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	<title>Freifunk - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T19:13:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Freifunk&amp;diff=169577&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Korrupt: /* Rechtliche Probleme */ Guter Punkt, geht knapper :) Außerdem Typogr. Anfz.</title>
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		<updated>2026-03-13T08:09:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rechtliche Probleme: &lt;/span&gt; Guter Punkt, geht knapper :) Außerdem Typogr. Anfz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Freifunk.net.svg|mini|Das Logo von Freifunk.net]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Freifunk router.jpg|mini|Router für Freifunk]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2014-11-09 Freifunk.webm|mini|Erklärvideo]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Freies 20Netz 20zum 20Selber- 20und 20Mitmachen.ogv|mini|Freies Netz zum Selber- und Mitmachen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:03-freiffunk-router-mit-gaesten2.png|mini|Beispieldiagramm eines Freifunk-Routers mit VPN-Verbindung in einem Heimnetz]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Freifunk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine nichtkommerzielle, gemeinnützige Initiative, die sich dem Aufbau und Betrieb eines [[Freies Funknetz|freien Funknetzes]] widmet, das aus selbstverwalteten lokalen [[Computernetzwerk]]en besteht. Im deutschen Sprachraum hat die Initiative ihren Ursprung in Berlin. Zu den Zielen gehören die Förderung lokaler Kommunikation, ein möglichst [[Dezentrales Netzwerk|dezentraler]] Aufbau, Anonymität und [[Überwachung]]sfreiheit. Freifunk baut auf dem &amp;#039;&amp;#039;[[Peering#Pico Peering Agreement|Pico Peering Agreement]]&amp;#039;&amp;#039; auf, das für ein diskriminierungsfreies Netzwerk sorgen soll (siehe [[Netzneutralität]]). Neben dem Aufbau des Netzes möchten die Freifunker auch ein Medium bieten, um die technische Bildung zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://picopeer.net/PPA-de.shtml |titel=Pico Peering Agreement v1.0 |abruf=2023-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
Die Freifunk-Gemeinschaft ist eine bundesweite dezentral organisierte [[Graswurzelbewegung]]. Jede Privatperson, die einen Freifunk-[[Router]] aufstellt, darf und soll über die technische Ausgestaltung frei verfügen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://freifunk.net/worum-geht-es/vision/ |titel=Vision |werk=freifunk.net |sprache=de |abruf=2023-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Geographisch nah aneinander liegende Betreiber schließen sich oftmals zu Benutzergruppen, lokalen [[Online-Community|Communities]] zusammen, da der Freifunk überwiegend auf [[Wireless Local Area Network|WLAN-Technik]] beruht und der einzelne Router nur eine beschränkte Reichweite hat. Die Community dient der zur Vernetzung notwendigen Koordination zwischen einzelnen Betreibern, z.&amp;amp;nbsp;B. die Einigung auf miteinander kompatible Software. Einzelne Communities bieten daher oft auch Infrastruktur und Werkzeuge wie z.&amp;amp;nbsp;B. eine auf die Stadt oder den Stadtteil zugeschnittene Router-[[Firmware]], Richtfunkstrecken zur Überbrückung größerer Entfernungen (über einen Fluss oder wenig bewohnte Gebiete) oder gegebenenfalls notwendige zentrale Server an, oder helfen Interessenten bei der Einrichtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 2020 betrieben im deutschsprachigen Raum über 400&amp;amp;nbsp;Communities mehr als 50.000&amp;amp;nbsp;Zugangspunkte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://freifunk.net/wie-mache-ich-mit/community-finden/ |titel=Community finden |werk=freifunk.net |hrsg= |sprache=de |abruf=2020-10-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einzelne Nutzergruppen assoziieren sich oftmals mit Dachvereinen wie zum Beispiel dem Förderverein Freie Netze e.&amp;amp;nbsp;V. oder dem Freifunk Rheinland e.&amp;amp;nbsp;V. Diese Vereine verwalten Teile der Infrastruktur, die Kosten und höheren Organisationsaufwand verursachen, deren Nutzung aber auch optional ist. So verwaltet z.&amp;amp;nbsp;B. der Förderverein Freie Netze e.&amp;amp;nbsp;V. das Web-Portal freifunk.net und bietet für Communities diverse Dienste wie gehostete [[Blog]]s an. Der Freifunk Rheinland e.&amp;amp;nbsp;V. hat sich als nicht-kommerzieller [[Internet-Provider]] organisiert und bietet Communities seine Backbone-Infrastruktur an, um auch die rechtliche Verantwortung zu übernehmen (vor allem in Bezug auf die [[Störerhaftung]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.freifunk-rheinland.net/der-verein/ |titel=Der Verein |werk=freifunk-rheinland.net |sprache=de |abruf=2024-05-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freies WLAN ==&lt;br /&gt;
Viele Freifunker teilen ihren Netzzugang per [[Wireless Local Area Network|WLAN]] mit Dritten. Manche Gemeinden und Städte bieten mittels Freifunk freies WLAN in Fußgängerzonen oder auf Plätzen, in Parks und in öffentlichen Gebäuden (Rathaus, Tourismuszentrale, Bücherei, Jugendzentren) an. Beispiele sind Berlin&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mabb.de/information/digitale-welt/freifunk |titel=Freifunk |werk=Medienanstalt Berlin Brandenburg |sprache=de |abruf=2024-05-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Erlangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.erlangen.info/freifunkfranken/ |titel=Freifunk Franken – das freie WLAN Netz in Erlangen |sprache=de |abruf=2024-05-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kirchen stellen oft ihre Türme zur Verfügung für Fernverbindungen und für die Verbindung zu Routern in der Innenstadt und nutzen Freifunk für ihre Gemeindehäuser. Seit 2015 beispielsweise rüstet das [[Technisches Hilfswerk|Technische Hilfswerk]] einige seiner Liegenschaften mit Freifunkroutern aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Benjamin Albrecht, Holger Hohage |url=https://www.thw-witten.de/aktuelles/aktuelle-meldungen/artikel/freies-internet-im-und-um-unserem-ortsverband-durch-freifunk/ |titel=Freies Internet im und um unserem Ortsverband durch Freifunk |werk=thw-witten.de |datum=2015-12-05 |sprache=de |abruf=2020-06-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Mike Maehlmann |url=https://ov-eckernfoerde.thw.de/aktuelles/aktuelle-meldungen/artikel/neues-wlan-netz-im-ortsverband-eckernfoerde/ |titel=Neues WLan Netz im Ortsverband Eckernförde |werk=Technisches Hilfswerk – Ortsverband Eckernförde |hrsg= |datum=2020-05-15 |abruf=2020-06-12 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Freifunk Hamburg |url=https://map.hamburg.freifunk.net/#!v:m;n:d80d17b0ca38 |titel=Knotenkarte |werk= |hrsg= |datum= |abruf=2020-06-12 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2015 wurden viele Unterkünfte für Geflüchtete mit Freifunk ausgerüstet, da für diese Menschen das Internet eine wichtige Kontaktmöglichkeit zu Freunden und Familien in der Heimat und eine Informationsquelle vor Ort ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lutz Kastendieck |url=https://www.abendblatt.de/hamburg/harburg/article205590233/Freifunker-helfen-Fluechtlingen.html |titel=Freifunker helfen Flüchtlingen |werk=Hamburger Abendblatt |datum=2015-08-22 |sprache=de-DE |abruf=2020-05-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Keywan Najafi Tonekaboni |url=https://www.golem.de/news/freifunk-kostenloses-internet-fuer-fluechtlinge-1509-116249.html |titel=Freifunk: Kostenloses Internet für Flüchtlinge |werk=golem.de |datum=2015-09-15 |sprache=de-DE |abruf=2020-05-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sara Weber |url=https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/baden-wuerttemberg-kostenfreies-wlan-fuer-fluechtlinge-1.2610850 |titel=Kostenfreies Wlan für Flüchtlinge |werk=Süddeutsche Zeitung |datum=2015-08-17 |sprache=de |abruf=2024-05-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gina Schad |url=https://www.zeit.de/zett/2015-09/wir-haben-die-freifunker-bei-einer-wlan-installation-im-fluechtlingsheim-begleitet |titel=Wir haben die Freifunker bei einer WLAN-Installation im Flüchtlingsheim begleitet |werk=ze.tt |datum=2015-09-11 |sprache=de |abruf=2024-05-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Probleme ==&lt;br /&gt;
Da der Bundestag die Verbreitung von freiem WLAN fördern will, sind seit Juni 2017 Betreiber  freier WLANs von der Haftung für Rechtsverstöße von Benutzern befreit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dejure.org/gesetze/TMG/8.html TMG §&amp;amp;nbsp;8 – Telemediengesetz, Abschnitt&amp;amp;nbsp;3, Verantwortlichkeit (§§&amp;amp;nbsp;7–10), §&amp;amp;nbsp;8]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies löst das Problem der früher mitunter zu teuren Abmahnungen führenden „[[Störerhaftung]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Dana Heide|Titel=Abschaffung der Störerhaftung: Große Koalition einigt sich auf WLAN Gesetz|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=|Verlag=|Ort=|Datum=|Seiten=|ISBN=|Online=https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/abschaffung-der-stoererhaftung-grosse-koalition-einigt-sich-auf-wlan-gesetz/19983622.html|Abruf=2017-06-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wurde im Juni 2020 eine siebzigjährige Person, über deren Anschluss ein Freifunk-WLAN betrieben wurde, vom Amtsgericht Köln zur Zahlung von 2000 EUR [[Schadensersatz]] verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://freifunkstattangst.de/2020/06/12/die-alte-dame/ |titel=Die alte Dame |abruf=2020-06-12 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Juni 2017 galten Betreiber eines unzureichend gesicherten WLANs für Handlungen von Benutzern des WLANs als mitverantwortlich. Betreiber drohten dadurch Kosten durch [[Abmahnung]]en. Daher wurden immer mehr WLAN-Zugangspunkte geschlossen, beispielsweise in Cafés oder an öffentlichen Plätzen. Aushilfsweise konnten von Freifunk verschenkte &amp;#039;&amp;#039;Freedom Fighter Box&amp;#039;&amp;#039;en als WLAN-Router Daten aus dem offenen WLAN über einen schwedischen [[Virtual Private Network|VPN]]-Anbieter ins Internet leiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web|url=https://blog.freifunk.net/2012/06/15/freifunkfreedomfighterbox-gegen-storerhaftung-und-abmahnwahn/|title=Freifunk-Freedom-Fighter-Box gegen Störerhaftung und Abmahnwahn|first=Mario|last=Behling|date=2012-06-15|language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Kai Biermann: [https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2012-06/freifunk-freedom-box &amp;#039;&amp;#039;Berliner Verein verschenkt anonyme Netzzugänge&amp;#039;&amp;#039;]. In: ZEITOnline zur „Freedom Fighter Box“ vom 19. Juni 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web|url=https://www.heise.de/newsticker/meldung/Mit-der-Freifunk-Freedom-Fighter-Box-gegen-die-Stoererhaftung-1618782.html|title=Mit der Freifunk-Freedom-Fighter-Box gegen die Störerhaftung|first=heise|last=online|website=heise online|language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Schweden gibt es keine Störerhaftung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Aktionen gegen die Störerhaftung starteten im Dezember 2012, als Mitglieder des &amp;#039;&amp;#039;Freifunk Rheinland e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; als Folge eines nicht durch VPN gesicherten Freifunk-Routers abgemahnt wurden. Daraufhin startete der Verein die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Operation Störerhaftung&amp;#039;&amp;#039;, in der er Spenden sammelte, um in einer Gerichtsverhandlung die Rahmenbedingungen für Freifunk eindeutig zu klären.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://freifunk-rheinland.net/operation-storerhaftung Pressemitteilung zur Operation Störerhaftung des Freifunk Rheinland e.&amp;amp;nbsp;V.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.golem.de/news/freifunker-wehren-sich-operation-stoererhaftung-gegen-abmahnungen-1212-96571.html &amp;#039;&amp;#039;Operation Störerhaftung gegen Abmahnungen&amp;#039;&amp;#039;], Golem.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heise.de/newsticker/meldung/Operation-Stoererhaftung-1774690.html &amp;#039;&amp;#039;Operation Störerhaftung&amp;#039;&amp;#039;], heise.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Die gesammelten Gelder wurden auch zur Unterstützung einer ähnlich gelagerten Klage des &amp;#039;&amp;#039;Fördervereins Freie Netze e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heise.de/newsticker/meldung/Freifunker-wehren-sich-juristisch-gegen-Abmahner-2252199.html &amp;#039;&amp;#039;Freifunker wehren sich juristisch gegen Abmahner&amp;#039;&amp;#039;], heise.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestrebungen, Freifunk als gemeinnützig einzustufen, scheiterten zunächst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stefan Krempl |url=https://www.heise.de/news/Offenes-WLAN-Bundestag-will-Freifunker-nicht-speziell-foerdern-4582272.html |titel=Offenes WLAN: Bundestag will Freifunker nicht speziell fördern |werk=heise online |datum=2019-11-08 |sprache=de |abruf=2025-08-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 2020 wurde die Gemeinnützigkeit von Freifunk-Initiativen schließlich anerkannt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stefan Krempl |url=https://www.heise.de/news/Bundestag-Freifunk-wird-jetzt-doch-als-gemeinnuetzig-anerkannt-4984612.html |titel=Bundestag: Freifunk wird jetzt doch als gemeinnützig anerkannt |werk=heise online |datum=2020-12-09 |sprache=de |abruf=2025-08-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; im Folgejahr ergingen die ersten Bescheide an lokale Initiativen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andreas Schad |url=https://freifunk-nordhessen.de/freifunk-nordhessen-e-v-ist-gemeinnuetzig/ |titel=Freifunk Nordhessen e.V. ist gemeinnützig |datum=2021-06-13 |sprache=de |abruf=2025-08-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gemeinnützigkeit ist in der [[Abgabenordnung]] (AO) § 52 geregelt; das Konzept „Freifunk“ ist in Absatz 2 Punkt 23 explizit benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__52.html |titel=§ 52 AO - Einzelnorm |werk=Gesetze im Internet |hrsg=Bundesamt für Justiz |abruf=2025-08-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik ==&lt;br /&gt;
Wie in vielen anderen freien Funknetzen kommt bei Freifunk ein so genanntes „Mesh“-Verfahren zum Einsatz. In einem [[Vermaschtes Netz|Mesh-Netzwerk]] verbinden sich Router über eine spezielle [[Software]] miteinander. Fallen Router aus, erkennt diese Software, über welche anderen Router Datenpakete das Ziel erreichen. Bei Freifunk ist dies eine Freifunk-Firmware, die in der Regel auf [[OpenWrt]] und weiterer [[Freie Software|freier Software]] basiert. Es gibt unterschiedliche Implementierungen der Firmware für unterschiedliche Hardware und Protokolle (z.&amp;amp;nbsp;B. [[OLSR]] und [[B.A.T.M.A.N.]] advanced).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web|url=https://wiki.freifunk.net/Freifunk-Firmware|title=Freifunk-Firmware – wiki.freifunk.net|website=wiki.freifunk.net|language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Auswahl der Software wird von der lokalen Community getätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://freifunk.net/wie-mache-ich-mit/community-finden/ |titel=Community finden |abruf=2023-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oftmals werden Daten zur Vermeidung rechtlicher Probleme über einen [[VPN-Tunnel]] umgeleitet. Dies erfolgt über Server in Staaten, in denen es keine Gesetze analog zur früheren Störerhaftung gibt, oder durch Server eines Freifunk-Vereins in Deutschland, der das [[Providerprivileg]] besitzt und daher nicht im Sinne der Störerhaftung haftbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind direkte Funkverbindungen nicht möglich, lassen sich Lücken durch Verbindungen über das Internet schließen. Die meisten Communities in Deutschland sind über das &amp;#039;&amp;#039;Inter-City-VPN&amp;#039;&amp;#039; verbunden. Dabei laufen die Daten über verschlüsselte Verbindungen, sodass trotz Übertragung über das Internet kein Dritter außerhalb des Freifunknetzes Inhalte einsehen oder manipulieren kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://freifunk.net/blog/2014/02/das-intercity-vpn/ Das Intercity-VPN], freifunk.net&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Freifunk-Initiative in Berlin-Kreuzberg.jpg|mini|Die Freifunk-Initiative installiert Funkantennen in Berlin-Kreuzberg.]]&lt;br /&gt;
Im April 2000 versuchten &amp;#039;&amp;#039;Consume&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;free2air&amp;#039;&amp;#039; unabhängig voneinander in [[London]] die Einrichtung von freien Netzwerken. In den Workshops &amp;#039;&amp;#039;Consume Clincs&amp;#039;&amp;#039; wurden Vereinbarungen getroffen und Regeln aufgestellt, die die Kommunikation untereinander und überregional regeln sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12.&amp;amp;nbsp;und 13.&amp;amp;nbsp;Oktober 2002 fand im Rahmen der Konferenz &amp;#039;&amp;#039;Urban Drift&amp;#039;&amp;#039; unter dem Titel BerLon im Berliner [[bootlab]] ein Workshop über freie drahtlose Bürgernetze in Berlin und London statt. Dabei vereinbarte man Grundsätze zum Aufbau freier Netzwerke in einem &amp;#039;&amp;#039;Picopeering-Agreement&amp;#039;&amp;#039;. Es beschreibt, wie in Freifunk-Netzen der [[Transitverkehr (Netzwerk)|Transit]] von Daten über fremde Geräte gehandhabt wird. Während der BerLon vereinbarten einige Anwesende künftig regelmäßige Treffen in Berlin zum Aufbau eines eigenen freien Funknetzwerks. Unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;wavelöten&amp;#039;&amp;#039; fanden bis Juni 2020 mittwochs regelmäßige Treffen in der Berliner [[c-base]] statt. Seither finden die Treffen im Haus der Materialisierung am Alexanderplatz statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wiki.freifunk.net/Berlin:Treffen |titel=Berlin:Treffen – wiki.freifunk.net |abruf=2020-07-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://hausderstatistik.org/pioniere/freifunk/ |titel=Freifunk |datum=2020-06-08 |abruf=2020-07-02 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Parallel dazu wurde der Grundstein für das deutschsprachige Webportal &amp;#039;&amp;#039;freifunk.net&amp;#039;&amp;#039; gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2003 gründeten einige Aktive den gemeinnützigen &amp;#039;&amp;#039;Förderverein Freie Netzwerke e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; um freie Kommunikationsinfrastrukturen ideell und finanziell zu unterstützen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://foerderverein.freie-netzwerke.de/organisation/|titel=Organisation|abruf=2023-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die praktische Umsetzung der Idee in Form einer leicht zu installierenden Software für handelsübliche WLAN-Router hat in den folgenden Jahren erheblich zum Erfolg der Initiative beigetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2012 erlangten die Freifunker in Berlin mit dem Projekt &amp;#039;&amp;#039;Freedom Fighter Box&amp;#039;&amp;#039; große mediale Aufmerksamkeit. Dieses Projekt richtete sich gegen die damals geltende [[Störerhaftung]], deren Abschaffung die Aktivisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 2012 entschied die [[Medienanstalt Berlin-Brandenburg]], den Aufbau eines [[Backbone (Telekommunikation)|Backbone]]-Netzes der Berliner Freifunk-Community mit 30.000 [[Euro]] zu fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://freifunk.net/blog/2013/11/berlin-backbone-erweiterung-neues-setup-auf-dem-bezirksamt-kreuzberg-verstaerkt-berliner-freifunk-netz/ &amp;#039;&amp;#039;Neues Setup verstärkt Berliner Freifunk-Netz&amp;#039;&amp;#039;], Freifunk-Blogbeitrag&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mabb.de/information/digitale-welt/public-wifi.html Medienanstalt Berlin-Brandenburg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web|url=https://netzpolitik.org/2012/freie-funknetze-sind-die-offenen-kanale-des-21-jahrhunderts/|title=Freie Funknetze sind die offenen Kanäle des 21. Jahrhunderts|date=2012-10-19|language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadurch konnten seit 2013 neue Funknetz-Standorte auf öffentlichen Gebäuden wie Rathäusern als auch auf Kirchen und Privathäusern in Betrieb genommen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://berlin.freifunk.net/network/map/|titel=Freifunk Berlin|werk=berlin.freifunk.net|abruf=2023-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heise.de/newsticker/meldung/Berliner-Landesinitiative-fuer-Gratis-WLAN-stockt-2182009.html &amp;#039;&amp;#039;Berliner Landesinitiative für Gratis-WLAN stockt&amp;#039;&amp;#039;], heise.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 2014 forderte die [[Hamburgische Bürgerschaft]], „die Einbeziehung zivilgesellschaftlicher Initiativen wie Freifunk als Partner der WLAN-Strategie der Stadt zu prüfen und gegebenenfalls beim Aufbau des Netzwerkes zu unterstützen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg |Titel=Unterrichtung durch die Präsidentin der Bürgerschaft: Bürgerschaftliches Ersuchen vom 27. Februar 2014: „Bericht des Ausschusses für Wirtschaft, Innovation und Medien zum Thema WLAN-Strategie für die Freie und Hansestadt Hamburg“ – Drucksache&amp;amp;nbsp;20/10860 |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer=Drucksache&amp;amp;nbsp;20/12094 |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=2014-06-12|ISBN= |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Folgejahren wurde „die Anschaffung und Errichtung von Richtfunkanlagen der Initiative Freifunk Hamburg“ mit 10.000 Euro gefördert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Finanzbehörde Hamburg |Titel=Zuwendungsvorgänge 2015–2017 |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum= |ISBN= |Seiten= |Online=https://suche.transparenz.hamburg.de/dataset/zuwendungsvorgaenge-2018-quartal-31?forceWeb=true}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2015 beschloss der [[Landtag Nordrhein-Westfalen]] die Unterstützung des Freifunks durch Stellplätze für Funkanlagen auf Liegenschaften des Landes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heise.de/netze/meldung/Nordrhein-Westfalen-unterstuetzt-Freifunk-2730020.html Nordrhein-Westfalen unterstützt Freifunk], Heise Netze&amp;lt;/ref&amp;gt; Des Weiteren sollten Städte und Kommunen über die Vorteile von freien Datennetzen informiert und zu Kooperationen mit örtlichen Freifunk-Communities angeregt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD16-8970.pdf Antrag an den Landtag NRW: „Freifunk in Nordrhein-Westfalen: Bürgernetze ausbauen und weiter stärken!“]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der EU-Richtlinie für Funkanlagen von 2014 will die EU-Kommission Klauseln der Radio Equipment Directive (RED) durchsetzen. Neue Klauseln sollen „grundlegende Anforderungen für bestimmte Kategorien von Funkanlagen verbindlich“ vorschreiben.&lt;br /&gt;
Laut Artikel 3(3)i müssen Funkanlagen Funktionen unterstützen, die „sicherstellen, dass nur solche Software geladen wird, für die die Konformität ihrer Kombination mit der Funkanlage nachgewiesen wurde“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/initiatives/ares-2018-6621038/feedback_en?p_id=380919 Laden von Software auf Funkanlagen]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies trifft Funkschnittstellen aller Geräte, nicht nur in Routern, Smartphones, Tablets und Notebooks, und bedroht Projekte wie Freifunk existenziell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[FunkFeuer]] (für Österreich)&lt;br /&gt;
* [[Openwireless]] (für die Schweiz)&lt;br /&gt;
* [[Fon (Unternehmen)|Fon]] (aus Spanien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://freifunk.net/ Website von freifunk.net] mit [https://wiki.freifunk.net/ Wiki] und [https://forum.freifunk.net/ Forum]&lt;br /&gt;
* Corinna Aichele, Henning Lahmann, Torsten Kleinz, David Pachali: &amp;#039;&amp;#039;[https://irights.info/wp-content/uploads/2015/01/wlan-fuer-alle-freie-funknetze-praxis.pdf WLAN für alle – Freie Funknetze in der Praxis]&amp;#039;&amp;#039;. irights.info. 13. Januar 2014. Abgerufen am 14. Januar 2014.&lt;br /&gt;
* [https://vimeo.com/64814620 Freifunk verbindet!] – ein Video von Philipp Seefeldt&lt;br /&gt;
* [https://blog.freifunk.net/tag/flo-fleissig/ Flo Fleissig erläutert das Freifunken] (mit fünf kurzen Videos)&lt;br /&gt;
* Jürgen Neumann im [https://www.kuechenstud.io/kuechenradio/episode/kr259-freifunk/ Kuechenradio.org-Podcast]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freifunk| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziale Innovation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:WLAN]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Korrupt</name></author>
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