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	<title>Freie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Freie&amp;diff=975122&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Buchstapler: Details erg.Links neu</title>
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		<updated>2026-02-05T16:25:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Details erg.Links neu&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Angehörigen eines Standes. Zum Todesopfer an der Berliner Mauer siehe [[Lothar Fritz Freie]]; zu anderen Bedeutungen siehe [[Freye]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Freie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die Angehörigen eines [[Ständegesellschaft|Standes]], die im Gegensatz, z. B. zu [[Sklaven]] oder [[Leibeigene]]n, über Freizügigkeit, Rechtsfähigkeit und z. T. politische Teilhabe verfügen. Im [[Römisches Reich|Römischen Reich]] hießen sie &amp;#039;&amp;#039;līberi&amp;#039;&amp;#039;, bei den [[Sachsen (Volk)|Sachsen]] [[Frieling (Stand)|&amp;#039;&amp;#039;Frilinge&amp;#039;&amp;#039;]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antike ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Attische Demokratie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Geschichte Athens kam es nach der Beseitigung des Königtums zunächst zur [[Oligarchie]] der Adelsgeschlechter. Schließlich führten verschiedene strukturelle Reformen zur Herausbildung der klassischen attischen Demokratie. Auch in der Epoche ihrer Vollendung bot die attische Demokratie allerdings nur dem freien (männlichen) Teil der Bevölkerung das Recht zur politischen Mitsprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Römisches Bürgerrecht}}&lt;br /&gt;
Das römische Bürgerrecht war Voraussetzung für das aktive und passive Wahlrecht der freien Männer in den Volksversammlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelalter ==&lt;br /&gt;
Im [[Frühmittelalter]] war die Unterteilung in Freie und Un- bzw. [[Lasse (Stand)|Minderfreie]] die zentrale Konzeption gesellschaftlicher Gliederung. Als Zwischenschicht trat der &amp;#039;&amp;#039;pauper&amp;#039;&amp;#039;, das ist der in seiner Freiheit bedrohte „arme“ Freie, im Gegensatz zu den adeligen Freien, den &amp;#039;&amp;#039;potentes&amp;#039;&amp;#039;, auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Irsigler, Franz: Freiheit und Unfreiheit im Mittelalter. Formen und Wege sozialer Mobilität (1976). In: [[Volker Henn|Henn, Volker]]; Holbach, Rudolf; Pauly, Michel; Schmid, Wolfgang (Hg): Miscellanea Franz Irsigler. Festgabe zum 65. Geburtstag. Trier 2006, S. 133–152, hier S. 138.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Hochmittelalter]] verlor sie durch sozialen Wandel und die rechtliche Angleichung Freier und Unfreier zunehmend an Bedeutung und wurde durch andere Deutungsschemata abgelöst, unter denen sich schließlich die [[Drei-Stände-Ordnung]] mit [[Klerus]], [[Adel]] und [[Bauernstand|Bauern]] bzw. [[Bürger#Mittelalter|Bürger]] – auch &amp;#039;&amp;#039;oratores&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;bellatores&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;laboratores&amp;#039;&amp;#039; – durchsetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;Oexle, Otto Gerhard: &amp;#039;&amp;#039;Die funktionale Dreiteilung als Deutungsschema der sozialen Wirklichkeit in der ständischen Gesellschaft des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; In: Schulze, Winfried (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ständische Gesellschaft und soziale Mobilität.&amp;#039;&amp;#039; München 1988, S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; Freie waren nach mittelalterlichen Vorstellungen allein voll rechtsfähig, hatten Anteil am Heeresaufgebot und Recht und Pflicht zur Mitwirkung am Gericht. Ebenso bedeutend ist der Besitz von eigenem Haus und Hof.&amp;lt;ref&amp;gt;Fleckenstein, Josef: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen und Beginn der deutschen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; (Deutsche Geschichte 1). Göttingen 1988, S. 40 und 50.&amp;lt;/ref&amp;gt; Welche Bedeutung und welchen Umfang die freie Bevölkerung im frühen Mittelalter hatte, ist unklar, denn vor allem nicht-adelige Freie treten in der Regel erst dann ins Licht der Quellen, wenn sie ihre Freiheit verlieren. Man muss allerdings davon ausgehen, dass Umfang und Bedeutung der Schicht der Freien in der frühen, durch die [[Romantik]] beeinflussten Forschung weit überschätzt wurde. Schon in der Völkerwanderungszeit und im Frühmittelalter war der „Gefolgschaftsadel der Könige […] bestimmender Faktor des politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens in den entstehenden germanischen Reichen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Irsigler, Franz: Freiheit und Unfreiheit im Mittelalter. Formen und Wege sozialer Mobilität (1976). In: Henn, Volker; Holbach, Rudolf; Pauly, Michel; Schmid, Wolfgang (Hg): Miscellanea Franz Irsigler. Festgabe zum 65. Geburtstag. Trier 2006, S. 133–152, hier S. 135.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits in [[Merowinger|vorkarolingischer]] Zeit, beginnend mit den germanischen Reichsbildungen, begann die Bedeutung der Kategorie der Freien zu schwinden. Bedrückt durch die Heeresfolge und andauernde kriegerische Bedrohungen, begaben sich viele Freie, oft gezwungenermaßen, in den Schutz adeliger und geistlicher Grundherren. (Wobei, wegen der günstigeren Bedingungen – häufig wurde lediglich ein Wachszins verlangt –, geistliche Grundherren bevorzugt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Irsigler, Franz: Freiheit und Unfreiheit im Mittelalter. Formen und Wege sozialer Mobilität (1976). In: Henn, Volker; Holbach, Rudolf; Pauly, Michel; Schmid, Wolfgang (Hg): Miscellanea Franz Irsigler. Festgabe zum 65. Geburtstag. Trier 2006, S. 133–152, hier S. 140.&amp;lt;/ref&amp;gt;) Politisch wuchs das Gewicht des Adels, der Kirche und des Königstums. Bereits seit [[Chlodwig I.]] waren keine Volksversammlungen mehr einberufen worden. Im Heeresaufgebot, das teilweise Funktionen der Volksversammlung übernahm, in der Verwaltung und Gerichtsbarkeit dominierte zusehends der aus germanischem Geblütsadel und romanischem Landadel zusammenwachsende Adelsstand;&amp;lt;ref&amp;gt;Fleckenstein, Josef: Grundlagen und Beginn der deutschen Geschichte. (Deutsche Geschichte 1). Göttingen 1988, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; besonders nachdem unter [[Karl der Große|Karl dem Großen]] 807 die Wehrverfassung dahingehend geändert wurde, dass nur Bauern, die über mehr als drei [[Hufe]]n verfügten, jeweils auf drei Hufen einen Mann für das Heeresaufgebot zu stellen hatten. [[Freibauer|Freie Bauern]] begannen, sich damit sukzessive dem [[Aufgebot (Militär)|Heeresaufgebot]] zu entziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Josef Fleckenstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen und Beginn der deutschen Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. (Deutsche Geschichte 1). Göttingen 1988, S. 157.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichzeitig fand eine Annäherung der sozialen und rechtlichen Stellungen freier und unfreier Bevölkerungsteile statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Fleckenstein, Josef: Grundlagen und Beginn der deutschen Geschichte. (Deutsche Geschichte 1). Göttingen 1988, S. 52f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Letztlich hielten sich nur östlich des [[Rhein]]s noch nicht-adelige Freie in nennenswertem Umfang, während westlich des Rheins, wo die [[Villikation]]sverfassung zur vollen Entfaltung kam, bald die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;liber&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;nobilis&amp;#039;&amp;#039; ohne Unterschied verwendet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Franz Irsigler]]: &amp;#039;&amp;#039;Freiheit und Unfreiheit im Mittelalter. Formen und Wege sozialer Mobilität&amp;#039;&amp;#039; (1976). In: Henn, Volker; Holbach, Rudolf; Pauly, Michel; Schmid, Wolfgang (Hg): Miscellanea Franz Irsigler. Festgabe zum 65. Geburtstag. Trier 2006, S. 133–152, hier S. 141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Verschwinden des ursprünglichen Standes der Freien, gewann eine neue Gruppe Freier mit der Festigung des Königtums an Bedeutung. Die sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Königsfreien&amp;#039;&amp;#039; zeichneten sich nun gerade dadurch aus, dass sie des Königs Untertanen waren. Angesiedelt in den Grenzgebieten des [[Fränkisches Reich|fränkischen Reiches]] und auf Rodungsland genossen sie umfangreiche Privilegien.&amp;lt;ref&amp;gt;Fleckenstein, Josef: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen und Beginn der deutschen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; (Deutsche Geschichte 1). Göttingen 1988, S. 53f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine ähnliche, eingeschränkt freie Stellung konnten die [[Dienstleute]] oder [[Ministeriale]]n großer Grundherren erringen.&amp;lt;ref&amp;gt;Irsigler, Franz: Freiheit und Unfreiheit im Mittelalter. Formen und Wege sozialer Mobilität (1976). In: Henn, Volker; Holbach, Rudolf; Pauly, Michel; Schmid, Wolfgang (Hg): Miscellanea Franz Irsigler. Festgabe zum 65. Geburtstag. Trier 2006, S. 133–152, hier S. 139.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Hochmittelalter brach auf eine ganz andere Weise das Bürgertum der Städte aus den personenbezogenen Herrschaftsstrukturen des mittelalterlichen Staates aus, indem es sich als Gemeinde ([[Einung|&amp;#039;&amp;#039;coniuratio, Einung, Gilde&amp;#039;&amp;#039;]]) konstituierte. Damit wurde der Einzelne frei, auch wenn die Gemeinde als Ganzes weiterhin einem Herren untertänig war. In diesem Sinne galt dann auch der Rechtsspruch: „[[Stadtluft macht frei]]“. Auch Dorfgenossenschaften abhängiger Bauern gelang es, wenn auch selten vollständig, herrschaftliche Rechte auszulösen. So entstanden teilweise freie Bauerngemeinschaften, z.&amp;amp;nbsp;B. die Schweizer Landgemeinden oder die [[Dithmarschen|Dithmarscher]] [[Bauernrepublik]]. Bekannt für wurden auch die [[Salpetererunruhen|Salpeterer]] für ihre Freiheitsbestrebungen als [[Freibauer|Freibauern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der heutigen [[Schweiz]] konnten sich einige dörfliche Genossenschaften von Freien, z.&amp;amp;nbsp;B. die Grafschaft Laax bzw. die [[Freie von Laax|Freien von Laax]], dauerhaft von der Adelsherrschaft freihalten. Solchen ([[reichsunmittelbar]]en) [[Grafschaft]]en stand kein Graf vor, sondern sie bestand aus [[Genossenschaft]]en, die in [[Hundertschaft]]en organisiert waren. Im französischen Sprachgebiet der Schweiz lassen sich Orte, in denen Hundertschaften von freien Bauern existierten, an Flurnamen wie &amp;#039;&amp;#039;Centenair&amp;#039;&amp;#039; (von [[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;centum&amp;#039;&amp;#039; = „hundert“) erkennen. Die Genossenschaften waren in der Regel mit anderen Hundertschaften verbündet und bildeten dann sogenannte Eidgenossenschaften. Die Gründe dafür, dass sich diese Bünde freier Bauern über das ganze Mittelalter hinweg halten konnten, liegen neben ihrer Wehrhaftigkeit und Einigkeit auch in der Unterstützung des Kaisers, der daran interessiert war, bestimmte Alpenpässe zu sichern und nicht in die Hand von Adelsfamilien fallen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Skandinavien|skandinavischen]] Ländern blieben die &amp;#039;&amp;#039;Freien&amp;#039;&amp;#039; das ganze Mittelalter über die größte und wichtigste Bevölkerungsgruppe. Auch in [[Königreich Frankreich (987–1791)|Frankreich]] waren die Freibauern zahlenmäßig bedeutender als in [[Mitteleuropa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Otto P. Clavadetscher]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Herrschaftsbildung in Rätien&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Alpen in der europäischen Geschichte des Mittelalters&amp;#039;&amp;#039;. Reichenau-Vorträge 1961–1962. Thorbecke, Sigmaringen u. a. 1965, S. 141–158 (&amp;#039;&amp;#039;Vorträge und Forschungen&amp;#039;&amp;#039; 10, {{ISSN|0452-490X}}).&lt;br /&gt;
* [[Josef Fleckenstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen und Beginn der deutschen Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. 3., durchgesehene und bibliographisch ergänzte Auflage. Vandenhoeck u. Ruprecht, Göttingen 1988, ISBN 3-525-33548-2 (&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Geschichte&amp;#039;&amp;#039; 1), (&amp;#039;&amp;#039;Kleine Vandenhoeck-Reihe&amp;#039;&amp;#039; 1397).&lt;br /&gt;
* [[Winfried Schulze]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ständische Gesellschaft und soziale Mobilität&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg, München 1988, ISBN 3-486-54351-2 (&amp;#039;&amp;#039;Schriften des Historischen Kollegs&amp;#039;&amp;#039; Kolloquien 12).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaftliche Schicht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titel (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Freeman]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Buchstapler</name></author>
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