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	<title>Fremdfinanzierung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T08:34:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fremdfinanzierung&amp;diff=369238&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Diopuld: /* Einzelnachweise */ DNB</title>
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		<updated>2024-04-12T05:10:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; DNB&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Finanzierungsformen.png|mini|350px|Finanzierung – Stellung der Fremdfinanzierung]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fremdfinanzierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in der [[Betriebswirtschaftslehre]] [[Finanzierung]]smaßnahmen im Rahmen der [[Unternehmensfinanzierung]], bei denen einem [[Unternehmen]] zusätzliches [[Fremdkapital]] zur Verfügung gestellt wird. Gegensatz ist die [[Eigenfinanzierung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Eigen- und Fremdfinanzierung stellen die Gesamtfinanzierung von Unternehmen und sonstigen [[juristische Person|juristischen Personen]] (etwa [[Gebietskörperschaft]]en) dar. Sie geben Auskunft über die Herkunft der Finanzierungsmittel, die bei Eigenfinanzierung von den [[Gesellschafter]]n oder aus dem eigenen Unternehmen stammen ([[Gewinnthesaurierung]] und [[Abschreibung]]en) und bei Fremdfinanzierung von [[Gläubiger]]n oder aus dem eigenen Unternehmen (Bildung von [[Rückstellung]]en). Liegt die Finanzierungsquelle im eigenen Unternehmen, spricht man von [[Innenfinanzierung]], ansonsten handelt es sich um [[Außenfinanzierung]]. Die Grenze der Fremdfinanzierung liegt in der Aufrechterhaltung der [[Liquidität]],&amp;lt;ref&amp;gt;Dietrich Härle, &amp;#039;&amp;#039;Finanzierungsregeln und ihre Problematik&amp;#039;&amp;#039;, in: Schriftenreihe für Kreditwirtschaft und Finanzierung, Band 4, 1961, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; weil der [[Schuldendienst]] ([[Kreditzins]] und [[Tilgung (Geldverkehr)|Tilgung]]) für die bestehende Fremdfinanzierung als [[Ausgabe (Rechnungswesen)|Ausgaben]] die Liquidität belastet. Die Fremdfinanzierung wird in der [[Bilanz]] im Fremdkapital verbucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Innenfinanzierung kann Fremdfinanzierung nur durch die Bildung von Rückstellungen vorgenommen werden. Sie werden aus [[Gewinn]]en gebildet, die – ganz oder teilweise – den Rückstellungen zugeführt werden. Da Rückstellungen zum Fremdkapital gehören, ist ihre Erhöhung eine Form der Fremdfinanzierung. Hauptquelle der Fremdfinanzierung stellt jedoch die Außenfinanzierung dar, bei der die Finanzierungsquellen außerhalb des Unternehmens liegen. Zu den [[Finanzierungsinstrument]]en gehören hierbei alle von Gläubigern stammenden Mittel, insbesondere [[Lieferantenkredit]]e ([[Lieferant]]en), [[Kundenkredit]]e ([[Kunde]]n), [[Bankkredit]]e ([[Kreditinstitut]]e) oder öffentlich-rechtliche [[Verbindlichkeit]]en wie [[Steuerschuld]]en ([[Fiskus]]). Nach der (Rest-)Laufzeit unterscheidet man kurzfristige (Laufzeit &amp;lt; 1 Jahr), mittelfristige (1 bis 5 Jahre) und langfristige (&amp;gt; 5 Jahre) Fremdfinanzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Fremdkapital}}&lt;br /&gt;
Die Abgrenzung zwischen Fremd- und Eigenfinanzierung fällt nicht immer leicht. Besteht auch nur die geringste Rückzahlungsmöglichkeit, dann gehört die entsprechende [[Bilanzposition]] zur Fremdfinanzierung. Deshalb bilden alle Arten von Rückstellungen (auch [[Pensionsrückstellung]]en) einen Teil des Fremdkapitals, da mindestens eine 50%ige Rückzahlungswahrscheinlichkeit vorhanden ist. Eine erfolgsunabhängige Verzinsung spricht ebenfalls für Fremdkapital. Hybride Eigenkapitalformen bilden eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=jY-QhkdPP50C&amp;amp;pg=PA147&amp;amp;dq=Hybrides+Eigenkapital&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=My9aU-vrG8HVtQbDhYGABA#v=onepage&amp;amp;q=Nachrangdarlehen%20&amp;amp;f=false Andreas Hoerning, &amp;#039;&amp;#039;Hybrides Kapital im Jahresabschluss&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 26 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; und werden daher auch [[Mezzanine-Kapital]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilanzierung ==&lt;br /&gt;
Bei der [[Bilanzierung]] wird bilanzrechtlich die Angabe der Herkunftsarten und Laufzeiten der Fremdfinanzierung verlangt. Nach {{§|266|hgb|juris}} Abs. 3 [[Handelsgesetzbuch|HGB]] ist die Fremdfinanzierung auf der [[Passivseite]] der Bilanz zu verbuchen, und zwar getrennt nach Rückstellungen (§ 266 Abs. 3 Ziff. B) und Verbindlichkeiten (Ziff. C). Außerdem gibt es noch gesonderte Bilanzpositionen für [[Rechnungsabgrenzung]]sposten (Ziff. D) und [[latente Steuer]]n (Ziff. E). In der Bilanz sind nach {{§|268|hgb|juris}} Abs. 5 HGB Fremdfinanzierungen mit einer Restlaufzeit &amp;lt; 1 Jahr und &amp;gt; 1 Jahr anzugeben, nach {{§|285|hgb|juris}} Nr. 1 HGB sind Angaben über Restlaufzeiten von &amp;gt; 5 Jahren sowie Umfang, Art und Form der gestellten Sicherheiten im [[Anhang]] zu machen. Die mittelfristigen Fremdfinanzierungen ergeben sich aus der Subtraktion der kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kennzahlen ==&lt;br /&gt;
Fremdfinanzierungen sind im Rahmen der [[Bilanzanalyse]] Gegenstand einer Vielzahl von [[betriebswirtschaftliche Kennzahl|betriebswirtschaftlichen Kennzahlen]]. Dazu gehören vertikale [[Schuldenkennzahl]]en wie [[Fremdkapitalquote]] oder [[Verschuldungsgrad]] und horizontale Kennzahlen wie der [[Liquiditätsgrad]]. Eine der wichtigsten ist die Fremdkapitalquote, die Auskunft über den Anteil der Fremdfinanzierung an der Gesamtfinanzierung (= [[Bilanzsumme]]) gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Fremdkapitalquote} = \frac{\text{Fremdkapital}}{\text{Bilanzsumme}}\cdot 100\,\%&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein hoher Fremdfinanzierungsanteil erhöht wegen des hohen Schuldendienstes die Ertragsrisiken, weil mehr Gewinne für den [[Zinsaufwand]] verbraucht werden und damit bei zunehmender Verschuldung auch der [[Break-even-Point]] ansteigt (&amp;#039;&amp;#039;cost leverage&amp;#039;&amp;#039;). Dadurch bringt eine hohe Fremdkapitalquote [[Beschäftigung (Kostenrechnung)|Beschäftigungsrisiken]] mit sich. Zudem trägt eine hohe Fremdkapitalquote zur Erhöhung künftiger [[Liquidität]]s- und [[Refinanzierung]]srisiken bei und umgekehrt. Bei einer geringen Fremdkapitalquote sinkt das Ausfallrisiko der Gläubiger, weil ihre Forderungen zunehmend mit Unternehmensvermögen gedeckt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=WFqGpIADuM8C&amp;amp;pg=PA69&amp;amp;dq=fremdkapitalquote&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0CCoQ6AEwAmoVChMI78OQuoSNyAIVa8ByCh33uweL#v=onepage&amp;amp;q=fremdkapitalquote&amp;amp;f=false Werner Pepels, &amp;#039;&amp;#039;Expert-Praxislexikon betriebswirtschaftliche Kennzahlen&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 61]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Höhe der Fremdkapitalquote ist stark [[Wirtschaftszweig|branchenabhängig]]. Während Kreditinstitute mit etwa 85 % die höchste Fremdkapitalquote aufweisen, macht sie beim [[Baugewerbe]] 72,1 %, [[Einzelhandel]] 62,1 %, [[Großhandel]] 60,5 %, Ernährungs- und [[Textilindustrie|Textilgewerbe]] 52,3 %, [[Papierindustrie|Papiergewerbe]] 49,4 %, [[chemische Industrie|Chemie]] 45,7 %, [[verarbeitendes Gewerbe|verarbeitenden Gewerbe]] 44,3 %, optische Industrie 40,8 % oder [[Automobilindustrie]] 38,9 % der Bilanzsumme aus (2008).&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Bundesbank, &amp;#039;&amp;#039;Verhältniszahlen aus Jahresabschlüssen deutscher Unternehmen von 2007 bis 2008&amp;#039;&amp;#039;, März 2011, S. 32 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4018417-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4018417-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzlehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Diopuld</name></author>
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