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	<title>Frederick Augustus Abel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T11:46:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Frederick_Augustus_Abel&amp;diff=361076&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Herrgott am 18. Dezember 2023 um 15:15 Uhr</title>
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		<updated>2023-12-18T15:15:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Frederick Augustus Abel2.jpg|mini|Sir Frederick Augustus Abel]]&lt;br /&gt;
Sir &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Frederick Augustus Abel, 1. Baronet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, [[Royal Victorian Order|GCVO]] [[Order of the Bath|KCB]] [[Royal Society|FRS]] (* [[17. Juli]] [[1827]] in [[Woolwich]], [[Kent]]; † [[6. September]] [[1902]] in [[London]]) war ein [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland|britischer]] [[Chemie|Chemiker]] und [[Sprengstoff]]experte. Zusammen mit [[James Dewar]] entwickelte er das 1889 patentierte [[Kordit]], welches später als Standardsprengstoff in der [[Britische Armee|Britischen Armee]] eingeführt wurde. Abel führte auch Studien über [[Kohlestaubexplosion|Staubexplosionen]] in Kohlebergwerken durch, erfand ein Gerät, um den [[Flammpunkt]] von [[Petroleum]] zu prüfen und fand einen Weg heraus, die spontane Explosion von [[Schießbaumwolle]] zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Abel war der Sohn des deutsch-englischen Musikers [[Johann Leopold Abel]] und Urenkel von [[Leopold August Abel]].&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel. In: Daintith (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Biographical Encyclopedia of Scientists&amp;#039;&amp;#039;. CRC, Press 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein wissenschaftliches Interesse erwuchs durch seinen Onkel A. J. Abel, einem Mineralogen und Schüler von [[Jakob Berzelius]]. Nach seinem sechsjährigen Studium am [[Imperial College London|Royal College of Chemistry]] (als einer der ersten Studenten) bei [[August Wilhelm von Hofmann]] und kurzer Zeit als Demonstrator in Chemie am St. Bartholomew Hospital in London unterrichtete er als Nachfolger von [[Michael Faraday]] ab 1851 Chemie an der [[Royal Military Academy Sandhurst|Royal Military Academy]]. Drei Jahre später wurde er als Chemiker ans [[Verteidigungsministerium des Vereinigten Königreichs|Kriegsministerium]] berufen, wo er bis 1888 tätig war. Während dieser Zeit war die Chemie von Explosivstoffen sein Hauptbetätigungsfeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er beschäftigte sich hauptsächlich mit der Herstellung von [[Zellulosenitrat|Schießbaumwolle]] und entwickelte dabei einen Prozess zu deren gefahrenloserer Herstellung, der 1865 patentiert wurde. Dies ebnete der Entwicklung der [[Rauchschwache Pulver|rauchschwachen Pulver]], die ab dem Ende des 19. Jahrhunderts verwendet wurden, den Weg. 1888 wurde er Vorsitzender einer Regierungskommission, die neue Sprengstoffe untersuchen sollte – man war mit dem bisherigen ([[Ballistit]], &amp;#039;&amp;#039;Poudre&amp;amp;nbsp;B&amp;#039;&amp;#039;) nicht zufrieden, da seine Sprengkraft mit der Lagerung abnahm.&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel Abel in Daintith, loc.cit.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusammen mit [[James Dewar]] entwickelte Abel das [[Kordit]], die britische Version des rauchschwachen Pulvers, welche 1889 patentiert wurde. [[Alfred Nobel]], der den ähnlichen Explosivstoff Ballistit entwickelt hatte, verklagte Dewar und Abel, da ihre Erfindung angeblich auf seinen früheren Erkenntnissen basiere. Er konnte sich aber aufgrund der schwammigen Formulierung seines eigenen Patents nicht durchsetzen. Das House of Lords entschied in dieser Sache 1895 endgültig zu Gunsten von Abel und Dewar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 war Abel Präsident der &amp;#039;&amp;#039;Institution of Electrical Engineers&amp;#039;&amp;#039; (damals &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft der Telegrapheningenieure&amp;#039;&amp;#039;). Mit dem schottischen Physiker [[Andrew Noble, 1. Baronet|Andrew Noble]] arbeitete er über das Explosionsverhalten von Schwarzpulver. Er entwickelte auch elektrische Zünder und untersuchte die Probleme der Stahlherstellung, wofür er 1897 die Bessemer-Medaille des Iron and Steel Institute erhielt, dessen Präsident er 1891 bis 1893 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt ist das nach ihm benannte Abelsche [[Flammpunkt]]prüfgerät für [[Petroleum]], das er 1879 nach über elf Jahren Arbeit offiziell fertigstellte&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.trilogica.de/produkte/petrochemie-flammpunktpruefung/abel-flammpunktpruefer.php |wayback=20090407014722 |text=Gerätebeschreibung.}} bei &amp;#039;&amp;#039;Trilogica&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;, das aber in einer Vorform schon 1868 vom britischen Parlament als offizielle Testmethode für Petroleumprodukte anerkannt wurde. Seinen Namen trägt auch der [[Abel-Test]] für die chemische Stabilität von Explosivstoffen auf Salpetersäurebasis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde 1860 [[Fellow]] der [[Royal Society]] und erhielt 1887 auch die [[Royal Medal]]. Von 1887 bis zu seinem Tod 1902 war er der Erste Direktor des Imperial Institute (heute: [[Commonwealth Institute]]), das er mit gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frederick Abel wurde am 20. April 1883 als [[Knight Bachelor]] in den persönlichen Adelsstand erhoben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LRP&amp;quot;&amp;gt;[https://www.maltagenealogy.com/LeighRayment/knights/knightsabec.htm Knights and Dames: A–BEC] bei Leigh Rayment’s Peerage&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 3. Februar 1891 wurde er als [[Knight Commander]] in den [[Order of the Bath]] aufgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LRP&amp;quot; /&amp;gt; Am 25. Mai 1893 wurde ihm der erbliche Adelstitel eines [[Baronet]], of Cadogan Place in the [[Chelsea|Parish of Chelsea]] in the [[County of London]], verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.thegazette.co.uk/London/issue/26406/page/3055 Nr. 26406, S.&amp;amp;nbsp;3055.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[The London Gazette]]&amp;#039;&amp;#039;, 26. Mai 1893.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da Abel aber kinderlos blieb, erlosch dieser Titel bei seinem Tod. Am 8. März 1901 wurde er als [[Knight Grand Cross]] in den [[Royal Victorian Order]] aufgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LRP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abelsche Gleichung der Innenballistik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abel entwickelte die nach ihm benannte Abelsche Gleichung der Innenballistik:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie gibt den maximalen Druck p von Explosivstoffen der Masse m an, die in einem Volumen &amp;lt;math&amp;gt;V&amp;lt;/math&amp;gt; in einer Explosion bei einer Temperatur &amp;lt;math&amp;gt;T_{ex}&amp;lt;/math&amp;gt; verbrannt werden. Dabei wird die Gleichung für ideale Gase ([[Gay-Lussac-Gesetz]]) benutzt mit einer Korrektur für das von den Verbrennungsrückständen eingenommene Volumen, ähnlich wie in der [[Van-der-Waals-Gleichung]], durch Abzug des Kovolumens &amp;lt;math&amp;gt;\alpha&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
 p = f\,\epsilon \frac{\Delta}{1 - \alpha\,\Delta}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\,\Delta&amp;lt;/math&amp;gt; die sogenannte Ladedichte, die Explosivstoffmenge in Kilogramm pro Volumen des (als konstant angenommenen) Verbrennungsraums, beispielsweise der Raum zwischen dem Geschossboden und dem Seelenboden eines Kanonenrohrs.&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\,f&amp;lt;/math&amp;gt; der spezifische Druck oder die Sprengstoffkraft. Er ist gleich dem Druck, den die Verbrennungsgase aus 1&amp;amp;nbsp;kg Sprengstoff bei der Verbrennungstemperatur &amp;lt;math&amp;gt;T_{ex}&amp;lt;/math&amp;gt; in einem Einheitsvolumen erzeugen, und ergibt sich unmittelbar aus &amp;lt;math&amp;gt;T_{ex}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\, \epsilon&amp;lt;/math&amp;gt; gibt den Gewichtsanteil des Sprengstoffs an, der in Gase umgesetzt wird.&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\,\alpha&amp;lt;/math&amp;gt; ist das Kovolumen, das die Ladungsrückstände berücksichtigt, angegeben in Liter pro Kilogramm Sprengstoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größen wie Kovolumen, Verbrennungstemperatur und spezifischer Druck wurden früher als &amp;#039;&amp;#039;Pulverkonstanten&amp;#039;&amp;#039; tabelliert. Die Abelsche Gleichung als pyrostatische Zustandsgleichung ist bis zu Drücken von etwa 3000 bar gültig und wurde in Abels &amp;#039;&amp;#039;Researches in Explosives&amp;#039;&amp;#039; 1874 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Nitroglycerin]] sind zum Beispiel die Pulverkonstanten 10800 [[Physikalische Atmosphäre|Atmosphären]] für den spezifischen Druck und 0,71 Liter pro Kilogramm für das Kovolumen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cranz: &amp;#039;&amp;#039;Ballistik&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie der Mathematischen Wissenschaften&amp;#039;&amp;#039;, Teil 4, Band&amp;amp;nbsp;3, 1903, S.&amp;amp;nbsp;254&amp;lt;/ref&amp;gt; für [[Schwarzpulver]] ein Wert von 0,49 für das Kovolumen und 3250 Atmosphären für den spezifischen Druck. Je nach Ladedichte lässt sich so der Maximaldruck berechnen, mit der die Expansion der Gase im Kanonenrohr beginnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Abel, Frederick Augustus – Mining accidents and their prevention, 1889 – BEIC 10976127.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Mining accidents and their prevention&amp;#039;&amp;#039;, 1889]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Handbook of Chemistry&amp;#039;&amp;#039; mit C. L. Bloxam&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Modern History of Gunpowder&amp;#039;&amp;#039; (1866)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gun-cotton&amp;#039;&amp;#039; (1866)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;On Explosive Agents&amp;#039;&amp;#039; (1872)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Researches in Explosives&amp;#039;&amp;#039; (1874)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Electricity applied to Explosive Purposes&amp;#039;&amp;#039; (1884)&lt;br /&gt;
* {{Cite book|title=Mining accidents and their prevention|volume=|publisher=Scientific publishing company|location=New York|year=1889|language=en|url=https://gutenberg.beic.it/webclient/DeliveryManager?pid=10976127}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource Meyers|Abel|Frederick Augustus Abel}}&lt;br /&gt;
* {{Britannica 1911 |Lemma=Abel, Sir Frederick Augustus, Bart. |Band=1 |Seite=39}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.colag.de/petroleumprober_abel.html Darstellung des Abelschen Petroleumprobers.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116001364|LCCN=n/88/2757|VIAF=67206005}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Abel, Frederick Augustus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ballistiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baronet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Knight Grand Cross des Royal Victorian Order]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Knight Commander des Order of the Bath]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Knight Bachelor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (London)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brite]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1827]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Abel, Frederick Augustus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Abel, Sir Frederick Augustus, 1. Baronet&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=britischer Chemiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Juli 1827&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Woolwich]], [[Kent]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. September 1902&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[London]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Herrgott</name></author>
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