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	<title>Freie Tonalität - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T08:10:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Koyaanisqatsi01: WL</title>
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		<updated>2023-09-06T12:25:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WL&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Freie Tonalität&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine [[Tonalität (Musik)|Tonalität]], die sich nicht an das System der [[Dur-Moll-Tonalität]] gebunden fühlt, andererseits noch nicht als rein [[Atonalität|atonal]] bezeichnet werden kann. Die Übergänge von der Tonalität zu einer völligen Atonalität sind fließend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts führten [[Chromatik]] und immer komplexere [[Akkord]]e zur Auflösung der traditionellen Tonalität. Es wurde sowohl vom Höreindruck als auch in der Analyse einer [[Partitur]] schwieriger, Klänge noch als [[Funktionstheorie|funktionsharmonische]] Abfolge einzuordnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sobotzik2005&amp;quot;&amp;gt;{{cite book|author=Werner Sobotzik|title=Artur Schnabel und die Grundfragen musikalischer Interpretationspraxis|url=https://books.google.de/books?id=c97eEOkc6wcC&amp;amp;pg=PA16&amp;amp;hl=de|year=2005|publisher=BoD – Books on Demand|isbn=978-3-8334-3021-3|pages=16–}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bei Schönberg ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;freie Tonalität&amp;#039;&amp;#039; wird z.&amp;amp;nbsp;B. auf eine Schaffensperiode [[Arnold Schönberg]]s angewandt, die eine Übergangsphase zwischen seinen [[Musik der Romantik #Spätromantik|spätromantisch]]-tonalen Frühwerken und der ab [[Opus (Werk)|op.]]&amp;amp;nbsp;11 praktizierten freien Atonalität darstellt. Hierzu gehören die [[1. Kammersinfonie (Schönberg)|1.&amp;amp;nbsp;Kammersymphonie]] und das 2.&amp;amp;nbsp;Streichquartett, die seinerzeit zu kontroversen Reaktionen des Publikums und der Kritik führten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maletz2011&amp;quot;&amp;gt;{{cite book|author=Hermann Maletz|title=Leidenschaft? Neue Musik: über Klänge, Laute, Zeichen bis zu Jazz und Pop|url=https://books.google.de/books?id=7iIdGB9hExYC&amp;amp;pg=PA11&amp;amp;hl=de|year=2011|publisher=LIT Verlag Münster|isbn=978-3-643-11398-6|pages=11–}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Werke werden zwar noch im bisher üblichen Sinne einer Dur- oder Molltonart zugeordnet, zeigen jedoch in ihrer musikalischen Struktur eine weitgehende Loslösung von tonartlichen Fixierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bei Hindemith ==&lt;br /&gt;
Während Schönberg sich von der herkömmlichen Tonalität über die Zwischenstufen der „freien Tonalität“ und „freien Atonalität“ zur „strengen Atonalität“ der [[Zwölftonmusik]] entwickelte, hielt sein „Haupt-Widersacher“ [[Paul Hindemith]] an der Tonalität fest und stellte in seiner [[Unterweisung im Tonsatz]] ein tonales System vor, das nicht mehr auf den traditionellen Dur- und Molltonarten basiert, sondern auf Verwandtschaftsbeziehungen innerhalb der chromatischen Tonleiter. Welche Bedeutung Hindemith seinem System beimaß, zeigt, dass er es in einem dem [[Das wohltemperierte Klavier|Wohltemperierten Klavier]] nachempfundenen Werk ([[Ludus tonalis]]) „verherrlichte“. Rein formal äußert sich Hindemiths freie Tonalität im Fehlen jeglicher [[Vorzeichen (Musik)|Vorzeichnung]] in seinen Partituren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Komponisten der Klassischen Moderne == &lt;br /&gt;
Neben den vorgenannten Beispielen sind Werke weiterer namhafter moderner Komponisten an der Grenze zwischen Tonalität und Atonalität zu verorten, so etwa diejenigen Prokofjews, Schostakowitschs, Skrjabins und Ornsteins. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Jazz ==&lt;br /&gt;
Im [[Jazz]] wird der Begriff freie Tonalität ebenfalls in der Beschreibung und Analyse moderner Spielformen wie derjenigen des [[Free Jazz]] genutzt, bei denen sich die Tonalität auflöst,&amp;lt;ref name=&amp;quot;HendersonStacey2014&amp;quot;&amp;gt;{{cite book|author=Lol Henderson, Lee Stacey|title=Encyclopedia of Music in the 20th Century|url=https://books.google.de/books?id=m8W2AgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA422&amp;amp;hl=de|date=2014-01-27|publisher=Routledge|isbn=978-1-135-92946-6|pages=422–}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ohne dass dies zu einer reinen Atonalität führt. Andererseits betonen Autoren dort die Wurzeln diverser Auflösung schon in frühen Formen des Jazz wie im [[Swing (Musikrichtung)|Swing]] und im [[New-Orleans-Jazz|New Orleans]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;BerendtHuesmann2009&amp;quot;&amp;gt;{{cite book|author=Joachim-Ernst Berendt, [[Günther Huesmann]]|title=Das Jazzbuch: Fortgeführt von Günther Huesmann|url=https://books.google.de/books?id=KVVsAgAAQBAJ&amp;amp;pg=PT81&amp;amp;hl=de|date=2009-10-05|publisher=Fischer E-Books|isbn=978-3-10-400006-0|pages=81}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Freie Tonalitat}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Harmonielehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Koyaanisqatsi01</name></author>
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