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	<title>Frederick Hertz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Goesseln: /* Literatur */</title>
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		<updated>2026-01-17T15:57:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Frederick Hertz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (bis 1946 Friedrich (Otto) Hertz, Pseudonym auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Germanus Liber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; geboren [[26. März]] [[1878]] in [[Wien]], [[Österreich-Ungarn]]; gestorben [[20. November]] [[1964]] in [[London]]) war ein österreichisch-britischer [[Soziologe]], [[Nationalökonom]] und [[Kulturhistoriker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Friedrich Hertz entstammte einer seit dem 17. Jahrhundert in Hamburg ansässigen, angesehenen Kaufmannsfamilie, deren Mitglieder meist vom Juden- zum Christentum konvertierten. Er war ein Cousin ersten Grades des Physikers [[Paul Hertz (Physiker)|Paul Hertz]]. Zu anderen Familienzweigen bestand eine sehr weitläufige Verwandtschaft; so waren die Juristen [[Gustav Ferdinand Hertz]] (Vater des bekannten Physikers [[Heinrich Hertz]]) sowie [[Hans W. Hertz]] seine Cousins dritten bzw. fünften Grades.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Hertz besuchte das [[Gymnasium Stubenbastei|Franz-Josephs-Gymnasiums]] in [[Wien]] und studierte nach der [[Matura]] (1897) [[Rechtswissenschaft|Rechts-]] und [[Wirtschaftswissenschaft]]en an der [[Universität Wien]]. In den Jahren 1901 und 1902 setzte er sein Studium an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Universität München]] fort, 1903 wurde er in Wien mit einer Arbeit über &amp;#039;&amp;#039;Die Diskont- und Devisenpolitik der österreichisch-ungarischen Bank (1892–1902)&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Während seines Studiums schloss sich Hertz der [[Sozialdemokratische Partei Österreichs|österreichischen Sozialdemokratie]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon vor dem Examen betätigte er sich als freier Schriftsteller in Wien. Dies setzte er nach der Promotion fort. In den Jahren 1905 und 1906 war er Herausgeber der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Der Weg. Wochenschrift für Politik und Kultur&amp;#039;&amp;#039; ([[Wien]]-[[Leipzig]]). Danach war er für einen Wirtschaftsverband und bei einer [[Schweiz]]er [[Versicherer|Versicherungsgesellschaft]] tätig. Er heiratete 1914 die Ärztin Edith Hirsch, mit der er zwei Kinder hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] diente Friedrich Otto Hertz in der [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischen]] Armee, in den beiden letzten Kriegsjahren beim &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftlichen Komitee für Kriegswirtschaft des [[k.u.k. Kriegsministerium]]s&amp;#039;&amp;#039; in Wien. In den ersten zwölf Nachkriegsjahren arbeitete Hertz als [[Ministerialrat]] mit dem Titel eines [[Hofrat]]s beim österreichischen Bundeskanzleramt in [[Wien]]. Dabei war er als Abteilungsleiter insbesondere mit der Verbesserung der Beziehungen [[Österreich]]s zu [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] und den [[Vereinigte Staaten|USA]] sowie zu den Nachfolgestaaten der österreichisch-ungarischen Monarchie befasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hertz war von 1930 bis 1933 Professor für [[Weltwirtschaft]] und [[Soziologie]] an der [[Universität Halle-Wittenberg]] in [[Halle (Saale)|Halle an der Saale]] (heute [[Sachsen-Anhalt]]). Nach der [[Machtübernahme]] durch die [[Nationalsozialisten]] wurde er wegen seiner jüdischen Herkunft auf der Grundlage des sog. [[Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums|Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums]] aus dem Staatsdienst [[Liste von vom NS-Regime vertriebenen Wissenschaftlern der Universität Halle|entlassen]] (1. Mai 1933) und floh nach Wien, wo er bis 1938 als Privatgelehrter lebte. Das NS-Regime polemisierte gegen Hertz als „Jude, Freimaurer und Pazifist“, letzteres wegen seiner für Ausgleich und Gleichberechtigung plädierenden Veröffentlichungen über „Rassen“ und Minderheiten, die Frederick Hertz zu einem Vorläufer der modernen [[Friedensforschung]] machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1938 [[Emigration|emigrierte]] Hertz mit seiner Familie nach [[London]]. Das [[Großdeutsches Reich|Großdeutsche Reich]] bürgerte ihn 1939 aus und die Münchener Universität entzog ihm 1940 die Doktorwürde. 1946 wurde er als Frederick Hertz britischer Staatsbürger. In den Kriegs- und Nachkriegsjahren war er führend in österreichischen Emigrantenorganisationen tätig. Er lebte bis zu seinem Tod als Privatgelehrter in London und hielt Vorlesungen und Vorträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hertz war Mitglied der Wiener [[Freimaurerloge|Loge]] &amp;#039;&amp;#039;Zukunft&amp;#039;&amp;#039;, in die er am 11. März 1906 aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter K. Kodek: &amp;#039;&amp;#039;Unsere Bausteine sind die Menschen. Die Mitglieder der Wiener Freimaurer-Logen 1869–1938.&amp;#039;&amp;#039; Wien 2009, ISBN 978-3-85409-512-5, S. 150f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrung ==&lt;br /&gt;
Für sein Lebenswerk wurde Hertz an Pfingsten 1964 mit der höchsten Auszeichnung der [[Sudetendeutsche]]n, dem [[Europäischer Karlspreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft|Europäischen Karlspreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft]], geehrt. Bei der Preisverleihung erklärte er: „Es bedarf keiner Versicherung, wie sehr mir die Ziele der sudetendeutschen Bewegung stets am Herzen lagen. Sie galten mir immer als ein Hauptfall des Problems, dem ich den größten Teil meines Lebens und Wirkens gewidmet habe, nämlich einer gerechten Lösung der Verhältnisse zwischen den Nationen Mitteleuropas, die als Vorbild für die Welt dienen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sudetendeutscher Rat]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Sudetendeutschen – eine Volksgruppe in Europa. Von den Anfängen bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; München, 3. Auflage 2010, S. 97. ISBN 978-3-00-021603-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die agrarischen Fragen im Verhältnis zum Sozialismus&amp;#039;&amp;#039; (1899)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Moderne Rassentheorien&amp;#039;&amp;#039; (1904)&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Rasse und Kultur : eine kritische Untersuchung der Rassentheorien&amp;#039;&amp;#039;. 2., neubearb. u. verm. Aufl. von „Moderne Rassentheorien“. Leipzig : Kröner, 1915&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Produktionsgrundlagen der österreichischen Industrie&amp;#039;&amp;#039; (1918)&lt;br /&gt;
* Indianer, Weisse und Kautschuk. Eine Frage an den Völkerbund, in: Berliner Tageblatt Wochen-Ausgabe für Ausland und Übersee, 25. September 1924, S. 10.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zahlungsbilanz und Lebensfähigkeit Österreichs&amp;#039;&amp;#039; (1925)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Race and Civilisation&amp;#039;&amp;#039;. London, Routledge and Kegan Paul, 1928&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Hans F. K. Günther|Hans Günther]] als Rassenforscher.&amp;#039;&amp;#039; [[Philo-Verlag]], Berlin 1930.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kapitalbedarf, Kapitalbildung und Volkseinkommen in Österreich&amp;#039;&amp;#039; (1929)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nationality in History and Politics&amp;#039;&amp;#039; (1944)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The economic Problem of the Danubian States&amp;#039;&amp;#039; (1947)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Development of the German Public Mind&amp;#039;&amp;#039;, 3 Bände (1957–62)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|8|709|710|Friedrich Otto Hertz|Robert A. Kann|119554380}}&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000008107|Friedrich Hertz||in: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv&amp;#039;&amp;#039; 25/1965 vom 14. Juni 1965}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hertz, Frederick.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon deutsch-jüdischer Autoren]].&amp;#039;&amp;#039; Band 11: &amp;#039;&amp;#039;Hein–Hirs.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Archiv Bibliographia Judaica. Saur, München 2002, ISBN 3-598-22691-8, S. 136–148.&lt;br /&gt;
* [[Felix Butschek]]: &amp;#039;&amp;#039;Hertz, Friedrich Otto.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Harald Hagemann]], [[Claus-Dieter Krohn]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen wirtschaftswissenschaftlichen Emigration nach 1933.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Adler–Lehmann.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 1999, ISBN 3-598-11284-X, S. 257f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hertz, Friedrich Otto&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Band 2,1. München : Saur, 1983, ISBN 3-598-10089-2, S. 497&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119554380|NAME=Friedrich Otto Hertz}}&lt;br /&gt;
* {{CPH}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://agso.uni-graz.at/bestand/28_agsoe/index.htm | wayback=20120309165030 | text=Hertz-Biographie im Archiv für die Geschichte der Soziologie in Österreich}}&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/cgi-bin/somo_mktiff.pl?year=1901&amp;amp;pdfs=1901_0854x1901_0855x1901_0856x1901_0857x1901_0858x1901_0859x1901_0860x1901_0861x1901_0862x1901_0863&amp;amp;verz=1901/1901_11 Aufsatz von F. Hertz aus dem Jahre 1901 über „Justiz und Politik in Österreich“]&lt;br /&gt;
* [http://www.jstor.org/stable/1015208?Search=yes&amp;amp;resultItemClick=true&amp;amp;&amp;amp;searchUri=%2Faction%2FdoAdvancedSearch%3Fq0%3Ddiplomats%26amp%3Bc1%3DAND%26amp%3Bq2%3D%26amp%3Bf1%3Dall%26amp%3Bq3%3D%26amp%3Bc3%3DAND%26amp%3Bq5%3D%26amp%3Bq6%3D%26amp%3Bq1%3Daustria%26amp%3Bf5%3Dall%26amp%3Bf3%3Dall%26amp%3Bf4%3Dall%26amp%3Bc6%3DAND%26amp%3Bc4%3DAND%26amp%3Bc2%3DAND%26amp%3Bq4%3D%26amp%3Bisbn%3D%26amp%3Bla%3D%26amp%3Bf2%3Dall%26amp%3Bsd%3D%26amp%3Bc5%3DAND%26amp%3Bf6%3Dall%26amp%3Bgroup%3Dnone%26amp%3Bf0%3Dall%26amp%3Bed%3D%26amp%3Bacc%3Don%26amp%3Bpt%3D%26amp%3BresultsServiceName%3DdoBackToBasicResults&amp;amp;seq=8#page_scan_tab_contents Aufsatz von F. Hertz vom November 1921: Annals of the American Academy of Political and Social Science Vol. 98, Supplement: Present Day Social and Industrial Conditions in Austria]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119554380|LCCN=n50038208|VIAF=47075918}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hertz, Frederick}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Europäischen Karlspreises der Sudetendeutschen Landsmannschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beamter (Republik Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Hamburger Familie Hertz|Frederick]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brite]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1964]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hertz, Frederick&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hertz, Friedrich Otto; Hertz, Friedrich&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichisch-britischer Soziologe und Ökonom&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. März 1878&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. November 1964&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[London]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Goesseln</name></author>
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