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	<title>Friede von Teschen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Gloser: Nachgebessert</title>
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		<updated>2026-02-08T17:00:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nachgebessert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Treaty of Teschen.jpg|mini|Der Friede von Teschen. Österreichische Ratifikationsurkunde (abgebildet: Artikel II-IV), datiert 16. Mai 1779. München, [[Bayerisches Hauptstaatsarchiv]], Bayern Urk. 1064]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friede von Teschen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; vom 13. Mai 1779 beendete nach Verhandlungen in [[Cieszyn|Teschen]] den [[Bayerischer Erbfolgekrieg|Bayerischen Erbfolgekrieg]] zwischen der [[Habsburgermonarchie]] und [[Königreich Preußen|Preußen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Auslöser des Bayerischen Erbfolgekrieges war der Tod des kinderlosen [[Kurfürstentum Bayern|bayerischen Kurfürsten]] [[Maximilian III. Joseph]] (1745–1777). Mit ihm starb die bayerische Linie der [[Wittelsbach]]er aus. Eine Reihe mitteleuropäischer [[Adel]]shäuser erhob Anspruch auf Teile des Erbes, darunter Österreich auf das [[Herzogtum Niederbayern]]. Erbberechtigt war der wittelsbachische Kurfürst [[Karl Theodor (Pfalz und Bayern)|Karl Theodor von der Pfalz]] (1724–1799), der nach dem Tode von Maximilian Joseph die Ansprüche Österreichs auf das Herzogtum Niederbayern, die Grafschaft [[Mindelheim]], das [[Rentamt Burghausen]], [[Neuböhmen|böhmische Lehen in der Oberpfalz]] u.&amp;amp;nbsp;a. anerkannte. Daraufhin besetzten österreichische Truppen am 16. Januar 1778 weit mehr als die zugestandenen Gebiete des bayerischen Teilherzogtums [[Straubinger Ländchen|Bayern-Straubing]] und die Grafschaft Mindelheim ohne Zwischenfälle. Straubing wurde Zentrum der „Österreichisch Bayern“ genannten Territorien. Der Vertrag fand aber nicht die Anerkennung des nächstberechtigten wittelsbachischen Erben, nämlich des Herzogs [[Karl II. August|Karl August von Pfalz-Zweibrücken]] (1746–1795), der von Preußen und einer bayerischen Patriotenpartei unterstützt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem preußischen Einmarsch in Böhmen am 5. Juli 1778 begann der [[Bayerischer Erbfolgekrieg|Bayerische Erbfolgekrieg]] mit Österreich, der eine Entscheidung über diese Streitfragen herbeiführen sollte, bei dem sich aber Bayern für neutral erklärte. Während des Krieges fanden keine nennenswerten militärischen Auseinandersetzungen statt, er wurde daher auch als „Kartoffelkrieg“ oder „Zwetschgenrummel“ bezeichnet, da das Requirieren von Lebensmitteln die Haupttätigkeit der Armeen blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Friedensschluss ==&lt;br /&gt;
Der Frieden kam auf Initiative [[Russisches Kaiserreich|Russlands]] zustande und wurde von [[Frankreich]] und Russland garantiert. Der Vertrag wurde am 13. Mai 1779, dem Geburtstag von Kaiserin [[Maria Theresia]], in der schlesischen Stadt [[Teschen]] in Anwesenheit von Delegierten der sieben beteiligten Länder (Österreich, Preußen, Sachsen, Bayern, dem Herzogtum Zweibrücken sowie den Garantiemächten Frankreich und Russland) unterzeichnet und am 28.&amp;amp;nbsp;Februar 1780 vom Reich, sowie am 8. März 1780 vom Kaiser des Heiligen Römischen Reiches [[Joseph II.]] [[Ratifikation|ratifiziert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestimmungen des Vertrags ==&lt;br /&gt;
Österreich erhielt von Bayern die östlich von [[Inn]] und [[Salzach]] gelegenen Gebiete des [[Rentamt Burghausen|Rentamtes Burghausen]], also einen Gebietsstreifen von [[Passau]] bis zur Nordgrenze des [[Erzstift Salzburg|Erzstifts Salzburg]]. Dazu gehörten die Gerichte [[Wildshut]], [[Braunau am Inn|Braunau]], [[Mauerkirchen]], [[Friedburg]], [[Mattighofen]], [[Schärding]] und [[Ried im Innkreis]]. Dieses Gebiet wurde unter dem Namen „[[Innviertel]]“ dem Herzogtum [[Österreich ob der Enns]] angegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegenzug wurden die Ansprüche Preußens auf die beiden hohenzollernschen [[Markgrafschaft#Markgraftum|Markgraftümer]] [[Fürstentum Ansbach|Brandenburg-Ansbach]] und [[Fürstentum Bayreuth|Brandenburg-Bayreuth]] anerkannt. Das [[Kurfürstentum Sachsen]] erhielt von Karl Theodor sechs Millionen Gulden als [[Allodial]]gut. Die [[Kurfürst|Kurwürden]] Bayerns und der Pfalz wurden zusammengelegt. Österreich erkannte zudem die [[Hausvertrag|Hausverträge]] der Wittelsbacher von 1766, 1771 und 1774 an, in denen die gegenseitige Erbfolge der Wittelsbacher Linien geregelt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht geregelt war allerdings der Komplex der sogenannten Innviertler Schulden. Dabei handelt es sich um Zahlungsverpflichtungen der bayerischen Kurfürsten über 848.143 Gulden bei diversen Städten, [[Korporation]]en und Privatpersonen, welche zwischen 1592 und 1750 aufgenommen worden waren. Die Wittelsbacher verweigerten jedoch die Rückzahlung. Dieses Problem konnte erst 1895 durch Verhandlungen zwischen dem österreichischen Staat und dem [[Land ob der Enns]] gelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel 12 erklärte den Vertrag zum Bestandteil des [[Westfälischer Friede|Westfälischen Friedens]]. Russland erhielt damals erstmals ein Mitspracherecht in Angelegenheiten des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jan Kusber |Titel=Katharina die Große. Legitimation durch Reform und Expansion |Auflage=1. |Verlag=W. Kohlhammer |Ort=Stuttgart |Datum=2022 |ISBN=978-3-17-021630-3 |Seiten=222}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vollzug des Friedensvertrages ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dresdner Bilderchronik Tafel 22 a (cropped).jpg|mini|Verkündigung des Friedens von Teschen vor dem Schwarzen Tore in Dresden am 15. Mai 1779]]&lt;br /&gt;
Am 29. Mai 1779 vereidigte der Landeshauptmann von Oberösterreich, Graf [[Christoph Wilhelm II. von Thürheim]], in Braunau die bisher landesfürstlich-bayerischen Beamten. Zwei Tage später wurde zum ersten Mal das „Innviertel“ genannte Gebiet der oberennsischen Landeshauptmannschaft unterstellt. Am 2. Juli 1779 leistete der Innviertler Adel die Huldigung und feierte zusammen mit den Ständen ob der Enns ein [[Te Deum]]. Am 27. November 1779 erging ein abschließendes kaiserliches Patent, das die Eingliederung des Innviertels in das Land ob der Enns verfügte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt ist in diesem Zusammenhang eine Besichtigungsreise des [[Joseph II.|Kaisers Joseph II.]] im Oktober 1779 durch den neuen Landesteil, die ihn über Gmunden, Frankenmarkt, Straßwalchen, [[Schloss Perwang|Perwang]], Wildshut, Ach, Braunau am Inn, Schärding nach Passau und von dort nach [[Engelhartszell]] und [[Linz]] führte. In einem Brief an Kaiserin Maria Theresia drückte er eine gewisse Enttäuschung darüber aus, dass es nicht gelungen war, ganz Bayern oder zumindest Niederbayern zu erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Es ist ein winziger Gegenstand, wenn man bedenkt, was vielleicht hätte gelingen können; aber an und für sich ist dieser Landstrich schön und gut für Österreich sehr gelegen.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Zit. nach Siegfried Haider: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Oberösterreichs.&amp;#039;&amp;#039; 1987, S. 222}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachfolgende Zeit ==&lt;br /&gt;
Aufgrund des [[Friede von Schönbrunn|Friedens von Schönbrunn]] 1809 ergriff Bayern Anfang 1810 noch einmal Besitz vom Innviertel. Es wurde zusammen mit Teilen des [[Hausruckviertel]]s dem bayerischen [[Unterdonaukreis]] zugewiesen. 1811 wurden auch die in diesem Gebiet liegenden Pfarreien von der [[Diözese Linz]] abgetrennt und dem [[Bistum Passau]] zugewiesen. Erst im [[Vertrag von München (1816)|Münchener Vertrag]] trat das [[Königreich Bayern]] das Innviertel mit anderen Gebieten zum 1. Mai 1816 endgültig an das [[Kaisertum Österreich]] ab. Kirchlich übernahm auch das Bistum Linz am 1. Juli 1816 die entsprechenden Gebiete wieder vom Bistum Passau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vertragsausgaben ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Jacob Moser]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Teschenische Fridensschluß vom Jahr 1779 mit Anmerkungen. Als eine Fortsetzung der Staatsgeschichte des Krieges zwischen Oesterreich und Preußen in denen Jahren 1778, und 1779 geführten Krieges.&amp;#039;&amp;#039; Johann Gottlieb Garve, Frankfurt am Main 1779 ({{Google Buch |BuchID=30pFAAAAcAAJ |Linktext=Scan}}, Bestimmungen im französischen Original, in deutscher Übersetzung und Anmerkungen).&lt;br /&gt;
* [https://www.ieg-friedensvertraege.de/treaty/1779%20V%2013%20Konvention%20von%20Teschen/t-132-1-de.html Vertragstext] auf der Website &amp;#039;&amp;#039;Europäische Friedensverträge der Vormoderne – online&amp;#039;&amp;#039;, [[Institut für Europäische Geschichte (Mainz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Proclamation des Friedens. Nachdem durch des Allerhöchsten Gnade und Segen zwischen Sr. Königl. Majestät von Preußen, Unserm allergnädigsten Herrn an einem, und der Käyserin-Königin von Ungarn und Böhmen Majestät am andern Theile, zu Teschen den 13ten dieses Monaths ein erwünschter Friede getroffen und geschlossen […].&amp;#039;&amp;#039; S. l. 1779, {{URN|nbn:de:bsz:14-db-id35520312X4}} ([https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/57901/3 Scan]).&lt;br /&gt;
* Adolf Unzer: &amp;#039;&amp;#039;Der Friede von Teschen. Ein Beitrag zur Geschichte des bayrischen Erbfolgestreites.&amp;#039;&amp;#039; Handorff, Kiel 1903, insbesondere Kapitel 7: &amp;#039;&amp;#039;Der Kongress zu Teschen,&amp;#039;&amp;#039; S. 316–424 ({{Google Buch |BuchID=prAwAQAAIAAJ |Seite=316 |Linktext=Scan}}).&lt;br /&gt;
* Isabel de Madariaga: &amp;#039;&amp;#039;Britain, Russia, and the Armed Neutrality of 1780.&amp;#039;&amp;#039; Sir James Harris&amp;#039;s mission to St. Petersburg during the American Revolution. Yale University Press, New Haven, CT 1962, {{OCLC|390851}}, Kapitel: &amp;#039;&amp;#039;The War of the Bavarian Succession,&amp;#039;&amp;#039; S. 21 ff. ({{archive.org| britainrussiaarm0000dema | Scan |Blatt=n6}}; {{Google Buch |BuchID=iRwgAAAAMAAJ |Hervorhebung=The War of the Bavarian Succession}}).&lt;br /&gt;
* Jerzy Michalski: &amp;#039;&amp;#039;Polska wobec wojny o sukcesję Bawarską.&amp;#039;&amp;#039; Wrocław/Warszawa/Kraków 1964.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Hellmann (Historiker)|Manfred Hellmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Friedensschlüsse von Nystad (1721) und Teschen (1779) als Etappen des Vordringens Rußlands nach Europa.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Jahrbuch]].&amp;#039;&amp;#039; Band 97/98, 1978, {{ISSN| 0018-2621}}, S. 270–288.&lt;br /&gt;
* [[Karl Otmar von Aretin]]: &amp;#039;&amp;#039;Europa und der Friede von Teschen.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Das Reich. Friedensgarantie und europäisches Gleichgewicht 1648–1806.&amp;#039;&amp;#039; Klett-Cotta, Stuttgart 1986, ISBN 3-608-91074-3, S. 325–336 ({{Google Buch |BuchID=6IDE_6FAV5MC |Seite=325 |Hervorhebung=Europa und der Friede von Teschen |Linktext=eingeschränkter Scan}}).&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Haider]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Oberösterreichs.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 1987, ISBN 3-486-54081-5.&lt;br /&gt;
* Georgij Aleksandrovic Nersesov: &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ru|Политика России на Тешенском конгрессе. 1778–1779}} / Politika Rossii na Tešenskom kongresse. 1778–1779.&amp;#039;&amp;#039; Nauka, Moskau 1988, {{OCLC|242738657}}.&lt;br /&gt;
* [[Daniel-Erasmus Khan]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Staatsgrenzen. Rechtshistorische Grundlagen und offene Rechtsfragen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Jus publicum.&amp;#039;&amp;#039; Band 114). Mohr Siebeck, Tübingen 2004, ISBN 3-16-148403-7, S. 175–185, hier S. 178–181, {{ISSN|0941-0503}} (Zugl.: München, Univ., Habil.-Schr., 2002/03; {{Google Buch |BuchID=V01T5VI4nZ4C |Seite=&amp;lt;!-- 178 --&amp;gt; |Hervorhebung=&amp;quot;Friede zu Teschen&amp;quot;}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Treaty of Teschen|Friede von Teschen}}&lt;br /&gt;
* [[Roman Sandgruber]]: [https://www.nachrichten.at/archivierte-artikel/serien/wir-oberoesterreicher/Die-Innviertler-UEbergabe;art11547,359321 &amp;#039;&amp;#039;Die Innviertler Übergabe.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Oberösterreichische Nachrichten|OÖ Nachrichten]].&amp;#039;&amp;#039; 27. März 2010&amp;lt;!-- abgerufen am 7. Oktober 2011 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=113738638X|LCCN=n90697146|VIAF=177475024}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Friedensvertrag|Teschen, Frieden von]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Habsburgermonarchie vor 1804]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayerische Geschichte (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1779]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Schlesien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Cieszyn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertrag (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrechtlicher Vertrag (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer völkerrechtlicher Vertrag (Österreich)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gloser</name></author>
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