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	<title>Freiwilligen-Regiment Reinhard - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T17:59:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Freiwilligen-Regiment_Reinhard&amp;diff=2750421&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Herr Lehrer, ich weiß was!: Kleinkram</title>
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		<updated>2024-11-03T13:09:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-S60769, Berlin, Revolution.jpg|mini|Angehörige des Freikorps Reinhard in der Straße [[Unter den Linden]] (1919)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-H29923, Berlin, Revolution, Wilhelm Reinhard.jpg|mini|Während der Märzkämpfe vom 3. bis 12. März 1919 in Berlin unternimmt Oberst Wilhelm Reinhard, der Kommandeur des in Lichtenberg eingesetzten Freikorps-Regimentes, vom Friedrichshain aus eine Inspektionsfahrt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Freiwilligen-Regiment Reinhard&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Freikorps Reinhard&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war ein nach dem Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] gebildeter [[Paramilitär|paramilitärischer]] deutscher [[Freikorps]]-Verband, der 1919 bei der Niederschlagung des [[Berlin]]er [[Spartakusaufstand]]s eine bedeutende Rolle spielte und kurz darauf auch an den [[Berliner Märzkämpfe|Märzkämpfen]] beteiligt war. Mehrere ehemalige Angehörige dieser Einheit agierten nach 1919 an Knotenpunkten des organisierten Rechtsradikalismus. Das Regiment führte den Namen seines Kommandeurs, des Obersten –&amp;amp;nbsp;und späteren [[SS-Obergruppenführer]]s&amp;amp;nbsp;– [[Wilhelm Reinhard (General)|Wilhelm Reinhard]]. Es wurde, inzwischen zur Brigade erweitert, am 1. Mai 1919 als Reichswehr-Brigade 15 in das [[Reichswehr|Heer der Republik]] übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Regiments begann am 24. Dezember 1918 unmittelbar im Anschluss an die Berliner [[Weihnachtskämpfe]], deren Verlauf bewiesen hatte, dass die verbliebenen Frontverbände als Bürgerkriegstruppe nicht verwendbar waren. Reinhard griff zunächst auf das sogenannte Unteroffiziers-Bataillon Suppe (etwa 300 Mann), Reste der preußischen Gardetruppen –&amp;amp;nbsp;insbesondere des [[4. Garde-Regiment zu Fuß|4.&amp;amp;nbsp;Garde-Regiments zu Fuß]]&amp;amp;nbsp;– und einzelne Freiwillige zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Wirren in der Reichshauptstadt und im nördlichen Deutschland 1918–1920&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg.: Forschungsanstalt für Kriegs- und Heeresgeschichte. Berlin 1940, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unbekannt ist, ob die Initiative hierzu von Reinhard selber oder von anderer Seite ausging. Nach gleichlautenden Angaben Reinhards&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Reinhard: &amp;#039;&amp;#039;1918–19. Die Wehen der Republik&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1933, S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt; und seines „Führergehilfen“ [[Hans von Kessel (Journalist)|Hans von Kessel]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hans von Kessel: &amp;#039;&amp;#039;Handgranaten und rote Fahnen. Ein Tatsachenbericht aus dem Kampf gegen das rote Berlin 1918–1920&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1933, S. 204 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde das Regiment vom &amp;#039;&amp;#039;Groß-Berliner Bürgerrat&amp;#039;&amp;#039;, einem am 18. November 1918 gebildeten Zusammenschluss Berliner Industrieller, Bankiers und Beamter, finanziell und politisch unterstützt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Joachim Bieber: &amp;#039;&amp;#039;Bürgertum in der Revolution. Bürgerräte und Bürgerstreiks in Deutschland 1918–1920&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 1992, S. 197 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Vollzugsrat der Arbeiter- und Soldatenräte Großberlin|Vollzugsrat der Arbeiter- und Soldatenräte]] wurde vom unvermittelten Auftreten dieser Truppe, deren Formierung sich „fast unbeachtet“&amp;lt;ref&amp;gt;Hagen Schulze. &amp;#039;&amp;#039;Freikorps und Republik 1918–1920&amp;#039;&amp;#039;. Boppard am Rhein 1969, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; vollzog, überrascht.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Engel, Bärbel Holtz, Gaby Huch, Ingo Materna (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Groß-Berliner Arbeiter- und Soldatenräte in der Revolution 1918/19&amp;#039;&amp;#039;. Dokumente der Vollversammlungen und des Vollzugsrates. Vom 1. Reichsrätekongress bis zum Generalstreikbeschluss am 3. März 1919. Berlin 1997, S. 340.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Regiment wurde in der Kaserne an der Rathenower Straße in [[Berlin-Moabit|Moabit]] untergebracht und war nach einigen Tagen etwa 2500 Mann stark; es gliederte sich zunächst in zwei Bataillone und eine Offizierskompanie.&amp;lt;ref&amp;gt;Autorenkollektiv: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der revolutionären Berliner Arbeiterbewegung. Von den Anfängen bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Band 2: &amp;#039;&amp;#039;1917 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1987, S. 60. Jakov S. Drabkin: &amp;#039;&amp;#039;Die Novemberrevolution 1918 in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1968, S. 480.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Angehörigen trugen anfänglich weiße Armbinden, später aufgenähte metallene Ärmelplaketten mit einem geprägten „R“ und der Jahreszahl „1919“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Wirren in der Reichshauptstadt und im nördlichen Deutschland 1918–1920&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg.: Forschungsanstalt für Kriegs- und Heeresgeschichte. Berlin 1940, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang Januar 1919 wurden Reinhards Maßnahmen vom kurz zuvor in den [[Rat der Volksbeauftragten]] aufgerückten [[Gustav Noske]] durch eine offizielle Weisung „gedeckt und gefördert“.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfram Wette: &amp;#039;&amp;#039;Gustav Noske. Eine politische Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Düsseldorf 1987, S. 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon unmittelbar im Anschluss an die Weihnachtskämpfe hatten Noske und der preußische Kriegsminister [[Walther Reinhardt]] versucht, Reinhard als Nachfolger des unhaltbar gewordenen Stadtkommandanten [[Otto Wels]] zu installieren,&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Gietinger: &amp;#039;&amp;#039;Der Konterrevolutionär. Waldemar Pabst – eine deutsche Karriere&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 2008, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; waren aber gescheitert, weil der Oberst –&amp;amp;nbsp;den selbst ein Noske nahestehender Sozialdemokrat wie [[Albert Grzesinski]] rückblickend „eine besonders unerfreuliche Erscheinung“&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Grzesinski: &amp;#039;&amp;#039;Im Kampf um die deutsche Republik. Erinnerungen eines Sozialdemokraten&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg.: Eberhard Kolb. München 2001, S. 102.&amp;lt;/ref&amp;gt; nannte&amp;amp;nbsp;– gegen den Widerstand der Berliner Soldatenräte nicht durchsetzbar war.&amp;lt;ref&amp;gt;Jakov S. Drabkin: &amp;#039;&amp;#039;Die Novemberrevolution 1918 in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1968, S. 410.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noske unterstellte das Regiment am 3. Januar der [[Garde-Kavallerie-Schützen-Division]], deren Überreste sich nach den Weihnachtskämpfen im Raum [[Teltow]] sammelten, wo sie –&amp;amp;nbsp;nunmehr als Freikorps&amp;amp;nbsp;– neu aufgestellt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Dreetz, Klaus Gessner, Heinz Sperling: &amp;#039;&amp;#039;Bewaffnete Kämpfe in Deutschland 1918–1923&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1988, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits zuvor hatte Reinhards Verband die Bewachung der [[Reichskanzlei]] in der [[Wilhelmstraße (Berlin-Mitte)|Wilhelmstraße]] übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Gietinger: &amp;#039;&amp;#039;Der Konterrevolutionär. Waldemar Pabst – eine deutsche Karriere&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 2008, S. 110.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:WWIposter10.jpg|mini|Werbungsplakat der Brigade Reinhard, 1919.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des [[Spartakusaufstand]]s war Reinhards Regiment die einzige kampfkräftige Truppe, über die die Regierung im Zentrum der Stadt verfügte. Der Rest der Berliner Garnison ging zwar nicht zu den Revolutionären über, war aber auch nicht bereit, sich für die [[Friedrich Ebert|Ebert]]-Regierung zu schlagen. Die noch unter Wels aufgestellte [[Republikanische Soldatenwehr]], in die auch zahlreiche Anhänger der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]] eingetreten waren, sah der zum &amp;#039;&amp;#039;Oberbefehlshaber der regierungstreuen Truppen in und bei Berlin&amp;#039;&amp;#039; ernannte Noske im Grunde als Gegner an.&amp;lt;ref&amp;gt;Im Zuge der Niederschlagung des Januaraufstands ließ Noske auch die Republikanische Soldatenwehr, deren Abteilungen sich mit wenigen Ausnahmen ebenfalls für „neutral“ erklärt hatten, großenteils entwaffnen. Gerhard Engel, Bärbel Holtz, Gaby Huch, Ingo Materna (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Groß-Berliner Arbeiter- und Soldatenräte in der Revolution 1918/19&amp;#039;&amp;#039;. Dokumente der Vollversammlungen und des Vollzugsrates. Vom 1. Reichsrätekongress bis zum Generalstreikbeschluss am 3. März 1919. Berlin 1997, S. 262 f. Jakov S. Drabkin: &amp;#039;&amp;#039;Die Novemberrevolution 1918 in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1968, S. 509.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die organisatorische Zusammenfassung bewaffneter [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]-Anhänger unter dem Kommando ehemaliger Offiziere und Unteroffiziere (in Gestalt der Regimenter [[Regiment Liebe|Liebe]] und [[Regiment Reichstag|Reichstag]]) begann erst nach dem 6. Januar.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Wirren in der Reichshauptstadt und im nördlichen Deutschland 1918–1920&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg.: Forschungsanstalt für Kriegs- und Heeresgeschichte. Berlin 1940, S.  55.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sozialdemokraten wie [[Ernst Heilmann]] haben später gelegentlich versucht, unter Verweis auf diese Formationen –&amp;amp;nbsp;von denen Noske allerdings „nichts hielt“&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfram Wette: &amp;#039;&amp;#039;Gustav Noske. Eine politische Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Düsseldorf 1987, S. 390.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;amp;nbsp;– die Bedeutung von Reinhards Regiment zu relativieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Susanne Miller]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bürde der Macht. Die deutsche Sozialdemokratie 1918–1920&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 1978, S. 234. Wolfram Wette: &amp;#039;&amp;#039;Gustav Noske. Eine politische Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Düsseldorf 1987, S. 327.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Regiment Reinhard sorgte bis zum Einmarsch der Noske-Truppen in das Zentrum Berlins, der am Abend des 10. Januar begann, insbesondere dafür, dass die Regierungsgebäude im Bereich der Wilhelmstraße nicht an die Aufständischen fielen (die allerdings bis auf einen unorganisierten Vorstoß am 6. Januar, der 25 Menschenleben kostete,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Wirren in der Reichshauptstadt und im nördlichen Deutschland 1918–1920&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg.: Forschungsanstalt für Kriegs- und Heeresgeschichte. Berlin 1940, S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; keinen ernsthaften Versuch unternahmen, sich derselben zu bemächtigen). Auf dem Balkon des Prinz-Friedrich-Leopold-Palais postierte Maschinengewehrschützen des Regiments schossen am 6. Januar in die auf dem [[Wilhelmplatz (Berlin)|Wilhelmplatz]] versammelte Menge, wodurch 60 Menschen ums Leben gekommen sein sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Dreetz, Klaus Gessner, Heinz Sperling: &amp;#039;&amp;#039;Bewaffnete Kämpfe in Deutschland 1918–1923&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1988, S. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem 10. Januar beteiligte sich das Regiment am Angriff auf das [[Zeitungsviertel]] und unternahm Vorstöße in die Arbeiterbezirke im Norden und Osten Berlins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Februar 1919 firmierte das Regiment offiziell als 2.&amp;amp;nbsp;Garde-Infanterie-Brigade bzw. als Brigade Reinhard. Der Verband war im März an der erneuten militärischen Besetzung Berlins bzw. [[Berlin-Lichtenberg|Lichtenbergs]] und dem planmäßigen terroristischen Vorgehen insbesondere gegen die [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] beteiligt. Am 3. März besetzten und zerstörten Reinhard-Soldaten Redaktion und Druckerei der &amp;#039;&amp;#039;[[Die Rote Fahne|Roten Fahne]]&amp;#039;&amp;#039;;&amp;lt;ref&amp;gt;Jakov S. Drabkin: &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1983, S. 153. &amp;#039;&amp;#039;Die Wirren in der Reichshauptstadt und im nördlichen Deutschland 1918–1920&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg.: Forschungsanstalt für Kriegs- und Heeresgeschichte. Berlin 1940, S. 83.&amp;lt;/ref&amp;gt; eine von Oberleutnant [[Eugen von Kessel]] kommandierte „Streifkompanie“ der Brigade ging gezielt gegen Kommunisten vor. In dem von der Brigade Reinhard „geführten“ [[Zellengefängnis Lehrter Straße|Zellengefängnis Moabit]] befanden sich zu diesem Zeitpunkt 4.500 [[Politischer Gefangener|politische Gefangene]], die sich nach Reinhards eigenem Zeugnis in den überbelegten Zellen kaum bewegen konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Jakov S. Drabkin: &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1983, S. 167.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier wurde für einige Tage auch [[Wieland Herzfelde]] festgehalten, über dessen Eindrücke [[Harry Graf Kessler]] am 21. März 1919 notierte:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Früh rief mich Wieland Herzfelde an und teilte mir mit, dass er frei sei. (…) Seine Schilderungen aus den Gefängnissen sind so furchtbar, dass mir schlecht wurde vor Ekel und Empörung. [[Aufzeichnungen aus einem Totenhaus|Dostojewskis ‚Totenhaus‘]] ist übertroffen. Die Misshandlungen der Gefangenen vom Ins-Gesicht-Spucken bis zum An-die-Wand-Stellen und Totschlagen sind so allgemein, die Quälerei in Gegenwart der Offiziere so selbstverständlich, dass Wielands Glaube an ein einstudiertes [[Lynchen]], mit Instruktionsstunde, wo es gelehrt wird, fast vernünftig scheint.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Harry Graf Kessler: &amp;#039;&amp;#039;Tagebücher 1918–1937&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg.: Wolfgang Pfeiffer-Belli. Frankfurt am Main / Leipzig 1996, S. 162.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. März ermordeten Soldaten der Brigade auf Anordnung des Oberleutnants [[Otto Marloh|Marloh]] –&amp;amp;nbsp;der von Reinhard zuvor entsprechend orientiert worden war&amp;amp;nbsp;– in einem an der [[Französische Straße (Berlin)|Französischen Straße]] gelegenen Bankgebäude 29 ehemalige Angehörige der [[Volksmarinedivision]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Dreetz, Klaus Gessner, Heinz Sperling: &amp;#039;&amp;#039;Bewaffnete Kämpfe in Deutschland 1918–1923&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1988, S. 72. Klaus Gietinger: &amp;#039;&amp;#039;Der Konterrevolutionär. Waldemar Pabst – eine deutsche Karriere&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 2008, S. 149 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1919 wurde die Brigade dem [[Garde-Kavallerie-Schützen-Korps]] unterstellt und im Juni als Reichswehr-Brigade 15 in die Vorläufige Reichswehr eingegliedert. Reinhard, nunmehr zum &amp;#039;&amp;#039;Infanterieführer&amp;amp;nbsp;15&amp;#039;&amp;#039; avanciert, machte sich in den folgenden Monaten durch wiederholte antirepublikanische Wortmeldungen und Umtriebe jedoch so unmöglich, dass Noske, der ihn gemeinsam mit Ebert lange stützte,&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfram Wette: &amp;#039;&amp;#039;Gustav Noske. Eine politische Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Düsseldorf 1987, S. 585 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Dezember 1919 nicht mehr umhinkam, ihn zu entlassen. Im Oktober 1919 hatte [[Philipp Scheidemann]] in einer weithin als „Sensation“ gewerteten Rede in [[Kassel]] das weitere Festhalten an Reinhard als „unerträglich“ bezeichnet, war dafür von Ebert und Noske aber noch streng zurechtgewiesen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Susanne Miller]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bürde der Macht. Die deutsche Sozialdemokratie 1918–1920&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 1978, S. 364.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Auffangorganisation für die nicht in die Reichswehr übernommenen ehemaligen Angehörigen des Regiments Reinhard aus der [[Provinz Brandenburg]] war der 1920 gegründete „Sportverein“ &amp;#039;&amp;#039;[[Deutscher Verein für Leibesübungen Olympia]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Sauer: &amp;#039;&amp;#039;Schwarze Reichswehr und Fememorde. Eine Milieustudie zum Rechtsradikalismus in der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2004, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war um 1925 der stärkste konspirativ tätige rechtsradikale Wehrverband im Raum Berlin. Im Mai 1926 wurde er zusammen mit dem [[Bund Wiking|Wikingbund]] verboten. Viele seiner Mitglieder –&amp;amp;nbsp;darunter [[Hans Maikowski (SA-Mitglied)|Hans Eberhard Maikowski]] und vermutlich auch [[Horst Wessel]]&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel Siemens: &amp;#039;&amp;#039;Horst Wessel. Tod und Verklärung eines Nationalsozialisten&amp;#039;&amp;#039;. München 2009, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;amp;nbsp;– gingen daraufhin zur [[Sturmabteilung|SA]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.vads.ac.uk/large.php?uid=28073 Rekrutierungsplakat für die Brigade Reinhard (1919).] vads.ac.uk&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Freiwilligenregiment Reinhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paramilitärische Organisation (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Novemberrevolution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin in der Weimarer Republik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brandenburgische Geschichte (20. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Herr Lehrer, ich weiß was!</name></author>
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