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	<title>Frauenbuchladen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Zartesbitter: /* Weblinks */ erg</title>
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		<updated>2025-03-11T08:25:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; erg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Begriff. Zum Buchladen in Taipeh siehe [[Frauenbuchladen Fembooks (Taipeh)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Frauenbuchladen Xanthippe in Mannheim.jpg|mini|Frauenbuchladen &amp;#039;&amp;#039;Xanthippe&amp;#039;&amp;#039; in Mannheim]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Frauenbuchladen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine meist von [[Feministin]]nen gegründete und geführte [[Buchhandlung]], deren Sortiment vor allem aus Werken von Frauen, feministischer und lesbischer Literatur besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte in Deutschland ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schild Lillemor&amp;#039;s Frauenbuchladen.jpg|mini|Schild über dem Frauenbuchladen &amp;#039;&amp;#039;Lillemor’s&amp;#039;&amp;#039; in München, Barer Straße 70]]&lt;br /&gt;
Die Gründungen von Frauenbuchläden gehörten wie auch andere Frauenprojekte zu den Strategien der autonomen [[Frauenbewegung]] zu Beginn der 1970er Jahre. Im Mittelpunkt standen Selbsterfahrung, intellektuelle Selbstverständigung und [[Emanzipation]] von [[Patriarchat (Soziologie)|patriarchalen]] Strukturen. Frauen als soziale Gruppe entdeckten sich selbst und andere Frauen als Subjekte der Auseinandersetzung, bezogen sich aufeinander und wollten die Geschichte und Erfahrungen von Frauen kennenlernen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Barbara Holland-Cunz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die alte neue Frauenbewegung.&amp;#039;&amp;#039; Edition Suhrkamp, Frankfurt a. Main 2003, ISBN 3-518-12335-1, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie linke Buchläden hatten auch die Frauenbuchläden eine vernetzende Funktion für diejenigen, die sich zur Bewegung zählten oder an deren Themen interessiert waren, und wurden zu Orten der Diskussion und Bildung.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Sonnenberg: &amp;#039;&amp;#039;Agitation und Aufklärung – Zur Geschichte linker Buchläden nach »1968«.&amp;#039;&amp;#039; In: Marcel Bois und [[Bernd Hüttner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte einer pluralen Linken.&amp;#039;&amp;#039; Heft 2: &amp;#039;&amp;#039;Theorien und Bewegungen nach 1969.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2010, S. 16–19, [https://rlp.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/rls_papers/Papers_Beitr_zur_Gesch_2.pdf#page=17 Online-Version] (PDF; 315 kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit kulturellen Projekten wie Buchläden, Frauenverlagen ([[Frauenoffensive]], [[Orlanda Frauenverlag]], [[Ulrike Helmer Verlag]], [[Verlag Antje Kunstmann]]), Frauenzentren und feministischen Frauen- bzw. Lesbenzeitschriften schufen Frauen Foren der Diskussion und Vernetzung.&amp;lt;ref&amp;gt;Rosemarie Nave-Herz: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Frauenbewegung in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage, Bonn 1997, S. 65,&lt;br /&gt;
[https://www.nibis.de/nli1/rechtsx/nlpb/pdf/Gender/frauenbewegung.pdf Online-Version] (PDF; 825&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Feministische und [[Lesbe|lesbische]] Literatur von den neuen Frauenbuch- und von Kleinverlagen war bis dahin im üblichen Sortiment des Buchhandels kaum vertreten. Mit Frauenbuchläden, anfangs von Kollektiven geführt, wurden auch Arbeitsplätze abseits etablierter Strukturen geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weltweit ersten Frauenbuchläden wurden 1970 in den USA gegründet. In Europa öffneten die ersten Frauenbuchläden 1974 ihre Türen: die &amp;#039;&amp;#039;Librairie des Femmes&amp;#039;&amp;#039; in Paris, betrieben von einem feministischen Kollektiv um die Psychoanalytikerin Antoinette Fouque, die &amp;#039;&amp;#039;[[Libreria delle donne di Milano]]&amp;#039;&amp;#039; in Mailand und die Buchhandlung von Anne-Marie Pfister&amp;lt;ref&amp;gt;[https://100frauen.ch/frauenbuchladen%EF%BB%BF/ Interview mit Anne-Marie Pfister] &amp;#039;&amp;#039;Webprojekt 100Frauen.ch, Eintrag Frauenbuchladen. Abgerufen am 22. Januar 2023. &amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; in Basel. In Deutschland wurde der erste Frauenbuchladen, [[Lillemor’s Frauenbuchladen]], im November 1975 in [[München]] eröffnet. Zwei Wochen später öffnete in Westberlin der Frauenbuchladen &amp;#039;&amp;#039;Labrys&amp;#039;&amp;#039; und 1976 &amp;#039;&amp;#039;Lilith&amp;#039;&amp;#039;. In den Folgejahren entstanden Frauenbuchläden in fast allen westdeutschen Großstädten,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://frauenmediaturm.de/neue-frauenbewegung/chronik-1975/ &amp;#039;&amp;#039;Chronik der neuen Frauenbewegung, 1975.&amp;#039;&amp;#039;] FrauenMediaTurm - Feministisches Archiv und Bibliothek.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Österreich und der Schweiz in Wien, Graz, Bern und Zürich. Nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]] eröffnete am 1. Dezember 1990 in [[Leipzig]] der erste Frauenbuchladen &amp;#039;&amp;#039;Tian&amp;#039;&amp;#039; in Ostdeutschland. In Dresden folgte 1993 die Buchhandlung &amp;#039;&amp;#039;Pusteblume&amp;#039;&amp;#039; für Frauen und Kinder. Frauenbuchläden waren Treffpunkte und anfangs laut [[Doris Hermanns]] auch Beratungsstellen, vor allem im Bereich von sexueller Gewalt. Manche Läden veranstalteten Ausstellungen mit Kunst von Frauen und boten Kurse zur Selbstverteidigung für Frauen an. Ob Männer Zugang zu den Frauenbuchläden haben sollten oder nicht, wurde je nach Projekt zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich entschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Doris Hermanns]]: &amp;#039;&amp;#039;»Von heute an gibt’s mein Programm!« Zur Geschichte der Frauenbuchläden und Frauen- und Lesbenverlage&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Archiv für Geschichte des Buchwesens]], Band 75 2020, Björn Biester und Carsten Wurm, De Gruyter, Berlin 2020, ISBN 978-3-11-067301-2, S. 190–191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konzentration auf ein frauenspezifisches Angebot reichte ab den 1990er Jahren nicht mehr aus, viele Läden mussten schließen. Im etablierten Buchhandel wurden Bereiche für „Frauenliteratur“ eingerichtet. Weniger Frauen würden sich der Idee „Frauenbuchladen“ verbunden fühlen und ein breiteres Sortiment erwarten, so 2001 eine Lektorin des Orlanda Frauenverlages.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/berlin/frauenliteratur-frauenbuchladen-fehlanzeige-/236424.html &amp;#039;&amp;#039;Frauenliteratur: Frauenbuchladen? Fehlanzeige.&amp;#039;&amp;#039;] Tagesspiegel, 23. Juni 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Frühjahr 2020 waren in Deutschland noch fünf Frauenbuchläden übrig: &amp;#039;&amp;#039;Laura&amp;#039;&amp;#039; in Göttingen, &amp;#039;&amp;#039;Lillemors&amp;#039;&amp;#039; in München, &amp;#039;&amp;#039;Thalestris&amp;#039;&amp;#039; in Tübingen, &amp;#039;&amp;#039;Xanthippe&amp;#039;&amp;#039; in Mannheim und die 2013 gegründete Internetbuchhandlung &amp;#039;&amp;#039;Fembooks&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Doris Hermanns, Berlin 2020, S. 192&amp;lt;/ref&amp;gt; 2024 wurde in [[Berlin-Schöneberg]] die  „Frauen-Lesben-Buchhandlung Berlin“ eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Silvia Stieneker |url=https://jungle.world/artikel/2024/36/feministische-tradition-frauenbuchladen-mehr-als-nur-buecher |titel=Mehr als nur Bücher |werk=Jungle World |sprache=de |abruf=2024-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.visitberlin.de/de/event/eroeffnung-der-frauenlesbenbuchhandlung-berlin |titel=Eröffnung der FrauenLesbenBuchhandlung Berlin |werk=VisitBerlin.de |datum=2024-08-19 |sprache=de |abruf=2024-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte international ==&lt;br /&gt;
Der erste Frauenbuchladen im chinesischen Sprachraum, die [[Frauenbuchladen Fembooks (Taipeh) |Frauenbuchhandlung Fembooks]] – auf Chinesisch 女書店 –, wurde 1994 in [[Taipeh]], [[Taiwan (Provinz)|Taiwan]], eröffnet und existiert bis heute. Fembooks stellt einen Meilenstein in der Frauenbewegung der chinesischen Welt dar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;twc&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.taiwanwomencenter.org.tw/en-global/New/Exhibitions/Content/1/Culture1 |titel=Landmark of Women&amp;#039;s Culture |werk=taiwanwomencenter.org.tw |hrsg=Taiwan Woman&amp;#039;s Center |datum=2015-12-10 |sprache=en |abruf=2023-09-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Doris Hermanns]]: &amp;#039;&amp;#039;»Von heute an gibt’s mein Programm!« Zur Geschichte der Frauenbuchläden und Frauen- und Lesbenverlage&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Archiv für Geschichte des Buchwesens]], Band 75, hrsg. Björn Biester und Carsten Wurm, De Gruyter, Berlin 2020, ISBN 978-3-11-067301-2, S. 167–202.&lt;br /&gt;
* Doris Hermanns: &amp;#039;&amp;#039;Sand im patriarchalen Getriebe. Zur Geschichte der Frauen-Buch-Bewegung.&amp;#039;&amp;#039; Aviva Verlag, 2025, ISBN 978-3-949302-28-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-gespraech-am-samstag/weltfrauentag-doris-hermanns-zur-frauen-buch-bewegung-100.html Weltfrauentag: Doris Hermanns zur Frauen-Buch-Bewegung] via WDR Gespräch am Samstag vom 8. März 2025 (33:51 Min)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Frauenbibliothek]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Frauenmuseen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchhandlung|!Frauenbuchladen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feministische Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauen und Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zartesbitter</name></author>
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