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	<title>Freistaat Schwenten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T00:28:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Dodowp: /* Siehe auch */</title>
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		<updated>2025-08-13T16:45:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:RepSchwenten.png|mini|hochkant=1.5|Karte, veröffentlicht in &amp;#039;&amp;#039;Die Grenzpost&amp;#039;&amp;#039; am 25. Dezember 1932]]&lt;br /&gt;
[[Datei:schenten.jpg|mini|Emil Gustav Hegemann: &amp;#039;&amp;#039;Der Freistaat Schwenten. Deutsche Not und Treue in der Grenzmark Posen&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Freistaat Schwenten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{plS|}} &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Republika Świętnieńska&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wolne Państwo Świętno&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war ein von Januar bis August 1919 existierender [[Freistaat (Republik)|Freistaat]] der [[Weimarer Republik]]. Er umfasste lediglich das Gebiet der Gemeinde Schwenten (heute [[Świętno]], Polen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bis 1918 gehörte Schwenten, das im Jahr 1905 lediglich 610 Einwohner hatte, zum [[Landkreis Bomst]] in der [[Provinz Posen]]. Die Einwohner des an der Eisenbahnstrecke von [[Konotop (Kolsko)|Kontopp]] nach [[Grodzisk Wielkopolski|Grätz]] gelegenen Ortes waren ausschließlich deutschsprachig, umgeben von Dörfern und Städten mit deutsch-polnisch gemischter Bevölkerung. Im [[Posener Aufstand (1918–1919)]] gerieten ab Ende Dezember 1918 große Teile der Provinz Posen unter den Einfluss der polnischen Aufständischen. Deutsche und polnische [[Freischärler|Milizen]] lieferten sich teils heftige Auseinandersetzungen. Die Sorge vor polnischen Übergriffen und der Besetzung durch die Polen ergriff alle deutschen Dörfer, so auch Schwenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts dieser Gefahr und nach der vergeblichen Anforderung von Schutztruppen in [[Glogau]] beschloss die einberufene Gemeindeversammlung am 5. Januar 1919 im Gasthaus Wolff die Proklamation der Unabhängigkeit des neutralen „Freistaats Schwenten“. Direkt im Anschluss daran wurden die Verhandlungen mit den Nachbardörfern Kiebel und Obra aufgenommen und ein Nichtangriffspakt mit den örtlichen polnischen Kommandanten erwirkt. Pfarrer Emil Gustav Hegemann wurde zum Präsidenten und Außenminister, Bürgermeister Drescher zum Innenminister ernannt. Förster Teske fungierte als „Kriegsminister“. Die Pläne zum Aufbau einer „Marine“ unter Führung des Dorffrisörs waren gegenstandslos, solange der See zugefroren war. Eine Verfassung und Gesetze wurden erlassen; der Finanzminister verabschiedete unter schwierigen Umständen einen Haushalt, denn die Haupteinnahmequelle des Freistaates, die Herstellung und der Handel mit Bier, blieben unbesteuert. Der Gastwirt Schulz hätte dem Schwentener Parlament, welches in seinem Gasthaus tagte, ansonsten kein Freibier mehr ausgeschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen und auch die polnischen Milizen erkannten die Neutralität des Freistaates Schwenten an. „Ausländer“ konnten den Freistaat nur mit einem [[Visum]] betreten oder durchqueren, welches ein [[Stempel (Papier)|Stempel]] des örtlichen [[Pfarramt]]es war. Nachdem im Sommer 1919 der inzwischen aktiv gewordene deutsche Grenzschutz durch die Alliierten zurückgerufen worden war, herrschte Waffenstillstand und bei den Versailler Friedensverhandlungen wurde über die genaue Grenzziehung verhandelt. Letztlich musste die Schwentener Staatsregierung erkennen, dass die Unabhängigkeit nicht aufrechtzuerhalten war, entschied am 10. August 1919 die Aufgabe der Neutralität und beantragte die Aufnahme in das Land Preußen des Deutschen Reiches. Dem wurde am 9. Juni 1920, nach dem Eintreffen der [[Triple Entente|Entente]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;kommission, entsprochen; die Grenze zwischen Deutschland und Polen wurde, wie im [[Vertrag von Versailles]] vereinbart, festgelegt und Schwenten durfte bei Deutschland verbleiben. Mit der Auflösung des Landkreises Bomst wurde Schwenten 1938 dem [[Landkreis Grünberg i. Schles.]] zugewiesen.&lt;br /&gt;
== Erinnerung ==&lt;br /&gt;
In Erinnerung an den Freistaat feierte die Gemeinde Schwenten jedes Jahr am 9. Juni ein Fest im sogenannten „Historischen Gasthaus“, in dem 1920 die Ententekommission getagt hatte. In der [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit]] wurde man in Berlin auf dieses Ereignis aufmerksam, der Freistaat Schwenten wurde zu einem deutschen Heldenmythos stilisiert und NS-Größen wie Reichsleiter [[Robert Ley]] und Innenminister [[Wilhelm Frick]] nahmen an der jährlich stattfindenden Feier teil. Nach dem Zusammenbruch des [[Drittes Reich|Dritten Reiches]] und dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] kam Schwenten, fortan Świętno, unter polnische Verwaltung und die deutsche Bevölkerung wurde zwischen 1945 und 1947 vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Freie Republik Schwarzenberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martin Sprungala: &amp;#039;&amp;#039;Der „Freistaat Schwenten“ – Wahrheit oder Propaganda?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch Weichsel-Warthe,&amp;#039;&amp;#039; 55 (2009), S.&amp;amp;nbsp;155–159.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
* [http://www.foto.warciarek.pl/index.php?str=12&amp;amp;s=11 &amp;#039;&amp;#039;Wolne Państwo Świętno – Freistaadt Schwenten.&amp;#039;&amp;#039;] Private polnische Seite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Staat in Europa|Schwenten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Land der Weimarer Republik|Schwenten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Folgen des Ersten Weltkriegs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Provinz Posen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik 1919]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dodowp</name></author>
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