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	<title>Frauenstift - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Frauenstift&amp;diff=795114&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Geschichte */ zu großen Zeilenabstand entfernt</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; zu großen Zeilenabstand entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:LÜNE 20-2.jpg|mini|hochkant=1.3|Das seit 1711 bestehende Damenstift [[Kloster Lüne]]. Da es zuvor ein Zisterzienserinnenkloster war, wird die Anlage weiterhin [[Kloster]] genannt (2013).]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Frauenstift&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Damenstift&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chorfrauenstift&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine religiöse Lebensgemeinschaft für Frauen, die ohne Ablegung von Gelübden in einer klosterähnlichen Anlage leben. Die in einem solchen freien weltlichen [[Stift (Kirche)|Stift]] lebenden (vom Mittelalter bis zur Säkularisation meist adligen) Damen werden als &amp;#039;&amp;#039;[[Kanonissin|Kanonissen]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Chorfrauen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Stiftsdamen&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet; daher wird häufig auch der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Kanonissenstift&amp;#039;&amp;#039; verwendet. Die Vorsteherin eines Stifts wird auch &amp;#039;&amp;#039;Domina&amp;#039;&amp;#039; (lat. ‚Herrin‘) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen weltlichen Kanonissen zu unterscheiden sind [[Nonne]]n und [[Ordensregel|regulierte]] Chorfrauen – wiewohl Letztere gemeinhin ebenfalls als &amp;#039;&amp;#039;Kanonissen&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Kanonissinnen&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden. Nonnen leben als [[Ordensgemeinschaft]]en nach einer [[monastisch]]en [[Ordensregel]], insbesondere der [[Regula Benedicti|Benediktsregel]], und verpflichten sich in [[Ordensgelübde|feierlichen Gelübden]] auf Lebenszeit zu einem Leben nach den [[Evangelische Räte|evangelischen Räten]] unter einer [[Abt|Äbtissin]] oder einer [[Prior]]in; Beispiele sind die [[Benediktinerinnen]], [[Kartäuser]]innen oder [[Zisterzienserinnen]]. Demgegenüber folgen regulierte Chorfrauen – etwa die [[Augustinerinnen|Augustiner-Chorfrauen]] oder die [[Prämonstratenserinnen]] – als weibliches Pendant zu den [[Regularkanoniker]]n nicht der Benediktsregel, sondern stattdessen zumeist der [[Augustinusregel]]. Die [[Kloster|Klöster]] dieser [[Ordensschwester|Ordensfrauen]] werden jedoch regional, vor allem in Österreich, oft ebenfalls als &amp;#039;&amp;#039;Stift&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung ==&lt;br /&gt;
Ein Frauenstift wurde häufig von Adligen oder einer begüterten Witwe gestiftet, um so ein gottgefälliges Werk zu verrichten. Die Stiftsdamen erhielten in der Regel den Stiftungsauftrag, für das Seelenheil der Stifter zu beten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stifte unterstanden entweder als [[Reichsstift]]e direkt dem König oder Kaiser, oder dem [[Bischof]], der dann auch das Recht hatte, die Äbtissin zu ernennen und einen Beichtvater für die Stiftsdamen einzusetzen. Äbtissinnen der oft sehr begüterten Stifte, die oft aus dem Hochadel stammten, konnten große Grundherrschaften regieren und hatten Sitz und Stimme in den [[Landstände]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Adligen der Umgebung sicherten sich durch ihre Zustiftungen, dass das Stift ausschließlich für ihre eigenen Töchter offen war, doch konnte man sich in ein Stift auch von außerhalb „einkaufen“. Auch wurden oft für die Töchter von verdienten Beamten Stiftsstellen geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise in den weltlichen Stiften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Heidekloester2010 050.jpg|mini|[[Kloster Wienhausen]]: Gang mit den Truhen der Stiftsdamen]]&lt;br /&gt;
Die Stiftsdamen lebten in klosterähnlichen Gebäuden, bisweilen auch ehemaligen Klöstern, die jedoch häufig großzügiger eingerichtet waren als die der Ordensfrauen. Die Kanonissen brachten oft ihr eigenes Mobiliar und ihre Dienerschaft mit. Sie waren verpflichtet, am [[Stundengebet]] und der [[Heilige Messe|Heiligen Messe]] teilzunehmen und das Essen mit der Gemeinschaft im [[Refektorium]] einzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ihrem Eintritt legten die [[Kanonissen]] nur die Gelübde der [[Keuschheit]] und des [[Gehorsam (Gelübde)|Gehorsams]] gegenüber ihrer [[Äbtissin]] ab, konnten jedoch heiraten, wenn sie auf ihre [[Pfründe]] verzichteten. Sie hatten die Freiheit, die ihnen vom Stift zufließenden Einkünfte zu verzehren, wo sie wollten. Häufig pflegten auch nur die Äbtissin, die Vorsteherin und eine geringe Zahl Kanonissen sich im Stiftsgebäude aufzuhalten, die anderen Stiftsdamen hatten dagegen eigene Wohnungen mit einer kleinen Dienerschaft im Umkreis. Im [[Kloster Preetz]] bewohnt jede Stiftsdame ihr eigenes Häuschen mit Garten. Die Stiftsdamen verzichteten weder auf ihren Privatbesitz noch auf ihre Erbansprüche und konnten das Stift jederzeit verlassen, dies geschah oft zum Zwecke der Heirat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihren Lebensunterhalt bestritten die Stifte aus den bei der Gründung der Stiftung eingebrachten [[Pfründe]]n, aus deren Ertrag alle Stiftsdamen eine jährliche Summe erhielten. Dafür musste eine Stiftsdame bei ihrem Eintritt eine gewisse Summe zustiften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Stiftsklöstern und weltlichen Stiften bestand eine gewisse Grauzone. Weil auch die weltlichen Stifte sich in ihren Satzungen an der [[Augustinusregel]] oder der [[Benediktsregel]] orientierten, ist aus heutiger Sicht nicht immer zweifelsfrei aus den Quellen zu erschließen, ob es sich bei einem Frauenstift um ein klösterliches oder weltliches Stift handelte. Außerdem war es üblich, dass sich adlige Witwen in ein klösterliches Stift einkauften, um dort ihren Lebensabend im Anschluss an die Klostergemeinschaft der Ordensfrauen, aber ohne Ablegung der Gelübde zu verbringen. Weltliche Stifte wurden auch gelegentlich in regulierte Klöster umgewandelt oder umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die ersten Frauenstifte sind für das [[Frühmittelalter|frühe Mittelalter]] nachgewiesen. Grundlage für die Gestaltung der [[Kanonissen]]klöster ist die von [[Amalarius von Metz]] ausgearbeitete Aachener Regel ([[Institutiones Aquisgranenses]]) von 816. Verbindlich wurde sie durch die [[Synoden von Aachen (816–819)|Synode von Aachen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regel galt unter anderem für die Stifte in [[Stift Herford|Herford]], [[Stift Essen|Essen]], [[Stift Gandersheim|Gandersheim]], [[Stift Quedlinburg|Quedlinburg]], [[Stift Gernrode|Gernrode]] und [[St. Maria im Kapitol]] in Köln. Diese frühmittelalterlichen Stifte galten als die vornehmsten im [[Heiliges Römisches Reich|Reich]] und wurden von Frauen aus dem [[Hoher Adel|Hohen Adel]] als Äbtissinnen geleitet, oft entstammten diesem auch die Stiftsdamen. Bis auf Köln waren diese Stifte, neben einer Anzahl weiterer Frauenklöster und Damenstifte, [[Reichsunmittelbarkeit|reichsunmittelbar]] und unterstanden direkt dem [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]]. Ihre [[Fürstabt|Fürstäbtissinnen]] gehörten zu den regierenden [[Reichsprälat]]en, die im [[Reichstag (HRR)|Reichstag]] vertreten waren, wo sie auf der [[Rheinisches Reichsprälatenkollegium|rheinischen]] oder [[Schwäbische Prälatenbank|schwäbischen Prälatenbank]] Platz nahmen, die jeweils eine [[Kuriatstimme]] und damit eine gewisse Mitbestimmung in der Reichspolitik besaßen. Lokal erhielten manche Damenstifte besondere Privilegien, wie beispielsweise die Äbtissin des [[Theresianisches Adeliges Damenstift|Theresianischen Adeligen Damenstifts]] auf der [[Prager Burg]] seit 1782 das Recht besaß, die [[Krönung böhmischer Könige#Krönung der Königin|böhmischen Königinnen zu krönen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 2010-02-04 Herford 136.jpg|[[Stift Herford]] (gegründet um 800)&lt;br /&gt;
 Herford - 2014-07-20 - Münster (07).jpg|[[Herforder Münster]], ehemalige Stiftskirche&lt;br /&gt;
 Essen 2011 66-2.jpg|[[Essener Münster]], ehemalige Kirche des [[Stift Essen|Damenstifts Essen]] (gegründet um 845)&lt;br /&gt;
 Quedlinburg 007b.jpg|[[Stift Quedlinburg]] (gegründet 936)&lt;br /&gt;
 Bad-gandersheim-2a.jpg|[[Stift Gandersheim]] (gegründet 852)&lt;br /&gt;
 Bad Suderode 003 Stift Gernrode.JPG|[[Stift Gernrode]] (gegründet 959)&lt;br /&gt;
 Kirche St. Maria im Kapitol u. Kreuzgang 7.jpg|[[St. Maria im Kapitol]], Köln (Benediktinerinnen-Kloster um 960, Damenstift ab dem 12.&amp;amp;nbsp;Jh.)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stiftskirche-st-bonifatius-freckenhorst.jpg|mini|hochkant|Westwerk des Stifts [[St. Bonifatius (Freckenhorst)]], gegründet 854]]&lt;br /&gt;
Zu den der ältesten Frauenstiften gehörten z.&amp;amp;nbsp;B. das [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg|Frauenstift Nonnberg in Salzburg]] (711/12), [[Kloster Niedernburg|das Frauenstift Niedernburg in Passau]] (739/772), [[Kloster Frauenchiemsee|Frauenwörth]] (782), in Westfalen das [[Kloster Böddeken]] im [[Hochstift Paderborn]] (836), das zwischen 804 und 860 gegründete [[Stift Meschede]], [[St. Bonifatius (Freckenhorst)]] (854), das um 868 gegründete [[Stift Heerse]] sowie das 889 gegründete [[Stift Metelen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter und der frühen Neuzeit waren die Frauenstifte wichtige Zentren, um (vorläufig oder endgültig) unverheiratete adlige Frauen und Witwen zu versorgen &amp;#039;&amp;#039;(siehe: [[Deutscher Adel#Wirtschaftliche Grundlagen|Wirtschaftliche Grundlagen des deutschen Adels]]).&amp;#039;&amp;#039; Die Stiftsdamen waren häufig gelehrt und verrichteten kunstfertige Handarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Reformation]] kam einerseits die Neugründung des sich der weiblichen Erziehung widmenden [[Ursulinen]]ordens entgegen, während andererseits die Tradition weltlicher Kanonissen bewahrt wurde. Die Häuser der [[Diakonissen]] gehen teilweise auf diese Tradition zurück. Viele Frauenklöster wandelten sich in der Reformationszeit auch in weltliche Kanonissenstifte um, um der Auflösung zu entgehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Annette von Boetticher]]: &amp;#039;&amp;#039;Chorfrauen und evangelische Damenstifte&amp;#039;&amp;#039;. In: Friedhelm Jürgensmeier, Regina Elisabeth Schwerdtfeger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Orden und Klöster im Zeitalter von Reformation und katholischer Reform, 1500–1700.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Aschendorff, Münster 2005, ISBN 3-402-02986-3, S. 217–242.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gibt es nur noch vereinzelte Frauenstifte. In Deutschland sind die [[Liste der Klöster und Stifte im Fürstentum Lüneburg|Lüneklöster]] &amp;#039;&amp;#039;(siehe unten: Evangelische Damenstifte)&amp;#039;&amp;#039; oder [[Schloss Ehreshoven]] (seit 1924 Damenstift der [[Rheinische Ritterschaft|Rheinischen Ritterschaft]]) bekannte Beispiele. Ferner gibt es Stifte beispielsweise in Salles-Arbuissonnas-en-Beaujolais (Rhône), in [[Maubeuge]], in [[Abtei Remiremont|Remiremont]], in [[Épinal]], in [[Bouxières-aux-Dames]] (bei Nancy), in Montfleury (bei Dijon) und in [[Mons]] (Belgien).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb Deutschlands liegt heute das ehemalige [[Reichsstift Thorn]] (jetzt Niederlande) und das ehemals reichsunmittelbare adlige Damenstift [[Kloster Schänis]] in der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Geschichte der Frauenstifte siehe auch &amp;#039;&amp;#039;[[Sanktimoniale]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemischt-konfessionelle Stifte ==&lt;br /&gt;
Gewissermaßen als Übergang zwischen den katholischen und den evangelischen Damenstiften entstanden im konfessionell zersplitterten Westfalen die freiweltlichen Damenstifte aus ehemaligen katholischen Stiften und Frauenklöstern. Die Stifte nahmen sowohl evangelische als auch katholische Frauen auf. Nach 1648 kamen teilweise auch [[Calvinismus|Calvinistinnen]] hinzu. In diesen Einrichtungen waren die [[Pfründe|Präbenden]] nach einem bestimmten Schlüssel auf die verschiedenen Konfessionen aufgeteilt. Im [[Stift Schildesche]] gab es je sechs Präbenden für Katholiken, Lutheraner und Calvinisten. Die Leitung hatte eine Äbtissin. Dabei wurde diese im Wechsel von jeder der beteiligten Konfessionen gestellt. Ein Gelübde bestand nicht und jede Stiftsdame behielt zumeist ihr Vermögen. Insgesamt entstanden in den protestantisch gewordenen Territorien Westfalens etwa zwanzig derartige Einrichtungen zur Versorgung von Töchtern aus Adels- und Patrizierfamilien. Teilweise bestanden katholische Traditionen fort. So trugen die Damen im [[Stift Cappel]] weiterhin einen [[Habit]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alois Schröer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die westfälischen Klöster und Stifte in der Reformationszeit.&amp;#039;&amp;#039; In: Géza Jászai (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Monastisches Westfalen. Klöster und Stifte 800–1800&amp;#039;&amp;#039;. Münster 1982, ISBN 3-88789-054-X, S. 217–224, hier S. 219f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evangelische Damenstifte in Deutschland ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Konventualinnen (Dobbertin).jpg|mini|Konventualinnen im Kloster Dobbertin bei der Andacht (1923)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Auguste Elenore von Bassewitz.jpg|mini|hochkant|Domina Auguste von Bassewitz als Vorsteherin des Dobbertiner Konvents (1925)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Gruppe sind die [[:Kategorie:Evangelisches Frauenstift|evangelischen Damenstifte]] (auch „Fräuleinstifte“) in Schleswig-Holstein und Niedersachsen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Schleswig-Holsteinische Ritterschaft]] unterhält heute die &amp;#039;&amp;#039;Adeligen Damenstifte&amp;#039;&amp;#039; [[Kloster Preetz]], [[Kloster Itzehoe]], [[St.-Johannis-Kloster vor Schleswig]], und [[Kloster Uetersen]]. Die [[Bremische Ritterschaft]] unterhält das [[Kloster Neuenwalde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum &amp;#039;&amp;#039;Allgemeinen Hannoverschen Klosterfonds&amp;#039;&amp;#039;, einer Stiftung öffentlichen Rechts, gehören die &amp;#039;&amp;#039;Calenberger Klöster&amp;#039;&amp;#039;: [[Kloster Barsinghausen|Barsinghausen]], [[Kloster Mariensee|Mariensee]], [[Kloster Marienwerder|Marienwerder]], [[Kloster Wennigsen|Wennigsen]] und [[Kloster Wülfinghausen|Wülfinghausen]]. Der Allgemeine Hannoversche Klosterfonds wird durch die [[Klosterkammer Hannover]] verwaltet. Das [[Schwesternhaus in der Meterstraße]] in Hannover war ein erst Mitte des 19. Jahrhunderts gegründetes Frauenstift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Lüneburger Klöster&amp;#039;&amp;#039; [[Ebstorf#Kloster Ebstorf|Ebstorf]], [[Kloster Isenhagen|Isenhagen]], [[Kloster Lüne|Lüne]], [[Medingen (Bad Bevensen)#Kloster Medingen|Medingen]], [[Kloster Walsrode|Walsrode]] und [[Kloster Wienhausen|Wienhausen]] blieben dagegen jeweils als Körperschaften öffentlichen Rechts rechtlich selbständig, werden aber seit 1963 im Wesentlichen aus dem Allgemeinen Hannoverschen Klosterfonds finanziert und stehen unter der Rechtsaufsicht des Präsidenten der Klosterkammer. Daneben gibt es in Niedersachsen noch die fünf freien Stifte: [[Stift Börstel]], [[Stift Bassum]], [[Stift Fischbeck]], und [[Stiftskirche St. Marien (Obernkirchen)|Stift Obernkirchen]]. Diese stehen ausschließlich unter der Rechtsaufsicht des Präsidenten der Klosterkammer, werden aber nicht von der Klosterkammer finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Braunschweigische Vereinigte Kloster- und Studienfonds&amp;#039;&amp;#039;, seit 2004 unter dem Dach der [[Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz]], betreibt das [[Kloster Marienberg (Helmstedt)]], einen ehemaligen Augustiner-Chorfrauen-Konvent, seit 1569 bis heute evangelisches Damenstift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Mecklenburg]] wurden nach der Reformation 1572 die Klöster [[Kloster Dobbertin|Dobbertin]], [[Kloster Malchow|Malchow]] und [[Kloster Ribnitz|Ribnitz]] in Damenstifte &amp;#039;&amp;#039;zur christlich, ehrbaren Auferziehung inländischer Jungfrauen, so sie sich darin zu begeben Lust hätten&amp;#039;&amp;#039; umgewandelt. Die drei Landesklöster dienten nun zur Versorgung unverheirateter Töchter von [[Verwaltungsgeschichte Mecklenburgs|Ritterschaft]] und [[Verwaltungsgeschichte Mecklenburgs|Landschaft]]. Während der [[Novemberrevolution]] wurde am 18. November 1918 das Klosteramt Dobbertin mit seinem gesamten Vermögen und den Besitzungen dem neuen [[Freistaat Mecklenburg-Schwerin]] unterstellt. Die Konventualinnen konnten bis zu ihrem Lebensende weiter im Damenstift bleiben. Nach §&amp;amp;nbsp;75 der Verfassung des Freistaates Mecklenburg-Schwerin vom 17. Mai 1920 war die Entscheidung nicht mehr anfechtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Brandenburg]] entstanden im 13. Jahrhundert verschiedene Frauenstifte in Anlehnung an den [[Zisterzienserorden]], die allerdings in der Regel keine Aufnahme in den Orden fanden. Sie gehörten nicht zu [[Filiation (Orden)|Filiationen]] von [[Zisterzienserinnen]]-Mutterklöstern, sondern gingen in der Mehrzahl auf [[Stiftung]]en des ortsansässigen [[Adel]]s zurück. Die [[Prignitz]]er Familie [[Gans zu Putlitz]] gründete 1231 beispielsweise das [[Kloster Marienfließ (Prignitz)|Frauenkloster Marienfließ]], das heute noch als „Stift Marienfließ“ besteht und sich in der [[Diakonie|diakonischen]] Altenfürsorge engagiert. Ferner bestanden das brandenburgische [[Kloster Stift zum Heiligengrabe]] bis 1945 und das [[Kloster Drübeck]] (Provinz Sachsen, heute Sachsen-Anhalt) bis 1946 als Damenstifte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Barth]] in [[Schwedisch-Pommern]] wurde 1733 das [[Adliges Fräuleinstift Barth|Adlige Fräuleinstift Barth]] gestiftet, das bis 1948 bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den heute weniger bekannten Einrichtungen gehören die ehemaligen evangelischen adligen Frauenstifte Mitteldeutschlands, beispielsweise in den einstigen Herrschaftsgebieten der [[Haus Wettin|Wettiner]]. Diese gingen nicht auf mittelalterliche Klöster zurück, sondern waren reine Neugründungen der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]] oder des 19. und 20. Jahrhunderts. Zu den wichtigsten Häusern zählen das 1705 eingeweihte [[Magdalenenstift (Altenburg)|Magdalenenstift]] im thüringischen [[Altenburg]] und das 1728 eröffnete [[Stift Joachimstein]] in [[Radomierzyce|Radmeritz]] bei [[Görlitz]]. Beide Stifte existieren in ihrer einstigen Funktion nicht mehr. Während in Altenburg jedoch noch heute vielfältige diakonische Aufgaben im Rahmen eines Sozialzentrums wahrgenommen werden, überlebte das Oberlausitzer Stift Joachimstein das Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] nicht. Weitere Frauenstifte bestanden etwa in [[Wasungen]], [[Dresden]], [[Schloss Kromsdorf|Großkromsdorf]] und [[Löbichau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Regensburg gab es in der Zeit nach der Reformation ein protestantisches Frauenstift, das der vom protestantischen Stadtrat übernommenen [[St. Oswald (Regensburg)|Oswaldkirche]] unmittelbar benachbart war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bau&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl Bauer |Titel=Regensburg Kunst-, Kultur- und Alltagsgeschichte |Auflage= 6|Verlag=MZ-Buchverlag in H. Gietl Verlag &amp;amp; Publikationsservice GmbH |Ort=Regenstauf |Datum=2014 |ISBN=978-3-86646-300-4 |Seiten=382 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kloster Böddeken.JPG|Stift [[Böddeken]]&lt;br /&gt;
Adliges Kloster Itzehoe 1.jpg|[[Kloster Itzehoe]]&lt;br /&gt;
Preetz 3.jpg|[[Kloster Preetz]]: Konventgebäude (links) und Häuser der Konventualinnen&lt;br /&gt;
St.-Johannis-Kloster vor Schleswig-msu-2020-2238.jpg|[[St.-Johannis-Kloster vor Schleswig]]&lt;br /&gt;
Klosterkirche Innen.jpg|[[Kloster Uetersen]]: Emporen der Stiftsdamen in der Kirche&lt;br /&gt;
Neuenwalde 2012 by-RaBoe 14.jpg|[[Kloster Neuenwalde]]&lt;br /&gt;
Monastery Ebstorf.jpg|Stift [[Kloster Ebstorf]]&lt;br /&gt;
Isenhagen Kloster Front.jpg|[[Kloster Isenhagen]]&lt;br /&gt;
2019 Kloster Medingen.jpg|[[Kloster Medingen]]&lt;br /&gt;
Kloster und St.Marienkirche Wienhausen IMG 2053.jpg|[[Kloster Wienhausen]]&lt;br /&gt;
Refektorium im Kloster Lüne Lüneburg 01.jpg|[[Refektorium|Sommerrefektorium]] (&amp;#039;&amp;#039;Remter&amp;#039;&amp;#039;) des [[Kloster Lüne|Klosters Lüne]]&lt;br /&gt;
Walsrode455Klosterkapelle+Chor d Stadtkirche.jpg|[[Kloster Walsrode]]&lt;br /&gt;
Stiftskirche Schildesche (07).jpg|[[Stift Schildesche]], Stiftskirche&lt;br /&gt;
Klostercappel.jpg|[[Stift Cappel]]&lt;br /&gt;
Börstel Stift 2.JPG|[[Stift Börstel]]&lt;br /&gt;
Stift Bassum aus der Luft 002.JPG|[[Stift Bassum]]&lt;br /&gt;
Hessisch Oldendorf - Stift Fischbeck.jpg|[[Stift Fischbeck]]&lt;br /&gt;
Stiftskirche Obernkirchen.jpg|[[Stiftskirche St. Marien (Obernkirchen)|Stift Obernkirchen]]&lt;br /&gt;
Stepenitz Stift Marienfliess Klosterkirche 04.jpg|[[Kloster Marienfließ (Prignitz)]]&lt;br /&gt;
Heiligengrabe-msu-2021-0717-4637.jpg|[[Kloster Stift zum Heiligengrabe]]&lt;br /&gt;
Kloster Drübeck 2009.jpg|[[Kloster Drübeck]]&lt;br /&gt;
Datei:Kloster Dobbertin (1994).jpg|[[Kloster Dobbertin]]&lt;br /&gt;
Malchow Germany Monastery.JPG|[[Kloster Malchow]]&lt;br /&gt;
Ribnitz Klarissenkloster Anlage.jpg|[[Kloster Ribnitz]]&lt;br /&gt;
Stiftsschloss Joachimstein 2011.JPG|[[Stift Joachimstein]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Heinrich Schäfer (Historiker)|Karl Heinrich Schäfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kanonissenstifter im deutschen Mittelalter. Ihre Entwicklung und innere Einrichtung mit dem altchristlichen Sanktimonialentum&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Kirchenrechtliche Abhandlungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 43/44). F.&amp;amp;nbsp;Enke, Stuttgart 1907, {{ZDB|501637-x}}.&lt;br /&gt;
* Hans Peter Hankel: &amp;#039;&amp;#039;Die reichsunmittelbaren evangelischen Damenstifte im Alten Reich und ihr Ende&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Europäische Hochschulschriften.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). Peter Lang Europäischer Verlag der Wissenschaften, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 1996, ISBN 3-631-30531-1.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Schilp]]: &amp;#039;&amp;#039;Norm und Wirklichkeit religiöser Frauengemeinschaften im Frühmittelalter. Die Institutio sanctimonialium Aquisgranensis des Jahres 816 und die Problematik der Verfassung von Frauenkommunitäten&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Studien zur Germania Sacra.&amp;#039;&amp;#039; Band 21). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1998, ISBN 3-525-35452-5.&lt;br /&gt;
* [[Robert Suckale]]: &amp;#039;&amp;#039;Die mittelalterlichen Damenstifte als Bastionen der Frauenmacht&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der Kölner Juristischen Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 25). O.&amp;amp;nbsp;Schmidt, Köln 2001, ISBN 3-504-62025-0.&lt;br /&gt;
* [[Jan Gerchow]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Essen und die sächsischen Frauenstifte im Frühmittelalter&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Essener Forschungen zum Frauenstift.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Klartext, Essen 2003, ISBN 3-89861-238-4.&lt;br /&gt;
* Thomas Schilp: &amp;#039;&amp;#039;Reform – Reformation – Säkularisation. Frauenstifte in Krisenzeiten&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Essener Forschungen zum Frauenstift.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). Klartext, Essen 2004, ISBN 3-89861-373-9.&lt;br /&gt;
* Jutta Frings (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Krone und Schleier. Kunst aus mittelalterlichen Frauenklöstern.&amp;#039;&amp;#039; Hirmer, München 2005.&lt;br /&gt;
* Julia Hörmann, Ursula Stanek: &amp;#039;&amp;#039;Damenstifte in Tirol – ein Überblick.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hannes Obermair]], [[Klaus Brandstätter]], Emanuele Curzel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dom- und Kollegiatstifte in der Region Tirol – Südtirol – Trentino in Mittelalter und Neuzeit / Collegialità ecclesiastica nella regione trentino-tirolese dal medioevo all’età moderna&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Schlern-Schriften]].&amp;#039;&amp;#039; Band 329). Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2006, ISBN 3-7030-0403-7, S. 67–80.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Gereon Beuckers]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Liturgie in mittelalterlichen Frauenstiften. Forschungen zum Liber Ordinarius&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Essener Forschungen zum Frauenstift.&amp;#039;&amp;#039; Band 10). Klartext, Essen 2012, ISBN 978-3-8375-0797-3.&lt;br /&gt;
* Teresa Schöder-Stapper: &amp;#039;&amp;#039;Fürstäbtissinnen Frühneuzeitliche Stiftsherrschaften zwischen Verwandtschaft, Lokalgewalten und Reichsverband.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau Verlag, Köln u.&amp;amp;nbsp;a. 2015, ISBN 978-3-412-22485-1.&lt;br /&gt;
* Klaus Gereon Beuckers, Vivien Bienert: &amp;#039;&amp;#039;Frauenstifte – Männerstifte. Zur Frage einer architektonischen Spezifik von Frauenkonventskirchen im Früh- und Hochmittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Oliver Auge]], [[Sigrid Hirbodian]], Frederieke Maria Schnack (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Frauenstifte – Männerstifte. Handlungsspielräume und Lebensweisen im Südwesten&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Schriften zur südwestdeutschen Landeskunde.&amp;#039;&amp;#039; Band 85). Ostfildern 2024, S. 219–248.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4163208-4}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.frauenkloester.de/liste.html | wayback=20080508022157 | text=Erforschung der mittelalterlichen religiösen Gemeinschaften}}&lt;br /&gt;
* [http://www.frauenstiftsforschung.uni-kiel.de/ Forum für Frauenstiftsforschung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4163208-4|LCCN=sh85019659}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauenstift| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Form einer religiösen Lebensgemeinschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenwesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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