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	<title>Franzbranntwein - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T17:04:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franzbranntwein&amp;diff=161302&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gib Senf dazu!: tk kl</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;tk kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Franzbranntwein.JPG|mini|Verschiedene Sorten: grün (mit [[Menthol]]) 60&amp;amp;nbsp;ml, weiß 160&amp;amp;nbsp;ml, 400&amp;amp;nbsp;ml und 1000&amp;amp;nbsp;ml]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franzbranntwein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Spiritus Vini gallici&amp;#039;&amp;#039;) fallen unterschiedliche Lösungen von [[Ätherische Öle|ätherischen Ölen]], [[Terpene|Monoterpenen]] und/oder aromatischen Tinkturen in verdünntem Alkohol ([[Ethanol]]). Am Markt befindliche Produkte sind entweder farblos oder grün gefärbt und enthalten vorzugsweise [[Wacholderbeeröl]], [[Fichtennadelöle|Fichtennadelöl]], [[Latschenkiefernöl|Latschenkieferöl]], [[Menthol]], [[Campher]] und [[Thymol]], die zum Teil auch als [[Vergällungsmittel]] eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Franzbranntwein&amp;#039;&amp;#039; geht auf das 17. Jahrhundert zurück, der damals allgemein französischen [[Branntwein]] bezeichnete, jedoch heute nur noch in der pharmazeutischen Fachsprache für ein künstlich hergestelltes, durchblutungsförderndes Einreibemittel steht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{dwds.de |Stichwort=Franzbranntwein |Abruf=2015-04-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 18. und 19. Jahrhundert verstand man unter Franzbranntwein ([[Weinbrand|Brandy]], [[Eau de vie]]) den ausschließlich aus [[Wein]] durch [[Brennen (Spirituosen)|Destillation]] gewonnenen Branntwein, im Gegensatz zu z.&amp;amp;nbsp;B. Kartoffel- ([[Wodka]]) oder [[Kornbrand|Kornbranntwein]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Adelung-1793 |Lemma=Franzbranntwein, der |Band=2 |Seite=266 |zenoID=20000164828}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (Korn). Zu den besten Sorten gehörten zu der Zeit der [[Cognac (Weinbrand)|Cognac]] und [[Armagnac (Weinbrand)|Armagnac]], hergestellt aus Wein der jeweiligen französischen Gegend. Das [[Präfix]] „Franz-“ ist vermutlich der Tatsache geschuldet, dass Frankreich Hauptproduzent war.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Karmarsch, Friedrich Heeren: &amp;#039;&amp;#039;Technisches Wörterbuch oder Handbuch der Gewerbskunde&amp;#039;&amp;#039;. In alphabetischer Ordnung. Bearbeitet nach Dr. Andrew Ure’s Dictionary of Arts, Manufacturers and Mines. Verlag von Gottlieb Haase Söhne, Prag 1843, S. 765.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Mercks Warenlexikon|Seite=281|Stichwort=Kognak}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis ins 20. Jahrhundert wurde Franzbranntwein im Deutschen in der Regel als „Cognac“ bezeichnet unabhängig von seiner Herkunft. Zur Wende zum 20. Jahrhundert taucht dann der Begriff „[[Weinbrand]]“ auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Anfang des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts gab es verschiedene pharmazeutische Franzbranntweine, Zubereitungen, bei denen Franzbranntwein mit und ohne weitere Wasserzugabe zur [[Mazeration]] oder [[Extraktion (Trennverfahren)|Extraktion]] verschiedener Pflanzen genutzt wurde: „Spiritus tur. Pini Russ. … drey Pfund Franzbranntwein werden über ein Pfund Fichtenknospen bis zur Hälfte abgezogen. Ein kräftiges äusseres Mittel.“&amp;lt;ref&amp;gt;D. Carl Gottlob Kühn: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Gotthilf Voigtels vollständiges System der Arzneymittellehre.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1816, S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 19.&amp;amp;nbsp;und insbesondere seit dem 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert sind verschiedene Franzbranntweinzubereitungen im Sortiment von pharmazeutischen Unternehmen erhältlich. Heute wird Franzbranntwein durch Vermischung von verdünntem Alkohol ([[Ethanol]]) und weiteren Zusätzen wie [[Ätherische Öle|ätherischen Ölen]] hergestellt. Auch die Verwendung des günstigeren [[2-Propanol|Isopropanol]] ist teilweise üblich,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jean Pütz]]: [http://www.jean-puetz.net/volle_kanne/tipps.php?we_objectID=430 &amp;#039;&amp;#039;Franzbranntwein&amp;#039;&amp;#039;.] Volle Kanne – angerührt; abgerufen am 5. Mai 2015 (Webseite nicht mehr vorhanden, [https://web.archive.org/web/20181106145854/http://jean-puetz.net/volle_kanne/tipps.php?we_objectID=430 jean-puetz.net])&amp;lt;/ref&amp;gt; war aber Anfang des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts [[Arzneimittelrecht|arzneimittelrechtlich]] umstritten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Urban, NA Böttger-Urban: &amp;#039;&amp;#039;Apothekengesetze – Nach deutschem Reichs- und preußischem Landesrecht&amp;#039;&amp;#039;. Springer, 1927, S. 142; [https://books.google.de/books?id=L_qiBgAAQBAJ&amp;amp;lpg=PA142&amp;amp;ots=c58R0S8r9m&amp;amp;dq=franzbranntwein%20Arzneibuch&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA142#v=onepage&amp;amp;q=franzbranntwein%20Arzneibuch&amp;amp;f=false Google Bücher]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als es noch nicht üblich war, Franzbranntwein durch Vergällen untrinkbar zu machen, fand er mitunter als Suchtmittel Verwendung: Da es als unschicklich galt, wenn Frauen hochprozentigen Alkohol tranken, konsumierten sie heimlich den im Haushalt als Arzneimittel vorhandenen Franzbranntwein und gerieten hierbei häufig in Abhängigkeit, was, nach dem ebenso verwendeten Parfüm, als „[[Kölnisch Wasser|Kölnisch-Wasser]]-[[Alkoholismus]]“  bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung und Zulassung ==&lt;br /&gt;
Franzbranntwein ist ein Einreibemittel (alkoholische Einreibung), welches zur lokalen Hyperämisierung (Förderung der Hautdurchblutung) bei Muskel- und Gelenkschmerzen, bei [[Muskelkater]], Zerrungen und Prellungen, sowie für Sport- und Bindegewebsmassagen geeignet ist. Hyperämisierend wirksam sind die enthaltenen ätherischen Öle, aber vor allem der Alkohol, der ab 50 % auch leicht hautreizend und desinfizierend wirkt. Waschungen mit Franzbranntwein sollen zudem kühlend bei Entzündungen sowie gegen Wundliegen ([[Dekubitus]]) wirken. Ferner dient er als Erfrischungsmittel an heißen Tagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie&amp;#039;&amp;#039;. Springer, 1988, S. 356; [https://books.google.de/books?id=zRaBBwAAQBAJ&amp;amp;lpg=PA356&amp;amp;dq=franzbranntwein%20wirkung&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA356#v=onepage&amp;amp;q=franzbranntwein%20wirkung&amp;amp;f=false Google Bücher]&amp;lt;/ref&amp;gt; Franzbranntwein-Einreibungen sind als Maßnahme zur Dekubitusprophylaxe bei besonders gefährdeten Pflegeempfängern [[Kontraindikation|kontraindiziert]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sandra Bensch |Hrsg=Georg Thieme Verlag |Titel=I care Pflege |Auflage=2. Auflage |Verlag=Thieme |Ort=Stuttgart |Datum=2020 |ISBN=978-3-13-241828-8 |Seiten=404}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkaussage hinsichtlich der Heilung verschiedener Beschwerden gilt nicht für alle im Verkauf befindlichen Rezepturen, sondern nur für solche, die als [[Arzneimittel]] zugelassen sind, dabei kann noch zwischen traditionellem Arzneimittel und der [[Standardzulassung]] unterschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gibt es auch Zubereitungen, die als kosmetische Mittel verkauft werden und als Einreibung zur oder nach der Massage eingesetzt werden. In Österreich ist zudem seit 1994 Franzbranntwein einer bestimmten Zusammensetzung nur noch als kosmetisches Mittel zugelassen und wird über seine äußerliche Anwendung hinaus in kleinen Mengen als Mundspülung eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Uhl, N. Kopf, A. Springer, I. Eisenbach-Stangl, U. Kobrna, S. Bachmayer, W. Beiglböck, W. Preinsberger, R. Mader: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Alkohol – Österreich: Zahlen, Daten, Fakten, Trends.&amp;#039;&amp;#039; Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen, Wien 2001, {{Falsche ISBN|3-85010-062-0}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Österreichisches Lebensmittelbuch.&amp;#039;&amp;#039; IV. Auflage. Veröffentlicht mit Erlass GZ: BMGFJ-75210/0007-IV/B/7/2008 vom 14. Mai 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezepturen ==&lt;br /&gt;
Früher wurde der alkoholischen Lösung auch [[Ratanhia]]wurzelextrakt zugesetzt, um die Optik eines Cognacs zu imitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Apotheken sind folgende, spezifizierte Zubereitungen zu bekommen:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Spiritus Vini gallici&amp;#039;&amp;#039; rein 38–40 % ([[Volumenanteil|V/V]]) [[Deutscher Arzneimittel-Codex|DAC]],&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Spiritus Vini gallici&amp;#039;&amp;#039; rein 45 % (V/V) DAC,&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Spiritus Vini gallici&amp;#039;&amp;#039; mit Campher DAC,&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Spiritus Vini gallici&amp;#039;&amp;#039; mit Fichtennadelöl 48 % (V/V) Standardzulassung.&amp;lt;ref&amp;gt;DAC und NRF http://dacnrf.pharmazeutische-zeitung.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bfarm.de/SharedDocs/Downloads/DE/Arzneimittel/Zulassung/ZulRelThemen/stdZul_und_Reg/aktuell_gueltige_liste_standardzulassungen_stand070115.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=2 &amp;#039;&amp;#039;Derzeit gültige Monografien der Standardzulassung für Humanarzneimittel.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF) bfarm.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung in Altenpflege ==&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der typischerweise in der Altenpflege vorkommenden [[Dekubitus]]problematik wird empfohlen, alkoholische Einreibungen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. mit Franzbranntwein, nicht durchzuführen, da Alkohol zur Austrocknung der Haut führt. Oftmals ist es jedoch der Wunsch der Patienten, aufgrund des erfrischenden Effekts mit Franzbranntwein eingerieben zu werden. Diesem Wunsch kann individuell nachgekommen werden, sofern die entsprechende Hautpartie mit einer fettreichen Creme oder Lotion ([[Emulsion#Struktur der Emulsion|W/O-Emulsion]]) nachbehandelt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.iftra.de/docs/Dekubitus_Informationsschrift.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Dekubitus – Ein drückendes Problem&amp;#039;&amp;#039;. |format=PDF; 1014&amp;amp;nbsp;kB |wayback=20150220172028 |archiv-bot=2025-02-13 01:58:01 InternetArchiveBot}} Eine Informationsschrift. 12. Auflage. IGAP – Institut für Innovationen im Gesundheitswesen und angewandte Pflegeforschung e.&amp;amp;nbsp;V.; abgerufen am 20. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Volker Schulz, [[Rudolf Hänsel]]: &amp;#039;&amp;#039;Rationale Phytotherapie – Ratgeber für die ärztliche Praxis.&amp;#039;&amp;#039; 3., völlig überarb. Auflage. Springer-Verlag, Berlin 1996, ISBN 3-540-61240-8, S. 296.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arzneimittel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weinbrand]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gib Senf dazu!</name></author>
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