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	<title>Freiklettern - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T17:40:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Freiklettern&amp;diff=59883&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zeniatta: Typo</title>
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		<updated>2025-09-11T06:31:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kletterer in der Sächsischen Schweiz.JPG|mini|Kletterer in der [[Sächsische Schweiz|Sächsischen Schweiz]]]]&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Freiklettern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man das [[Klettern]] an Felsen oder Kunstwänden, bei dem nur Hände und Füße zur Fortbewegung verwendet werden. Künstliche Hilfsmittel sind zur Fortbewegung nicht erlaubt. Zum Freiklettern zählen das [[Sportklettern]] mit dem dazugehörigen [[Bouldern]] sowie das traditionelle [[Klettergebiet Sächsische Schweiz|sächsische Freiklettern]] und das Freiklettern im Rahmen des alpinen Kletterns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ausnahme des selten praktizierten [[Free Solo]]kletterns dürfen bei allen anderen Formen des Freikletterns Hilfsmittel wie Seil und Haken verwendet werden, allerdings nur zur Gewährleistung der [[Klettersicherung|Sicherheit]] und nicht als Kletterhilfe. Das „frei“ des Wortes Freiklettern bedeutet frei von technischen Hilfsmitteln zur Fortbewegung und nicht, wie oft fälschlicherweise angenommen wird, frei von Sicherungsmitteln.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Elsner, Jochen Haase: &amp;#039;&amp;#039;Bergsport Handbuch&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt, Reinbek 2000, S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von anderen Spielarten des Klettersports grenzt sich Freiklettern somit durch die konsequente Einhaltung der gängigen Kletter-Ethik ab, nach der eine Route erst dann als frei geklettert gilt, wenn diese ohne aktive Verwendung von Haken oder sonstigen Hilfsmitteln durchstiegen wurde. Hier gilt der klassische Satz wörtlich: Der Weg ist das Ziel.&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurt Albert 03.jpg|mini|[[Kurt Albert (Bergsteiger)|Kurt Albert]] klettert im [[Fränkische Alb|Frankenjura]] am Felsen „Streitberger Schild“ in der Nähe von [[Streitberg (Wiesenttal)|Streitberg]]]]&lt;br /&gt;
Bei exaktem Sprachgebrauch bezieht sich der Begriff „Freiklettern“ nur auf die Begehungsart, unabhängig von der Art der Route. Die typische Art des Freikletterns wird aber in Sportkletterrouten ausgeübt, deshalb wird Freiklettern oft als Synonym für Sportklettern benutzt.&lt;br /&gt;
Der Begriff Felsklettern oder Klettern ist dagegen ein Oberbegriff, der sowohl das Freiklettern wie das [[Technisches Klettern|technische Klettern]] beinhaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kletterstil entwickelte sich seit Ende des 19. Jahrhunderts, als versucht wurde, auf künstliche Hilfsmittel zur Gipfelbesteigung gänzlich zu verzichten, nachdem zunächst noch künstliche Hilfsmittel wie Leitern und Metallstifte verwendet worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Pionier des Freikletterns in den [[Alpen]] war [[Paul Preuß (Alpinist)|Paul Preuß]] (1886–1913). In seinem kurzen Leben vollbrachte er mehr als 1200 Fels-, Ski- und Hochtouren, davon 150 Erstbegehungen und 300 Besteigungen im [[Free Solo|Alleingang]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Panorama 6-2010&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andi Dick |url=http://www.alpenverein.de/chameleon/outbox/public/10150/rep1_16964.pdf |titel=Auf dem Weg des Tänzers – Klettern auf den Spuren von Paul Preuß |werk=DAV Panorama |hrsg=Deutscher Alpenverein |datum=Dezember 2010 |seiten=95 |format=PDF; 341&amp;amp;nbsp;kB |zugriff=2012-06-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er lehnte sämtliche technischen Hilfsmittel beim Aufstieg sowie das Abseilen ab und vertrat das Prinzip, dass sich Kletterer bei der Fortbewegung einzig auf ihre Kenntnisse und Fähigkeiten verlassen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Horst Höfler |Titel=Sehnsucht Berg: große Alpinisten von den Anfängen bis zur Gegenwart |Verlag=BLV |Ort=München/Wien/Zürich |Datum=1989 |ISBN=978-3-405-13573-7 |Seiten=65}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit seinen Thesen löste er den [[Mauerhakenstreit]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Kletterführer mit entsprechenden Regeln wurde 1908 von [[Rudolf Fehrmann]] herausgegeben („Der Bergsteiger in der Sächsischen Schweiz“). 1913 wurden in einem Nachtrag die sächsischen Kletterregeln veröffentlicht. Diese gelten seitdem und wurden in der [[Sächsische Schweiz|Sächsischen Schweiz]] über ein Jahrhundert beibehalten und befolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://bergsteigerbund.de/bergsport/klettern-im-elbsandsteingebirge/die-saechsischen-kletterregeln/ |titel=Die Sächsischen Kletterregeln {{!}} Sächsischer Bergsteigerbund |abruf=2024-06-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Regeln wurden zum Teil auch in andere Gebiete ([[Böhmische Schweiz]], [[Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt]], [[Český ráj]], [[Pfalz (Region)|Pfalz]], [[Battert]], [[Zittauer Gebirge]]) übernommen oder dienten dort als Vorbild. 1923 erschien eine ergänzende Ausgabe erstmals mit Einteilung in sieben Schwierigkeitsgrade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1950er- und 1960er-Jahren prägte [[John Gill (Kletterer)|John Gill]] den sportlichen Aspekt des Kletterns an niederen Felsblöcken ([[Bouldern]]). Dadurch wurde, vor allem von Kletterern an den Wänden des [[Yosemite-Nationalpark]]s, in den 1970er-Jahren das Klettern zu neuen Schwierigkeitsgraden vorantrieben. Dieses Kletterzentrum beeinflusste durch die dort herrschende Bergsteigerethik das Freiklettern erheblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit anderen Kletterern formulierte [[Claudio Barbier]] in den 1960er-Jahren einige Grundgedanken des Freikletterns. Vorhandene Haken sollten nicht als Griffe verwendet werden, sondern nur der Sicherung dienen. Barbier schlug zusätzlich vor, diejenigen Haken, die nicht als Griffe verwendet werden sollen, gelb anzumalen. Vor allem in belgischen- und französischen Kletterkreisen fand die Idee großen Anklang. „Gelbe“ Route (voie jaune) wurde eine Route genannt, die ohne Hakenhilfe zur Fortbewegung begangen werden sollte. Eine Route frei klettern hieß, sie „gelb“ machen (analog zum heutigen „rotpunkt“ machen).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Didier Demeter |url=https://www.claudiobarbier.be/biographie-claudio-barbier/ |titel=Biographie |werk=claudiobarbier.be |datum=2018-03-05 |sprache=fr |abruf=2025-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Enzo Cozzolino]] wurde um 1970 durch den kompromisslosen Verzicht auf Haken als Fortbewegungsmittel zum Mitbegründer des modernen Freiklettergedankens. Er verwendete Magnesia, kletterte in Turnschuhen und machte kletterspezifisches Krafttraining. Wie später [[Heinz Mariacher]], [[Reinhard Schiestl]] oder [[Darshano L. Rieser]] setzte er bei seinen Klettertouren auf Können, leichtes Gepäck und Schnelligkeit und kletterte wohl auch schon Stellen im [[Schwierigkeitsskala (Klettern)|Schwierigkeitsgrad]] VII. Cozzolino war entschiedener Gegner des Bohrhakens: „Ich behaupte, dass der Bohrhaken die wesentliche Komponente des Bergsteigens eliminiert, nämlich das Unbekannte und das Risiko. Er war der Anfang vom Ende des Bergsteigens“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Alessandro Gogna]] |url=https://www.treccani.it/enciclopedia/enzo-cozzolino_(Enciclopedia-dello-Sport)/ |titel=Cozzolino, Enzo |werk=treccani.it |hrsg=Enciclopedia dello Sport; Istituto della Enciclopedia Italiana |datum=2004 |sprache=it |abruf=2025-03-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Alex Walpoth |url=https://www.bergundsteigen.com/artikel/messners-einfluss-auf-das-klettern-in-den-dolomiten/ |titel=Messners Einfluss auf das Klettern in den Dolomiten |werk=bergundsteigen.com |datum=2019-09-19 |sprache=de |abruf=2025-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um etwa 1970 kam das Freiklettern über westdeutsche Sportler, die im [[Yosemite-Nationalpark]] und auch in der Sächsischen Schweiz kletterten, wieder nach Deutschland und später ganz Europa zurück. Durch die Besuche bei dortigen Kletterern wie [[Bernd Arnold]] oder [[John Bachar]] hatten [[Kurt Albert (Bergsteiger)|Kurt Albert]] und andere Kletterer gesehen, dass es möglich war, schwierige Wandstücke zu überwinden, ohne dabei künstliche Hilfsmittel zur Fortbewegung zu verwenden. In der Bundesrepublik führte vor allem Kurt Albert das Freiklettern ab 1975 mit dem Begriff des [[Begehungsstil|Rotpunkt]]-Kletterns ein. In den Jahren danach war auch der österreichische Kletterer und Bergfotograf [[Heinz Zak]] an dieser Renaissance im europäischen Raum beteiligt: er kletterte solche Routen oft selbst mit und dokumentierte sie in hoher fotografischer Qualität, so dass sie über die Fachzeitschriften bekannt wurden und ein größeres Publikum fanden. Bis dahin (1970er Jahre) wurden in Westdeutschland Kletterrouten häufig mit Hilfe von Haken, Strickleitern und ähnlichen Hilfsmitteln bewältigt, was heute [[technisches Klettern]] genannt wird. In der Sächsischen Schweiz wurde und wird es noch immer nach den alten Regeln ausgeübt, wobei sich auch dort der [[Rotpunkt]]-Gedanke durchgesetzt hat. Technisches Klettern wurde in der Sächsischen Schweiz nie akzeptiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwierigkeitsgrade ==&lt;br /&gt;
Je nachdem, wie anspruchsvoll eine [[Kletterroute]] ist, wird sie mit einem bestimmten [[Schwierigkeitsskala (Klettern)|Schwierigkeitsgrad]] bewertet. Oft orientiert sich der Grad der Route an ihrer schwierigsten Stelle (der Schlüsselstelle). Schwierigkeitsbewertungen werden von den Erstbegehern vorgenommen, aber in der Folge von Wiederholern nicht selten als subjektiv empfunden, was in der Geschichte des Kletterns immer wieder zu heftigen Debatten über die „richtige“ Bewertung einer Tour geführt hat. So war beispielsweise der österreichische Kletterer [[Albert Precht]] berüchtigt für seine „harten“, von vielen als zu niedrig angesehenen Bewertungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In verschiedenen Ländern und Klettergebieten werden dabei unterschiedliche Schwierigkeitsskalen verwendet. In Deutschland hat sich weitgehend die [[Union Internationale des Associations d’Alpinisme|UIAA]]-Skala durchgesetzt, die in ihrer modernen Form zwischen Freikletterschwierigkeit und [[Technisches Klettern|technischer Schwierigkeit]] unterscheidet. In der Sächsischen Schweiz, im Zittauer Gebirge und im Ostharz wird weiterhin die sächsische Skala verwendet. Eine der sächsischen verwandte Skala wird in Tschechien genutzt. In den romanischsprachigen Ländern Europas sowie der [[Schweiz]] hat sich beim Sportklettern die französische Bewertung durchgesetzt. Daneben gibt es noch die amerikanischen Skalen ([[Yosemite Decimal System]] (YDS) und [[National Climbing Classification System]] (NCCS)) sowie eigene australische, brasilianische, finnische, norwegische und schwedische Skalen. Im englischen Bewertungssystem wird neben den klettertechnischen Anforderungen auch der psychischen Belastung einer Route Rechnung getragen, die Yosemite-Skala bewertet getrennt die reinen Kletterschwierigkeiten und die Gesamtanforderungen (Dauer, Anstrengung, Gefahr usw.) einer Route.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vergleichende Gegenüberstellung der Schwierigkeitsskalen findet sich im Artikel [[Schwierigkeitsskala (Klettern)#Vergleichstafel|Schwierigkeitsgrad]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste bekannter Sportkletterer]]&lt;br /&gt;
* [[Liste berühmter Bergsteiger]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kletterbegriffe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Freikletterer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dieter Elsner, Jochen Haase: &amp;#039;&amp;#039;Bergsport Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek 2000, ISBN 3-499-61002-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4130509-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klettern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Natursportart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zeniatta</name></author>
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