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	<title>Freest - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt einen Ortsteil von Kröslin. In der polnischen Gmina Wicko im [[Powiat Lęborski]] existiert ein Ort [[Wrześcienko]], der bis 1945 Adlig Freest hieß.}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Freest Panorama.JPG|mini|Blick vom Riesenrad des Freester Fischerfestes über den Hafen und den Ort]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kröslin Freest Heimatmuseum.JPG|mini|Heimatstube in der Dorfstraße]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Freest&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Gemeinde [[Kröslin]] im [[Landkreis Vorpommern-Greifswald]] in [[Mecklenburg-Vorpommern]] (Deutschland). Sie wird vom [[Amt Lubmin]] mit Sitz in der [[Lubmin|gleichnamigen]] Gemeinde verwaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Der Ortsteil liegt nördlich von Kröslin und grenzt im Osten an den [[Peenestrom]]. Im Norden schließt sich der Ortsteil [[Spandowerhagen]] an, der wiederum an den [[Greifswalder Bodden]] angrenzt. Im Westen befinden sich die Gemeinden [[Rubenow]] und [[Lubmin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Freest 1.JPG|mini|Fischereihafen um 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Freest Fischereihafen 2013-11-12 2.JPG|mini|Fischereihafen 2013]]&lt;br /&gt;
Freest wurde 1179 erstmals als &amp;#039;&amp;#039;Vrestenuiz&amp;#039;&amp;#039; urkundlich erwähnt. Der slawische Name bedeutet „[[Besenheide|Heidekraut]]“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MN&amp;quot;&amp;gt;Manfred Niemeyer: &amp;#039;&amp;#039;Ostvorpommern. Quellen- und Literatursammlung zu den Ortsnamen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;Festland&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;Greifswalder Beiträge zur Ortsnamenkunde. Bd.&amp;amp;nbsp;2). Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Institut für Slawistik, Greifswald 2001, ISBN 3-86006-149-6, S.&amp;amp;nbsp;35.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste urkundliche Erwähnung von Freest findet sich im [[Pommern|pommerschen]] Urkundenbuch (PUB) aus dem Jahr 1298 als Besitz eines der [[Grundherrschaft|Grundherren]] [[Below (Adelsgeschlecht)|von Below]]. 1300 schenkte Herzog Bogislaw IV. dem Kloster Eldena 10 Hufen aus Freest.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Hoogeweg: &amp;#039;&amp;#039;Klöster in Pommern,&amp;#039;&amp;#039; Teil 1, &amp;#039;&amp;#039;Stettin.&amp;#039;&amp;#039; 1924, S. 538.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;PUB III, Nr. 1956/1957&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wurde 1300 der Name lt. PUB mit &amp;#039;&amp;#039;Vrest&amp;#039;&amp;#039; benannt&amp;lt;ref name=&amp;quot;MN&amp;quot; /&amp;gt;, deshalb die nachfolgende Deutung: Der Name Freest ist vermutlich deutschen Ursprungs. Man vermutet, dass [[Friesland|friesische]] Bauern einem Kriegsheer deutscher [[Ritter]] folgten und die Siedlung in Anlehnung an ihre alte Heimat &amp;#039;&amp;#039;Friest&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Freist&amp;#039;&amp;#039; nannten. Dafür gibt es aber keine Nachweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1302 gelangte Freest weiter in den Besitz des [[Kloster Eldena (Vorpommern)|Klosters Eldena]], als der Ritter &amp;#039;&amp;#039;Wufold von Below&amp;#039;&amp;#039; seine Ansprüche auf die Anteile in Freest aufgab.&amp;lt;ref&amp;gt;PUB IV, Nr. 2053&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1305 gehörte Freest zum Kirchspiel Kröslin.&amp;lt;ref&amp;gt;PUB IV, Nr. 2219&amp;lt;/ref&amp;gt; 1535 wurde die Gemeinde [[Reformation| reformiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1628 wurde die Siedlung im Zuge des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] vollständig zerstört. Zwei ehemalige Bauern errichteten daraufhin 1640 ihre Höfe neu. Mit dem [[Westfälischer Friede|Westfälischen Frieden]] gelangte Vorpommern mit [[Rügen]] in [[Schweden|schwedischen]] Besitz. Die [[Peene]] stellte ab 1720 den Grenzfluss zu [[Königreich Preußen|Preußen]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Kriege gegen [[Napoleon]] erhielt der französische [[General]] &amp;#039;&amp;#039;Mocand&amp;#039;&amp;#039; Freest als Schenkung. 1806 gelang es [[Ernst Moritz Arndt]], beim König [[Gustav IV. Adolf (Schweden)|Gustav IV. Adolf]] die Leibeigenschaft der Bauern gegen den Willen der vorpommerschen Grundherren aufheben zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 führte man die [[Schulpflicht]] ein. In der Dorfstraße 51 und 52 entstand daraufhin ein Schulgebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kleine Dorf entwickelte sich in den laufenden Jahrzehnten wirtschaftlich aufstrebend. 1865 waren 581 Einwohner mit 132 Familien gemeldet. Um den frischen Fisch möglichst schnell in das Binnenland bringen zu können, erhielt die Gemeinde 1897 einen Anschluss an die [[Kleinbahngesellschaft Greifswald–Wolgast|Kleinbahnstrecke Greifswald–Wolgast]] (KGW). 1889 erbaute [[Christian Jarling]] die erste [[Werft|Bootswerft]] und legte damit einen Grundstein für einen bis ins 21.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert fortbestehenden Wirtschaftszweig. Unter seiner Leitung entstanden über 200 Neubauten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bootswerft-freest.com/index.php/geschichte.html |wayback=20140819084318 |text=Unsere Bootswerft |archiv-bot=2025-02-14 08:06:39 InternetArchiveBot }},Webseite der Bootswerft Freest, abgerufen am 14. August 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1915 entstand ein neues Schulgebäude, das heute noch genutzt wird. Die [[Weltwirtschaftskrise]] war auch in Freest zu spüren: 1925 zählte man 462 Einwohner, davon 111 Fischer, drei Bootsbauer, zwei Landwirte und vier Kaufleute. Aus wirtschaftlicher Not heraus engagierte man den [[Wien]]er [[Rudolf Stundl]], der die Teppichknüpferei als Nebenerwerb in der Gemeinde einführte und damit die Tradition der [[Pommersche Fischerteppiche|Pommerschen Fischerteppiche]] begründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] stieg die Zahl der Einwohner durch Flüchtlinge und [[Umsiedler]] im Jahr 1949 auf 756 Personen an. Im Zuge der [[Bodenreform in Deutschland|Bodenreform]] wandelte man 1955 den &amp;#039;&amp;#039;Bartelschen Hof&amp;#039;&amp;#039; in einen [[Örtlicher Landwirtschaftsbetrieb|Örtlichen Landwirtschaftsbetrieb]] (ÖLB) um. Aus ihm ging später die [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|LPG]] &amp;#039;&amp;#039;Fritz Reuter&amp;#039;&amp;#039; hervor. 1959 war der neue Hafen fertiggestellt. 1960 schlossen sich die zuvor selbstständigen Orte Kröslin, Spandowerhagen und Freest zur Großgemeinde Kröslin zusammen. Die Orte Hollendorf und Karrin kamen zu einem späteren Zeitpunkt hinzu. 1995 baute man den Fischereihafen erneut um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Freest Strand.JPG|mini|Strand am Peenestrom]]&lt;br /&gt;
Die Fischerei ist nach wie vor ein wichtiger, wenn auch schwindender Wirtschaftszweig in Freest. Die Fischer haben die 1960 gegründete Fischereiproduktionsgenossenschaft (FPG) im Jahr 1990 in eine eingetragene Fischereigenossenschaft umgewandelt, um ihre Fänge besser vermarkten zu können. Sie umfasst im Jahr 2010 insgesamt 28 Fischereiunternehmen mit 30 Fischern und 54 Fischereifahrzeugen. Die Genossenschaft zählt mit ihren 81 Mitgliedern zu den größten Unternehmen der Region.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fischerei-freest.de/pages/wir-ueber-uns.php Wir über uns], Webseite der Fischereigenossenschaft „Peenemündung“, abgerufen am 11. Juni 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daneben wurde die von &amp;#039;&amp;#039;Jarling&amp;#039;&amp;#039; gegründete Werft nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]] erfolgreich re-privatisiert. Im Ort ist die älteste Fischräucherei Vorpommerns ansässig.&lt;br /&gt;
Weiterhin spielt der Tourismus eine wichtige Rolle: Im Ortsteil existieren zwei Campingplätze sowie diverse gastronomische Einrichtungen. Vom Hafen in Freest besteht eine Ausflugs- und Linienverbindung nach [[Peenemünde]] und Kröslin sowie zu den Inseln [[Ruden (Insel)|Ruden]] und zur [[Greifswalder Oie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rettungsstation der DGzRS ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Logo DGzRS neu.svg|75px|links|DGzRS-Logo]]&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger]] (DGzRS) hat 1990 eine neue Rettungsstation für ihre freiwilligen Seenotretter in Freest eingerichtet. Im Hafen liegt für sie an der Nordmole vor dem Rettungsschuppen ein [[Seenotrettungsboot]], um bei einem Seenotfall im [[Greifswalder Bodden]] oder dem [[Peenestrom]] Hilfe zu leisten.&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Seenotrettungsstation Freest}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauwerke und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
→ Siehe: [[Liste der Baudenkmale in Kröslin#Freest|Liste der Baudenkmale in Freest]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heimatstube dokumentiert die Entwicklung Freests. Ein Schwerpunkt liegt in der Geschichte der [[Fischerteppiche]]. Daneben existieren noch einige alte, [[Denkmalschutz|denkmalgeschützte]] Bauernhäuser und Fischerkaten in der Straße &amp;#039;&amp;#039;Die Ecke&amp;#039;&amp;#039; sowie das &amp;#039;&amp;#039;Haus der Reusenkompanie&amp;#039;&amp;#039; an der Dorfstraße. Dort stehen auch noch einige [[Salzhütte]]n, in denen die Fischer das Salz zur Weiterverarbeitung ihrer Fänge lagerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Freest führt die [[Route der Norddeutschen Romantik]]. Der 54&amp;amp;nbsp;km lange Lehrpfad verbindet von [[Greifswald]] bis nach [[Wolgast]] insgesamt zehn Lebens- und Motivstationen [[Romantik|frühromantischer]] Maler der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Freest Hafen.JPG|mini|Einbindung des Hafens in das Freester Fischerfest]]&lt;br /&gt;
== Regelmäßige Veranstaltungen ==&lt;br /&gt;
* Eröffnungsveranstaltung des [[Deutscher Hotel- und Gaststättenverband|Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes]] beim Eintreffen des [[Hornhechte|Hornfisches]]&lt;br /&gt;
* Fischerfest am ersten Augustwochenende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|23423525X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=54/8/9/N|EW=13/43/35/E|type=city|dim=1000|region=DE-MV}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4772367-1|VIAF=5683156811379745390000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Vorpommern-Greifswald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Pommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kröslin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Vorpommern-Greifswald)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1960]]&lt;/div&gt;</summary>
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