<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Freudensteintunnel</id>
	<title>Freudensteintunnel - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Freudensteintunnel"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Freudensteintunnel&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-21T23:41:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Freudensteintunnel&amp;diff=1024517&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bigbug21: Archivlink gesetzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Freudensteintunnel&amp;diff=1024517&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-31T21:03:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Archivlink gesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Tunnel&lt;br /&gt;
 | Bild               = Freudensteintunnel Ost.jpg&lt;br /&gt;
| Bildtext           = Ostportal des Freudensteintunnels&lt;br /&gt;
| Nutzung            = [[Eisenbahntunnel]]&lt;br /&gt;
| Verkehrsverbindung = [[Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart]]&lt;br /&gt;
| Ort                = [[Stromberg (Landschaft)|Stromberg]]&lt;br /&gt;
| Länge              = 6824&lt;br /&gt;
| Röhren             = 1&lt;br /&gt;
| Querschnitt        = &lt;br /&gt;
| Überdeckung        = 101&lt;br /&gt;
| Bauherr            = [[Deutsche Bundesbahn]]&lt;br /&gt;
| Baukosten          = &lt;br /&gt;
| Baubeginn          = 14. Januar 1987&lt;br /&gt;
| Fertigstellung     = Anfang 1991&lt;br /&gt;
| Betreiber          = [[DB InfraGO]]&lt;br /&gt;
| Freigabe           = 2. Juni 1991&lt;br /&gt;
| Portal1-lat        = 49.047925&lt;br /&gt;
| Portal1-long       = 8.796101&lt;br /&gt;
| Portal1-region     = DE-BW&lt;br /&gt;
| Portal1-Name       = Nordwestportal&lt;br /&gt;
| Portal2-lat        = 49.009107&lt;br /&gt;
| Portal2-long       = 8.867759&lt;br /&gt;
| Portal2-region     = DE-BW&lt;br /&gt;
| Portal2-Name       = Südostportal&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Freudensteintunnel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist mit einer Länge von 6824&amp;amp;nbsp;m ([[Streckenkilometer]] 62,086 bis 68,910)&amp;lt;ref name=&amp;quot;bt-18-2409&amp;quot; /&amp;gt; der längste [[Eisenbahntunnel]] der [[Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart]]. Der Tunnel unterquert etwa in seiner Mitte den Ortsteil [[Freudenstein (Knittlingen)|Freudenstein]] der Gemeinde [[Knittlingen]] und trägt daher seinen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bauwerk gilt als [[Hydrologie|hydrologisch]] und [[Geologie|geologisch]] schwierigster Tunnel der Strecke.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bundesbahn-65-603&amp;quot;&amp;gt;Friedrich Schrewe, Leo Glatzel: &amp;#039;&amp;#039;Sind Eisenbahntunnel umweltschonend?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Bundesbahn.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 65 (1969), Heft 7, {{ISSN|0007-5876}}, S.&amp;amp;nbsp;603–606.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf und Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Freudensteintunnel West c.jpg|mini|Westportal des Freudensteintunnels]]&lt;br /&gt;
[[Datei:FreudensteintunnelNotausgang.jpg|mini|Der Notausgang des Tunnels in der Nähe von Freudenstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweigleisige und mit planmäßig bis zu 250&amp;amp;nbsp;km/h befahrbare Tunnel unterquert den [[Naturpark]] [[Stromberg (Landschaft)|Stromberg]], die so genannte Strombergmulde, im Bereich der [[Gemarkung]]en [[Oberderdingen]] ([[Landkreis Karlsruhe]]) und [[Knittlingen]] ([[Enzkreis]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Trasse (Verkehrsweg)|Trasse]] verläuft Richtung Stuttgart in südöstlicher Richtung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;db-1986-mitte&amp;quot; /&amp;gt; Sie verläuft dabei zunächst in einer Gerade und geht anschließend in eine Rechtskurve (Richtung Stuttgart) mit einem [[Kurvenradius|Radius]] von 10.000&amp;amp;nbsp;m&amp;lt;ref name=&amp;quot;db-1985-06&amp;quot;&amp;gt;Deutsche Bundesbahn, Projektgruppe Mannheim–Stuttgart (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Streckenkarte Neubaustrecke Mannheim–Stuttgart 1:100&amp;amp;nbsp;000&amp;#039;&amp;#039;. Faltkarte, Karlsruhe, Juni 1985.&amp;lt;/ref&amp;gt; über, auf die eine weitere Gerade folgt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;db-1986-mitte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Gradiente]] steigt dabei zunächst mit rund einem Promille an und geht, bei km 64, in eine Steigung von 12,403 Promille über.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rudolph-1989-102&amp;quot;&amp;gt;Rudolph (1989), S.&amp;amp;nbsp;102.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Überdeckung liegt bei bis zu 101&amp;amp;nbsp;m,&amp;lt;ref name=&amp;quot;rudolph-1989-60&amp;quot; /&amp;gt; dem höchsten Wert der Neubaustrecke.&amp;lt;ref name=&amp;quot;konzept-1986&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des Nordwestportals des Tunnels liegt, im Tunnel, die [[Überleitstelle]] &amp;#039;&amp;#039;Freudenstein&amp;#039;&amp;#039;. An das Südostportal des Tunnels schließt sich ein Einschnitt an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rudolph-1989-102&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Kilometer 65,0 ({{Coordinate|text=/|NS=49/1/55/N|EW=8/49/43/E|type=landmark|region=DE-BW|name=Notausgang Freudensteintunnel}}) führt ein Notausgang an die Oberfläche, die an dieser Stelle rund 50&amp;amp;nbsp;m über der Gleisachse liegt. Der Notausgang endet am östlichen Rand der Gemeinde [[Freudenstein (Knittlingen)|Freudenstein]]. An das Südostportal schließt sich ein [[Trogbauwerk]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Planung ===&lt;br /&gt;
Der Tunnel war in seiner heutigen Form nie vorgesehen und geht auf einen besonders intensiven Widerstand in den örtlichen Gemeinden zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;scharf-2006-200&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3882557699|Seiten=200}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Planungsstand der Vortrassierung (Oktober 1973) war zwischen [[Großvillars]] und [[Diefenbach (Sternenfels)|Diefenbach]] ein 4,7&amp;amp;nbsp;km langer Tunnel unter dem Freudenstein vorgesehen. [[Zaisersweiher]] sollte nordöstlich oberirdisch umfahren werden, bevor die Strecke bei Schützingen in einen weiteren kurzen Tunnel eintreten sollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;db-1973-10&amp;quot;&amp;gt;Deutsche Bundesbahn, Zentrale Transportleitung: &amp;#039;&amp;#039;Erläuterungsbericht zur Planung der Neubaustrecke Mannheim – Stuttgart&amp;#039;&amp;#039;. Oktober 1973, Aktenzeichen &amp;#039;&amp;#039;400a/411a.4002/4123&amp;amp;nbsp;Nv&amp;amp;nbsp;(Mhm–Stg).&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;8 und Übersichtskarte Vortrassierung; (verfügbar am [[Generallandesarchiv Karlsruhe]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des im November 1978 zwischen Bundesverkehrsminister [[Kurt Gscheidle]] und Baden-Württembergs Ministerpräsidenten [[Lothar Späth]] vereinbarten [[Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart#Millionen-Paket|135-Millionen-DM-Pakets]] wurde der bis dahin geplante 405&amp;amp;nbsp;m lange Tunnel unter dem Oberderdinger Horn und der 2775&amp;amp;nbsp;m lange Tunnel unter dem Freudenstein zusammengelegt und im Bereich der Jungviehweide bis zur Landesstraße 1134 verlängert. Der daraus hervorgegangene Tunnel wurde mit einer geplanten Länge von etwa 5530&amp;amp;nbsp;m zum längsten Tunnel der Neubaustrecke. Die Mehrkosten wurden mit 80,5 Millionen D-Mark beziffert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lkz-1978-11-11&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gemeinden wehren sich gegen den Schnellbahn-Kompromiß.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwigsburger Kreiszeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 11. November 1978.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. Mai 1979 vereinbarten die Bürgermeister von Maulbronn, Illingen-Schützingen und Sternenfels-Diefenbach, die Tieferlegung der Neubaustrecke zur wichtigsten Forderung einer Reihe von gemeinsamen Auflagen zu machen. Anfang Juni 1979 wurde das Planfeststellungsverfahren im Abschnitt 10b (Zaisersweiher-Diefenbach) eingeleitet. Der Kreistag des Enzkreises forderte in seiner Stellungnahme vom 16. Juli 1979, den Nachweis der Notwendigkeit der Neubaustrecke; das Landratsamt schloss sich am 7. August dieser Forderung an und forderte darüber hinaus eine Tieferlegung der Strecke im Zaisersweiher Tal. Am 20. Juli 1979 fand eine Bürgerversammlung in Zaisersweiher statt, am 21. September gleichen Jahres folgte eine Versammlung in Diefenbach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hagstotz-1981&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. August 1979 forderte das [[Regierungspräsidium Karlsruhe]] unter Androhung kommunalaufsichtlicher Mittel auf, die Pläne der Neubaustrecke zeitnah auszulegen. Die Auslegung für den Planfeststellungsabschnitt 10b erfolgte vom 3. September bis 3. Oktober 1979. Zwischen 10. September und 10. Oktober folgte die Auslegung für den Abschnitt 10a (Oberderdingen). Ende September 1979 lehnte der Gemeinderat von Diefenbach die Neubaustrecke ohne angebotene Alternativen grundsätzlich ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hagstotz-1981&amp;quot;&amp;gt;Werner Hagstotz: &amp;#039;&amp;#039;Betroffenheit und kollektives Handeln im ländlichen Raum&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Haag+Herchen, Frankfurt am Main 1981, ISBN 3-88129-475-9, S.&amp;amp;nbsp;271–273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. Oktober 1979 fand in Zaisersweiher eine Bürgerversammlung sowie eine Diskussion von Bundes- und Landtagsabgeordneten statt. Am 10. Oktober lehnte die Stadt Maulbronn in ihrer Stellungnahme für das Planfeststellungsverfahren im Abschnitt 10b die vorgelegten Pläne ab und bekräftigte eine Ablehnung der Neubaustrecke als Ganzes, so lange deren Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit nicht nachgewiesen werde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hagstotz-1981&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch 1983 war eine Länge von 6.635&amp;amp;nbsp;m für das Bauwerk geplant.&amp;lt;ref name=&amp;quot;db-1983-28&amp;quot;&amp;gt;Bahnbauzentrale der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbahn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neubau- und Ausbaustrecken der Deutschen Bundesbahn: Fragen &amp;amp; Antworten, Zahlen &amp;amp; Daten, Argumente &amp;amp; Ansichten&amp;#039;&amp;#039;. Broschüre (44 Seiten A4) mit Stand von Dezember 1983, Frankfurt am Main, 1983, S.&amp;amp;nbsp;28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;db-1983-01&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neubaustrecke Mannheim–Stuttgart. Übersichtskarte 1:100&amp;amp;nbsp;000&amp;#039;&amp;#039;. Stand von Januar 1983.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Portale sollten demnach bei den Streckenkilometern 62,100 und 68,735 entstehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;konzept-1986&amp;quot;&amp;gt;Projektgruppe M/S der Bahnbauzentrale (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neubaustrecke Mannheim–Stuttgart: Ein Konzept für uns alle&amp;#039;&amp;#039;. 28-seitige Broschüre von Januar 1986, Karlsruhe, 1986, S.&amp;amp;nbsp;20&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1984 war dagegen bereits eine Länge von 6.800&amp;amp;nbsp;m geplant (km 62,100 bis 68,900). Die ersten rund 700&amp;amp;nbsp;m östlichen Tunnelmeter sollten in offener Bauweise entstehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;db-1984&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tunnel lag, bei km 65,698, die Grenze zwischen den [[Planfeststellung]]sabschnitten 10a (westlich) und 10b (östlich).&amp;lt;ref name=&amp;quot;konzept-1986&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bau ===&lt;br /&gt;
Den Bauarbeiten ging ein Probevortrieb zwischen Oktober 1984 und dem Sommer 1987 voraus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rudolph-1989-60&amp;quot;&amp;gt;Ernst Rudolph: &amp;#039;&amp;#039;Eisenbahn auf neuen Wegen: Hannover–Würzburg, Mannheim–Stuttgart.&amp;#039;&amp;#039; Hestra-Verlag, Darmstadt, 1989, ISBN 3-7771-0216-4, S.&amp;amp;nbsp;60.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab November 1984 wurde dazu, im Schutz einer Grundwasserabsenkung, vor der südöstlichen Anschlagsstelle eine Baugrube angelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;db-1986-mitte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erkundung des als schwierig geltenden Gebirges wurde am 29. Mai 1985 ein Erkundungsstollen zur intensiven Untersuchung der geologischen Verhältnisse angeschlagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bundesbahn-1989-1-58&amp;quot; /&amp;gt; Der Westabschnitt (Los 1) wurde dabei in [[Neue Österreichische Tunnelbaumethode|Neuer Österreichischer Tunnelbauweise]] vorgetrieben, wobei nach wenigen hundert Metern (km 62,360 bis 62,654) der Querschnitt auf die Größe des geplanten Fahrtunnels aufgeweitet wurde. Dabei sollten unter anderem geeignete Querschnittsformen und Betondicken ermittelt werden. Im weiteren Verlauf wurden zwei weitere Untersuchungsbereiche (km 63,860 bis 64,090 und km 64,925 bis 65,540) in diesem Los angelegt. Im zweiten Los, auf der Ostseite, wurde auf einer Länge von rund 1200&amp;amp;nbsp;m ein [[Tunnelbohrmaschine|Maschinenvortrieb]] (Vollschnittmaschine) erprobt; dabei entstand zwischen den km 66,750 und 66,160 ein weiterer Untersuchungsbereich. Als [[Tunnelpatin]]nen fungierten Karin Kuhnhenn (Los 1) und Barbara Prommersberger (Los 2).&amp;lt;ref name=&amp;quot;db-1984&amp;quot;&amp;gt;Deutsche Bundesbahn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Erkundungsstollen Freudensteintunnel&amp;#039;&amp;#039;. Zweiseitiges Datenblatt, ca. 1984.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Vortrieb des Erkundungsstollens wurde beim km 62,814 ein seitlich abzweigender Stollen eingerichtet. Auf eine rund 80&amp;amp;nbsp;m lange und mit 15 Prozent ansteigende Zufahrt folgt dabei der so genannte &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungsbereich U1&amp;#039;&amp;#039;. In diesem etwa 120&amp;amp;nbsp;m langen Versuchsstollen wurden verschiedene Methoden zur Auslegung des Tunnels im quellfähigen Gebirge im Maßstab 1:2 erprobt. In mehreren Blöcken wurde dabei das so genannte &amp;#039;&amp;#039;Widerstandsprinzip&amp;#039;&amp;#039; getestet, bei dem der Tunnel dem Quell- bzw. Schwelldruck widerstehen soll. In weiteren Abschnitten wurde das &amp;#039;&amp;#039;Ausweichprinzip&amp;#039;&amp;#039; erprobt, bei dem der Tunnel mit einer „Knautschzone“ unter dem Sohlgewölbe versehen wurde. Der gesamte Versuchsabschnitt entspricht im Maßstab 1:2 dem Fahrtunnelquerschnitt. Um Reaktionen des Gebirges bei Wasserzutritt zu prüfen, wurde Wasser durch etwa 560 Bewässerungsbohrungen von etwa 5&amp;amp;nbsp;m Tiefe in das Gebirge geleitet, um Quell- und Schwellvorgänge anzuregen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;db-1986-west&amp;quot; /&amp;gt; Die Messungen, bei denen vier verschiedene Verfahren erprobt wurden, liefen bis 2007. Laut Angaben der Deutschen Bahn ist das Versuchsbauwerk weltweit einmalig (Stand: 2013).&amp;lt;ref name=&amp;quot;vkz-2013-08-24&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Im Versuchsstollen |Datum=2013-08-24 |Online=[http://www.vkz.de/de/heute/redaktion/archiv/lokal/august-2013/24/im-versuchsstollen/?0= online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anschlag des Fahrtunnels erfolgte am 14. Januar 1987.&amp;lt;ref name=&amp;quot;etr-1987-3-116&amp;quot;&amp;gt;Meldung &amp;#039;&amp;#039;„Herzstück“ der Neubaustrecke Mannheim–Stuttgart in Angriff genommen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Eisenbahntechnische Rundschau.&amp;#039;&amp;#039; 36, Nr.&amp;amp;nbsp;3, 1987, S.&amp;amp;nbsp;116.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bau des Tunnels war in drei [[Baulos]]e unterteilt: auf das 4060&amp;amp;nbsp;m lange Los West (km 62,100 bis 66,160) folgte das 2340&amp;amp;nbsp;m lange Los Mitte (bis km 64,490) und schließlich ein kurzes Los Ost.&amp;lt;ref name=&amp;quot;db-1986-mitte&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bundesbahn-1988-8&amp;quot; /&amp;gt; Die Patenschaften hatten Angela Schlee (Ehefrau des damaligen Innenministers [[Dietmar Schlee]]) für das Los West&amp;lt;ref name=&amp;quot;db-1986-west&amp;quot;&amp;gt;Deutsche Bundesbahn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Freudensteintunnel West&amp;#039;&amp;#039;. Vierseitige Broschüre, ca. 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Irmhild Fein (Gattin des Leiters der Projektgruppe &amp;#039;&amp;#039;NBS Karlsruhe&amp;#039;&amp;#039;) für das Los Mitte&amp;lt;ref name=&amp;quot;db-1986-mitte&amp;quot;&amp;gt;Deutsche Bundesbahn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Freudensteintunnel Mitte&amp;#039;&amp;#039;. Vierseitige Broschüre, ca. 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt; übernommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bundesbahn-1988-8&amp;quot;&amp;gt;Meldung &amp;#039;&amp;#039;Neubaustrecke Mannheim–Stuttgart: längster Tunnel durchgeschlagen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Bundesbahn.&amp;#039;&amp;#039; 1988, Nr.&amp;amp;nbsp;8, S.&amp;amp;nbsp;754&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Durchschlag wurde am 24. Juni 1988 gefeiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bundesbahn-1988-8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. Juni 1990 wurde die Fertigstellung des Tunnels gefeiert. Das Bauwerk wurde als letzter Tunnel der Strecke fertiggestellt. Zu diesem Zeitpunkt war der Gleis- und Fahrleitungsbau bereits von beiden Seiten bis an die Tunnelportale vorgerückt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;em-1990-7&amp;quot;&amp;gt;Meldung &amp;#039;&amp;#039;Freudensteintunnel fertiggestellt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Eisenbahn-Magazin.&amp;#039;&amp;#039; Heft 8/1990, {{ISSN|0342-1902}}, S.&amp;amp;nbsp;7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Letzte Einbauten erfolgten erst Anfang 1991, wenige Monate vor Eröffnung der Strecke.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hoerstel-niedt-20&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Hörstel, Marcus Niedt: &amp;#039;&amp;#039;ICE – Neue Züge für neue Strecken&amp;#039;&amp;#039;. Orell-Füssli-Verlag, Zürich/Wiesbaden 1991, ISBN 3-280-01994-X, S.&amp;amp;nbsp;20–24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Baubeginn lagen die geplanten Baukosten bei 400 Millionen [[Deutsche Mark|D-Mark]] (andere Quelle: 350 Millionen DM&amp;lt;ref name=&amp;quot;rudolph-1989-60&amp;quot; /&amp;gt;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;etr-1987-3-116&amp;quot; /&amp;gt; Dabei entfielen auf das Los West Rohbaukosten von 102 Millionen DM,&amp;lt;ref name=&amp;quot;db-1986-west&amp;quot; /&amp;gt; für das Los West wurden 168 Mio. DM geschätzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bundesbahn-1988-8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Betrieb ===&lt;br /&gt;
Das Bauwerk wird täglich, in Summe beider Richtungen, von 122 Zügen des Personenfernverkehr- und 20 Güterzügen befahren. Ab 2018 sollte die Entwässerung des Bauwerks über einen sechsmonatigen Zeitraum hinweg saniert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bt-18-2409&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=[[Deutscher Bundestag]] |Titel=Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Matthias Gastel, Harald Ebner, Christian Kühn (Tübingen), weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 18/2329 – |Band=18 |Nummer=2409 |Ort=Berlin |Datum=2014-08-27 |ISSN=0722-8333 |Seiten=2, 4 |Online=http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/024/1802409.pdf |Format=PDF |KBytes=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der vierstufigen Zustandsnoten-Skala von DB Netz war das Bauwerk 2014 und 2017 in die Kategorie 3 eingestuft („Umfangreiche Schäden am Bauwerksteil, welche die Standsicherheit nicht beeinflussen. Eine Instandsetzung ist noch möglich, ihre Wirtschaftlichkeit zu prüfen.“).&amp;lt;ref name=&amp;quot;bt-18-2409&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=[[Deutscher Bundestag]] |Titel=Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Matthias Gastel, Harald Ebner, Christian Kühn (Tübingen), weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 18/2329 – |Band=18 |Nummer=2409 |Ort=Berlin |Datum=2014-08-27 |ISSN=0722-8333 |Seiten=2, 4 |Online=http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/024/1802409.pdf |Format=PDF |KBytes=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bt-19-5403&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=[[Deutscher Bundestag]] |Titel=Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Matthias Gastel, Stefan Gelbhaar, Stephan Kühn (Dresden), Daniela Wagner und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 19/4781 – |TitelErg=Eisenbahntunnel in Baden-Württemberg – Zustand der Tunnelbauwerke und Umsetzungsstand der Baumaßnahmen für ihren Erhalt |Band=19 |Nummer=4781 |Ort=Berlin |Datum=2018-10-08 |ISSN=0722-8333 |Seiten=6}} {{BT-Drs|19|5403}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2009 war das Bauwerk noch in der Zustandskategorie 2 zugeordnet („Größere Schäden am Bauwerksteil, welche die Sicherheit nicht beeinflussen. Maßnahmen des vorbeugenden Unterhalts sind bei lang- und mittelfristig (länger als 18 Jahre) zu erhaltenden Bauwerksteilen auf ihre Wirtschaftlichkeit hin zu überprüfen.“)&amp;lt;ref name=&amp;quot;bt-18-2853&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=[[Deutscher Bundestag]] |Titel=Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Matthias Gastel, Kerstin Andreae, Harald Ebner, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 18/2652 – |Band=18 |Nummer=2853 |Ort=Berlin |Datum=2014-10-13 |ISSN=0722-8333 |Seiten=1, 3, 7 |Online=http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/028/1802853.pdf |Format=PDF |KBytes=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge einer Streckensperrung wurden im Juni 2020 insgesamt 397 [[Ausleger (Energietechnik)#Oberleitung an Bahnstrecken|Ausleger]] der Oberleitung erneuert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;db-2020-05-19&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |offline=ja |url=https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/mannheim-stuttgart/projekttagebuch |titel=Projekttagebuch Mannheim – Stuttgart |titelerg=Zwischenstand KW 21 |werk=bauprojekte.deutschebahn.com |datum=2020-05-19 |abruf=2020-05-25 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20200616204838/https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/mannheim-stuttgart/projekttagebuch |archiv-datum=2020-06-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;db-2020-06-16&amp;quot; /&amp;gt; Im gleichen Monat wurde ferner das Gleis Mannheim–Stuttgart erneuert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;db-2020-06-16&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/mannheim-stuttgart/projekttagebuch |titel=Projekttagebuch Mannheim – Stuttgart |titelerg=KW25 |werk=bauprojekte.deutschebahn.com |hrsg=Deutsche Bahn |datum=2020-06 |offline=1 |archiv-url=http://web.archive.org/web/20200616204838/https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/mannheim-stuttgart/projekttagebuch |archiv-datum=2020-06-16 |abruf=2020-06-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. September 2021 kam es auf Höhe des Tunnels zu einem Oberleitungsschaden. Die Oberleitung blieb auf dem Dach eines Zuges liegen. Die Oberleitung wurde abgeschaltet, wodurch der betroffene Zug und ein weiterer Zug im Tunnel zum Stehen kamen. Der Verursacherzug wurde aus dem Tunnel geschleppt, der andere konnte die Fahrt aus eigener Kraft fortsetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.feuerwehr.de/einsatz/berichte/einsatz.php?n=60131 |titel=Feuerwehr Stuttgart und Bundespolizei im Freudensteintunnel im Einsatz |werk=feuerwehr.de |datum=2021-09-28 |offline= |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2021-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2021 wurden Leistungen zu „Monitoring und Erkundung“ im Tunnel ausgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:563124-2021:TEXT:DE:HTML |titel=Deutschland-Frankfurt am Main: Tunnelbauarbeiten |titelerg=Dokument 2021/S 213-563124 |werk=[[Tenders Electronic Daily]] |datum= 2021-11-03 |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2021-11-19 |offline=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 2022 wurde eine „dauerhaft beständige Netzsicherung aus Gittermasten von in Summe ca. 500 Meter Länge eingebaut“. Ferner sollen „Probeinjektionen zur Absicherung der weiteren Planung durchgeführt werden“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://bieterportal.noncd.db.de/evergabe.bieter/eva/supplierportal/portal/subproject/d28dbd59-f502-4dcb-a2e2-6609406742a9/details |titel=Freudensteintunnel Netzsicherung Teil 1 |hrsg=DB Netz AG |werk= bieterportal.noncd.db.de |datum=2022-09-28 |archiv-url= |archiv-datum= | abruf=2022-11-19 |offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2024 gab die Deutsche Bahn bekannt, dass eindringendes Wasser zum [[Quellung|Quellen]] des Gesteins geführt hat und deswegen [[Bruchmechanik#Riss und Bruch|Risse]] in der Innenschale entstanden sind. Ab dem 17. April 2025 erfolgte eine Sanierung. Dabei wurde etwa 1000&amp;lt;ref name=&amp;quot;db-2025-03-24&amp;quot; /&amp;gt; laufende Meter Drahtnetze in die Tunnelfirste eingebracht und zwei Dammringe sowie drei Pumpen (zur Entwässerung der Tunnelsohle) eingebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://bieterportal.noncd.db.de/evergabe.bieter/eva/supplierportal/portal/subproject/9279c374-8767-475f-8fff-3effecf98f1c/details |titel=BÜW Netzsicherung Freudensteintunnel Teil 2 Strecke 4080 zwischen Vaihingen und Kraichtal |hrsg=DB InfraGO |werk=bieterportal.noncd.db.de |datum=2024-08-22 | abruf=2024-09-11 |offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://bieterportal.noncd.db.de/evergabe.bieter/eva/supplierportal/portal/subproject/7b1843ac-7212-45b4-874c-8b86f8883a13/details |titel=Freudensteintunnel Netzsicherung Teil 2 |hrsg=DB InfraGO |werk=bieterportal.noncd.db.de |datum=2024-09-11 |archiv-url= |archiv-datum= | abruf=2024-09-11 |zitat= |offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;swr-2024-09-05&amp;quot; /&amp;gt; Damit soll verhindert werden, dass sich das Gestein unter Wasserzutritt weiter ausdehnt. Die Maßnahmen erfolgten im Drei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr und sollten 7,5 Millionen Euro kosten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;db-2025-03-24&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.deutschebahn.com/de/presse/presse-regional/pr-stuttgart-de/aktuell/presseinformationen/Schnellfahrstrecke-Mannheim-Stuttgart-Deutsche-Bahn-fuehrt-Sanierungsarbeiten-im-Freudensteintunnel-durch-13323826# |titel=Schnellfahrstrecke Mannheim - Stuttgart: Deutsche Bahn führt Sanierungsarbeiten im Freudensteintunnel durch |werk=deutschebahn.com |datum=2025-03-24 | abruf=2025-03-26 | archiv-url=http://web.archive.org/web/20260212182014/https://www.deutschebahn.com/de/presse/presse-regional/pr-stuttgart-de/aktuell/presseinformationen/Schnellfahrstrecke-Mannheim-Stuttgart-Deutsche-Bahn-fuehrt-Sanierungsarbeiten-im-Freudensteintunnel-durch-13323826 | archiv-datum=2026-02-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die damit notwendigen Umleitungen kam es zwischen Mannheim und Stuttgart zu Fahrzeitverlängerungen von rund 45 Minuten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;swr-2024-09-05&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/streckensperrung-deutsche-bahn-stuttgart-mannheim-100.html |titel=Die Verbindung Stuttgart-Mannheim wird 2025 erneut zur Geduldsprobe |datum=2024-09-05 |abruf=2024-09-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Baustelle wurde nach Umsetzung aller Arbeiten am 6. Juni 2025 planmäßig abgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/bahn-bahnstrecke-mannheim-stuttgart-wieder-frei-100.html |titel=Sanierung am Freudensteintunnel fertig – Streckensperrung aufgehoben: Bahnstrecke zwischen Mannheim und Stuttgart ab Freitag wieder frei |werk=SWR aktuell |hrsg=Südwestrundfunk |datum=2025-06-05 |abruf=2024-06-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Das Tunnelbauwerk quert in einem 4,8 Kilometer langen Abschnitt quell- und schwellfähiges Gebirge. Der 1985 angeschlagene Erkundungsstollen diente maßgeblich der Untersuchung dieser geologischen Formationen. Als problematisch erwiesen sich [[Anhydrit]]-führende Schichten im Gebirge, ein Gestein, das sich bei Kontakt mit Wasser um bis zu 64 Prozent ausdehnt. Bei einer Dehnungsbehinderung wurden im Labor Drücke bis acht [[Pascal (Einheit)|MPa]] gemessen. In mehrmonatigen Versuchen und Messungen wurden verschiedene Tunnelprofile analysiert. Als Lösung wurde eine verstärkte Innenschale und in der Sohle eine 1,2&amp;amp;nbsp;m dicke „Knautschzone“ aus komprimierbarem Füllmaterial (schaumig-glasig gebrannter [[Blähton]]) zur Reduzierung von Schwelldrücken entwickelt. Öffnungen in den Tunnelwänden im Abstand von 55&amp;amp;nbsp;m führen außerdem das anstehende Grundwasser durch den Tunnel ab. Nach Bahnangaben handelte es sich dabei um ein bis dato einmaliges Verfahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bundesbahn-1989-1-58&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Jahresrückblick 1988 – Neu- und Ausbaustrecken.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Bundesbahn.&amp;#039;&amp;#039; 1/1989, S.&amp;amp;nbsp;58.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Durchörterung des quellfähigen Gebirges flossen auch Erfahrungen aus dem Tunnel der [[S-Bahn Stuttgart]] und eines Großversuchs am [[Wagenburgtunnel]] in Stuttgart mit ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;seyferth-1983-39&amp;quot;&amp;gt;Joachim Seyferth: &amp;#039;&amp;#039;Die Neubaustrecken der Deutschen Bundesbahn ([[Schiene (Zeitschrift)|Schiene]]-Buch 1)&amp;#039;&amp;#039;. Josey-Verlag, Wiesbaden 1983, ISBN 3-926669-00-4, S.&amp;amp;nbsp;39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Erkundungsstollen verlief vom Westportal bis unweit des geplanten Ostportals, auf einer Gesamtlänge von 6.109&amp;amp;nbsp;m.&amp;lt;ref name=&amp;quot;konzept-1986&amp;quot; /&amp;gt; Aufgrund der technischen Lösung des Schwellproblems wurde das Bauwerk im Jahre 1992 mit dem Ingenieurbau-Preis ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Herstellung war ein Ausbruchsquerschnitt von bis zu 190 Quadratmetern notwendig geworden. Die rund 860.000&amp;amp;nbsp;m³ Ausbruchsmassen wurden mittels einer vom Westportal aus errichteten Normalspur-Bahn abtransportiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bundesbahn-1988-8&amp;quot; /&amp;gt; Bis auf die ersten 400&amp;amp;nbsp;m am Südostportal, die in offener Bauweise hergestellt wurden, erfolgte der Bau des Tunnels in nur 16 Monaten in bergmännischer Bauweise mit Vollschnitt- bzw. Teilschnittfräsen und wurde von mehreren Angriffspunkten vorangetrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt wurden drei Schächte zum Bau des Tunnels eingerichtet: Während der Schacht &amp;#039;&amp;#039;Burgstallbach&amp;#039;&amp;#039; (ca. km 65,0) heute als Notausgang verwendet wird, wurden die Schächte &amp;#039;&amp;#039;Hof Hermann&amp;#039;&amp;#039; (ca. km 66,9) und &amp;#039;&amp;#039;Bernhardsbach&amp;#039;&amp;#039; (ca. km 64,0) nach dem Abschluss der Bauarbeiten wieder [[Schachtverwahrung|verfüllt]]. Der Bau der Schächte war in der ursprünglichen Planung nicht vorgesehen. Die Schächte &amp;#039;&amp;#039;Bernhardsbach&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Burgstallbach&amp;#039;&amp;#039; wurden aufgrund neuer Vorschriften zur [[Bewetterung]] errichtet, der Schacht &amp;#039;&amp;#039;Hof Herrmann&amp;#039;&amp;#039; diente zur Ableitung des während der Bauzeit angefallenen Grundwassers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jörg Schlaich, Matthias Schüller: &amp;#039;&amp;#039;Ingenieurbauführer Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039;. Bauwerk Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-934369-01-4.&lt;br /&gt;
* Meldung &amp;#039;&amp;#039;Rohbauarbeiten am Freudensteintunnel beendet.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Bundesbahn.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe 8/1990, S.&amp;amp;nbsp;823.&lt;br /&gt;
* Gerhard Prommersberger: &amp;#039;&amp;#039;Der Freudensteintunnel&amp;#039;&amp;#039;. edition coordination, Vaduz 1991, {{ISSN|0938-5355}} (&amp;#039;&amp;#039;Ingenieurbauwerke – DB Neubaustrecke Mannheim-&amp;lt;!--sic!--&amp;gt;Stuttgart&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Dieter Kirschke, Gerhard Pommersberger: &amp;#039;&amp;#039;Der Freudensteintunnel – Ein neuer Maßstab für den Stand der Technik.&amp;#039;&amp;#039; In: Peter Koch, [[Rolf Kracke]], Theo Rahn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ingenieurbauwerke der Neubaustrecken der Deutschen Bundesbahn&amp;#039;&amp;#039;. Hestra-Verlag, Jahr, ISBN 3-7771-0240-7 (&amp;#039;&amp;#039;Archiv für Eisenbahntechnik&amp;#039;&amp;#039;. Band 44), S. 131–156.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Freudenstein Tunnel|Freudensteintunnel}}&lt;br /&gt;
* [http://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/mediathek/detail/media/exkursion-ins-steinerne-labor/mediaParameter/show/Medium/ &amp;#039;&amp;#039;Exkursion ins steinerne Labor&amp;#039;&amp;#039;]. Fotos des Versuchsstollens auf &amp;#039;&amp;#039;bahnprojekt-stuttgart-ulm.de&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eisenbahntunnel in Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Oberderdingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut 1991]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tunnel in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsbauwerk im Landkreis Karlsruhe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bigbug21</name></author>
	</entry>
</feed>