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	<title>Freie Kunst - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Freie_Kunst&amp;diff=2440121&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2024-12-11T17:14:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Freie Kunst&amp;#039;&amp;#039;. Zum Kanon von Studienfächern siehe [[Sieben freie Künste]].}}&amp;lt;!-- &amp;quot;Freie Künste&amp;quot; leitet dorthin weiter --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Freie Kunst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Titel eines 1813&amp;lt;ref&amp;gt;Deutscher Dichterwald. Von Justinus Kerner, Friedrich Baron de la Motte Fouqué, Ludwig Uhland und Andern. Tübingen: Heerbrandt 1812, S. 3–4.&amp;lt;/ref&amp;gt; erschienenen [[Lyrik|Gedichts]], das zu den bekanntesten lyrischen Werken [[Ludwig Uhland]]s zählt. Es gilt als programmatisch für die deutsche [[Romantik]]. Der erste Vers ist zum [[Geflügeltes Wort|geflügelten Wort]] geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Text ==&lt;br /&gt;
Singe, wem Gesang gegeben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dem deutschen Dichterwald!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist Freude, das ist Leben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn‘s von allen Zweigen schallt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht an wenig stolze Namen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ist die Liederkunst gebannt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgestreuet ist der Samen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über alles deutsche Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deines vollen Herzens Triebe,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gieb sie keck im Klange frei!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Säuselnd wandle deine Liebe,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Donnernd uns dein Zorn vorbei!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Singst du nicht dein ganzes Leben,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sing doch in der Jugend Drang;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nur im Blütenmond erheben &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachtigallen ihren Sang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kann man’s nicht in Bücher binden,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
was die Stunden dir verleihn,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gieb ein fliegend Blatt den Winden!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Muntre Jugend hascht es ein.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fahret wohl, geheime Kunden&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nekromantik, Alchymie.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formel hält uns nicht gebunden&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unsre Kunst heißt Poesie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heilig achten wir die Geister&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber Namen sind uns Dunst;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Würdig ehren wir die Meister,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
aber frei ist uns die Kunst!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nicht in kalten Marmorsteinen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht in Tempeln dumpf und tot,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den frischen Eichenhainen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Webt und rauscht der deutsche Gott.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Uhlands Werke in vier Bänden. Erster Band.&amp;#039;&amp;#039; Buchhandlung J. Hallauer Zürich, 1880&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formale Aspekte ==&lt;br /&gt;
Die acht [[Strophe]]n umfassen je vier [[Vers]]e im [[Kreuzreim]]schema. Die Verse weisen vierhebige [[Trochäus|Trochäen]] in wechselnder [[Kadenz (Verslehre)|Kadenz]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutung ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Im Wesentlichen handelt das Gedicht von der Dicht- und Gesangskunst, die als besondere Begabung der Deutschen betrachtet wird. Die Strophen eins bis fünf feiern diese Begabung und rufen zum freien, emotional motivierten Dichten auf. Die sechste Strophe richtet sich gegen Formen pseudowissenschaftlichen [[Aberglauben]]s, aber zugleich auch gegen die [[Rationalismus|rationalistischen]] [[Wissenschaft]]sideale der [[Aufklärung]] („Formel hält uns nicht gebunden“). Diesen Lehren wird die freie und unverfälschte [[Poesie]] des Herzens gegenübergestellt. Die siebte Strophe bezeugt den Respekt vor dem kulturelle Schaffen früherer Meister, hebt aber die Freiheit der Poesie hervor. Das kann als Anspielung auf verschiedene Epochen der deutschen Dichtung betrachtet werden, in welchen strenge Regeln einer intuitiven, „freien Kunst“ entgegenstanden, so etwa die Epoche der [[Meistersinger]] oder auch die deutsche [[Weimarer Klassik|Klassik]]. Letzteres scheint besonders naheliegend, da die achte Strophe ganz klar auf die Hinwendung der Klassiker zur antiken Kultur anspielt. Den „toten Tempeln“ der Klassik werden die „frischen Eichenhaine“ der Romantik gegenübergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht erteilt also sowohl dem [[Aberglaube]]n, als auch den rationalistischen Wissenschaften und der strengen Klassik eine Absage, und plädiert für eine freie, emotional getriebene Kunst, die sich besonders in der heimatlichen Landschaft entfalten kann. Damit ist das Gedicht programmatisch für das Kunstverständnis der Romantik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
Das Gedicht wurde unter anderem vom [[Spätromantik]]er [[Adelbert von Chamisso]] 1831 in seinen eigenen lyrischen Werken verarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Vers ist im deutschen Sprachraum zum geflügelten Wort geworden. Oft wird er bemüht, um auszudrücken, dass jemand auf einem bestimmten Gebiet nicht sonderlich begabt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Uhlands Werke in vier Bänden. Erster Band.&amp;#039;&amp;#039;, Buchhandlung J. Hallauer Zürich, 1880&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Romantiker. Zweiter Band: Romantische Lyrik.&amp;#039;&amp;#039; Weltbild Verlag Augsburg, 1994&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gedicht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur der Romantik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Ludwig Uhland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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