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	<title>Freie Stadt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Freie_Stadt&amp;diff=90332&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Diopuld: /* Literatur */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Freistadt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Freie Stadt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden [[Stadt|Städte]] bezeichnet, die sich selbst verwalten, und zwar unabhängig von der [[Föderalismus|föderalen]] Struktur des Umlandes, in dessen bestimmte [[Politisches System|politische Ordnung]] sie eingebettet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelalter ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich wurden so die Städte bezeichnet, die sich im Laufe des 13. und 14. Jahrhunderts von der Stadtherrschaft ihrer (Erz-)Bischöfe in oft langwierigen Kämpfen hatten befreien können. Sie besaßen fast alle Rechte der [[Staatsgewalt|öffentlichen Gewalt]], [[Steuer|Selbstbesteuerung]], [[Heerbann]], meist auch die [[Gerichtsbarkeit|Gerichtshoheit]]. Beispiele sind [[Köln]], [[Freie Stadt Mainz|Mainz]] (bis 1462), [[Augsburg]], [[Worms]], [[Speyer]], [[Straßburg]] und [[Basel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den &amp;#039;&amp;#039;[[Freie und Reichsstädte|Reichsstädten]]&amp;#039;&amp;#039; waren die Freien Städte des [[Heiliges Römisches Reich|Alten Reiches]] dem [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]] weder Steuern noch Gefolgszwang schuldig und durften vom Reich nicht verpfändet werden. Nur zur Verteidigung der Stadt und zu [[Kreuzzug|Kreuzzügen]] konnten sie herangezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Königliche Freistadt|Königliche Freistädte]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Ungarn]] sind Städte mit dem Recht auf [[Selbstverwaltung]], ab 1405 auf Teilnahme am Reichstag privilegierter Städte. Beispiele sind: [[Eisenstadt]] und [[Rust (Burgenland)|Rust]] (heute beide in [[Österreich]]), sowie [[Sopron]] (dt. &amp;#039;&amp;#039;Ödenburg&amp;#039;&amp;#039;, heute in Ungarn).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Neuzeit ==&lt;br /&gt;
Da die Freien Städte auf dem [[Immerwährender Reichstag|Immerwährenden Reichstag]] bzw. im Städtekolleg des Reichstags zusammen mit den Reichsstädten eine Gruppe bildeten, wurden sie unter dem Oberbegriff &amp;#039;&amp;#039;[[Freie und Reichsstädte]]&amp;#039;&amp;#039; zusammengefasst. Im Zuge einer sprachlichen Verwischung entstand daraus der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Freie Reichsstadt&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen Freien Städte und Reichsstädte, die sich zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert der [[Alte Eidgenossenschaft|Schweizerischen Eidgenossenschaft]] anschlossen ([[Zürich]], [[Bern]], [[Luzern]], [[Freiburg im Üechtland|Freiburg]], [[Solothurn]], [[Basel]], [[Schaffhausen]]; völkerrechtlich souverän ab 1648), waren innerhalb der Eidgenossenschaft sogenannte [[Stadt- und Länderorte|Stadtorte]]. Sie bildeten nahezu unabhängige [[Stadtstaat|Stadtrepubliken]] mit teils umfangreichen eigenen Staatsgebieten, aus denen 1803 heutige [[Kanton (Schweiz)|Kantone]] erwuchsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen Freien Städte und Reichsstädte, die im Verlauf des 18. Jahrhunderts vom Heiligen Römischen Reich an [[Frankreich]] kamen (beispielsweise [[Colmar]] 1648, [[Straßburg]] 1681; vgl. [[Zehnstädtebund]], aber auch zahlreiche [[Reichsdorf|Reichsdörfer]] im nördlichen [[Elsass]]), wurden in Frankreich als &amp;#039;&amp;#039;Freistädte&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Sie hatten zahlreiche ihrer Rechte behalten, wurden aber in die [[Verwaltungsgliederung Frankreichs|französische Verwaltungsorganisation]] eingebettet (Behörden der französischen Provinz Elsass, Behörden der Zentralregierung in [[Paris]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 19. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
Von diesen mittelalterlichen Stadtrepubliken sind die nach dem [[Reichsdeputationshauptschluss]] 1803 übrig gebliebenen freien Reichsstädte zu unterscheiden, von denen [[Augsburg]] und [[Nürnberg]] jedoch bereits 1805 bzw. 1806 vom [[Königreich Bayern]] [[Annexion|annektiert]] wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Friede von Tilsit|Frieden von Tilsit]] erzwang [[Napoleon Bonaparte]] von [[Preußen]] neben vielen anderen Abtretungen auch die von Danzig, seiner näheren Umgebung sowie der [[Halbinsel Hel]]. Das Gebiet erklärte er zur [[Republik Danzig|Freien Stadt]]. In Wahrheit war Danzig völlig abhängig von Frankreich. Die seit 1806 französisch besetzten Freien und [[Hansestadt|Hansestädte]] [[Hamburg]] und [[Lübeck]] und die [[Bremen|Freie Hansestadt Bremen]] annektierte [[Erstes Kaiserreich|Frankreich]] 1810 zur Stärkung der [[Kontinentalsperre]], bis sie 1815 der [[Wiener Kongress]] nebst [[Frankfurt am Main]] als Freie Städte anerkannte. Als völkerrechtlich souveräne [[Stadtstaat]]en traten sie am 8. Juni 1815 dem [[Deutscher Bund|Deutschen Bund]] bei. Seit dem Wiener Kongress war auch [[Krakau]] eine [[Republik Krakau|Freie Stadt]], bis es 1846 nach dem gescheiterten [[Krakauer Aufstand]] im österreichischen [[Galizien]] aufgehen musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Freie Stadt Frankfurt]] fiel infolge des [[Deutscher Krieg|Deutschen Krieges]] 1866 an Preußen, während Hamburg, Bremen und Lübeck zu Bundesstaaten des [[Norddeutscher Bund|Norddeutschen Bundes]] und 1871 des [[Deutsches Reich|Deutschen Reiches]] wurden. Anders als Lübeck, das 1868 dem [[Deutscher Zollverein|Deutschen Zollverein]] beigetreten war, blieben Bremen und Hamburg bis zur Schaffung eigener [[Zollfreigebiet|Freihafengebiete]] 1888 zollrechtliches Ausland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
Mit der [[Gleichschaltung]] durch die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] 1933 wurden zunächst auch die Landesparlamente der drei Freien Hansestädte Bremen, Hamburg und Lübeck entmachtet. Nach der Einsetzung von [[Reichsstatthalter]]n und dem „Gesetz über den Neuaufbau des Reichs“ 1934 wurde der [[Föderalismus in Deutschland#Zeit des Nationalsozialismus|Föderalismus im Deutschen Reich]] und damit auch die Eigenstaatlichkeit der Stadtstaaten beendet. Lübeck wurde 1937 im Zuge des [[Groß-Hamburg-Gesetz]]es unter Verlust sämtlicher [[Exklave]]n in die [[Preußen|preußische]] [[Provinz Schleswig-Holstein]] eingegliedert und trug nun, ebenso wie die beiden anderen Freien Städte, nur noch den Titel &amp;#039;&amp;#039;Hansestadt Lübeck&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sonderfall ist die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Freie Stadt Danzig]]&amp;#039;&amp;#039;, als diese von 1920 bis 1939 der Oberhoheit des [[Völkerbund]]es unterstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende bildeten sich unter den alten Namen die Freie Hansestadt Bremen und die Freie und Hansestadt Hamburg als [[Land (Deutschland)|Länder]] der [[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]] neu. Auch die Hansestadt Lübeck wollte wieder ihre 1937/38 verlorene Eigenstaatlichkeit als Land &amp;#039;&amp;#039;Freie und Hansestadt Lübeck&amp;#039;&amp;#039; zurückerlangen. Der Antrag, ein Volksbegehren über die Bildung eines neuen Landes &amp;#039;&amp;#039;Freie und Hansestadt Lübeck&amp;#039;&amp;#039; durchzuführen, wurde durch das [[Lübeck-Urteil]] 1956 abgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung der Bezeichnung Freie bzw. Freistadt reichte in Vergangenheit und Gegenwart auch über den rein politisch-geografischen Sinn hinaus. Zum Beispiel forderte am 27. November 1958 die [[Sowjetunion]] unter [[Nikita Sergejewitsch Chruschtschow|Nikita Chruschtschow]] in einer Note an die Westmächte, dem so genannten Chruschtschow-Ultimatum ([[Berlin-Krise]]), [[West-Berlin]] in eine „([[Demilitarisierung|entmilitarisierte]]) Freie Stadt Westberlin“ umzuwandeln, die unabhängig von der [[Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (bis 1990)|Bundesrepublik]] und den westlichen [[Alliierte]]n sein sollte. Diese lehnten ab ([[Drei-Staaten-Theorie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin nennt sich ein Kopenhagener Stadtteil &amp;#039;&amp;#039;[[Freistadt Christiania]]&amp;#039;&amp;#039; ohne einen entsprechenden historischen Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Marion Gräfin Dönhoff]]: [https://www.zeit.de/1961/40/was-ist-eine-freie-stadt &amp;#039;&amp;#039;Was ist eine „freie Stadt“? Danzig und Triest – keine Modellfälle für Berlin.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 40/1961.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4155289-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4155289-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelalterliche Stadt| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Hanse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadttitel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Diopuld</name></author>
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