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	<title>Franz von Holstein - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Franz_von_Holstein&amp;diff=320668&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Franz von Holstein Photo by Alexander Seitz.jpg|mini|hochkant|Franz von Holstein (1874)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Franz von Holstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. Februar]] [[1826]] in [[Braunschweig]]; † [[22. Mai]] [[1878]] in [[Leipzig]]) war ein deutscher [[Komponist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Er war der Sohn des aus alter mecklenburgischer Adelsfamilie stammenden [[Herzogtum Braunschweig|herzoglich braunschweigischen]] [[Oberst]] und [[Kriegsrat]]s Werner von Holstein (1784–1857) und dessen Ehefrau Alwine Engelbrecht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hergemöller&amp;quot;&amp;gt; [[Bernd-Ulrich Hergemöller]], &amp;#039;&amp;#039;Mann für Mann. Biographisches Lexikon zur Geschichte von Freundesliebe und männlicher Sexualität im deutschen Sprachraum&amp;#039;&amp;#039;, MännerschwarmSkript-Verlag, Hamburg 1998, ISBN 3-928983-65-2. Überarbeitete Taschenbuchausgabe: Suhrkamp, Frankfurt 2001, ISBN 3-518-39766-4. S. 371 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als strenger Soldat und Aristokrat verlangte der Vater unerbittlich von seinem Sohn – trotz dem früh erwachenden musikalischen Talent – dass dieser ebenfalls die Militärlaufbahn einzuschlagen habe. Mit 16 Jahren trat er in das Braunschweiger Kadettenhaus ein. Sein Lehrer [[Wolfgang Robert Griepenkerl]] unterstützte ihn, auch seiner musikalischen Neigung gerecht zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Fürstenau, Moritz, &amp;quot;Holstein, Friedrich Franz von&amp;quot; in: Allgemeine Deutsche Biographie 13 (1881), S. 1–2 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11942911X.html#adbcontent &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Oktober 1845 trat Holstein als [[Leutnant|Sekondeleutnant]] in das [[Braunschweigisches Infanterie-Regiment Nr. 92|Infanterie-Regiment]] ein und nahm 1848/49 am [[Schleswig-Holsteinischer Krieg (1848–1851)|Feldzug]] gegen [[Dänemark]] teil. Als [[Premierleutnant]] folgte ab 18. März 1850 seine Verwendung als [[Adjutant]] des 2. Landwehr-Bataillons, bis Holstein schließlich am 11. März 1853 seinen Abschied nahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits während seiner Offiziersausbildung komponierte er die [[Oper]] &amp;#039;&amp;#039;Zwei Nächte in Venedig&amp;#039;&amp;#039; sowie [[Lied]]er und Balladen. 1853 kam er nach Leipzig, wo er bei [[Moritz Hauptmann]] Kontrapunkt studierte und Klavierunterricht bei [[Ignaz Moscheles]] hatte. 1854 lernte er die Leipziger Sängerin, Philanthropin und Mäzenatin [[Hedwig von Holstein (Stifterin)|Hedwig Salomon]] (1822–1897), Tochter des Stadtrats Rudolf Julius Salomon kennen. Sie unterstützte ihn durch eine anonyme Geldspende, sodass er sein Kompositionsstudium fortführen konnte. Sie heirateten am 4. September 1855 in der [[Nikolaikirche (Leipzig)|Nikolaikirche]]. Nun konnte von Holstein finanziell abgesichert seinen kompositorischen Intensionen nachgehen. Nach Aufenthalten des Ehepaar Holstein in [[Rom]], [[Berlin]] und [[Paris]] übernahm Franz von Holstein 1859 in Leipzig die Leitung der Bach-Gesellschaft und war Gründungsmitglied des Bach-Vereins. Im Jahr 1866 vollendete er seine Oper &amp;#039;&amp;#039;Der Haideschacht&amp;#039;&amp;#039;, für die Hedwig zunächst eine Privataufführung organisierte, bei der sie, ihre Schwester [[Elisabeth Seeburg]] (1817–1888) und [[Livia Frege]] Solopartien sangen. Neben drei Opern schrieb er zwei [[Ouvertüre]]n, eine [[Kantate]], kammermusikalische Werke und Klavierstücke und hatte einen hervorragenden Ruf als Liedkomponist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holstein unterhielt enge, zum Teil schwärmerische Freundschaften zu Intellektuellen und Künstlern, u.&amp;amp;nbsp;a. zu [[Albert von Zahn]], [[Wilhelm Henzen (Dichter)|Wilhelm Henzen]] und [[Heinrich Bulthaupt]] und maß diesen Freundschaften einen großen Wert zu. Der Versuch, den damals 19-jährigen Schauspieler [[Josef Kainz|Joseph Kainz]] 1877 zu adoptieren, scheiterte am Einspruch von dessen Eltern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=In het Panhuis, Erwin |url=https://www.queer.de/detail.php?article_id=56894 |titel=War Franz von Holstein tatsächlich homosexuell? |werk=queer.de |datum=2026-02 |sprache=de |abruf=2026-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit seinem ersten Kompositionslehrer, dem anfangs schwärmerisch verehrten Organisten Karl Richter, blieb er lebenslang in Kontakt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Posthum wurde Holsteins sexuelle Orientierung Gegenstand der Diskussion. Ausgelöst wurde diese durch zwei Artikel des Musikwissenschaftlers und Aktivisten der frühen Homosexuellenbewegung, Richard Meienreis, in Publikationen von Magnus von Hirschfeld aus den Jahren 1908 und 1923, teilweise gestützt durch Aussagen Wilhelm Henzens. Meienreis greift in der zweiten Publikation vor allem die von Heinrich Bulthaupt verfasste Biographie Holsteins an und kritisiert, dass Bulthaupt, den er ebenfalls als Homosexuellen kategorisiert, von Holsteins „urnischer Veranlagung nicht nur nichts verlauten läßt, sondern alle Spuren davon geflissentlich verwischt.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Bulthaupt selber schreibt im Zusammenhang mit seiner Biographie 1895 in einem Brief an Hedwig von Holstein sehr unspezifisch von einem „leisen Schleier, den ich über das Bild gehängt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bulthaupt, Heinrich |Titel=Briefe von und an Heinrich Bulthaupt |Hrsg=Kraeger, Heinrich |Ort=Oldenburg |Datum=1912 |Seiten=393 f. |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den publizierten Briefen mit Bulthaupt thematisieren beide Freunde wiederholt ihr Bedürfnis nach einem &amp;quot;intimen geistigen Verkehr&amp;quot;. Holsteins Operntexte und die darin thematisierten Beziehungsmuster (geschwisterliche Liebe, Freundesliebe) bedürfen noch einer genaueren textkritischen Untersuchung. Insbesondere der „Haideschacht“ spiegelt nach Aussage des Komponisten inneres Erleben wider.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bulthaupt, Heinrich, Holstein, Franz von |Titel=Franz von Holstein seine nachgelassenen Gedichte herausgegeben und mit einer biographischen Einleitung versehen |Hrsg=Bulthaupt, Heinrich |Verlag=Breitkopf und Härtel |Ort=Leipzig |Datum=1880 |Seiten=57 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhaltene Briefe und Tagebücher aus dem Nachlass Hedwig von Holsteins zeigen, dass seine Frau an engen Freundschaften ihres Mannes keinen Anstoß nahm, diese beförderte und in ihr Leben integrierte. Mit Bulthaupt blieb sie auch nach dem Tode ihres Mannes zeitlebens in freundschaftlichem Kontakt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Holstein, Hedwig von |Titel=Eine Glückliche (Aus ihren Briefen und Tagebuchblättern) |Verlag=Haessel |Ort=Leipzig |Datum=1901 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holstein wurde auf dem [[Neuer Johannisfriedhof|Neuen Johannisfriedhof]] (jetzt Lapidarium [[Alter Johannisfriedhof]]) in Leipzig beigesetzt. In Leipzig errichtete seine Frau [[Hedwig von Holstein (Stifterin)|Hedwig]] die [[Hedwig von Holstein (Stifterin)#Holstein-Stiftung|Holstein-Stiftung]], eine Stiftung zur Unterstützung unbemittelter Musikschüler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* Opern:&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Der Haideschacht.&amp;#039;&amp;#039; (Dresden 1868)&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Der Erbe von Morley.&amp;#039;&amp;#039; (Leipzig 1872)&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Die Hochländer.&amp;#039;&amp;#039; (Mannheim 1876)&lt;br /&gt;
* Lieder für eine Stimme, [[Duett]]e, [[Gemischter Chor|gemischten]] und [[Männerchor]]&lt;br /&gt;
* [[Kammermusik]]&lt;br /&gt;
* [[Ouvertüre]]n&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrung ==&lt;br /&gt;
* 1907 wurde im Leipziger Stadtteil [[Reudnitz (Leipzig)|Reudnitz]] die Holsteinstraße nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bernd-Ulrich Hergemöller]], &amp;#039;&amp;#039;Mann für Mann. Biographisches Lexikon zur Geschichte von Freundesliebe und männlicher Sexualität im deutschen Sprachraum&amp;#039;&amp;#039;, MännerschwarmSkript-Verlag, Hamburg 1998, ISBN 3-928983-65-2. Überarbeitete Taschenbuchausgabe: Suhrkamp, Frankfurt 2001, ISBN 3-518-39766-4. S. 371 f.&lt;br /&gt;
* Peter Ackermann: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Musikdrama und Spieloper. Franz von Holsteins musikalische Bühnenwerke.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Oper zwischen Wagner und Strauss.&amp;#039;&amp;#039; S. Döhring (Hrsg.), Chemnitz 1998. S. 37–46.&lt;br /&gt;
* {{ADB|13|1|2|Holstein, Friedrich Franz von|[[Moritz Fürstenau]]|ADB:Holstein, Friedrich Franz von}}&lt;br /&gt;
* Gerhart Glaser: &amp;#039;&amp;#039;Franz von Holstein. Ein Dichterkomponist des 19. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1930. (Dissertation)&lt;br /&gt;
* Hedwig von Holstein: &amp;#039;&amp;#039;Eine Glückliche&amp;#039;&amp;#039; (aus ihren Briefen und Tagebuchblättern). Verlag Haessel, Leipzig 1901, Nachdruck Kessinger Publishing 20110, ISBN 978-1-161-30711-5 (Digitalisat der Ausgabe von 1901)&lt;br /&gt;
* von Kortzfleisch: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Herzoglich Braunschweigischen Infanterie-Regiments und seiner Stammtruppen 1809–1867.&amp;#039;&amp;#039; Druck und Verlag von Albert Limbach. Braunschweig 1896. S. 429.&lt;br /&gt;
* {{MGG2|Verfasser=Michael Märker, Willi Kahl|Lemma=Holstein, Franz von|Band=P8|ID=mgg06442}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Franz von Holstein}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11942911X}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|11942911X}}&lt;br /&gt;
* {{IMSLP|id=Holstein, Franz von|cname=Franz von Holstein}}&lt;br /&gt;
* {{Operone|holstein}}&lt;br /&gt;
* {{BMLO|h2587}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11942911X|LCCN=no/92/18518|VIAF=32261369}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Holstein, Franz von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Romantik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Oper)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiker (Braunschweig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Braunschweig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person in der Schleswig-Holsteinischen Erhebung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des norddeutsch-dänischen Adelsgeschlechts Holstein|Franz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1826]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Holstein, Franz von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Komponist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Februar 1826&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Braunschweig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Mai 1878&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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