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	<title>Freies Funknetz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T17:40:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Freies_Funknetz&amp;diff=72731&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-01-11T07:57:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Freie Funknetze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[Wireless Local Area Network|WLAN]]-basierte [[Funknetz]]e, die nicht von kommerziellen Anbietern, sondern von Privatpersonen, [[Verein]]en oder ähnlichen [[Organisation]]en angeboten werden. Demnach sind die Benutzer auch gleichzeitig die Betreiber der [[Rechnernetz|Computernetzwerke]], die von einfachen Heimnetzwerken ausgehend Häuser, Stadtteile, Dörfer oder ganze Städte vernetzen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Idee und Funktionsweise ==&lt;br /&gt;
In einem freien Funknetzwerk stellen alle Nutzer ihre WLAN-Router für den Datentransfer der anderen Teilnehmer zur Verfügung. Im Gegenzug können die Nutzer ebenfalls Daten, wie zum Beispiel Text, Musik und Filme über das interne Netz übertragen oder über von Teilnehmern eingerichtete Dienste im Netz chatten, telefonieren und gemeinsam Onlinegames spielen. Viele Teilnehmer stellen zudem ihren Internetzugang zur Verfügung und ermöglichen anderen den Zugang zum Internet. Freie Funknetze sind Selbstmach-Netze. Für den Aufbau nutzen Teilnehmer auf ihren WLAN-Routern spezielle Linuxdistributionen. Lokale Gruppen stellen die auf eigene Bedürfnisse angepasste Software dann auf ihren Websites zur Verfügung. In vielen Dörfern und Städten gibt es mittlerweile Gruppen und Zusammenkünfte, in denen sich Interessierte treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vision und Hintergründe ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Freifunk pico peering idea.png|miniatur|Picopeering erklärt: Der linke und rechte Teilnehmer liegen zu weit auseinander, um sich direkt miteinander zu verbinden. Dennoch können sie miteinander kommunizieren, da der Teilnehmer in der Mitte innerhalb beider Reichweiten liegt und so die Daten des linken Teilnehmers an den rechten weiterleiten kann.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Initiativen, die freie Funknetzwerke aufbauen, sind Teil einer globalen Bewegung für freie Infrastrukturen. Ihre Vision ist die Verbreitung freier Netzwerke, die Demokratisierung der Kommunikationsmedien und die Förderung lokaler Sozialstrukturen. Durch die Vernetzung ganzer Stadtteile, Dörfer und Regionen möchten die Initiativen der [[Digitale Kluft|digitalen Kluft]] entgegenwirken und freie unabhängige Netzwerkstrukturen aufbauen. In diesen freien Netzen können zum Beispiel lizenzfreies Community-Radio, die Übertragung lokaler Ereignisse, private Tauschbörsen und die gemeinsame kostengünstige Nutzung eines Internetzugangs möglich werden. Der Austausch in den freien Netzen basiert dabei nicht auf kommerziellen Interessen, sondern auf dem freiwilligen Geben und Nehmen jedes Einzelnen im Netzwerk. Diese Idee wurde im [[Pico Peering Agreement]] formuliert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.picopeer.net/PPA-de.shtml |titel=Pico Peering Agreement v1.0 |werk=picopeer.net |sprache=de |abruf=2024-05-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der anfängliche Beweggrund, ein freies Netzwerk aufzubauen, ist oft das Bedürfnis, einen kostengünstigen Zugang zum Internet zu erhalten, gerade in Gebieten, in denen kein [[Digital Subscriber Line|DSL]] verfügbar ist. Dies zu ermöglichen, ist jedoch nicht das Hauptziel der Initiativen. Sie sehen die Zukunft ihrer Anstrengungen vielmehr in der Möglichkeit, sich miteinander in freien Netzen verbinden zu können – ohne sich den Beschränkungen kommerzieller Anbieter unterordnen zu müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbreitung von selbstorganisierten freien Netzen ist auch der Versuch, das Prinzip [[Freie Software|freier Software]] auf freie „Netzwerk-Allmenden“ zu übertragen. In diesen sollen in Anlehnung an die [[Allmende|mittelalterliche Allmende]] eine gemeinsame Nutzung von [[Netzwerkressource]]n und verlustfrei kopierbarer Daten organisiert werden. Freiwillige arbeiten daher am Aufbau dieser eigenen Netze, stellen Internetzugänge zur Verfügung, bieten Informationsveranstaltungen an oder entwickeln freie und offene Software für freie Funknetze. Auf lokaler Ebene stellen viele Initiativen bereits eine Alternative zu kommerziellen Netzwerkanbietern dar. Diese Netze bieten einen öffentlichen Raum, in dem [[freie Inhalte]] wie zum Beispiel die der Wikipedia verbreitet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Berliner freifunk netz 03-01-2007.jpg|miniatur|350px|Ausschnitt aus dem Berliner Freifunk-Netz&amp;lt;ref&amp;gt;Ausschnitt der [https://berlin.freifunk.net/network/map/ Freifunkkarte der Freifunk-Community Berlin].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;(Stand: 1. Januar 2007):&amp;lt;br /&amp;gt;Die roten Punkte sind die Knoten. Die Linien stellen die Verbindungen zwischen den einzelnen Teilnehmern dar (in blauer Schrift die jeweilige Verbindungsqualität). HNA bedeutet, dass dieser Knoten zusätzlich ein externes Netzwerk (zumeist Internet) zur Verfügung stellt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschsprachige [[Freifunk]]-Gemeinschaft ist Teil einer weltweiten Bewegung zur Etablierung von offenen und freien Systemen, insbesondere von freier Software und freien Infrastrukturen. Dies geschieht zum Teil in großen ländlichen Gebieten wie [[Djursland]] in [[Dänemark]]. Es wurde in Städten mit nicht breitband-fähiger Telekommunikationsinfrastruktur vorangebracht wie einigen Gebieten in [[Berlin]], [[Weimar]], [[Leipzig]], [[Rostock]], [[Halle (Saale)|Halle]] oder [[Dresden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleichbare Überlegungen werden im Rahmen des Projekts der [[Non-Profit-Organisation|gemeinnützigen Gesellschaft]] „[[One Laptop per Child]]“ bei der Entwicklung des „100-Dollar-Laptops“ [[OLPC XO-1]] angestellt. Demnach soll insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern durch preiswerte Laptops, in Kombination mit einem integrierten WLAN-Sender, eine [[Vermaschtes Netz|vollautomatische Vernetzung]] einzelner Dörfer oder Kommunen erfolgen. An dem Projekt haben bisher Länder wie Argentinien, Brasilien, Libyen, Nigeria, Ruanda, Thailand und Uruguay ihre Teilnahme erklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andreas Wilkens |url=https://www.heise.de/news/Nutzeroberflaeche-fuer-den-100-Dollar-Laptop-ist-fertig-130691.html |titel=Nutzeroberfläche für den 100-Dollar-Laptop ist fertig |werk=heise online |datum=2007-01-04 |sprache=de |abruf=2024-05-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Freifunk mesh cloud.png|miniatur|Ein vermaschtes Netzwerk: Der rechte Knoten stellt den anderen zusätzlich Internet zur Verfügung, der linke ein lokales Radio]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei freien Funknetzen werden mehrere [[Wireless Access Point]]s miteinander verbunden und bilden ein [[Intranet]], das unter anderem über einen [[Internetdienstanbieter]] mit dem [[Internet]] verbunden werden kann. Freie Funknetze operieren meist auf Grundlage von Mesh-Routing-Protokollen als [[Vermaschtes Netz|vermaschte]], sich selbständig aufbauende und konfigurierende [[Ad-hoc-Netz]]werke. Zumeist werden Router mit aufgespielter [[Firmware]] (zum Beispiel der [[Freifunk]]-Firmware) verwendet, die auf [[OpenWrt]] basiert und die Mesh-Protokolle [[Optimized Link State Routing|OLSR]] beziehungsweise [[B.A.T.M.A.N.]] unterstützt. Diese Protokolle ermöglichen es den Teilnehmern des Netzwerks, sich in großen Gebieten ohne eigenen Breitbandinternetzugang zu vernetzen. Zudem kann ein neuer Teilnehmer, ein sogenannter &amp;#039;&amp;#039;Mesh Node&amp;#039;&amp;#039;, ohne großen technischen Aufwand Teil des bestehenden Netzes werden und dadurch dessen Reichweite vergrößern. Die meisten Projekte versuchen so, eine freie und alternative Netz-Infrastruktur zusätzlich zur vorhandenen Netz-Infrastruktur der großen Internetdienstanbieter aufzubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Freifunk]]&lt;br /&gt;
* [[Freies Radio]]&lt;br /&gt;
* [[FunkFeuer]]&lt;br /&gt;
* [[Störerhaftung]]&lt;br /&gt;
* [[Wireless Metropolitan Area Network]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Armin Medosch]]: &amp;#039;&amp;#039;Freie Netze. Geschichte, Politik und Kultur offener WLAN-Netze.&amp;#039;&amp;#039; Heise, Hannover 2004, ISBN 3-936931-10-0 ([ftp://ftp.heise.de/pub/tp/buch_11.pdf Digitalisat (PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB)]).&lt;br /&gt;
* Manuela Hiesmair, Leonhard Dobusch: &amp;#039;&amp;#039;Freiheit liegt in der Luft: Freie Funknetze und ihr Beitrag zur Bekämpfung der digitalen Spaltung.&amp;#039;&amp;#039; In: Leonhard Dobusch, Christian Forsterleitner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Freie Netze. Freies Wissen. Ein Beitrag zum Kulturhauptstadtjahr Linz 2009.&amp;#039;&amp;#039; Echo-Media-Verlag, Wien 2007, ISBN 978-3-901761-64-5, S. 12–39, ([http://www.freienetze.at/pdfs/fnfw-kapitel1.pdf Digitalisat (PDF; 1&amp;amp;nbsp;MB)]. Unter [[Creative Commons|Creative-Commons]]-Lizenz).&lt;br /&gt;
* Reto Mantz: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsfragen offener Netze. Rechtliche Gestaltung und Haftung des Access Providers in zugangsoffenen (Funk-)Netzen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Zentrums für Angewandte Rechtswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 8). Universitätsverlag Karlsruhe, Karlsruhe 2008, ISBN 978-3-86644-222-1 (Zugleich: Freiburg (Breisgau), Universität, Dissertation, 2008; [https://publikationen.bibliothek.kit.edu/1000007749/227614 Digitalisat (PDF; 14,1&amp;amp;nbsp;MB)]. Unter [[Creative Commons|Creative-Commons]]-Lizenz).&lt;br /&gt;
* Jane Butler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wireless Networking in the developing world. (A practical guide to planning and building low-cost telecommunications infrastructure).&amp;#039;&amp;#039; 3rd edition. s. n., s. l. 2013, ISBN 978-1-4840-3935-9 ([https://library.uniteddiversity.coop/More_Books_and_Reports/Wireless_Networking_in_the_Developing_World.pdf Digitalisat (PDF; 2,6&amp;amp;nbsp;MB)]. Unter [[Creative Commons|CC-BY-SA]]-Lizenz).&lt;br /&gt;
* Thomas Sassenberg, Reto Mantz: &amp;#039;&amp;#039;WLAN und Recht. Aufbau und Betrieb von Internet-Hotspots.&amp;#039;&amp;#039; Erich Schmidt-Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-503-15660-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://freifunk.net/ Freies Funknetz in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://www.funkfeuer.at/ Freies Funknetz in Österreich]&lt;br /&gt;
* [https://openwireless.ch/www.openwireless.ch/ Freies Funknetz in der Schweiz:]&lt;br /&gt;
* [http://wiki.ninux.org/ Freies Funknetz in Italien]&lt;br /&gt;
* [https://www.shareair.net/ Shareair] – Freie und geteilte Netze weltweit&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Peter Mühlbauer |url=https://www.heise.de/news/Freifunker-Spenden-gegen-WLAN-Abmahnungen-1776110.html |titel=Freifunker: Spenden gegen WLAN-Abmahnungen |zugriff=2024-05-03 |werk=heise online |hrsg=Heise Online |datum=2013-01-03 |sprache=de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:WLAN]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freifunk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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