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	<title>Frida Hockauf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T19:14:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Frida_Hockauf&amp;diff=106430&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lotse-zwei: /* Weblinks */ Porträt bei europeana</title>
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		<updated>2024-12-23T19:50:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Porträt bei europeana&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Frida Hockauf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geborene Kloß, (* [[24. September]] [[1903]] in [[Bogatynia|Reichenau]]; † [[30. Januar]] [[1974]] in [[Zittau]]) war eine deutsche [[Weber]]in, die in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] aufgrund von [[Planübererfüllung]] medienwirksam zum Symbol eines erfolgreichen [[Arbeiter-und-Bauern-Staat]]s stilisiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitarbeiterin des [[Volkseigener Betrieb|VEB]] „Mechanische Weberei Zittau“, des größten Webereibetriebs der DDR, wurde sie bekannt durch ihre [[Selbstverpflichtung]], von September 1953 bis Jahresende über 45 laufende Meter Stoff über ihren normalen Plananteil hinaus zu produzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der in der DDR vielzitierten [[Wahlspruch|Losung]] „So wie wir heute arbeiten, werden wir morgen leben“ konnte im Nachhinein nicht eindeutig geklärt werden, ob sie von Hockauf selbst kam oder ihr nur vorgegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Frida Kloß wuchs mit neun Geschwistern in einer [[Oberlausitz]]er Weberfamilie in der Stadt Reichenau auf. Nach der [[Volksschule]] arbeitete sie zunächst als [[Dienstmädchen]] und ab 1921 als Weberin in Zittau. 1922 trat sie der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] und dem [[Deutscher Textilarbeiterverband|Textilarbeiterverband]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ZI-Friedhof-Grab-Frida Hockauf MF.jpg|mini|hochkant|Grabstätte]]&lt;br /&gt;
Zwischen 1929 und 1935 waren Frida Hockauf und ihr Mann Alfred, der ebenfalls Weber war&amp;lt;ref name=&amp;quot;ChristianEger&amp;quot;&amp;gt;Christian Eger: &amp;quot;Frida Hockauf: Erst die Arbeit, dann das Leben&amp;quot;, www.mz.de vom 9. Dezember 2003  ([https://www.mz.de/kultur/frida-hockauf-erst-die-arbeit-dann-das-leben-3058214 online], Zugriff am 16. Dezember 2021)&amp;lt;/ref&amp;gt; und der SPD angehörte, arbeitslos und die Familie lebte von der Fürsorge. In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] wurde ihr Mann wegen [[Illegalität|illegaler]] sozialdemokratischer Aktivitäten inhaftiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1945 bis 1951 arbeitete sie beim Sozialamt der Stadt Zittau und wechselte dann als Weberin in den VEB Mechanische Weberei Zittau zurück. Ihr Mann arbeitete später bei der Kriminalpolizei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ChristianEger&amp;quot;&amp;gt;Christian Eger: &amp;quot;Frida Hockauf: Erst die Arbeit, dann das Leben&amp;quot;, www.mz.de vom 9. Dezember 2003  ([https://www.mz.de/kultur/frida-hockauf-erst-die-arbeit-dann-das-leben-3058214 online], Zugriff am 16. Dezember 2021)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frida Hockauf wurde 1946 Mitglied der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]], nach ihrer medienwirksamen Planübererfüllung war sie von 1954 bis 1963 [[Volkskammer]]abgeordnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1963 ging Hockauf, die seit 1955 nicht mehr als Weberin, sondern als Sachbearbeiterin und Beauftragte für den [[Sozialistischer Wettbewerb|sozialistischen Wettbewerb]] im selben Betrieb tätig war, in Rente. Ihre Tochter Ursula studierte Pädagogik an der [[Lomonossow-Universität Moskau|Lomonossow-Universität]] in [[Moskau]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ChristianEger&amp;quot;&amp;gt;Christian Eger: &amp;quot;Frida Hockauf: Erst die Arbeit, dann das Leben&amp;quot;, www.mz.de vom 9. Dezember 2003  ([https://www.mz.de/kultur/frida-hockauf-erst-die-arbeit-dann-das-leben-3058214 online], Zugriff am 16. Dezember 2021)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frida Hockauf ist im [[Friedhöfe in Zittau #Urnenhain der Stadt Zittau|Urnenhain des städtischen Krematoriums Zittau]] bestattet;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ChristianEger&amp;quot;&amp;gt;Christian Eger: &amp;quot;Frida Hockauf: Erst die Arbeit, dann das Leben&amp;quot;, www.mz.de vom 9. Dezember 2003  ([https://www.mz.de/kultur/frida-hockauf-erst-die-arbeit-dann-das-leben-3058214 online], Zugriff am 16. Dezember 2021)&amp;lt;/ref&amp;gt; die genaue Lage der Grabstätte wird auf Wunsch der Familie von der Friedhofsverwaltung nicht mehr bekanntgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Mitteilung der Friedhofsverwaltung Urnenhain Zittau vom 23. Mai 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planübererfüllung und Reaktionen ==&lt;br /&gt;
Nach dem Arbeiteraufstand vom [[Aufstand des 17. Juni|17. Juni 1953]] suchte die SED-Führung nach geeigneten Arbeitern als Vorbildobjekte, um die Überbietung der Normen und den sozialistischen Wettbewerb wieder in Gang zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frida Hockauf verpflichtete sich auf einer Gewerkschaftsaktivtagung der Mechanischen Weberei Zittau am 29. September 1953 im Oktober 10 Meter, im November 15 Meter und im Dezember 20 Meter Stoff bester Qualität über ihren persönlichen Plananteil hinaus zu weben. In einem von ihr unterzeichneten Aufruf des Tages hieß es: „So wie wir Werktätigen heute arbeiten, wird morgen unser Leben sein.“&amp;lt;ref&amp;gt;Aus dem Aufruf der Weberin Frida Hockauf vom 29. September 1953. [[Tribüne (Zeitung)|Tribüne]] 1. Oktober 1953. In: Institut für Marxismus-Leninismus beim [[Zentralkomitee der SED]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen [[Arbeiterbewegung]], Band 7, Von 1949 bis 1955&amp;#039;&amp;#039;. Autorenkollektiv: [[Walter Ulbricht]] u. a., [[Karl Dietz Verlag Berlin|Dietz Verlag]], Dokument 69 Seite 440 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurde vermeldet, dass sie durch gut organisierte Arbeit und gewissenhafte Ausnutzung der Arbeitszeit ihr selbstgestelltes Ziel bereits am 10. Dezember erreichte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fh224&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie wurde als Initiatorin der Wettbewerbsbewegung unter der Losung „So wie wir heute arbeiten, werden wir morgen leben“&amp;lt;ref&amp;gt;Museum für Deutsche Geschichte, Kollektiv Walter Nimitz u. a., nach einem von der 2. Tagung des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands im April 1963 bestätigten Grundriß der Geschichte in der Arbeiterbewegung, 2., veränderte Auflage, Dietz Verlag, Berlin 1965, Seite 367&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt, aber auch als Initiatorin der Wettbewerbsbewegung „Mehr, bessere und billigere Bedarfsgüter“&amp;lt;ref name=&amp;quot;fh224&amp;quot;&amp;gt;Aus dem Aufruf der Weberin Frida Hockauf vom 29. September 1953. [[Tribüne (Zeitung)|Tribüne]] 1. Oktober 1953. In: Institut für Marxismus-Leninismus beim [[Zentralkomitee der SED]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen [[Arbeiterbewegung]], Band 7, Von 1949 bis 1955&amp;#039;&amp;#039;. Autorenkollektiv: [[Walter Ulbricht]] u. a., [[Karl Dietz Verlag Berlin|Dietz Verlag]]; Bildteil nach Seite 224.&amp;lt;/ref&amp;gt; gefeiert. Auch von der Losung „Dem Volk mehr, bessere und billigere Textilien!“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.uni-magdeburg.de/uniarchiv/chronik/jahre_ddr/1953/09.htm Uni Magdeburg.de, Uniarchiv, Chronik, Jahre DDR, 1953]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird berichtet. Ähnlich allerdings hatte sie sich in ihrem Aufruf geäußert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verpflichtung Frida Hockaufs wurde von der SED medienwirksam inszeniert und von der Partei- und Staatsführung als Ankündigung eines Wirtschaftswunders in der DDR durch den sozialistischen Wettbewerb benutzt, was in der Bundesrepublik zu Spottreaktionen führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1954 erhielt die [[Aktivistenbewegung|Aktivistin]] die Auszeichnung „[[Held der Arbeit]]“. Hockauf fand durch die [[Planübererfüllung]] allerdings nicht nur Zustimmung. So wurde sie beispielsweise als „Normbrecherin“ und „Arbeiterverräterin“ beschimpft und ihre Webstühle unterlagen teilweise [[Sabotage]]. Auch wurden ihr Vergünstigungen und [[Privilegien]] nachgesagt, die sie allerdings nie hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zittau war zu Zeiten der DDR eine Straße nach ihr benannt, die &amp;#039;&amp;#039;Frida-Hockauf-Straße&amp;#039;&amp;#039;, die heute wieder &amp;#039;&amp;#039;Ziegelstraße&amp;#039;&amp;#039; heißt. Die einst auf dem Gelände des VEB Mechanische Weberei Zittau aufgestellte Frida-Hockauf-Büste ist mit dem Abriss des Werkes Mitte der 1990er Jahre verschwunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ChristianEger&amp;quot;&amp;gt;Christian Eger: &amp;quot;Frida Hockauf: Erst die Arbeit, dann das Leben&amp;quot;, www.mz.de vom 9. Dezember 2003  ([https://www.mz.de/kultur/frida-hockauf-erst-die-arbeit-dann-das-leben-3058214 online], Zugriff am 16. Dezember 2021)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frida-Hockauf-Methode ==&lt;br /&gt;
Nach ihr ist die Frida-Hockauf-Methode benannt, eine in der DDR verwendete Arbeitsmethode zur Steigerung der [[Produktivität|Arbeitsproduktivität]] von [[Webmaschine]]n. Dabei wurden mehrere Webstühle zeitversetzt bedient, so dass geringere Stillstandszeiten auftraten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen / Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Torsten Töpler: &amp;#039;&amp;#039;Auf den Spuren einer Zittauer Aktivistin&amp;#039;&amp;#039; (2014, [https://www.saechsische.de/plus/auf-den-spureneiner-zittauer-aktivistin-2763432.html online])&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Torsten Töpler|Titel=Die Ausgezeichnete: Biographische Spurensuche um Frida Hockauf|Verlag=Forum Vlg Leipzig|Ort=Leipzig|Jahr=2007}}&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=frida-hockauf|lemma=Hockauf, Frida|autor=Jan Wielgohs|band=1|idNum=1439}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Adolf Hennecke]]&lt;br /&gt;
* [[Alexei Grigorjewitsch Stachanow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|133278247}}&lt;br /&gt;
* [https://www.europeana.eu/de/item/188/item_E2GR4563L5JPKCLIAZWFIJPVTLTSOCIB Porträt von Frida Hockauf] bei [[Europeana]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133278247|VIAF=25788198}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hockauf, Frida}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1974]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Held der Arbeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hockauf, Frida&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kloß, Frida (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Weberin und Aktivistin, MdV (SED)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. September 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bogatynia|Reichenau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Januar 1974&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zittau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lotse-zwei</name></author>
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