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	<title>Fred Sinowatz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2026-18114-11: Link geändert</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Link geändert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Fred Sinowatz.jpg|mini|Fred Sinowatz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fred Sinowatz Signatur 1976.jpg|mini|]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fred Sinowatz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Februar]] [[1929]] in [[Neufeld an der Leitha]], [[Burgenland]]; †&amp;amp;nbsp;[[11. August]] [[2008]] in [[Wien]]) war ein [[österreich]]ischer [[Politiker]] ([[Sozialdemokratische Partei Österreichs|SPÖ]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war von Mai 1983 bis Juni 1986 [[Bundeskanzler (Österreich)|Bundeskanzler]] der [[Österreich|Republik Österreich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Bundesminister für Unterricht und Kunst]] der Regierungen [[Bruno Kreisky]]s von November 1971 bis Mai 1983 zeichnete er für sozial orientierte Reformen im [[Bildungssystem in Österreich|Bildungssystem]] verantwortlich. Er ließ zahlreiche neue höhere Schulen in [[Liste der Bezirke und Statutarstädte in Österreich|Bezirkshauptstädten]] bauen, erleichterte den [[Bildungssystem in Österreich|AHS]]-Zugang, führte unter anderem die Schülerfreifahrt, Gratis-Schulbücher sowie Schul- und Heimbeihilfen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Wahlkampfs zur [[Bundespräsidentenwahl in Österreich 1986|Bundespräsidentenwahl]] im Juni 1986 trat Bundeskanzler Sinowatz im Zuge der sogenannten „[[Waldheim-Affäre]]“ vehement gegen den Kandidaten der [[Österreichische Volkspartei|ÖVP]], [[Kurt Waldheim]], auf. Als dieser gewählt wurde, trat Sinowatz als Bundeskanzler zurück. Gemäß seinem Vorschlag wurde [[Franz Vranitzky]] sein Nachfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Sinowatz entstammte einer [[Burgenlandkroaten|burgenlandkroatischen]] Familie. Sein Vater war Maschinenschlosser, die Mutter Fabrikarbeiterin. Da es im Burgenland damals keine öffentlichen weiterführenden Schulen gab, besuchte er nach der Volksschule das Gymnasium in [[Wiener Neustadt]]. Nach einem Schulwechsel maturierte er am [[Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Baden Biondekgasse|BG&amp;amp;BRG Baden Biondekgasse]] in [[Baden (Niederösterreich)|Baden bei Wien]]. Danach studierte er an der [[Universität Wien]] Geschichte, Germanistik und Zeitungswissenschaften. 1953 promovierte er mit der Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Protestantismus und katholische Gegenreformation in der [[Grafschaft Forchtenstein]] und [[Herrschaft Eisenstadt]]. Ein Beitrag zur burgenländischen Landes-, Orts- und Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://katzoom.onb.ac.at/DB2/nkn/m002/z018/h034/b1173348.gif Katalogzettel Österreichische Nationalbibliothek]&amp;lt;/ref&amp;gt; zum [[Dr.&amp;amp;nbsp;phil.]] (Geschichtswissenschaften). Danach trat Sinowatz in den Beamtendienst der Landesregierung des Bundeslandes [[Burgenland]] ein. 1956 wurde er Mitarbeiter in der Bibliothek des [[Landesarchiv Burgenland|Burgenländischen Landesarchivs]] in Eisenstadt. Als sogenannter „[[Weißer Jahrgang]]“ musste er keinen Wehrdienst leisten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kleinezeitung.at/k/politik/4017491/Politiker-beim-Bundesheer_Untauglich-unwillig-unabkommlich &amp;#039;&amp;#039;Kleine Zeitung: Politiker beim Bundesheer – Untauglich, unwillig, unabkömmlich&amp;#039;&amp;#039;]. Artikel vom 17.&amp;amp;nbsp;Jänner 2013, abgerufen am 25.&amp;amp;nbsp;Oktober 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinowatz war verwitwet und hatte zwei Kinder. Mit seinem Geburts- und Heimatort Neufeld war Sinowatz zeitlebens auf das Engste verbunden. Er wuchs dort auf und baute auf einem Grundstück, das ihm seine Eltern geschenkt hatten, ein Haus.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wiener Zeitung]]: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.wienerzeitung.at/linkmap/personen/sinowatz2.htm | wayback=20090103040012 | text=Fred Sinowatz: Bedingungsloses Bekenntnis zur Sozialdemokratie}}&amp;#039;&amp;#039;, 25.&amp;amp;nbsp;September 2004&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor seinem Tod wurde Sinowatz zwei Wochen lang im [[Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien|Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien]] behandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Standard: &amp;#039;&amp;#039;Altbundeskanzler verstorben&amp;#039;&amp;#039;, vom 11.&amp;amp;nbsp;August 2008 ([https://www.derstandard.at/story/1216919054369/altbundeskanzler-verstorben Altbundeskanzler verstorben], aufgerufen am 20.&amp;amp;nbsp;August 2008)&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier wurde noch eine – letztlich erfolglose – Herzoperation durchgeführt. Sinowatz verstarb im [[Sozialmedizinisches Zentrum Ost – Donauspital|Donauspital]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Karriere ==&lt;br /&gt;
Sinowatz war von 1957 bis 1969 Mitglied des [[Gemeinderat (Österreich)|Gemeinderates]] von Neufeld an der Leitha. 1961 wurde Sinowatz Landes[[parteisekretär]] der [[SPÖ Burgenland]] und bekleidete diese Funktion bis 1978. Ebenfalls 1961 wurde er [[Abgeordneter]] zum [[Burgenländischer Landtag|Burgenländischen Landtag]] und war von 1964 bis 1966 [[Landtagspräsident (Österreich)|Landtagspräsident]]. Von 1966 bis 1971 war er als Landesrat für Kultur Mitglied der [[Landesregierung (Österreich)|Landesregierung]]. Anschließend wechselte er in den [[Nationalrat (Österreich)|Nationalrat]], wo er bis zu seiner Ernennung zum [[Bundeskanzler (Österreich)|Bundeskanzler]] 1983 Abgeordneter war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1978 wurde Sinowatz stellvertretender [[Parteivorsitzender|Vorsitzender]] der SPÖ Burgenland. Von 1981 bis 1988 war er Mitglied des Bundesparteipräsidiums der SPÖ, von 1983 bis 1988 deren Bundesparteivorsitzender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fred Sinowatz war von 1971 bis 1983 [[Bundesminister für Unterricht und Kunst]]. Seine Amtszeit unter der Regierung [[Bruno Kreisky|Kreisky]] war von zahlreichen schulpolitischen Reformen geprägt. Mit der Einführung von Gratisschulbüchern und Schülerfreifahrten, der Errichtung höherer Schulen in den Bezirkshauptstädten und der Gewährung von Schul- und Heimbeihilfen wurde Bildung weniger von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern abhängig. Außerdem wurde die Aufnahmeprüfung für die AHS abgeschafft und neue Schultypen wie das [[Oberstufenrealgymnasium]] (das auch Hauptschülern den Zugang zur Matura ermöglicht) sowie die flächendeckende [[Koedukation]] eingeführt. Diese Reformen halfen auch, das Bildungsgefälle zwischen Stadt und Land abzubauen. Als für Kultus zuständiger Minister verordnete er am 13.&amp;amp;nbsp;Dezember 1982 die Anerkennung des [[Buddhismus in Österreich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jänner 1981 wurde Sinowatz nach dem Rücktritt von [[Bruno Kreisky]]s „Kronprinz“ [[Hannes Androsch]] Vizekanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Nationalratswahl in Österreich 1986|Nationalratswahl 1986]] wurde Sinowatz bis zum 27.&amp;amp;nbsp;Jänner 1987 mit der vorläufigen Wahrnehmung der Geschäfte des Klubobmanns des [[SPÖ-Parlamentsklub]]s beauftragt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=https://www.parlament.gv.at/ZUSD/STATISTIKEN/GPXVII/XVII._GP_-_E_-_ANHANG_-_6_Klubs.pdf | wayback=20191027155255 | text=Klubs}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sinowatz als Bundeskanzler ==&lt;br /&gt;
Nach dem Verlust der absoluten SPÖ-Mehrheit bei der [[Nationalratswahl in Österreich 1983|Nationalratswahl am 24.&amp;amp;nbsp;April 1983]] und Kreiskys Rücktritt wurde Fred Sinowatz widerstrebend [[Bundeskanzler (Österreich)|Bundeskanzler]] (Mai 1983). Mit der [[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]] bildete er das [[Bundesregierung Sinowatz|Kabinett Sinowatz]], eine noch von Kreisky ausverhandelte kleine Koalition, die [[Rot-Blaue Koalition]]. Große Bedeutung gewann in der folgenden Zeit der als Koordinator der Koalition und mächtiger Kanzlerberater tätige [[Kabinettschef des Bundeskanzlers|Kabinettschef]] von Sinowatz, [[Hans Pusch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der schweren innenpolitischen Krise um die [[Besetzung der Hainburger&amp;amp;nbsp;Au]] sorgte Sinowatz&amp;amp;nbsp;– auch auf öffentlichen Druck&amp;amp;nbsp;– am 22.&amp;amp;nbsp;Dezember 1984 mit der Verhängung eines „Weihnachtsfriedens“ für eine Entspannung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieses Erfolges stand seine Regierungszeit unter keinem guten Stern. Er hatte mit dem [[Glykolwein-Skandal]], dem Skandal um den Neubau des Wiener [[AKH-Skandal|AKH]] und hauptsächlich mit der Krise der hoch verschuldeten verstaatlichten Industrie (v.&amp;amp;nbsp;a. der [[VÖEST]]) zu kämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der medialen Aufbereitung der Skandale und Schwierigkeiten wurde immer wieder ein verkürztes Zitat Sinowatz’ aus seiner Regierungserklärung 1983 publiziert: Einer Darstellung der Herausforderungen der nächsten Jahre folgte die Feststellung {{&amp;quot;|Ich weiß schon, meine Damen und Herren, das alles ist sehr kompliziert …}}&amp;amp;nbsp;– dieser Ausspruch wird zumeist in der Form {{&amp;quot;|Es ist alles sehr kompliziert …}} wiedergegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Laut [https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XVI/NRSITZ/NRSITZ_00002/imfname_144027.pdf Stenographischem Protokoll des Nationalrates] vom 31. Mai 1983 hieß es im Kontext: „[…] Und wir müssen eine neue Partnerschaft der Generationen anstreben, die Verbindung von Erfahrung und Ausblick, von Lebensweisheit und Phantasie. Wir brauchen Ideen und Ideale, Visionen und Utopien, aber doch ebenso die Bereitschaft zur konkreten Arbeit und das Aufspüren von praktischen Lösungsmöglichkeiten.&amp;amp;nbsp;– Ich weiß schon, meine Damen und Herren, das alles ist sehr kompliziert so wie diese Welt, in der wir leben und handeln, und die Gesellschaft, in der wir uns entfalten wollen.&amp;amp;nbsp;– Haben wir daher den Mut, mehr als bisher auf diese Kompliziertheit hinzuweisen; zuzugeben, daß es perfekte Lösungen für alles und für jeden in einer pluralistischen Demokratie gar nicht geben kann. Helfen wir mit, daß die simplen Denkmuster in der Politik überwunden werden können und daß wir die notwendigen Auseinandersetzungen für einen demokratischen Willensbildungsprozeß ohne Herabwürdigung der Politik führen können. […]“ (S. 29 des Originals)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1985 geriet er überdies unter Druck, als Verteidigungsminister [[Friedhelm Frischenschlager]] (FPÖ) den aus italienischer Haft freigelassenen Kriegsverbrecher [[Walter Reder]] bei dessen Ankunft offiziell empfing.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1986, nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl, beschloss die Regierung Sinowatz mit Bonn über einen Verzicht auf die bayerische [[Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf]] zu verhandeln, weil ein Unfall „ganz Österreich bedrohen“ würde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/ruhe-im-ozean-der-furcht-a-4729bb68-0002-0001-0000-000013518489 »Ruhe im Ozean der Furcht« - Frankreich und die Folgen des Reaktorunfalls von Tschernobyl] - ([[Der Spiegel]] vom 18.&amp;amp;nbsp;Mai 1986)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Waldheim-Affäre ==&lt;br /&gt;
Vor dem Wahlkampf um die [[Bundespräsidentenwahl in Österreich 1986|Bundespräsidentschaft 1986]] deutete er in einer Sitzung des Vorstandes der Burgenländischen SPÖ gemäß der späteren Darstellung von [[Ottilie Matysek]] an, man werde die Österreicher rechtzeitig auf die „braune Vergangenheit“ des [[Österreichische Volkspartei|ÖVP]]-Kandidaten [[Kurt Waldheim]] aufmerksam machen. Diese Bemerkung gelangte durch eine Indiskretion an das österreichische Nachrichtenmagazin [[Profil (Zeitschrift)|profil]], das deshalb zu recherchieren begann und damit die [[Waldheim-Affäre|Waldheim-Debatte]] eröffnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des gesamten Wahlkampfes stellte sich Sinowatz klar gegen Waldheim. Auf dessen Versicherung, er sei nicht Mitglied des Reiterkorps der [[Sturmabteilung]] (SA) gewesen und dort nur ab und zu „mitgeritten“, konterte Sinowatz mit der Bemerkung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Wir nehmen zur Kenntnis, dass er nicht bei der SA war, sondern nur sein Pferd bei der SA gewesen ist.|Autor=Fred Sinowatz|Quelle=[[Mittagsjournal|ORF-Mittagsjournal]] vom 11.&amp;amp;nbsp;März 1986|ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;ORF 1&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fred Sinowatz trat einen Tag nach Kurt Waldheims Sieg bei der Bundespräsidentenwahl als Bundeskanzler zurück (Juni 1986) und empfahl den bisherigen Finanzminister [[Franz Vranitzky]] als Nachfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. März 1988 kündigte er auch seinen bevorstehenden Rücktritt als Parteivorsitzender an; Vranitzky wurde auf einem außerordentlichen Parteitag am 11.&amp;amp;nbsp;Mai 1988 auch in dieser Funktion sein Nachfolger.&amp;lt;ref&amp;gt;Helene Maimann: &amp;#039;&amp;#039;Die Ersten 100 Jahre: österreichische Sozialdemokratie 1888-1988&amp;#039;&amp;#039;, Wien 1988, S.&amp;amp;nbsp;356&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;siehe auch spiegel.de 22.&amp;amp;nbsp;September 1986: [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13520932.html].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damals demissionierte Sinowatz auch als [[Nationalrat (Österreich)|Abgeordneter zum Nationalrat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der Aussage über Waldheims Vergangenheit strengte er gegen die mittlerweile zur SPÖ-Dissidentin gewordene [[Ottilie Matysek]] einen Prozess wegen [[Ehrverletzung]] an. Obwohl die gesamte SPÖ-Spitze des Burgenlandes (darunter [[Landeshauptmann]] [[Johann Sipötz]]) geschlossen zu seinen Gunsten aussagte und Matyseks Darstellung bestritt, vertraute das Gericht auf die (allerdings auch durch chemische und andere technische Untersuchungen seitens des deutschen [[Bundeskriminalamt (Deutschland)|Bundeskriminalamtes]] gestützte) Authentizität von handschriftlichen Aufzeichnungen und wies die Klage ab. Dies führte in der Folge auch zum Rücktritt von [[Sipötz]] und Mitte April 1991 zu einer rechtskräftigen Verurteilung Sinowatz’ wegen falscher [[Zeugenaussage]] zu einer Geldstrafe in Höhe von 360.000&amp;amp;nbsp;Schilling&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit 26041991&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
Mit dem Urteil eines Einzelrichters des Landesgerichtes für Strafsachen Wien vom 25.&amp;amp;nbsp;September 1990, Zahl 4 c E Vr 8.514/88-87, war Sinowatz des Vergehens der [[Falsche Beweisaussage|falschen Beweisaussage]] vor Gericht nach dem §&amp;amp;nbsp;288 Abs.&amp;amp;nbsp;1 StGB schuldig erkannt worden. Der dagegen von Sinowatz erhobenen Berufung gab das Oberlandesgericht Wien mit Urteil vom 15.&amp;amp;nbsp;April 1991, Zahl&amp;amp;nbsp;22 Bs 449/90, keine Folge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=siehe die entsprechenden Angaben in einer nachfolgenden OGH-Entscheidung vom 11.&amp;amp;nbsp;Juni 1992 über eine Nichtigkeitsbeschwerde der Generalprokuratur |url=https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?ResultFunctionToken=b4851c50-6e28-42e0-acab-0fbc7264d58f&amp;amp;Position=1&amp;amp;Abfrage=Justiz&amp;amp;Gericht=OGH&amp;amp;Rechtssatznummer=&amp;amp;Rechtssatz=&amp;amp;Fundstelle=&amp;amp;AenderungenSeit=Undefined&amp;amp;SucheNachRechtssatz=True&amp;amp;SucheNachText=True&amp;amp;GZ=&amp;amp;VonDatum=01.01.1991&amp;amp;BisDatum=31.12.1992&amp;amp;Norm=&amp;amp;ImRisSeitVonDatum=&amp;amp;ImRisSeitBisDatum=&amp;amp;ImRisSeit=Undefined&amp;amp;ResultPageSize=100&amp;amp;Suchworte=Bundeskanzler&amp;amp;Dokumentnummer=JJT_19920611_OGH0002_0130OS00025_9200009_000 |titel=OGH 13Os25/92-9 |werk= |hrsg= |datum= |zugriff=2019-02-03 |sprache= |kommentar=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rückzug ins Privatleben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2017-01-28 GuentherZ (65) Neufeld an der Leitha Grab Sinowatz.jpg|mini|Grab von Fred Sinowatz und seiner Frau]]&lt;br /&gt;
Nach seiner Zeit als Bundeskanzler zog sich Sinowatz aus dem öffentlichen Leben zurück, allerdings rückten ihn die Gerichtsverfahren noch zwei Mal ins mediale Interesse.&lt;br /&gt;
1991 wurde er wegen falscher Zeugenaussage in der [[Waldheim-Affäre]] rechtskräftig verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Österreichischer Rundfunk|ORF]] Burgenland: &amp;#039;&amp;#039;[http://bglv1.orf.at/stories/200069 Fred Sinowatz und die Waldheim-Affäre]&amp;#039;&amp;#039;, aufgerufen am 25.&amp;amp;nbsp;August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Anklage im [[Noricum-Skandal|Noricum-Politikerprozess]] endete am 24.&amp;amp;nbsp;Juni 1993 mit einem Freispruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fred Sinowatz starb am 11. August 2008. Im Rahmen der Trauerfeiern für Sinowatz wurde sein Sarg zunächst im Parlament aufgebahrt, dann am Tag des Begräbnisses in der Pfarrkirche von Neufeld an der Leitha und danach wurde der Sarg auf dem Neufelder Ortsfriedhof in einem Ehrengrab beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bglv1.orf.at/stories/299706 Dr. Sinowatz Begräbnis - Ehrengrab in seiner Heimatgemeinde Neufeld]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den Trauerfeierlichkeiten anwesend waren der Burgenländische Landtag, Landtagspräsident [[Walter Prior]], Landeshauptmann [[Hans Niessl]], Bundeskanzler [[Alfred Gusenbauer]], Bürgermeister von Neufeld an der Leitha [[Michael Lampel]] sowie Bundesminister und Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Österreichs, [[Werner Faymann]]. Grabreden wurden von Landeshauptmann Hans Niessl und Bundespräsident [[Heinz Fischer]] gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1984 Großkreuz des [[Christusorden (Portugal)|portugiesischen Christusordens]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ordens.presidencia.pt/?idc=154&amp;amp;list=1 Eintrag] auf der Website des Präsidenten von Portugal&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2001 [[Ehrenbürger]]schaft der Stadt [[Rust (Burgenland)|Rust]]&lt;br /&gt;
* 2004 [[Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien|Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien mit dem Stern]]&lt;br /&gt;
* 2004 Begründung des [[Fred-Sinowatz-Wissenschaftspreis]]es durch das Burgenland (anlässlich des 75.&amp;amp;nbsp;Geburtstags)&lt;br /&gt;
* [[Ehrenbürger]]schaft der Stadt [[Mattersburg]]&lt;br /&gt;
* 2008 Benennung der „Dr. Fred Sinowatz-Straße“ in Mattersburg&amp;lt;ref&amp;gt;ORF Burgenland: {{Webarchiv | url=http://burgenland.orf.at/stories/322847/ | archive-is=20120714161548 | text=&amp;#039;&amp;#039;Dr. Fred Sinowatz-Straße in Mattersburg&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2008 [[Verdienstorden des Landes Südtirol|Großer Verdienstorden des Landes Südtirol]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Evelyn Fertl]], [[Georg Pehm]]: &amp;#039;&amp;#039;Fred Sinowatz. Lebensbilder. Ein Fotobuch&amp;#039;&amp;#039;. Leykam, Graz 2013.&lt;br /&gt;
* [[Hans Niessl]], [[Anton Pelinka]], [[Wilhelm Toth]], [[Franz Vranitzky]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Brücken bauen: Fred Sinowatz zum 75.&amp;amp;nbsp;Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. [[Steirische Verlagsgesellschaft]], Graz 2004, ISBN 3-900323-74-7.&lt;br /&gt;
* [[Peter Pelinka]]: &amp;#039;&amp;#039;Österreichs Kanzler: von Leopold Figl bis Wolfgang Schüssel.&amp;#039;&amp;#039; [[Ueberreuter]], Wien 2000, ISBN 3-8000-3758-0.&lt;br /&gt;
* {{NDB|24|468|469|Sinowatz, Fred|[[Oliver Rathkolb]]|11861469X}}&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Weissensteiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Fred Sinowatz. Bedingungsloses Bekenntnis zur Sozialdemokratie&amp;#039;&amp;#039; ({{Webarchiv | url=http://www.wienerzeitung.at/linkmap/personen/sinowatz2.htm | wayback=20090228065109 | text=Webartikel}} der [[Wiener Zeitung]], 25.&amp;amp;nbsp;September 2004, abgerufen am 28.&amp;amp;nbsp;Februar 2009).&lt;br /&gt;
* [[Linda Martina Zeiler]]: &amp;#039;&amp;#039;Was bleibt? Das politische Wirken und Vermächtnis von Dr. Fred Sinowatz.&amp;#039;&amp;#039; Diplomarbeit, Universität Wien, Wien April 2010 ([http://othes.univie.ac.at/9256/1/2010-04-07_0301195.pdf PDF]).&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000011851|Fred Sinowatz||Internationales Biographisches Archiv 51/2008 vom 16.&amp;amp;nbsp;Dezember 2008}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
* {{Parlament-at|01872}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11861469X}}&lt;br /&gt;
* {{Toter Link |url=http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-59099428.html |date=2024-05-08}} [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-59099428.html Nachruf] im [[Der Spiegel|Spiegel]]&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|Wissenssammlungen/Biographien/Sinowatz%2C_Fred}}&lt;br /&gt;
* [https://www.mediathek.at/portalsuche?searchId=15001637 Aufnahmen mit und über Fred Sinowatz] im Onlinearchiv der [[Österreichische Mediathek|Österreichischen Mediathek]] (Reden, Interviews, Radio- und Fernsehbeiträge)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;ORF 1&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.journale.at/suche/treffer/atom/08FB81D3-07D-001DC-00000C8C-08FAAB64/vol/38071/pool/BWEB?marker=00_30_40&lt;br /&gt;
 |titel=Pressekonferenz SPÖ-Spitze Sinowatz – Blecha – Fischer zu Waldheim&lt;br /&gt;
 |werk=[[Mittagsjournal]]&lt;br /&gt;
 |hrsg=[[Österreichische Mediathek]]&lt;br /&gt;
 |datum=1986-03-11&lt;br /&gt;
 |zugriff=2017-10-15&lt;br /&gt;
 |format=Audio&lt;br /&gt;
 |kommentar=Originalzitat ab 30:40}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit 26041991&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
| autor=[[Peter Pelinka]]&lt;br /&gt;
| url=http://www.zeit.de/1991/18/waldheim-und-kein-ende/komplettansicht&lt;br /&gt;
| titel=Waldheim und kein Ende&lt;br /&gt;
| hrsg=[[Die Zeit]]&lt;br /&gt;
| datum=1991-04-26&lt;br /&gt;
| archiv-url=https://web.archive.org/web/20160311015458/http://www.zeit.de/1991/18/waldheim-und-kein-ende/komplettansicht&lt;br /&gt;
| archiv-datum=2016-03-11&lt;br /&gt;
| zugriff=2017-12-08&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sinowatz, Fred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Sinowatz, Alfred&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Politiker (SPÖ), Abgeordneter zum Nationalrat, Bundeskanzler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Februar 1929&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neufeld an der Leitha]], [[Burgenland]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. August 2008&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
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