vorstellung, bei dem künftigen Friedensherrscher handle es sich um einen Rückkehrer: Unter den westlichen Herrschern, deren Wiederkunft als Friedenskaiser erwartet wurden, waren [[Friedrich II. (HRR)|Friedrich II.]], später sein Großvater [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich I.]] (genannt Barbarossa) und [[Karl der Große]] selbst. Bei den inhaltlich, zeitlich und lokal unterschiedlich entstandenen [[Sage]]n über die Wiederkunft der drei Herrscher schlug sich das literarisch-mythologische Motiv der [[Bergentrückung]] nieder, welches als [[Entrückung]]smotiv vor allem im germanischen/deutschen Sprachraum zu finden ist. Bei [[Otto von Freising]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Monumenta Germaniae Historica]], &amp;#039;&amp;#039;Scriptores rerum Germanicarum&amp;#039;&amp;#039;. Chron. 2 17–22&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich Anhaltspunkte, dass der Kaisername &amp;#039;&amp;#039;Friedrich&amp;#039;&amp;#039; wegen seiner Bedeutung den Glauben nährte, der letzte Kaiser erscheine in Gestalt eines der Namensträger. Im späten Mittelalter änderte sich diese Vorstellung; der Friedenskaiser würde nun nach verbreiteter Auffassung „aus dem Volk“ stammen. Hochstapler wie [[Tile Kolup|Dietrich Holzschuh]], der elsässische Einsiedler Heinrich (beide 1285) und andere „falsche Friedriche“, die für sich reklamierten, sie seien der zurückgekehrte Kaiser, machten sich dies zu Nutze. Die Sage vom Friedenskaiser wirkt noch bis in die Zeit Kaiser Friedrichs III. (1415–1493), der selbst mit dem „Dritten Friedrich“ bzw. dem schlafenden Kaiser in Verbindung gebracht wurde, nach.&amp;lt;ref&amp;gt;Konstantin Langmaier: &amp;#039;&amp;#039;Kaiser Friedrich III. (1415–1493): des Reiches Erzschlafmütze? Der „schlafende Kaiser“ als Klischee.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark]].&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 111, Graz 2020, S. 129–189.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hannes Möhring]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Weltkaiser der Endzeit. Entstehung, Wandel und Wirkung einer tausendjährigen Weissagung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Mittelalter-Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). Thorbecke, Stuttgart 2000, ISBN 3-7995-4254-X ([https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/mf03 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* {{LexMA|4|921|923|Friedenskaiser|[[Tilman Struve]]}}&lt;br /&gt;
* Tilman Struve: &amp;#039;&amp;#039;Die falschen Friedriche und die Friedenssehnsucht des Volkes im späten Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Fälschungen im Mittelalter. Internationaler Kongress der Monumenta Germaniae Historica, München, 16.–19. September 1986, Teil 1: Kongreßdaten und Festvorträge.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;MGH-Schriften.&amp;#039;&amp;#039; Band 33). Hahn, Hannover 1988, ISBN 3-7752-5156-1, S. 317–337.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eschatologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentumsgeschichte (Mittelalter)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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