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	<title>Freischwinger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T13:28:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Freischwinger&amp;diff=49526&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mantelmoewe am 12. Februar 2024 um 08:28 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit der Stuhlkonstruktion mit der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Freischwinger&amp;#039;&amp;#039;, für andere Bedeutungen siehe: [[Freischwinger (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Mauser RB 4 1939.jpg|miniatur|Mauser Modell RB 4, 1939]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Freischwinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Stuhl (Möbel)|Stuhl]] &amp;#039;&amp;#039;ohne&amp;#039;&amp;#039; Hinterbeine, dessen Sitzfläche unter dem Gewicht einer Person federnd nachgibt („schwingt“) und leicht nach hinten absinkt. Ein Stuhl ohne Hinterbeine, der wegen seiner starren Konstruktion diesen federnden Sitz nicht hat, wird nicht zu den eigentlichen Freischwingern gezählt. In diesem Fall spricht man allgemeiner von einem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kragstuhl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von &amp;#039;&amp;#039;kragen&amp;#039;&amp;#039; = überstehen; [[Englische Sprache|englische]] Bezeichnung: cantilever chair &amp;#039;&amp;#039;freitragender Stuhl&amp;#039;&amp;#039;). Der &amp;#039;&amp;#039;Freischwinger&amp;#039;&amp;#039; ist demnach eine [[Variante (Produkt)|Variante]] des &amp;#039;&amp;#039;Kragstuhls&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Stühlen gibt es auch [[Schemel|Hocker]], [[Sessel]], Liegen und [[Sofa]]s in der Form eines Freischwingers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Breuer-FREISCHWINGER.JPG|miniatur|Freischwinger B 55&amp;lt;br /&amp;gt;Entwurf: Marcel Breuer&amp;lt;br /&amp;gt;Rahmen: verchromtes Stahlrohr&amp;lt;br /&amp;gt;Sitzfläche/Rückenlehne: [[Eisengarn]]bespannung&amp;lt;br /&amp;gt;Armlehnen: lackiertes Holz]]&lt;br /&gt;
Beim Freischwinger handelt es sich um ein markantes Beispiel modernen Möbeldesigns. Im Jahr 1926 entwickelte der [[Architekt]] [[Mart Stam]] unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Kragstuhl&amp;#039;&amp;#039; einen ersten Stuhl ohne Hinterbeine, der allerdings noch auf einer recht starren Rohrkonstruktion ruhte. [[Ludwig Mies van der Rohe]] zeigte 1927 mit seinem eigenen Entwurf, dem [[Weißenhof-Stuhl|MR 20]] für die [[Weißenhofsiedlung]] erstmals diesen Stuhltyp in einer breiteren [[Öffentlichkeit]], der hier bereits eine größere [[Elastizität (Physik)|Elastizität]] besaß. [[Marcel Breuer]] verbesserte den Kragstuhl bezüglich Elastizität und anderem weiter und entwickelte während seiner Zeit am [[Bauhaus]] zahlreiche Varianten aus [[Stahlrohr]]. Viele weitere namhafte [[Designer]] und Architekten schufen eigene [[Variante (Produkt)|Versionen]] des Freischwingers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Urheberschaft ==&lt;br /&gt;
Nach 1929 wurden diverse [[Prozess (Recht)|Prozesse]] zur Frage der [[Urheberrecht|Urheberschaft]] am Freischwinger geführt, die [[Rechtsgeschichte]] geschrieben haben. Im ersten zwischen Anton Lorenz als Inhaber der Rechte von Mart Stam und der Firma [[Gebrüder Thonet|Thonet]], argumentierte Thonet, der Stuhl sei eine rein technische [[Erfindung]] und somit entfalle jedes [[Urheberrecht]]. Die [[Richter]] vom [[Reichsgericht|Deutschen Reichsgericht]] dagegen sahen in dem Stuhl von Mart Stam eine eigene [[Schöpfung]] und sprachen ihm 1932 die [[Kunst|künstlerisch]]e Urheberschaft an dem kubischen Freischwinger zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mies van der Rohe hatte 1926 für seine Variante des Freischwingers, den MR 20, noch vor der öffentlichen Präsentation des Stam-Stuhles auf der Weißenhof-Ausstellung ein [[Patent]] angemeldet. Dieses verteidigte er erfolgreich in einem Prozess 1936. Darin versuchte die Firma Mauser, das Patent Mies van der Rohes für nichtig erklären zu lassen, unter anderem, weil der ältere Stuhl Mart Stams ein Beispiel für eine Vorbenutzung sei. Dies wurde vom Gericht zurückgewiesen, wobei weder die ähnliche Form noch der Einfluss Mart Stams auf Mies van der Rohe eine Rolle spielten. Vielmehr führte Mies van der Rohe vor, dass die Federung ein wesentliches Merkmal seiner Erfindung war, die dem ersten Stam Stuhl fehlte. Somit hielt Mies van der Rohe die Rechte an vielen technischen Aspekten des Freischwingers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Anteil Marcel Breuers an der Urheberschaft des Freischwingers wurde von den Gerichten zwar abgewiesen, ist unter [[Kunstgeschichte|Kunsthistorikern]] jedoch immer noch umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstruktion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:FREISCHWINGER SESSEL.JPG|mini|Freischwinger-Sessel S411 von [[Gebrüder Thonet|Thonet]]&amp;lt;br /&amp;gt;Rahmen: Stahlrohr&amp;lt;br /&amp;gt;Polsterbezug: Leder&amp;lt;br /&amp;gt;Armlehnen: lackiertes Holz]]&lt;br /&gt;
Der klassische Freischwinger besitzt einen tragenden Rahmen aus einem einzigen gebogenen Metallrohr in „Schlittenform“, die Vorderbeine knicken unten und oben nach hinten weg. Unten läuft der Rahmen auf dem Boden wie [[Kufe]]n weiter bis zum hinteren Rand des Möbels, oben verläuft er parallel zu den Kufen und dient als Träger für die Sitzfläche. Gewöhnlich knickt der Rahmen am hinteren Teil der Sitzfläche noch einmal nach oben ab, um an ihm die Rückenlehne zu befestigen, oder die Rohre werden zu Armlehnen umgebogen. In diesen Rahmen sind Sitzflächen bzw. -polster und Rückenlehne eingehängt oder eingespannt. Dieses Konstruktionsprinzip wird auch bei Freischwingern aus [[Formsperrholz|Formschichtholz]] verwendet. Der finnische Architekt und Designer [[Alvar Aalto]] hat in den 1930er-Jahren einige erfolgreiche Modelle entworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Rahmen kommen gewöhnlich Freischwinger aus [[Kunststoff]] aus. Bei diesen sind Rückenlehne, Sitzfläche, „Beine“ (Verbindungsstück zwischen Sitzfläche und Fuß) und Fuß eine einzige, zusammenhängende Kunststofffläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physik ==&lt;br /&gt;
Die Statik (Stabilität) ist trotz der fehlenden Hinterbeine dadurch gegeben, dass die entstehende [[Kraft]] über die Spannung in den Vorderbeinen auf die [[Kufe]]n oder die Füße umgeleitet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Typen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Metallrahmen:&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;S 43&amp;#039;&amp;#039;. Entwurf: [[Mart Stam]] und/oder [[Marcel Breuer]] (nicht abschließend geklärt)&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;MR 20&amp;#039;&amp;#039; oder „[[Weißenhof-Stuhl]]“. Entwurf: [[Ludwig Mies van der Rohe]]&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Ceska&amp;#039;&amp;#039;. Entwurf: Marcel Breuer&lt;br /&gt;
* Holz:&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Modell Nr. 31&amp;#039;&amp;#039;. ([[Leim|verleimtes]] [[Formsperrholz]]) Entwurf: [[Alvar Aalto]]&lt;br /&gt;
** [[Datei:HK CWB 銅鑼灣 Causeway Bay 宜家家居 IKEA furniture shop at The Park Lane Hotel basement goods in December 2020 SS2 32.jpg|mini|Der Sessel &amp;quot;Poäng&amp;quot; von Ikea ist als Massenprodukt einer der meistverkauften Freischwinger. ]]&amp;#039;&amp;#039;Poäng&amp;#039;&amp;#039; ([[Leim|verleimtes]] [[Formsperrholz]]) Entwurf: Noboru Nakamura (für [[IKEA]]) – aktuelles Massenfabrikat&lt;br /&gt;
* Kunststoff:&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Panton Chair&amp;#039;&amp;#039;. Entwurf: [[Verner Panton]] (für [[Vitra]]), inspiriert von einer Idee und dem Papp- und Drahtmodell von Gunnar Aagaard Andersen, 1952 und Poul Kjærholm, 1954.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seltene Modelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Original Mauser RB 4&amp;#039;&amp;#039; 1939. Der Gestalter wurde von der Firma Mauser nicht benannt. Sehr kurzer Produktionszeitraum. Wird oft mit dem Nachkriegsmodell verwechselt, da dieses auch dieselbe Typenbezeichnung hat. Die Formgestaltung des Original Mauser RB 4 von 1939 ist wesentlich konsequenter als bei dem Nachfolgemodell. Das Modell Mauser RB 4 nach 1945 hat eine gerundete Rückenlehne und sehr kurze Armlehnen. Außerdem gibt es die klassische geprägte, für jedes Bein unterteilte Sitzmulde nicht mehr und die Kragstandrohre sind wieder senkrecht. Eben typisch für die Formauffassung der 1950er Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kragstuhlmuseum]] in [[Lauenförde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Stuhlmuseum Burg Beverungen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Kragstuhl&amp;#039;&amp;#039;. König, Köln 1998, ISBN 3-88375-351-3.&lt;br /&gt;
*  Ivan Margolius: [https://www.czechfriends.net/images/NEWSLETTER14_MargoliusArticle_-_Tatra.pdf &amp;#039;&amp;#039;Cars, Furniture, Architecture&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;The Automobile&amp;#039;&amp;#039;, April 2016, S.&amp;amp;nbsp;54–58 und Newsletter of the Friends of Czech Heritage Winter/Spring 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Cantilever chairs|Freischwinger}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industriedesign]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sitzmöbel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mart Stam]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mantelmoewe</name></author>
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